Wissen

Parkinson-Experimente im All Raumkapsel "Dragon" erreicht ISS

aaa9495de35e02bd413cc466ed1deae5.jpg

Nach mehreren Tagen kommt die Raumkapsel bei der ISS an.

(Foto: AP)

Die Astronauten der Internationalen Raumstation ISS erhalten eine wichtige Lieferung: Die unbemannte Raumkapsel "Dragon" dockt an. An Bord ist neben einem Super-Computer auch Material für die Erforschung der Parkinson-Krankheit.

Die unbemannte Raumkapsel "Dragon" ist bei der Internationalen Raumstation (ISS) angekommen. Ein Roboterarm zog die Kapsel mit ihrer knapp drei Tonnen schweren Ladung zur ISS heran, wie die US-Weltraumbehörde Nasa mitteilte. Eine Rakete vom Typ Falcon 9 des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX hatte die Raumkapsel am vergangenen Montag planmäßig ins All gebracht.

Zur Ladung gehört ein Super-Rechner namens Spaceborne Computer des US-Unternehmens Hewlett Packard. Dieser soll ein Jahr lang in der Internationalen Raumstation getestet werden, um zu sehen, ob er unter den schwierigen Bedingungen im Weltraum funktioniert. Der Computer könnte dereinst Astronauten bei Raummissionen anleiten.

Dies wäre insbesondere bei einer Mars-Mission von Nutzen. Wegen der großen Entfernung des Roten Planeten dürften Nachrichten vom und zum Mars mit einer Verzögerung von 24 Minuten ankommen. Eine Anleitung von Astronauten auf dem Mars dürfte sich damit schwierig gestalten.

Die neue Lieferung für die ISS soll außerdem Experimente zur Erforschung der Parkinson-Krankheit ermöglichen. In der Schwerelosigkeit des Weltalls können Proteinkristalle größer werden als auf der Erde. Diese Tatsache wollen Wissenschaftler nutzen, um neue Erkenntnisse über das Protein LRRK2 zu gewinnen, das bei der Nervenkrankheit Parkinson eine wichtige Rolle spielt. Entworfen wurde die Forschungsreihe von der Stiftung des US-Schauspielers Michael J. Fox, der seit Jahren an der Krankheit leidet.

Quelle: n-tv.de, vni/AFP

Mehr zum Thema