Ratgeber

Mehrere Eigentümer Reihenhausbesitzer nicht immer autonom

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Auch für Reihenhäuser kann das Wohneigentumsgesetz gelten.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Eigentümergemeinschaften gibt es nicht nur für Besitzer von Eigentumswohnungen. In einigen Fällen kann das auch bei Reihenhäusern der Fall sein. Dann kann es Auflagen zum Beispiel zur Gestaltung der Häuser geben.

Auch für Reihenhäuser kann das Wohneigentumsgesetz (WEG) gelten. Die Häuser werden in diesem Fall rechtlich behandelt wie Eigentumswohnungen. Das heißt: Käufer werden automatisch Mitglied der Eigentümergemeinschaft, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB).

Als Käufer eines Reihenhauses wird also nicht nur das Haus selbst erworben, sondern man wird auch Miteigentümer der ganzen Immobilie. Dabei errechnet sich der Anteil aus der Quadratmeterzahl des Hauses gemessen an der Größe des Gesamtobjektes. Daher können bestimmte Dinge nicht allein entschieden werden.

Wem wie viel und was vom Reihenhauses gehört

Es muss sich vielmehr im Miteinander und im Umgang mit der Immobilie an gesetzliche Vorgaben gehalten werden. Dazu gehört die Mitverantwortung für das Gemeinschaftseigentum. Auch kann nicht vollkommen frei über die Gestaltung des Hauses entschieden werden. In Einzelfall gilt es, sich mit den anderen Eigentümern abzustimmen.

Die Eigentümergemeinschaft setzt sich dabei aus allen Eigentümern zusammen, denen ein Teil des betreffenden Reihenhauses gehört (die Gesamtheit aller Wohnungseigentümer innerhalb einer Wohneigentumsanlage). Hier wird über Kostenfragen entschieden und die Bildung von finanziellen Rücklagen etwaiger Reparaturen und Renovierungen am Gemeinschaftseigentum festgelegt. Außerdem wird hier geregelt, ob und wann etwas am Reihenhaus verändert werden darf. In der Regel hat jeder Eigentümer in der Versammlung eine Stimme, die in der sogenannten Eigentümerversammlung geltend gemacht wird. Im Rahmen dieser werden Beschlüsse gefasst, die auf einer verbindlichen Abstimmung basieren.

Wem wie viel und was vom Reihenhauses gehört, ist in einer sogenannten Teilungserklärung geregelt. Diese wird vom Grundstückseigentümer verfasst und beim Grundbuchamt eingereicht. Die Teilungserklärung kann nur mit Zustimmung aller Eigentümer revidiert werden.

Quelle: ntv.de, awi/dpa