Fundsache

Fundsache, Nr. 1129 Verbrannter Weizen in Krügen

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Vierzehn Krüge mit verbranntem Weizen. Das genaue Alter der Körner gilt es nun herauszufinden.

(Foto: Scharon Zuckermann)

Im Vorratskeller eines mehr als 3000 Jahre alten Palastes stoßen Forscher auf vierzehn zerbrochene Krüge. Sie haben alle den gleichen Inhalt: verbrannten Weizen. Der Palast war bei einem Feuer zerstört worden. Davon berichtet sogar die Bibel.

Bei Ausgrabungen in Hazor im Norden Israels haben Archäologen der Hebräischen Universität und der Naturschutzbehörde vierzehn große zerbrochene Krüge gefüllt mit verbranntem Weizen gefunden. Nach Angaben der Archäologen ist der Weizen im Vorratskeller eines kanaanäischen Palastes aus dem 2. vorchristlichen Jahrtausend verbrannt worden.

Nach Sharon Zuckerman von der Hebräischen Universität, hat das freigelegte Gebäude alle Merkmale eines königlichen Palastes. Zedernbalken gehören ebenso dazu wie fein gestaltete Basaltsteine. Der Palast sei im 13. Jahrhundert v. Chr. durch ein Feuer zerstört worden. Forscher ziehen nun eine Verbindung zur biblischen Geschichte der Landnahme: Josua 11 berichtet, wie Josua den König von Hazor mit dem Schwert schlägt, "und Hazor verbrannte er im Feuer, denn Hazor war das Haupt aller dieser Königreiche".

Wachstum nicht mehr möglich

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Diese Palme wurde aus einem 2000 Jahre alten Dattelkern gezüchtet.

(Foto: Ulrich W. Sahm)

Weil der Weizen in den nun gefundenen Krügen völlig verkohlt sei, könnten die Körner nur noch dazu verwendet werden, deren Alter fast auf das Jahr genau zu bestimmen. Anders als die 2000 Jahre alten Datteln, die Archäologen in Massada am Toten Meer entdeckt hatten, können die Weizenkörner nicht wieder zum Keimen gebracht werden.

Zvika Cliff, Chefarchäologe von Israels Naturparkbehörde, erklärt, dass Hazor unter den Kanaanäern (1750 v. Chr.) und unter Israel im 9. Jh. v. Chr. eine Blütezeit erlebte. Dabei seien die mächtigsten Befestigungen im ganzen Land errichtet worden. "Hazor war eine der wichtigsten Städte im fruchtbaren Halbmond, mit Handelsbeziehungen mit Städten Babylon und Syrien", so Cliff.

Hazor zählt neben Megiddo und Massada zu den wichtigsten archäologischen Stätten Israels. Es gehört zum Weltkulturerbe.

Quelle: ntv.de

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