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Starke 100-Euro-Ohrhörer Pixel Buds A günstiger, aber gleich gut

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Die Google Pixel Buds A ragen kaum aus den Ohren heraus.

(Foto: Google)

Mit den neuen Pixel Buds A bringt Google sehr attraktive Ohrhörer für Android-Nutzer auf den Markt. Denn die kleinen Stöpsel sind praktisch genauso gut wie die Vorgänger, aber mit einem Preis von 100 Euro nur halb so teuer.

Wenn man den Preis für ein Produkt nicht einfach herabsetzen möchte, kann man auch ein paar minimale Änderungen vornehmen und es mit einem Namenszusatz als günstigere Variante anbieten. Google hat dies bei der neuen A-Serie der Pixel Buds offenbar genauso gemacht. Denn die Ohrhörer unterscheiden sich nur in unwesentlichen Details von ihren kaum ein Jahr alten Vorgängern, sind aber zum halben Preis bei den entscheidenden Kriterien genauso gut.

Unterschiede kaum zu finden

Optisch ist die A-Serie auf den ersten Blick identisch mit den 2020er-Buds, solange man nicht die neue Farbvariante Olivgrün zum Vergleich heranzieht. Nur wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man, dass Google einen von drei Lade-Pins und einen von zwei Sensoren zur Trageerkennung entfernt hat. Außerdem ist die Abdeckung der Treiber bei der A-Serie aus Plastik statt aus Metall und bei Gesprächen muss man auf eine aktive Abmilderung von Windgeräuschen verzichten.

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Auch bei der olivgrünen Variante ist die Außenseite der Ladebox weiß.

(Foto: Google)

Hörbar sind die Einsparungen praktisch nicht. Der Klang der neuen Buds ist genauso klar und ausdifferenziert wie bei den Vorgängern. Auffallend sind vor allem die hervorragenden Mitten und detailreichen Höhen. Die Bässe sind kräftig, aber nicht allzu druckvoll. Wer auf richtig fette Tiefen steht, kann in der App eine Bassverstärkung aktivieren, weitere Klangeinstellungen bietet sie nach wie vor nicht.

Toller Klang ohne Geräuschunterdrückung

Auf eine aktive Geräuschunterdrückung (ANC) verzichtet Google ebenfalls weiter. Im Gegenteil: Durch eine kleine Öffnung im Gehäuse schließen sie nicht vollständig ab und dämmen auch passiv weniger als die meisten anderen Ohrhörer. Das hat allerdings den Vorteil, dass man sicherer im Straßenverkehr unterwegs ist. Weil das aber nicht immer nötig ist, kann man die Lautstärke automatisch an die Umgebung anpassen lassen, um störenden Lärm wenigstens zu übertönen. Das Feature nervt aber eher als zu helfen.

Auch am Tragekomfort hat sich nichts geändert. Die Buds sitzen mit ihren Silikon-Flügeln ausgesprochen bequem und sicher im Ohr. Und weil die Stöpsel nach IPx4 vor Schweiß und Regen geschützt sind, ist die A-Serie ein prima Trainingspartner.

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Durch die Silikon-Flügel sitzen die Buds sicher und bequem im Ohr.

(Foto: Google)

Kein kabelloses Laden

Ein Sensor reicht völlig, um zuverlässig zu erkennen, wenn ein Bud aus dem Ohr genommen oder wieder eingesetzt wird - die Wiedergabe pausiert oder startet praktisch ohne Verzögerung. Und nach wie vor funktioniert jeder Bud auch für sich alleine. Bei der Ladegeschwindigkeit macht der fehlende dritte Pin ebenfalls keinen Unterschied.

Wirklich gespart hat Google beim Ladecase, auch wenn das erstmal nicht zu sehen ist: Es kann nicht induktiv, sondern nur über die USB-C-Buchse aufgetankt werden. Das wird aber wahrscheinlich die wenigsten Nutzer wirklich abschrecken. Bei der Laufzeit lässt die A-Serie mit rund fünf Stunden die Vorgänger sogar hinter sich, denen etwa 30 Minuten früher die Puste ausgeht. Außerdem ist die Box ohne Induktionstechnik noch leichter und wiegt selbst mit eingelegten Ohrhörern nur knapp 53 Gramm.

Am ehesten könnte Nutzer stören, dass Google bei der Touch-Bedienung der A-Serie die Wischgesten zur Lautstärkeregelung gestrichen hat. Das kann man ohne das Smartphone zu zücken zwar per Sprachkommando erledigen, was aber nicht jedermanns Sache und in manchen Situationen auch nicht angebracht ist.

Prima Preis-Leistungs-Verhältnis

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Praktischer ist da schon, sich eingehende Nachrichten vorlesen zu lassen, indem man einen der Buds länger berührt. Auch sonst hat Google bei der Einbindung seines Assistenten keine Abstriche gemacht.

Insgesamt bieten die Pixel Buds A trotz der kleineren technischen Einsparungen für rund 100 Euro ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das gilt für alle Android-Nutzer, aber ganz besonders für Besitzer eines Pixel-Smartphones, mit denen die Ohrhörer perfekt harmonieren. Wer ein iPhone nutzt, hat weniger Spaß mit den Buds, da es für sie nicht einmal eine iOS-App gibt.

Quelle: ntv.de

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