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Weltweit auffallend warm 2013 war Australiens heißestes Jahr

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Auch 2010 war es schon heiß in Australien - hier in Sydney am Strand. Doch das Jahr 2013 konnte die Temperaturen noch übertreffen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im 20. Jahrhundert lag die globale Durchschnittstemperatur bei 13,9 Grad Celsius. Zuletzt wurde dieser Wert mehrfach übertroffen. Alle Jahre des 21. Jahrhunderts zählen zu den wärmsten überhaupt. 2013 wurde es dabei so heiß, wie es manche Länder noch nicht erlebt hatten.

Das vergangene Jahr ist nach Angaben der US-Behörde für Wetter- und Meeresforschung (NOAA) gemeinsam mit 2003 das viertwärmste Jahr in der Geschichte der Klimaforschung. Die US-Raumfahrtbehörde NASA, die eine leicht abweichende Jahresbilanz zum Wetter vorlegte, verortete das abgelaufene Jahr auf dem siebten Platz. Mehrere Länder, darunter beispielsweise Australien, Teile von Äthiopien und Tansania sowie Zentralasiens, erlebten 2013 ihr wärmstes Jahr seit Beginn der Messungen.

Die globale Durchschnittstemperatur, gemessen zu Land und zu Wasser, lag 2013 bei 14,52 Grad Celsius, wie die NOAA mitteilt. US-Wissenschaftler sehen darin einen weiteren Beleg für den fortschreitenden Klimawandel. Im 20. Jahrhundert lag die weltweite Durchschnittstemperatur noch bei 13,9 Grad. Zuletzt wurde dieser Wert 37 Mal in Folge übertroffen, wobei sämtliche Jahre im 21. Jahrhundert zu den wärmsten überhaupt gehörten. Die bislang höchsten Durchschnittstemperaturen waren 2010 gemessen worden, gefolgt von den Jahren 2005 und 1998.

El Niño bringt Hitze

Anders als in diesen Jahren blieb 2013 aber das extreme Naturereignis El Niño aus, das im Pazifik, am Äquator und östlich davon besonders hohe Temperaturen mit sich bringt. Tritt das Wetterphänomen in diesem Jahr - wie von Meterologen vorhergesagt - erneut auf, könnte dies die Durchschnittstemperatur weiter in die Höhe treiben.

Der kontinuierliche Temperaturanstieg sei ein "zusätzlicher Beweis für den fortschreitenden Klimawandel", erklärte NASA-Klimatologe Gavin Schmidt. In den kommenden Jahrzehnten sei eine weitere Erwärmung zu erwarten. Niemand dürfe sich durch Kälteeinbrüche oder andere extreme Wetterphänomene täuschen lassen, erklärte Schmidt. Die Daten zeigten einen eindeutigen Trend.

Meeresspiegel steigt

Die NASA führt den Klimawandel unter anderem auf den Anstieg des CO2-Ausstoßes zurück. Der Anteil des Treibhausgases in der Atmosphäre stieg seit 1880 von 285 ppm (parts per million) auf 400 ppm im vergangenen Jahr. Ein Nebeneffekt der Erderwärmung ist die Eisschmelze in der Arktis, die zu einem Anstieg des Meeresspiegels beiträgt. "Vor allem in den vergangenen zehn, elf Jahren ist das arktische Eis deutlich zurückgegangen", erklärte NOAA-Experte Thomas Karl.

Quelle: ntv.de, asc/dpa/AFP