Mittwoch, 17. August 2022Der Tag

mit Kristin Hermann
Kristin Hermann
22:32 Uhr

Das war Mittwoch, der 17.08.2022

Liebe Leserinnen und Leser,

Bundeskanzler Olaf Scholz ist bei einer Veranstaltung mit Bürgern im brandenburgischen Neuruppin am Abend auf lautstarke Gegendemonstranten gestoßen. Der SPD-Politiker zog seinen Auftritt auf dem Schulplatz der Stadt trotzdem durch, obwohl er angesichts des Pfeifkonzerts und der Sprechchöre kaum zu verstehen war. Scholz bekräftigte die Ankündigung, in den nächsten Tagen ein weiteres Paket zur Entlastung der Bürger gegen Inflation und hohe Energiekosten vorzustellen.

Sowohl die Ukraine als auch Russland meldeten an diesem Mittwoch eigene Erfolge. So beschossen die russischen Streitkräfte unter anderem die Städte Mykolajiw und Odessa mit Raketen. Die Ukraine reklamierte dagegen Erfolge im Süden und einen erfolgreichen Angriff im Donbass für sich. Welche Entwicklungen im Ukraine-Krieg heute sonst noch wichtig waren, finden Sie in unserer Tageszusammenfassung und in unserem Liveticker.

Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten des Tages ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen einen schönen restlichen Abend und eine gute Nacht.

22:03 Uhr

Herzogin Meghan: Gerichtstermin im Streit mit Halbschwester steht fest

Eine Richterin aus dem US-Bundesstaat Florida hat einen brisanten Gerichtstermin angesetzt. Sollten sich Herzogin Meghan und ihre Halbschwester Samantha Markle nicht doch noch außergerichtlich einigen können, so würde es am 3. Oktober 2023 zum Prozess vor einem US-Gericht kommen. Das berichtet unter anderem die britische "Daily Mail". Demnach strebe Richterin Charlene Edwards Honeywell ein rasches und somit "kostengünstiges" Verfahren an, nicht länger als fünf Tage solle es bis zum Urteilsspruch dauern.

Bis spätestens Mai des nächsten Jahres hätten die beiden Parteien noch Zeit, sich anderweitig zu einigen und den Zwist zu den Akten zu legen. Angesichts der stark gegensätzlichen Aussagen von Herzogin Meghan und Samantha Markle erscheint eine vorzeitige Übereinkunft jedoch unwahrscheinlich. Markle verklagte im März dieses Jahres ihre Halbschwester wegen Verleumdung. Unter anderem einige Aussagen, die die Frau von Prinz Harry im vielbedachten Oprah-Interview tätigte, seien aus Sicht von Markle gelogen. Etwa, dass Herzogin Meghan angegeben hatte, wie ein Einzelkind und in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen zu sein.

21:33 Uhr

15 Tote bei Busunglück in Marokko - Fahrzeug kippt in Autobahnkurve um

Bei einem Busunglück östlich der marokkanischen Stadt Casablanca sind 15 Menschen getötet und 37 weitere verletzt worden. Der Bus sei in einer Autobahnkurve in der Provinz Khouribja umgekippt, teilten die örtlichen Behörden mit. Er war auf dem Weg von Casablanca in die Gegend von Ait Attab nahe der Stadt Beni Mellal am Fuße der Gebirgskette Hoher Atlas.

Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht, Ermittlungen wurden eingeleitet, wie es weiter hieß. In Marokko und anderen nordafrikanischen Ländern kommt es relativ häufig zu Verkehrsunfällen, oft mit tödlichem Ausgang. Nach Angaben der Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde gibt es in Marokko im Jahr durchschnittlich 3500 Tote und 12.000 Verletzte, was durchschnittlich zehn Toten pro Tag entspricht.

20:59 Uhr

Mutter von Rushdie-Angreifer: "Will mit ihm nichts zu tun haben"

Die Mutter des mutmaßlichen Angreifers von Autor Salman Rushdie will ihren Sohn einem Bericht der "New York Times" zufolge nicht unterstützen. "Ich will mit ihm nichts zu tun haben", sagte die Mutter des 24-jährigen Hadi Matar zu der Zeitung, wie es in einem Artikel hieß. Demnach hatte das Blatt die Frau im US-Bundesstaat New Jersey auf der Straße vor ihrem Haus gesprochen. Sie habe ihrem Kind auch nichts zu sagen, wurde die Mutter weiter zitiert. Sie habe aber bestätigt, dass Matar 2018 von einer Reise in den Nahen Osten wesensverändert zurückgekehrt sei und sich zunehmend auf den islamischen Glauben fokussiert habe.

