Ratgeber

Richtig versichert gegen Einbruch Wenn Diebe zugeschlagen haben

Absolute Sicherheit gibt es nicht. Die Zahl der Einbruchdiebstähle ist in Deutschland in den letzten Jahren rasant angestiegen. Gut, wenn Betroffene wenigstens richtig versichert sind. Doch die Unterschiede bei den Policen sind riesig, wie Finanztest herausgefunden hat.

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Die Hausratsversicherung übernimmt auch Schäden, die durch Einbrüche verursacht werden.

(Foto: imago/Kickner)

167.136 Fälle von Wohnungseinbrüchen wurden im Jahr 2015 in Deutschland registriert, 10 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Mehr als ein Drittel der Einbruchsversuche scheitern, wenn Wohnungen und Häuser gut gesichert sind. Doch absoluten Schutz gibt es nicht. Schlagen Diebe dennoch zu, ist es wichtig, entsprechend versichert zu sein.

Dann kommt eine Hausratsversicherung für den Wiederbeschaffungswert des gestohlenen Hausrats auf sowie für Schäden, die durch den Einbruch entstanden sind. Wichtig zu beachten: Die Schadensmeldung sollte zügig erfolgen, da bereits mehrere Wochen später der Versicherungsschutz zum Teil verloren gehen kann. Neben einer Anzeige bei der Polizei sollten auch die Schäden für die Versicherung durch Fotos dokumentiert werden. 

"Finanztest" hat sich 108 Policen angeschaut und massive Unterschiede bei der Beitragshöhe festgestellt. Zum Teil können Versicherte bis zu 400 Euro im Jahr sparen.

Bei der Höhe des Beitrages spielt es neben der richtigen Versicherung auch eine Rolle, in welcher Gegend der Versicherte wohnt. So wird beispielsweise einer Stadt wie München ein geringeres Einbruchsrisiko attestiert als etwa Köln. Entsprechend höher fallen die Zahlungen für die Hausratsversicherung aus. Neben Einbruchdiebstahl kommt diese auch für Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion, Sturm und Leitungswasser auf. Zum Teil werden auch Überspannungsschäden, Wertsachen, Außenversicherung (Hausrat ist für begrenzte Zeit auch außerhalb der Wohnung versichert) und der Nachtschutz für Fahrräder preiswert mitversichert. Finanztest empfiehlt insbesondere diese erweiterten Tarife.

Versicherungssumme regelmäßig überprüfen

Kommt es zum Schadensfall, erstattet die Versicherung den Neuwert des Gegenstandes. Dieser entspricht aber dem Preis für die Wiederbeschaffung des Objektes mit den gleichen Eigenschaften und Qualitätsmerkmalen in neuwertigen Zustand zu jetziger Zeit. Der Verlust des alten Handy wird also in der Regel zu keiner vollen Kostenerstattung des einst bezahlten Preises führen.      

Wichtig ist dabei, nicht unterversichert zu sein. Denn dann kann der Versicherer im Schadensfall die Leistung kürzen. Um dies zu verhindern, sollte man von Zeit zu Zeit die Versicherungssumme überprüfen. Denn oft steigt ein Haushalt über die Jahre durch diverse Anschaffungen deutlich an Wert.

Überzeugen konnten die Tester für die Musterstädte München und Köln im preiswerten Standardschutz der Online-Tarif des Ammenländer Versicherung (München) für 34 Euro im Jahr und der GVV-Privat (Basistarif) für Köln in Höhe von 96 Euro.

Für Policen mit dem erwähnten Extraschutz fahren Münchner wiederum mit dem Versicherer Ammenländer (nur online) am günstigsten. Hier variieren die Beiträge je nach Tarif zwischen 64 und 72 Euro pro Jahr. In Köln können Bewohner ihr Hab und Gut beispielsweise mit dem Smart-Tarif der Docura für 150 bis 173 Euro pro Jahr schützen.

Quelle: n-tv.de, awi

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