Technik

Ausdauernd, schick und gut Honor 7 ist ein Preis-Leistungs-Schocker

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Der Bildschirm des Honor 7 ist sehr scharf und hell.

(Foto: kwe)

Das Honor 7 ist viel günstiger als aktuelle Top-Smartphones, soll aber trotzdem in der Spitzenklasse mithalten können. Ob das chinesische Gerät tatsächlich so gut ist oder sein schickes Aluminiumkleid nur Blendwerk ist, hat n-tv.de getestet.

Mit dem Honor 6 hat Huawei im vergangenen Jahr wahrscheinlich das Smartphone mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis vorgestellt. Für relativ wenig Geld bot das Gerät ansprechend verpackte starke Technik und große Ausdauer. Jetzt ist der Nachfolger Honor 7 auf dem Markt. n-tv.de hat getestet, ob Huawei noch eine Schippe drauflegen konnte oder in die Mittelklasse abgerutscht ist.

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Das Honor 7 ist ein gutes Stück kleiner als das Huawei Ascend Mate 7

(Foto: kwe)

Optisch ist das Honor 7 der kleine Bruder des Huawei Ascend Mate 7. Damit ist es nicht ganz so hübsch wie das neue Mate S, muss sich aber mit seinem gebürstetem Aluminiumkleid auch nicht in besserer Gesellschaft schämen. Das Smartphone ist prima verarbeitet und fühlt sich mit seinen geschliffenen Kanten hochwertig an. Lediglich die für den Empfang notwendigen Kunststoffkappen an Ober- und Unterseite könnten etwas exakter eingepasst sein – besonders an der Seite ist der Übergang zum Aluminium deutlich zu spüren.

Dicker Akku statt schlanker Taille

Mit 8,5 Millimetern ist das Honor 7 zwar etwas dicker als das Mate S und andere Top-Smartphones. Doch das hat einen guten Grund: Der Akku bietet eine Kapazität von 3100 Milliamperestunden und kann bei durchschnittlichem Gebrauch das Gerät auch mal zwei Tage am Laufen halten. Vielen Nutzern dürfte das wichtiger als eine superschlanke Taille sein. Wird der Saft trotzdem mal knapp, ist der Akku in rund zwei Stunden schnell wieder geladen.

Die wichtigsten Spezifikationen

  • Betriebssystem: Android 5.0
  • Display: 5,2 Zoll, LCD, 1920 x 1080 Pixel, 425 ppi
  • CPU: Hisilicon Kirin 935, 8 Kerne
  • RAM: 3 GB
  • Interner Speicher: 16 GB
  • Hauptkamera: 20 MP, Dual-LED
  • Frontkamera: 8 MP, LED
  • LTE 2,4/5 Ghz, WLAN 802.11 ac/a/b/g/n, 2,4 GHz, Bluetooth 4.0
  • Sensoren: Fingerabdruck, Kompass, Beschleunigung, Gyro, Näherung, Umgebungslicht
  • Akku: 3100 mAh
  • Maße: 143,2 mm x 71,9 mm x 8,5 mm
  • Gewicht: 157 g

Was die Leistung betrifft, hat das Honor 7 ebenfalls Oberklasse-Niveau. Wie das Mate S wird es vom hauseigenen 8-Kern-Prozessor Hisilicon Kirin 935 angetrieben, der auf 3 Gigabyte Arbeitsspeicher zugreifen kann. Der interne Speicher ist mit 16 Gigabyte allerdings etwas knapp bemessen und dem Gerät würde ein Update auf Android 6.0 gut tun, das den Einsatz von microSD-Karten als internen Speicher erlaubt. Doch was Softwareaktualisierungen betrifft, hat sich Huawei bisher nicht mit Ruhm bekleckert – das Ascend Mate 7 erhält jetzt erst das Update auf Android 5.1.1. Das Honor 7 wird noch mit Android 5.0 und Huaweis Benutzeroberfläche Emotion UI in der Version 3.1 ausgeliefert. Die Funktionen sind daher weitgehend identisch mit denen des Mate S. Laut "Cashys Blog" soll Huawei planen, das Marshmallow-Update im Februar zunächst an indische Honor 7 zu verteilen.

Scharfes Display, schneller Scanner

Das Display des chinesischen Dauerläufers ist 5,2 Zoll groß und bietet mit Full-HD-Auflösung eine starke Pixeldichte von 425 ppi. Der Bildschirm ist hell, bietet gute Kontraste, schöne Farben und ist auch von der Seite einwandfrei ablesbar. Wie bei Huawei-Geräten üblich, lässt sich die Farbtemperatur des Bildschirms in den Einstellungen anpassen. Insgesamt macht das Display einen prima Eindruck.

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Das Smartphone ist nicht schlank, aber ausdauernd.

(Foto: kwe)

Auf der Rückseite hat das Honor 7 unter der Kamera einen Fingerabdrucksensor, der ebenso exzellent arbeitet wie der des Mate S. Finger sind in wenigen Sekunden eingelesen und werden fast ohne Verzögerung erkannt. Und wie beim edlen Huawei-Bruder kann man den Scanner auch zu diversen weiteren Aktionen nutzen, beispielsweise Anrufe entgegennehmen oder die Benachrichtigungsleiste herunterziehen.

Eine weitere Besonderheit des Honor 7 ist der sogenannte "Smart Key" auf der linken Seite. Drückt der Nutzer einmal, zweimal oder länger auf den Knopf, kann er verschiedene Funktionen auslösen. Beispielsweise kann er schnell auf die Kamera zugreifen, einen Screenshot machen oder die Taschenlampe einschalten. Der Smart Key liegt so, dass er mit Zeigefinger oder Daumen bequem zu erreichen ist und hat sich im Test als durchaus praktisches Extra erwiesen. Über dem Knopf befindet sich der Einschub für Nano-SIM- und microSD-Karte.

Starke Kamera-Ausstattung

Die Kamera auf der Rückseite macht Fotos mit bis zu 20 Megapixeln, also mit einer höheren Auflösung als die Kamera des Mate S. Das ist aber nur auf dem Datenblatt und hellem Tageslicht ein Vorteil. Denn offenbar drängen sich die zusätzlichen Pixel auf einem gleich großen Sensor, wodurch Fotos des Honor 7 bei schwacher Beleuchtung etwas schneller verrauschen als beim Mate S. Ansonsten ist die Kamera aber mindestens so gut wie die des edlen Huawei-Smartphones und bietet auch die gleichen Funktionen. In manchen Situationen gelingen ihr sogar die deutlich besseren Aufnahmen. Besonders gut gefällt außerdem der schnelle Autofokus. Wie das Huawei Mate S verfügt auch das Honor 7 auf der Vorderseite über eine ausgezeichnete 8-Megapixel-Frontkamera mit eigenem LED-Blitz.

Aktuell ist das Honor 7 bereits ab 350 Euro zu haben. Für diesen Preis ist es schwer, ein Smartphone zu finden, das auch nur ähnlich gut ausgestattet und verarbeitet ist. Optisch hat das rund 250 Euro teurere Mate S die Nase zwar vorn, aber in allen anderen Belangen ist der günstige Konkurrent aus dem eigenen Haus gleichwertig, bei der Laufzeit sogar klar überlegen. Kurz: Das Honor 7 ist das perfekte Oberklasse-Smartphone für Preis-Leistungs-Fans.

Quelle: n-tv.de

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