Wissen

Für Fischer ein Problem Kegelrobben kehren in Ostsee zurück

86725878.jpg

Eine Kegelrobbe auf Helgoland: Bis zu 300 der Tiere leben nun wieder in der Ostsee.

(Foto: picture alliance / Axel Heimken/)

Sie folgen den Heringen und die bringen die Kegelrobbe zurück an die Ostküste Mecklenburg-Vorpommerns. Was Tierfreunde erfreut, sorgt bei Fischern für bestenfalls gemischte Gefühle. Inzwischen geht es um mehrere hundert Tiere.

Die Ostsee-Kegelrobbe ist neben dem Wolf ein weiteres großes Säugetier, das nach Deutschland zurückkehrt. "In den deutschen Ostseegewässern halten sich derzeit 200 bis 300 Kegelrobben auf", schätzt die Meeresbiologin Linda Westphal vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund. Im März und April ist die Zahl der Tiere am größten.

Ähnlich wie die Halter von Weidetieren den Wolf nicht gerne sehen, würden die Fischer auf die Kegelrobbe lieber verzichten. Die Robben werden von den Heringen angelockt, die im Frühjahr im Greifswalder Bodden laichen. "Wir haben ein Problem mit anwachsenden Robbenbeständen", erklärt der Fischer Michael Schütt aus Freest (Vorpommern-Greifswald). Der größte Schaden entsteht demnach durch zerstörte Netze. 

Kegelrobben werden bis zu zweieinhalb Meter lang und können bis zu 300 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Tiere an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns kommen zumeist aus der östlichen Ostsee. Bislang wurden die Tiere in Deutschland vor allem in der Nordsee beobachtet.

Quelle: jwu/dpa

Mehr zum Thema