20:27 Uhr

Ex-Vize Pence nach Durchsuchung bei Trump: Angriffe gegen FBI müssen aufhören

Der ehemalige US-Vizepräsident Mike Pence hat nach der Durchsuchung des Anwesens von Ex-Präsident Donald Trump ein Ende von Angriffen gegen die Bundespolizei FBI gefordert. "Diese Angriffe auf das FBI müssen aufhören", sagte Pence bei einer Rede im US-Bundesstaat New Hampshire. Forderungen, Geld für das FBI und andere Polizei-Einrichtungen zu streichen, seien falsch. Gleichzeitig säte er erneut Zweifel an der Justiz. "Das amerikanische Volk muss in der Integrität unseres Justizsystems bestärkt werden. Und allein schon der Anschein, dass die Politik bei Entscheidungen im Justizministerium eine Rolle spielt, erfordert mehr Transparenz als je zuvor."

Er sei zutiefst beunruhigt gewesen, als er von der Durchsuchung erfahren habe, sagte Pence weiter. Justizminister Merrick Garland habe bisher nicht "annähernd genug" Aufklärungsarbeit geleistet. "Ich möchte auch meine republikanischen Kollegen daran erinnern, dass wir den Justizminister für die von ihm getroffene Entscheidung zur Rechenschaft ziehen können, ohne die Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden beim FBI anzugreifen", sagte Pence weiter.

20:01 Uhr

WHO ruft nach Infektion eines Hundes mit Affenpockenvirus zur Vorsicht auf

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Menschen mit einer Affenpocken-Infektion dazu aufgerufen, sich von ihren Haustieren fernzuhalten, um eine mögliche Übertragung des Virus zu vermeiden. Die für Affenpocken zuständige WHO-Expertin Rosamund Lewis verwies auf den ersten Fall einer Übertragung des Affenpockenvirus vom Menschen auf einen Hund, über den vergangene Woche in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" berichtet worden war. "Dies ist der erste gemeldete Fall einer Mensch-zu-Tier-Übertragung", sagte Lewis. Bei dem Fall handelt es sich um zwei in Paris lebende Männer und ihren Hund der Rasse Italienisches Windspiel.

Wichtig sei im Infektionsfall auch das "Abfallmanagement", um das Risiko zu verringern, dass sich Nagetiere und andere Tiere außerhalb des Haushalts mit dem Virus infizieren. Betroffene müssten darüber informiert werden, wie sie ihre Tiere schützen können und wie sie mit ihrem Abfall umgehen, "damit Tiere grundsätzlich nicht dem Affenpockenvirus ausgesetzt werden".

19:52 Uhr

Die Videos des Tages

19:26 Uhr

Lautstarke Proteste bei Scholz-Auftritt in Neuruppin

Begleitet von lauten Protesten hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz am Abend einer Bürgerversammlung in der brandenburgischen Stadt Neuruppin gestellt. Angekündigt war ein Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Wiebke Papenbrock von der SPD. Die AfD und die Linke hatten zu Gegendemonstrationen aufgerufen. Protestierende riefen "Volksverräter" und "Hau ab". Scholz war kaum zu verstehen. Am Veranstaltungsort auf dem Schulplatz der brandenburgischen Stadt waren geschätzt mehrere Hundert Menschen. Von der Polizei gab es zunächst keine Angaben zur Teilnehmerzahl.

Musste sich während seiner Rede "Volksverräter", "Lügner" und "Hau ab"-Rufe anhören: Olaf Scholz.

Musste sich während seiner Rede "Volksverräter", "Lügner" und "Hau ab"-Rufe anhören: Bundeskanzler Olaf Scholz.

(Foto: Carsten Koall/dpa)

18:51 Uhr

RBB-Geschäftsleitung legt Gehälter offen - Schlesingers Bezüge nicht darunter

Die RBB-Geschäftsleitung hat auf internen und öffentlichen Druck ihre Gehälter und Bonuszahlungen offengelegt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur veröffentlichte der Sender am Abend im firmeneigenen Intranet für die Mitarbeiter eine Liste der Bezüge und "leistungsorientierten Vergütungen". Die Bezüge der abberufenen Intendantin Patricia Schlesinger sind nicht aufgeführt.

Ein Beispiel: Auf den Posten des Verwaltungsdirektors entfällt den Informationen zufolge 2022 eine Jahresgrundvergütung von 230.000 Euro. Hinzu kommt die Zahlung aus einem variablen Bonussystem in Höhe von 30.738 Euro für ein Jahr 2021/2022. Verwaltungsdirektor Hagen Brandstäter ist derzeit geschäftsführender Intendant, seitdem Schlesinger zurückgetreten war. Es wurden Gehälter von Juristischer Direktorin, Programmdirektor und Produktions- und Betriebsdirektor aufgeführt. Die Boni beliefen sich insgesamt auf einen sechsstelligen Betrag.

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18:21 Uhr

Niederlande verklagt: "Inhumane Unterbringung" von Flüchtlingen

Der niederländische Staat muss sich wegen der dramatisch schlechten Unterbringung von Asylsuchenden vor Gericht verantworten. Das Flüchtlingshilfswerk reichte in Den Haag Klage ein. Als Folge staatlicher Sparmaßnahmen müssten seit fast einem Jahr tausende Flüchtlinge unter "unmenschlichen Umständen" in Zelten oder Sporthallen leben, hieß es. Mit einer einstweiligen Verfügung will die Organisation erzwingen, dass die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt werden. 

