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Fehlende Stunde nacharbeiten? Zeitumstellung & Job - was Sie wissen sollten

Die Umstellung auf die Sommerzeit ist immer hart - schließlich wird uns eine Stunde geklaut. Das lange Osterwochende macht die Zeitumstellung in diesem Jahr etwas weniger schlimm. Foto: Christin Klose

Die Umstellung auf die Sommerzeit ist immer hart - schließlich wird uns eine Stunde geklaut.

(Foto: dpa-tmn)

Zweimal jährlich wird an der Uhr gedreht - in Form der Zeitumstellung. Das gefällt zwar nicht allen und soll auch bald abgeschafft werden, dennoch kann die Zeitreise des kleinen Mannes noch für Arbeitnehmer Konsequenzen haben.

Es ist ein lang gehegter Menschheitstraum, einmal in die Zukunft reisen - von jetzt auf gleich. Die gute Nachricht lautet: Heute Nacht ist dies wieder möglich, einfach so. Dann wird in der gesamten Europäischen Union von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. Anschnallen also für die Zeitreise des kleinen Mannes. Die Maßnahme ist immer in der letzten Nacht von Samstag auf Sonntag im März fällig. In diesem Jahr passiert dies am 30. des Monats. Kaum schlägt die Stunde zwei Uhr, ist es auch schon drei.

Zwar plädiert das EU-Parlament für eine Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2021. Bis es so weit ist, müssen aber alle Bewohner in den betroffenen Gebieten damit leben. Insbesondere für Arbeitnehmer können sich aus der Thematik einige Fragen ergeben. So zum Beispiel, wie es sich mit jenen Beschäftigten verhält, die während der Umstellung arbeiten müssen. Auch für sie verkürzt sich die Nacht um eine Stunde und damit auch die Arbeitszeit. Und diese wird dann auch nicht bezahlt, wie der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbundes weiß. Das ist aber nur für Menschen relevant, die auch nach Stunden bezahlt werden. Wer hingegen einen festen Monatslohn erhält, ist fein raus. Hier ändert sich dann nichts, die Stunde muss nicht nachgearbeitet werden. Der Nachtschichtzuschlag für die fehlenden 60 Minuten entfällt allerdings, da dieser eine wirkliche Erschwernis ausgleichen soll. Und die besteht ja nicht, wenn nicht gearbeitet wurde.

Abmahnung möglich

Aber immerhin muss die versäumte Stunde auch nicht nachgearbeitet werden - denn die Pflicht zur Arbeitsleistung ist bezogen auf diese Stunde ersatzlos entfallen. Was allerdings nicht für die Verpflichtung des Arbeitnehmers gilt, auch am Montagmorgen nach der Zeitumstellung pünktlich beim Job zu erscheinen. Vergisst der Beschäftigte also seinen Wecker umzustellen, trägt er dafür die alleinige Verantwortung. Denn entscheidend ist, wer Schuld an der Verspätung hat. Und sei es der eigene Biorhythmus. Der Chef ist in so einem Fall zu einer Abmahnung des Schussels berechtigt.

Da auch in den Medien umfassend auf das Ereignis berichtet wird, können sich Betroffene auch nicht mit Unkenntnis herausreden. Zudem wird ja auch zwei Mal im Jahr an der Uhr gedreht, so dass die veränderten Bedingungen auch kein Novum bedeuten.

Wer dennoch verschläft, sollte wissen, dass es dann die erste Pflicht eines Mitarbeiters ist, seinen Arbeitgeber über die Verspätung schnellstmöglichst zu informieren.      

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Quelle: n-tv.de, awi

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