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Tarife im Test Riesenunterschiede bei Kfz-Versicherungen

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Wer vergleicht und wechselt, kann auch bei der Kfz-Versicherung viel sparen.

(Foto: imago stock&people)

Wer Auto fährt, braucht nicht nur einen Wagen und Sprit, auch eine Versicherung ist vonnöten - und die geht ordentlich ins Geld. Zumindest dann, wenn man die falsche hat. Gut, dass Finanztest günstige Alternativen kennt.

Die Haftpflichtversicherung für das eigene Fahrzeug ist Pflicht. Sie begleicht durch den Halter verursachte Schäden - bei anderen. Wer sein eigenes Eigentum schützen möchte, benötigt noch eine (freiwillige) Teil- oder Vollkaskoversicherung. Meist schließen Autofahrer Haft- und Kaskopolice bei einem Versicherer ab. Was grundsätzlich auch in Ordnung geht, dennoch sind Versicherungsnehmer gut beraten, die Anbieter zu vergleichen, denn die Preisunterschiede sind riesengroß, wie "Finanztest" herausgefunden hat.

Die Untersuchung zeigt, dass zwischen einer günstigen und einer teuren Autoversicherung mehr als 1000 Euro liegen können. Beispielsweise zahlt ein Familienvater mit einer Kombination von Haftpflicht und Teilkasko im günstigsten Fall knapp 400 Euro, im teuersten fast 1000 Euro pro Jahr. Bei einer 19-jährigen Fahranfängerin liegen die Preisunterschiede im Modellfall sogar bei mehr als 1500 Euro. 

Zudem bieten immer mehr Versicherer Telematik-Tarife an, bei denen der Beitrag vom Fahrstil des Kunden abhängt. Vor allem junge Fahrer können hiermit Geld sparen. Autobesitzer sollten aber vor allem ihren Bedarf kennen. So reicht für alte Autos mit geringem Wert meist eine reine Haftpflichtversicherung. Eine Teilkasko lohnt sich für gute Gebrauchtwagen, eine Vollkasko ist nur für neue und teure Autos ratsam.

Bei der Kombination Haftpflicht mit Teilkasko für eine 19-jährige Anfängerin können die Tester die "Komfort"-Tarife der Baden Badener und der DA Deutschen Allgemeinen für 1183 Euro jährlich empfehlen. Der Familienvater mit Kombi fährt mit demselben Policen-Mix hingegen bei der HDI am günstigsten ("Motor-Plus Kasko Service" für 395 Euro und "Premium-Schutz Kasko-Service" für 422 Euro). Wer im reiferen Alter besonders viel Wert auf besonders viel Leistung legt, ist mit einer Kombination aus Haftpflicht und Vollkasko bei der WGV gut aufgehoben ("Optimal" 635 Euro).   

Wer via Warentest-Vergleich einen günstigeren Anbieter für seine Versicherung(en) gefunden hat, kann diese mit nur einem Monat Frist zum 30. November kündigen. Wer eine Preiserhöhung von seinem Versicherer erhält, hat zudem noch ein Sonderkündigungsrecht. Dieses kann der Kunde bis zu einem Monat nach Erhalt des Preiserhöhungsschreibens nutzen. Entgegen der Haftpflichtversicherung, wo die Versicherungen verpflichtet sind, einen Kunden zu versichern, gilt dies nicht für die Kaskopolice. Wechselwillige sollten sich deshalb rechtzeitig um den Wunschtarif kümmern um zu vermeiden, später dann nur noch einen teureren Tarif ergattern zu können.   

Quelle: n-tv.de, awi

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