Dazu gehörten Privatsphäre, Gesundheitsversorgung, ein Bett, anständiges Essen, saubere Duschen und WCs sowie Wetter-Schutz. In den vergangenen Wochen hatte sich gerade die Lage beim nationalen Asylzentrum Ter Apel im Nordosten an der deutschen Grenze zugespitzt. Da das Lager überfüllt ist, müssen hunderte Menschen im Freien schlafen oder auf Stühlen in Warteräumen. "Die Lage ist unter die humanitäre Untergrenze gesunken", sagt das Flüchtlingshilfswerk. 

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Asylsuchende in ihrer provisorischen Unterkunft vor dem Tor des Asylbewerberzentrums Ter Apel.

(Foto: picture alliance/dpa/ANP)

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17:51 Uhr

Deutscher Verschwörungsideologe offenbar auf den Philippinen festgenommen

Der deutsche Verschwörungsideologe Oliver Janich soll auf den Philippinen festgesetzt worden sein. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde er am Morgen deutscher Zeit festgenommen und soll nach Deutschland gebracht werden. Auch in Janichs Telegram-Kanal, einem der reichweitenstärksten deutschsprachigen Verbreitungswege von Verschwörungserzählungen, war von einer "Verhaftung" die Rede.

Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte, dass gegen Janich ein Strafverfahren laufe. Er soll über Telegram Menschen beleidigt haben, zu Exekutionen aufgerufen und die Tötung deutscher Regierungsmitglieder gefordert haben, wie Sprecherin Juliane Grotz sagte. Es werde wegen Beleidigung und öffentlicher Aufforderung zu Straftaten ermittelt.

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17:22 Uhr

Bushido als Zeuge zu umstrittener Audiodatei: "Kokolores"

Rapper Bushido ist auf den Tag genau zwei Jahre nach Beginn des Prozesses gegen seinen ehemaligen Geschäftspartner, den Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker, erneut als Zeuge befragt worden. Der Musiker äußerte sich vor dem Landgericht Berlin zu einer Audiodatei, die heimlich bei einem für das Strafverfahren entscheidenden Treffen des Musikers mit seinem Ex-Manager angefertigt worden sein soll. Der 43-jährige Rapper sprach von "Kokolores" und "Larifari". Inhaltlich würden Passagen "keinen Sinn machen, weil es da zur Sache ging, es war ein finales Treffen".

Was zu hören sei, gehe inhaltlich durcheinander, vieles fehle komplett. Sein Anwalt erklärte zuvor, die erst vor einigen Monaten aufgetauchte Tonaufnahme sei "nicht das, was am 18. Januar 2018 tatsächlich passiert ist". Die Datei sei möglicherweise eine Mischung aus Aufnahmen von zwei verschiedenen Treffen. Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Ferchichi, ist in dem Prozess Zeuge und Nebenkläger. Ein Großteil der Vorwürfe basiert auf den Aussagen des 43-Jährigen.

17:15 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:52 Uhr

Nach Angriff: Moderator würde Gespräch mit Rushdie gerne wiederholen

Nach dem gewalttätigen Angriff auf den Autor Salman Rushdie auf offener Bühne würde der Moderator das geplante Gespräch mit dem Schriftsteller gern wiederholen. "Es wäre meine Idealvorstellung, das nachzuholen und uns in keiner Weise daran hindern zu lassen, das zu tun, was wir tun wollten", sagte der Moderator Henry Reese im Fernseh-Interview der BBC.

Er wolle zeigen, dass Rushdies Werte verteidigt würden und auch verteidigt werden könnten. An Reeses rechtem Auge ist eine deutliche Verletzung zu erkennen. Der Moderator war von dem Angreifer, der dem britisch-indischen Autor bei einer Veranstaltung im Westen des US-Bundesstaats New York auf offener Bühne Stichverletzungen zufügte, ebenfalls attackiert worden.

16:25 Uhr

Berlin ruft zum Wassersparen auf - Verbote als letztes Mittel denkbar

Angesichts zunehmender Trockenheit und Hitze ruft der Senat in Berlin die Menschen in der Hauptstadt zum Wassersparen auf. "Berlin wird seit über 100 Jahren vom eigenen Grundwasser versorgt, und wir werden etwas dafür tun müssen, dass es so bleibt", sagte Umweltsenatorin Bettina Jarasch. Gärten sollten wegen der Verdunstung nicht tagsüber gewässert und Pools abgedeckt werden. Spülwasser ohne Seife könne zum Gießen genutzt werden, kurze Duschen seien besser als Wannenbäder. Verbote seien bislang nicht vorgesehen, sagte Jarasch. Als letztes Mittel seien sie aber denkbar. "Da prüfen wir gerade, ob das reicht, was wir an gesetzlichen Möglichkeiten haben."

