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Eine Ikone von Nikolaus von Myra aus dem Jahr 1327.
Eine Ikone von Nikolaus von Myra aus dem Jahr 1327.(Foto: imago/imagebroker)
Mittwoch, 06. Dezember 2017

Knochen des Heiligen entdeckt?: Überreste könnten zu Nikolaus gehören

Pünktlich zum Nikolaustag scheinen die Überreste seines heiligen Namensgebers identifiziert: Forscher vermuten, dass ein Knochen aus dem Besitz eines US-Priesters zu Nikolaus von Myras gehört. Ein Vergleich mit Skelettteilen in Italien soll Gewissheit bringen.

Wissenschaftler haben ein Stück Knochen untersucht, das zu den Überresten des Heiligen Nikolaus gehören könnte. Das Knochenfragment, das zu einer dem Heiligen zugeschriebenen Reliquie gehört, stamme aus dem vierten Jahrhundert nach Christus, erklärten Forscher der Universität Oxford. Historiker datieren den Tod des Heiligen, der auf Ikonen mit langem weißem Bart dargestellt wird, auf das Jahr 343.

Aus seinem Besitz stammt der historisch wertvolle Knochen: Priester Dennis O'Neill aus dem US-Bundesstaat Illinois.
Aus seinem Besitz stammt der historisch wertvolle Knochen: Priester Dennis O'Neill aus dem US-Bundesstaat Illinois.(Foto: imago/ZUMA Press)

"Die Ergebnisse legen nahe, dass die Knochen authentisch sein könnten", teilte die Universität mit. Anders als viele andere Reliquien, bei denen sich herausgestellt habe, dass sie aus anderen Epochen stammen, "könnten wir es bei diesem Knochenteil mit den Überresten des Heiligen Nikolaus höchstpersönlich zu tun haben", erklärte Tom Higham vom Institut für Reliquien der Universität Oxford.

Sankt Nikolaus, dem am 6. Dezember gedacht wird, geht auf den historischen Bischof von Myra, der heutigen türkischen Stadt Demre, zurück. Der Großteil der Überreste, die dem Heiligen zugeschrieben werden, befindet sich seit dem Jahr 1087 in der Basilika San Nicola im italienischen Bari. Mehr als 500 weitere Knochenteile werden in Venedig aufbewahrt.

Knochen auf der ganzen Welt verstreut

Zusätzlich sind im Laufe der Jahre viele Reliquien auf Kirchen in der ganzen Welt verteilt worden. Das Fragment, das die Forscher von Oxford untersucht haben, ein Teil des linken Beckenknochens, gehört heute einem Priester aus dem US-Bundesstaat Illinois namens Dennis O'Neill. Die Reliquie komme ursprünglich aus dem französischen Lyon, erklärte die Universität.

Anatomische Studien belegen, dass die Knochen in Bari und Venedig zu ein und demselben Menschen gehören. Die Untersuchung der Reliquie von O'Neill ermuntere die Forscher nun, sich den Überresten in Bari und Venedig zuzuwenden, um herauszufinden, ob sie ebenfalls zu diesem Menschen gehört, sagte Georges Kazan vom Reliquien-Institut.

Quelle: n-tv.de

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