Fundsache

Fundsache, Nr. 954 Schädel schließt Evolutionslücke

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Die Abbildung zeigt die ältesten momentan bekannten fossilen Schädelteile eines Gürteltieres.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wissenschaftler aus Bonn haben den bislang ältesten fossilen Schädel eines Gürteltieres entdeckt - und damit eine Lücke im Stammbaum der Tiere geschlossen. Die 26 Millionen Jahre alten Überreste lagen 30 Jahre lang im Naturhistorischen Museum in Paris. Ihre Ergebnisse veröffentlichte das internationale Forscherteam, darunter der Paläontologe Guillaume Billet von der Universität Bonn, nun im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society B".

Die neuen Erkenntnisse erklären eine sogenannte Geister-Abstammungslinie der Gürteltiere, also eine ungeklärte Evolutionslücke: Zwar deuteten bisherige genetische Analysen darauf hin, dass die Tierart schon vor 29 Millionen Jahren entstanden war. Die bisher ältesten gefundenen Fossilien waren aber nur halb so alt.

Der Gürteltier-Schädel aus dem Museum schließt nun nach Angaben der Experten diese Lücke. Er bringt dem jetzt beschriebenen Tier den Namen "Kuntinaru" ein, was "Geist" bedeutet. Wissenschaftler hatten den fossilen Schatz vor 30 Jahren aus Bolivien mitgebracht.

Quelle: ntv.de, dpa