15:54 Uhr

Mann mit 17 lebenden Wildtieren im Gepäck am Flughafen Bangkok festgenommen

Mit 17 lebenden Wildtieren im Gepäck ist ein Mann am internationalen Flughafen von Bangkok festgenommen worden. Beim Durchleuchten des Gepäcks stießen die thailändischen Beamten am Flughafen auf einen Wüstenfuchs, einen Waschbär, drei Leguane, zwei Warane, zwei weiße Pythons und acht Marmosetten - eine Affenart, wie die für den Wildtierschutz zuständige Behörde mitteilte.

Der 21-jährige Inder sei auf dem Weg ins ostindische Chennai gewesen. Die Tiere seien in Plastikkörben verstaut gewesen, die unter Lebensmitteln versteckt waren, erklärte Abteilungsleiter Prasert Sonsatapornkul. Woher die Tiere stammen, sei unklar. Einige von ihnen kommen in freier Wildbahn in Thailand nicht vor. Sie wurden zur Untersuchung zu Tierärzten gebracht. Der Mann wurde wegen des Vorwurfs des illegalen Handels mit Wildtieren festgenommen.

15:24 Uhr

Moderator Frank Plasberg hört bei "Hart aber fair" auf

Frank Plasberg gibt nach mehr als 20 Jahren die Moderation von "Hart aber fair" ab. Sein Nachfolger wird Louis Klamroth. Plasberg verabschiede sich Ende November nach knapp 750 Sendungen von der ARD-Talkshow, teilt der Westdeutsche Rundfunk (WDR) in Köln mit. Louis Klamroth werde die Sendung erstmals im Januar präsentieren.

14:52 Uhr

Ursache für Fischsterben? Giftige Algenart in Oder identifiziert

Auf der Suche nach der Ursache für das massenhafte Fischsterben in der Oder haben die Forscher weiter eine giftige Algenart im Blick, die sich im Fluss rasant entwickelt hat. Mittlerweile sei die Mikroalge mit dem Namen Prymnesium parvum identifiziert worden, sagte der Gewässerökologe Christian Wolter. "Die Art ist bekannt dafür, dass es gelegentlich zu Fischsterben kommt".

Unklar sei nach wie vor, ob das Toxin der Alge der Grund für das Fischsterben in der Oder sei. Ob sie in diesem Fall Giftstoffe produziert hat, müsse noch nachgewiesen werden, betonte der Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Er sprach von einer massiven Algenblüte mit 200 Mikrogramm pro Liter und mehr als 100.000 Zellen pro Milliliter Wasser. Für den Menschen sei das Toxin der Alge aber ungefährlich.

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14:00 Uhr

Saudi-Arabien verurteilt Frau zu 34 Jahren Haft wegen Twitter-Kontos

Mit welch drastischen Mitteln Saudi-Arabien die freie Meinungsäußerung von Frauen unterdrückt, zeigt der Fall von Salma al-Schihab. Nur weil sie bei Twitter ein Konto hatte, Aktivisten folgte und deren Beiträge teilte, wurde al-Schihab von einem saudischen Gericht zu 34 Jahren Haft verurteilt. Durch ihre Aktivitäten bei dem Online-Dienst habe sie die "gesellschaftliche und staatliche Sicherheit destabilisiert", zitierte die Menschenrechtsorganisaiton GCHR aus den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft.

Es sei die härteste Strafe, die im Land jemals gegen eine Aktivistin oder einen Aktivisten verhängt wurde. Die zweifache Mutter und Doktorandin al-Schihab lebt eigentlich in Großbritannien. Während eines Heimatbesuchs in Saudi-Arabien im Januar 2021 wurde sie wenige Tage vor ihrer geplanten Rückreise festgenommen. Sie gehört der schiitischen Minderheit an, die in dem sunnitischen Land diskriminiert und verfolgt wird.

13:38 Uhr

Mitarbeiter soll israelischer Sportdelegation Hitlergruß gezeigt haben

Während der European Championships in München soll ein Sicherheitsmitarbeiter den Mitgliedern einer israelischen Delegation den Hitlergruß gezeigt haben. Wie die Polizei nun berichtete, wurde der 19-Jährige am Dienstagabend umgehend von einem Polizisten festgenommen, der die Tat beobachtet hatte. Laut Polizei waren 16 Funktionäre und Sportler aus Israel im Olympiapark unterwegs, um Gedenkstätten des Terroranschlags auf die israelische Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 zu besuchen. Einer von vier Ordnern eines Berliner Sicherheitsdienstes wurde während des Rundgangs von dem Beamten dabei beobachtet, wie er die verbotene NS-Geste gezeigt habe, berichtete die Polizei. Die Delegation selbst soll davon nichts bemerkt haben.

