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Hohes Infektionsrisiko erwartet Experten warnen: 2018 wird ein Zeckenjahr

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(Foto: dpa)

Sie sind klein, doch als Überträger von FSME und Borreliose können Zecken sehr gefährlich werden. Im Sommer haben die Tiere Hochsaison - und Experten erwarten in diesem Jahr sogar die höchste Zeckenzahl der vergangenen zehn Jahre.

Experten erwarten, dass es in diesem Sommer in Deutschland besonders viele Zecken gibt - und damit auch ein höheres Infektionsrisiko. 2018 werde ein Zeckenjahr, erklärte das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF). "Wir werden die höchste Zahl an Zecken in den letzten zehn Jahren haben", warnte DZIF-Forscher Gerhard Dobler.

Seit 2009 untersucht der Wissenschaftler am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München die Ausbreitung und Aktivität des FSME-Virus in Deutschland. Zecken sind Hauptüberträger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), einer viralen Hirnhautentzündung. Die Experten haben ein Modell mitentwickelt, mit dem sie die Zeckendichte bereits im Winter für den jeweils kommenden Sommer voraussagen können. Grundlage ist die Zählung von Jungtieren in einem Infektionsherd in Süddeutschland.

In diesem Jahr ist das Risiko Dobler zufolge "insgesamt besonders hoch". Neben der FSME, die auch tödlich enden kann, kann der gemeine Holzbock auch die Borreliose übertragen. Während es für die FSME eine vorbeugende Impfung gibt, steht für diese Krankheit jedoch kein Impfstoff zur Verfügung. Infektionen können aber mit Antibiotika behandelt werden.

Die Experten raten, auf Zecken in jedem Fall und insbesondere in FSME-Risikogebieten achtzugeben. Dort sind mehr Tiere mit Viren infiziert als anderswo. Als FSME-Risikogebiete gelten aktuell 156 Kreise in Deutschland. Dazu zählen fast ganz Bayern und Baden-Württemberg, aber auch Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und des Saarlands.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP

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