Riekes Rückspiegel

Was war am 21. Oktober? Als die A-Klasse durch den Elchtest kippte

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Kein Elch in Sicht, dafür ein schlingernder Benz: Die A-Klasse startete unstet in ihre mittlerweile 22 Jahre dauernde Ära.

(Foto: picture alliance / Ingo Wagner/d)

Ein Auto als Lachnummer: Statt in Schweden einen Preis abzuräumen, blamiert sich Daimler vor 22 Jahren mit seiner A-Klasse. Das neue Automodell erweist sich nicht als kippsicher und ganz Deutschland schmunzelt über den Elchtest.

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Wussten Sie, dass … sich ein deutscher Automobilriese heute vor 22 Jahren vor der ganzen Welt blamiert hat? Am 21. Oktober 1997 kommt die A-Klasse aus dem Hause Daimler bei einem Fahrmanöver ins Schlingern und kippt um - der "Elchtest" ist ein Marketing-Desaster für den Stuttgarter Autobauer.

Ursprünglich hatten die Konzernverantwortlichen bei dem Manöver in Stockholm Großes vor: Sie schickten ihren neuen Pkw der Baureihe 168 ins Rennen, um den Titel "Auto des Jahres" zu ergattern, den die schwedische Zeitschrift "Teknikens Värld" (Technik-Welt) jährlich vergibt. Doch der Stupsnasen-Benz tut sich schwer. Beim schnellen Umfahren von Pylonen gerät die Kompaktlimousine ins Wanken und legt sich auf die Seite. Vor den Augen von Fachjournalisten, die die dargebotene Vorstellung ganz und gar nicht titelwürdig finden.

Hierzulande setzt sich der Name "Elchtest" als Begriff für das denkwürdige Ereignis der deutschen Automobilgeschichte durch. Sie wissen schon: Schweden. Elche. Ausweichmanöver. Mercedes-Benz hat den Schaden - und somit den Spott sicher. A-Klasse-Witze liegen im Trend. Nach einem dreimonatigen Produktionsstopp und verbessertem Stabilitätsprogramm geht der Wagen wieder in Serie. Mittlerweile ist die A-Klasse erwachsen geworden und Kopf einer Vier-Generationen-Familie - ohne weitere Skandale.

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Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

Quelle: n-tv.de

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