13:14 Uhr

Nahles setzt während Energiekrise auf Kurzarbeit

"Kurzarbeit heißt immer Hoffnung, dass die Krise zu Ende geht", sagt die Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, der Wochenzeitung "Die Zeit". Während der Energiekrise, die der Ukraine-Krieg auslöst, will sie deshalb weiter auf Kurzarbeit setzen. Kurzarbeit könne nicht die Krise lösen, aber wenn Deutschland sich nicht vom russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Knie zwingen lasse, "wenn wir es mit Energiesparen und anderen Maßnahmen absehbar schaffen, unabhängig vom russischen Gas zu werden, bleibt Kurzarbeit das Mittel der Wahl", so Nahles. Das Verfahren müsse aber vereinfacht werden.

12:58 Uhr

Steinmeier schreibt Rushdie nach Attacke einen Brief

"Die Wahrheit der Literatur und die Wahrheit der Freiheit werden immer stärker sein als die Lüge und die Knute, mit denen religiöse Fanatiker und autoritäre Regime sich die Kontrolle zu verschaffen versuchen." Mit diesen Worten wünscht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem Schriftsteller Salman Rushdie gute Besserung. In seinem Brief verurteilt Steinmeier den Angriff auf Rushdie vor wenigen Tagen.

Der Autor habe sich bewusst dafür entschieden, "dem menschenverachtenden Mordaufruf Ajatollah Chomeinis nicht die Oberhand zu lassen und autoritärer Herrschaft die Freiheit des Individuums entgegenzusetzen", erklärte Steinmeier. Der britisch-indische Autor war am Freitag bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat New York von einem Mann angegriffen worden und liegt seitdem mit schweren Stichverletzungen im Krankenhaus.

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12:34 Uhr

Polizei entdeckt Frauenleiche in Auto

In Ingolstadt haben Beamte eine tote Frau in einem Auto gefunden. Die 23-Jährige wurde ersten Ermittlungen zufolge Opfer eines Gewaltverbrechens, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am mitteilte. Demnach wurden die Rettungskräfte am späten Dienstagabend alarmiert. Die leblose Frau konnte nicht reanimiert werden. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen. Ein Schwerpunkt dabei soll das persönliche Umfeld des Opfers sein.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:39 Uhr

Woelki beantragt einstweilige Verfügung

Der in Missbrauchsskandale verwickelte Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki holt zum Gegenschlag aus: Er geht juristisch gegen einen seiner härtesten Kritiker, den Kirchenrechtler Thomas Schüller, vor. Er habe eine einstweilige Verfügung im Eilverfahren beantragt, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Köln.

Hintergrund der Verfahren sind Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen Präsidenten der katholischen Sternsinger, Winfried Pilz (1940-2019). Woelkis Vorgänger Kardinal Joachim Meisner hatte Pilz 2014 Kontakt zu Minderjährigen verboten. Nach dem Tod von Pilz 2019 veröffentlichte das Erzbistum Köln gleichwohl einen überschwänglichen Nachruf auf den Geistlichen, der das berühmte Kirchenlied "Laudato si" verfasst hatte.

In einer eidesstattlichen Versicherung erklärt Woelki, er sei bis Juni 2022 nie mit dem Fall Pilz befasst gewesen. Deshalb sei der Vorwurf ungerechtfertigt, er hätte über die Vorwürfe gegen Pilz das Bistum Dresden-Meißen informieren müssen, wo dieser seinen Lebensabend verbracht habe. Kirchenrechtler Schüller hatte der "Bild"-Zeitung gesagt, es sei als Dienstpflichtverletzung zu werten, dass Woelki die Dresdner nicht eher unterrichtet habe.

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11:10 Uhr

Unbekannter ersticht Senior in Rollstuhl

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Ein Polizeizelt am Tatort in der Cayton Road in Greenford.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Ein tödlicher Messerangriff auf einen älteren Mann im Elektro-Rollstuhl hat in London für Entsetzen gesorgt. Der Vorfall ereignete sich laut Polizei am Dienstagnachmittag im Westen der britischen Hauptstadt. Das Opfer, das nach Polizeiangaben zwischen 80 und 90 Jahre alt gewesen sein soll, starb noch am Tatort. Einen Tatverdächtigen gab es zunächst nicht. Die Polizei bat Verkehrsteilnehmer mit Kamera im Fahrzeug oder am Helm, die zur Tatzeit in der Nähe waren, sich zu melden.

"Das ist ein fürchterlicher Vorfall, der verständlicherweise bei den Menschen vor Ort und in ganz London erhebliche Verängstigung auslösen wird", sagte Chief Superintendent Sean Wilson einer Scotland-Yard-Mitteilung zufolge. Bürgermeister Sadiq Khan zeigte sich "am Boden zerstört" über die Gewalttat. "Meine Gedanken sind bei den geliebten Menschen des Opfers", schrieb der Labour-Politiker auf Twitter. In England und speziell in London kommt es immer wieder zu tödlichen Messerattacken. Meist handelt es sich bei den Opfern aber um junge Männer oder Jugendliche.

