Fundsache, Nr. 9313000 Jahre alter Blumenschmuck
Unverhofft finden Botaniker der Universität Zürich beim Umzug des Instituts eine meterlange Blumengirlande, die vor mehr als 3000 Jahren ägyptische Mumien schmuckte.
Bei einem Umzug haben Botaniker im Keller ihres Instituts Teile
von über 3000 Jahre alten Blumengirlanden entdeckt, die einst ägyptische Mumien
schmückten. Sie lagerten dort jahrelang unentdeckt, wie die Hochschule
berichtete. Die Girlandenteile befinden sich in 31 Bilderrahmen hinter Glas. Die
Zürcher Funde stammen aus dem Königsmumienversteck in Deir-el-Bahari, unter anderem
aus dem Grab des Pharaos Ramses II., der 1213 vor Christus starb. Diese Gräber wurden
im 19. Jahrhundert entdeckt.
Dabei gelangte der deutsche
Botaniker Georg Schweinfurth in den Besitz des meterlangen Blumenschmucks, wie die
Uni weiter schreibt. Er begann die Pflanzen zu bestimmen, zu präparieren und verpackte
sie in Schachteln. Diese übergab er mehreren Museen, darunter war auch das Botanische
Museum Berlin-Dahlem. Dass auch Zürich zu den Empfängern gehörte, ist neu. Die wertvollen
Pflanzen kommen wahrscheinlich später in die gemeinsame Herbariensammlung der Universität
und der ETH Zürich.