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Dort, wo der Feigenkaktus gedeiht, wächst er wie Unkraut am Straßenrand.
Dort, wo der Feigenkaktus gedeiht, wächst er wie Unkraut am Straßenrand.(Foto: picture alliance / Hauke-Christi)
Samstag, 02. Dezember 2017

Als Notreserve in Dürrezeiten: Baut mehr Feigenkakteen an!

Der Feigenkatus mit seinen beliebten Früchten ist auch ein guter Wasserspeicher. Das könnte in Dürrezeiten sogar Leben retten. Deshalb empfiehlt die Ernährungsorganisation der UN nun ausdrücklich seinen Anbau.

In Zeiten des Klimawandels sehen die Vereinten Nationen den Feigenkaktus als wichtige Notreserve. Die Kaktusart habe sich als Nahrungsquelle für Mensch und Tier bewährt, wie jüngst während der Dürre im Süden von Madagaskar, teilte die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) mit. Während viele Kakteen ungenießbar seien, sei die Gattung Opuntia reichhaltig, vor allem, wenn man sie anbaue und nicht wie Unkraut gedeihen lasse.

Angesichts des Klimawandels und des erhöhten Risikos für Dürren empfiehlt die FAO, die widerstandsfähige Pflanze großflächig anzubauen. Der Feigenkaktus wird mit seiner stacheligen Frucht schon seit langer Zeit als Nahrungsmittel genutzt - etwa in Mexiko, aber auch im italienischen Sizilien. Pro Hektar könne der Kaktus darüber hinaus bis zu 180 Tonnen von Wasser speichern - "genug, um das Leben von fünf ausgewachsenen Kühen zu erhalten", hieß es.

Ein Allheilmittel sind die Kakteen aber noch lange nicht. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt schaden der Pflanze, die bis zu sechs Meter hoch werden kann. Und auch, wenn die Pflanze noch 66 Grad standhalte, verlangsame sich der Prozess der Photosynthese ab 30 Grad Celsius, weshalb man sie nur selten in Wüsten wie der Sahara und Mojave sehe.

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Quelle: n-tv.de

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