10:32 Uhr

Rücktrittsforderungen: Ex-Minister Scheuer fand bei Ehefrau Halt

Vermissen Sie Andreas Scheuer im Amt des Bundesverkehrsministers? Ich jedenfalls nicht. Spätestens nach dem Scheitern der rechtswidrigen Pkw-Maut hat sein Image tiefe Risse bekommen. Doch einen Rücktritt schloss er stets aus. Der Illustrierten "Bunte" erzählte Scheuer nun, wie belastet er sich durch die diversen Rücktrittsforderungen gefühlt habe. "Ein Tag, an dem es nicht vormittags schon zwei Rücktrittsforderungen gab, war kein Tag", sagte Scheuer.

Manchmal sei er mit hängenden Schultern nach Hause gekommen. "Meine Frau hat mir dann das Kreuz wieder durchgedrückt - sie war mein Rückzugsraum", ergänzte er. Nach Angaben seiner Frau zog Scheuer seine Energie aus dem Privaten. "Bei mir kann er auftanken - auch mit Yoga und Meditation", sagte Julia Reuss dem Magazin. "Ich litt auch darunter, wie verzerrt er dargestellt wurde." Wie Kabarettisten nun ihre Sendezeit füllten, wisse er nicht, fügte Scheuer hinzu. "Ich wusste natürlich, dass die Pointen blutig und platt sein müssen - tat trotzdem weh."

09:55 Uhr

Arizona, Nevada und Mexiko wird das Wasser gekürzt

Der Colorado River ist die Lebensader des Westens der USA. Zum Schutz des Flusses müssen mehrere Bundesstaaten sowie Mexiko Einschnitte bei der Wasserversorgung hinnehmen. Die US-Regierung teilte mit, dass es den vom Wasser des Flusses abhängigen Regionen trotz jahrelanger Warnungen nicht gelungen sei, ihren Bedarf ausreichend zu senken. Deswegen werde Washington die Wasserzuteilung kürzen. Nach mehr als zwei Jahrzehnten mit weit unterdurchschnittlichen Niederschlägen hat der Fluss einen kritischen Pegelstand erreicht.

Um einen "katastrophalen Zusammenbruch" des Fluss-Systems sowie "eine Zukunft voller Unsicherheiten und Konflikte zu vermeiden", müsse die Wassernutzung im Flussbecken verringert werden, sagte Tanya Trujillo von der Bundesagentur für Wasservorräte.

Arizonas Zuteilung aus dem Fluss wird nach Angaben Washingtons im Jahr 2023 um 21 Prozent sinken. Nevada erhält acht Prozent weniger. Mexikos Anteil soll sich um sieben Prozent verringern. Der bevölkerungsreichste westliche Bundesstaat Kalifornien ist der größte Nutzer von Wasser aus dem Colorado River, wird aber im kommenden Jahr nicht von Einschnitten betroffen sein.

09:26 Uhr

China soll seine Gegner in Psychiatrie eingesperrt haben

Die chinesischen Behörden sperren laut einem Bericht einer Menschenrechtsorganisation weiterhin routinemäßig politische Gegner in psychiatrischen Kliniken ein. Trotz schon 2010 eingeführter Reformen, wonach Einweisungen in die Psychiatrie nur nach Zustimmung von Ärzten und unter juristischer Kontrolle stattfinden dürfen, dauere die jahrzehntealte Praxis unvermindert an, erklärte die Menschenrechtsorganisation Safeguard Defenders am Dienstag. Der Bericht basiert auf Gesprächen mit Opfern und deren Angehörigen, die die chinesische NGO Civil Rights and Livelihood Watch im Internet veröffentlicht hatte. Untersucht wurden die Fälle von 99 Chinesen, die zwischen 2015 und 2021 in die Psychiatrie zwangseingewiesen wurden.

Die Kommunistische Partei Chinas könne Demokratieaktivisten und andere Gegner durch deren Einweisung in die Psychiatrie komplett vom Rechtssystem fernhalten, erklärte Safeguard Defenders. Die Betroffenen hätten keine Chance, jemals mit einem Anwalt zu sprechen oder ein Gerichtsverfahren zu erhalten. Durch die Falschdiagnose einer psychischen Erkrankung seien sie zudem selbst nach ihrer Freilassung gesellschaftlich isoliert. Die Organisation warf Ärzten und Krankenhäusern vor, mit der Partei zusammenzuarbeiten, um Opfer ohne medizinische Rechtfertigung zwangseinzuweisen und gegen deren Willen medikamentös zu behandeln.

09:00 Uhr
09:00 Uhr

Scholz empört sich auf Twitter nachträglich über Abbas' Holocaustvorwurf

Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Holocaust-Vorwurf des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas gegen Israel noch einmal scharf kritisiert. "Ich bin zutiefst empört über die unsäglichen Aussagen des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas", schrieb der SPD-Politiker am Mittwoch auf Twitter. "Gerade für uns Deutsche ist jegliche Relativierung des Holocaust unerträglich und inakzeptabel. Ich verurteile jeden Versuch, die Verbrechen des Holocaust zu leugnen."

Abbas hatte Israel am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Scholz in Berlin einen vielfachen Holocaust an den Palästinensern vorgeworfen. Zur "Bild"-Zeitung sagte der Kanzler am Abend: "Gerade für uns Deutsche ist jegliche Relativierung des Holocaust unerträglich und inakzeptabel." Der Palästinenserpräsident hatte bereits 2018 mit Holocaust-Aussagen in einem anderen Zusammenhang für Aufsehen gesorgt.

Damals sagte er, der Holocaust sei nicht durch Antisemitismus ausgelöst worden. Stattdessen sei der Auslöser die soziale Stellung der Juden als Verleiher von Krediten mit Zinsen gewesen. Hinterher entschuldigte er sich für die antisemitischen Aussagen. Es sei nicht seine Absicht gewesen, jemanden damit zu kränken.

08:36 Uhr

Hai attackiert Zehnjährigen beim Schnorcheln: Ärzte amputieren Bein

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Der zehnjährige Jameson Reeder Jr. überlebte einen Haiangriff nur knapp.

(Foto: Facebook / Joshua Reeder)

Nach einer Hai-Attacke im US-Bundesstaat Florida haben Ärzte einem zehnjährigen Jungen einen Teil eines Beines amputieren müssen. Jameson Reeder Jr. wurde bereits am Samstag beim Schnorcheln in der berühmten Urlaubsregion Florida Keys von einem Hai angegriffen, wie die Behörden bestätigten. Nach Angaben seines Onkels Joshua Reeder war der Junge mit seinen Eltern und drei Geschwistern mit einem Boot unterwegs und ging dann an einer flachen Stelle schnorcheln. Daraufhin sei der Junge von einem rund zweieinhalb Meter langen Bullenhai angegriffen worden, schrieb der Onkel auf Facebook.

Der Vater konnte seinen Sohn aus dem Wasser retten und band ihm das verletzte Bein ab. Die Familie winkte ein schnelleres Boot herbei, das Jameson zurück an die Küste brachte, von wo aus der Junge mit einem Rettungshubschrauber in das Kinderkrankenhaus von Miami geflogen wurde. Dort konnten die Ärzte das Leben des Kindes retten, mussten ihm aber das verletzte Bein unterhalb des Knies amputieren.

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08:05 Uhr

Forscher befürchtet Wut-Winter - Hotspot in Sachsen

Folgen auf die Corona-Demonstrationen nun die Energie-Proteste? Angesichts der drohenden Energiekrise und hoher Inflation erwartet der Sozialforscher Piotr Kocyba für den Herbst eine neue, heftige Protestwelle. "Sachsen wird hierbei ein Hotspot sein", sagte der Chemnitzer Protestforscher. Schon jetzt heizten Akteure wie die rechtsextremen Freien Sachsen und die Identitäre Bewegung in sozialen Netzwerken die Stimmung an. Auch die Linke will Bürger zu Demonstrationen gegen die geplante Gasumlage auf die Straße rufen. In seiner Sommerpressekonferenz hatte Bundeskanzler Olaf Scholz gesagt, er glaube nicht, dass es zu Unruhen komme.

Unruhen im Sinne von Barrikaden in den Städten und brennenden Autos sehe er ebenfalls in Deutschland nicht heraufziehen, erklärte Kocyba. Allerdings rechne er mit einer weiteren Radikalisierung Protestierender im Ton bis hin zu Gewaltfantasien sowie im Umgang mit Sicherheitsbehörden. Sollte die Krise länger dauern, sei auch nicht ausgeschlossen, dass sich terroristische Gruppen gründeten, wie es zu Zeiten der Proteste gegen Flüchtlinge etwa in Freital der Fall war.

07:46 Uhr

Profiteure des Klimawandels: 2022 ist ein Wespenjahr

Sie schwirren in Scharen vorzugsweise über reich gedeckte Tische im Freien und machen viele Menschen nervös. Und in diesem Jahr scheinen besonders viele Wespen in Deutschland unterwegs zu sein. "Unsere Daten deuten darauf hin, dass wir 2022 ein Wespenjahr haben", bestätigt der Biologe Stephan Härtel, Wespenexperte vom NABU Berlin.

Zudem habe es beim Naturschutzbund bislang dreimal so viele Fälle von Beratungen zu Wespen gegeben wie im vergangenen Jahr. "Auch daraus lässt sich schließen, dass es aktuell besonders viele Nester und somit besonders viele Wespen sind", sagt Härtel. Neben dem trockenen, heißen Wetter, das Wespen im Gegensatz zu vielen anderen Tieren sehr gut bekommt, gibt es noch andere Gründe für die hohe Zahl der gestreiften Brummer.

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07:22 Uhr

Zug erfasst Auto - und schiebt es 100 Meter vor sich her

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An einem Bahnübergang in der Nähe von Bad Schussenried (Landkreis Biberach) ist am Dienstagabend ein Regionalzug mit dem Auto eines Betrunkenen kollidiert.

(Foto: picture alliance/dpa/David Pichler)

An einem Bahnübergang in Oberschwaben ist am Dienstagabend ein Regionalzug mit dem Auto eines Betrunkenen kollidiert. Der 37 Jahre alte Autofahrer war mit seinem Wagen in der Nähe von Bad Schussenried auf den Gleisen steckengeblieben, konnte aber noch rechtzeitig aussteigen und alarmierte die Einsatzkräfte, wie die Polizei mitteilte. Kurz darauf raste ein Regionalzug in das Fahrzeug und schob das Auto mehr als 100 Meter vor sich her. Die rund 150 Fahrgäste des Zuges und das Personal blieben demnach unverletzt. Der Mann kam mit leichten Verletzungen davon. Laut einem Alkoholtest hatte der 37-Jährige mehr als 1,5 Promille intus.

Zeugenangaben zufolge war der Autofahrer zuvor über einen Kreisverkehr gefahren und später in eine gesperrte Landkreisstraße abgebogen, die zu dem Bahngleis führt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 100.000 Euro. Die Bahnstrecke war nach Polizeiangaben aufgrund von Bergungsarbeiten vorerst gesperrt. Die Bahn richtete zwischenzeitlich einen Schienenersatzverkehr ein. Man gehe nicht davon aus, dass es zu nennenswerten Beeinträchtigungen im Zugverkehr komme, sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage.

07:02 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

"Wir lassen niemanden allein mit den höheren Kosten", hatte Bundeskanzler Olaf Scholz Anfang der Woche versprochen. Tatsächlich wächst der Druck auf die Bundesregierung, wegen der stark steigenden Energiepreise ein neues Entlastungspaket zu schnüren. Wirtschaftswissenschaftler fordern nun direkte Zahlungen vor allem an Menschen mit geringem bis mittlerem Einkommen: "Das beste Instrument sind direkte Transferzahlungen wie ein Energiegeld von 100 Euro pro Person und pro Monat für die kommenden 18 Monate", sagt der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher.

Ansonsten werden diese Themen den Tag bestimmen:

  • Die Türkei und die Vereinten Nationen wollen bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über diplomatische Wege aus dem von Russland aufgezwungenen Krieg reden.
  • Deutschlands größter Gasimporteur Uniper legt um 7.30 Uhr seine Halbjahreszahlen vor.
  • Der WDR-Rundfunkrat kommt um 14.15 Uhr zu seiner ersten Sitzung zusammen, seit WDR-Intendant Tom Buhrow die Geschäfte des ARD-Chefs von der zurückgetretenen RBB-Intendantin Patricia Schlesinger übernommen hat.
  • Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet um 15 Uhr, ob das Urteil gegen den Hamburger Verleger-Erben Alexander Falk nach einem Schuss auf einen Anwalt Bestand hat.
  • Die Deutsche Fußball Liga lädt in den Dortmunder Westfalenhallen zur Generalversammlung.

Mein Name ist Lea Verstl und ich darf Sie durch die Morgenstunden dieses Mittwochs begleiten. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de.

06:41 Uhr

Sportboote crashen auf Ribnitzer See: Eine Tote, acht Verletzte

Bei einem Sportbootunfall auf dem Ribnitzer See in Ribnitz-Damgarten (Mecklenburg-Vorpommern) ist am Dienstagabend eine 66-jährige Frau ums Leben gekommen. Acht weitere Menschen wurden mit teils schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Das Unglück ereignete sich, als ein Sportboot seitlich von hinten auf ein vor ihm fahrendes Sportboot auffuhr. Beide Boote wurden zu Untersuchungszwecken sichergestellt. Die Wasserschutzpolizei Stralsund ermittelt. Der Sachschaden beträgt Angaben zufolge zwischen 15.000 und 20.000 Euro.

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06:21 Uhr

Merz zu "Holocaust"-Eklat: Scholz hätte Abbas rausschmeißen müssen

"Ein unfassbarer Vorgang im Kanzleramt", schrieb CDU-Chef Friedrich Merz am Dienstagabend auf Twitter. Dabei kritisiert er, wie Bundeskanzler Olaf Scholz mit dem Holocaust-Vorwurf von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas umgegangen ist. Der Kanzler hätte dem Palästinenserpräsidenten "klar und deutlich widersprechen und ihn bitten müssen, das Haus zu verlassen!", argumentierte er. Der CDU-Abgeordnete Matthias Hauer meinte: "Selbstverständlich hätte Bundeskanzler Olaf Scholz nach der Holocaust-Relativierung dem Palästinenserpräsidenten widersprechen können - und müssen. Nach einer solchen Entgleisung zu schweigen ist unverzeihlich."

Abbas hatte Israel bei seinem Besuch in Berlin vielfachen "Holocaust" an den Palästinensern vorgeworfen und damit Empörung ausgelöst. "Israel hat seit 1947 bis zum heutigen Tag 50 Massaker in 50 palästinensischen Orten begangen", sagte er am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Scholz im Kanzleramt und fügte hinzu: "50 Massaker, 50 Holocausts."

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