Montag, 23. November 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:46 Uhr

Das war Montag, der 23. November

Liebe Leserinnen und Leser,

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Schon 3000 Kinderwunschzettel sind im Postamt Himmelsthür eingegangen.

(Foto: picture alliance / dpa)

wie Deutschland Weihnachten feiert, ist noch nicht ganz klar: Die Länder werden sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu am Mittwoch beraten, am Donnerstag plant die Kanzlerin eine Regierungserklärung. Was sich inzwischen aber herauskristallisiert, sind die Wunschzettel der Bürger. Zumindest die Kinder erbitten vom Weihnachtsmann an erster Stelle das Ende der Corona-Pandemie. Das geht aus zahlreichen Briefen hervor, die bislang in der niedersächsischen Weihnachtspostfiliale Himmelsthür angekommen sind. In einem Briefzentrum in der Nähe von Hildesheim beantworten seit Anfang der Woche neun Mitarbeiter der Deutschen Post Kinderbriefe an den Weihnachtsmann. Mehr als 3000 Briefe seien bislang eingetroffen, darunter Hunderte aus dem Ausland, hieß es von der Post. Neben Wünschen für ein Ende der Pandemie bitten Kinder natürlich auch um Spielsachen und Süßigkeiten. Da alle Einsender bis Heiligabend eine Antwort erhalten sollen, könnten Sie auch schon mal anfangen, Ihre Wünsche in eine Prioritätenliste zu bringen.

Auch der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci hat gute Nachrichten. Seiner Meinung nach ist der Weihnachtsmann immun gegen das Coronavirus. Santa Claus habe "viel gute angeborene Immunität", witzelte Fauci im Interview mit "USA Today". Mehr noch: "Santa wird auch niemanden anstecken." Fauci ist Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses und muss es wissen.

Das sind wichtige Meldungen des Tages zur Corona-Pandemie:

Das sind weitere wichtige Meldungen des Tages:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht. Morgen ist wieder ein neuer Tag.

22:16 Uhr

Helgoland zwei Tage ohne Telefon und Internet

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Helgoland: Heimat von 1200 Telekom-Kunden.

(Foto: imago stock&people)

Das Insel-Gefühl dürfte in dieser Zeit total gewesen sein: Zwei Tage lang mussten die Bewohner der Hochseeinsel Helgoland ohne Telefon und Internet auskommen. Selbst bei den beiden Telefonzellen der Insel, dem Rettungsfunk sowie der Nordsee-Klinik war von Freitag bis Sonntag nur Rauschen in den Leitungen, berichtete Insel-Bürgermeister Jörg Singer dem "Hamburger Abendblatt". Grund für den Netzausfall: Der erste heftige Herbststurm des Jahres. Den Angaben des Netzbetreibers SH-Netz zufolge hatte der Sturm ein rund 53 Kilometer langes Seekabel im Watt vor dem bekannten Urlaubsort St. Peter-Ording beschädigt. Dadurch brach das D1-Netz (Telekom) zusammen. Weil fast alle 1200 Bewohner der Insel Telekom-Kunden sind, konnten nur einige Vodafone-Kunden (D2-Netz) telefonieren. Schwerwiegende Folgen seien laut Singer aber ausgeblieben, es habe auch keine Notfälle gegeben. Jetzt soll das Seekabel, das Helgoland seit 2009 mit Strom, Telefon und Internet versorgt, besser im Watt fixiert werden.

21:47 Uhr

Desinfektionsmittel getrunken: Sieben Tote

In Russland sind sieben Menschen nach dem Trinken von Desinfektionsmittel gestorben. Eine 48-jährige Frau und ein 32-jähriger Mann lägen zudem im Koma, teilten die russischen Gesundheitsbehörden mit. Die neun Bewohner des Dorfes Tomtor in der Region Jakutien hatten das Mittel zur Handdesinfektion offenbar als Alkohol-Ersatz getrunken. Drei Menschen starben noch vor Ort, vier weitere später im Krankenhaus. Die Ermittler fanden einen unbeschrifteten Fünf-Liter-Kanister, der 69 Prozent Methanol, einen nicht trinkbaren Industriealkohol, enthielt. Methanol kann zu Blindheit und Atemversagen führen. Die Behörden in Jakutien haben den Verkauf des Desinfektionsmittels, das wegen der Corona-Pandemie weit verbreitet ist, inzwischen verboten. Zudem wurde ein Strafverfahren wegen "fahrlässiger Tötung" eingeleitet.

21:14 Uhr

"Damengambit": 62 Millionen Haushalte streamen Schach-Serie

Netflix hat mit der Dramaserie "Das Damengambit" einen Volltreffer gelandet. Wie der Streamingdienst mitteilte, stellte der Siebenteiler mit Anya Taylor-Joy einen Rekord als bisher erfolgreichste Miniserie ("scripted limited series") bei Netflix auf. In den ersten 28 Tagen hätten 62 Millionen Haushalte die Geschichte gestreamt: Es geht um das Waisenkind Beth Harmon, das mit seinem Genie die Schach-Großmeister das Fürchten lehrt.

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Beth Harmon, gespielt von Anya Taylor-Joy, muss nicht mal aufs Brett schauen, um zu gewinnen.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

20:46 Uhr

Millionenbetrug mit Pfand: Bewährungsstrafe

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Mehrwegverfahren: Die manipulierten Automaten zerquetschten die Dosen nicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wegen Beihilfe zum Millionenbetrug mit Pfandflaschen ist ein 52-Jähriger in Düsseldorf zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Nach Überzeugung des Landgerichts hatte der Angeklagte dem Geschäftsführer einer Neusser Firma vor sechs Jahren falsche Belege für die Entsorgung von 375 Tonnen Metalldosen und 154 Tonnen Pet-Flaschen ausgestellt. Dafür habe er fast 130.000 Euro kassiert. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bis zuletzt bestritten. "Hätten sie gestanden, wäre die Strafe spürbar milder ausgefallen", sagte der Vorsitzende Richter. Der Verteidiger des Angeklagten hatte beim Prozessauftakt darauf hingewiesen, dass gegen seinen Mandanten auch in Köln, Frankfurt und Bochum ermittelt worden sei. Anders als in Düsseldorf, seien die Verfahren dort aber eingestellt worden.

  • Ein Neusser Firmenchef hatte zwei Rücknahmeautomaten für Flaschen und Getränke-Dosen manipuliert und innerhalb von zehn Monaten zu Unrecht mehr als 1,8 Millionen Euro Pfand kassiert.
  • In den manipulierten Automaten waren die Plastikflaschen und Alu-Dosen nicht wie üblich zerquetscht worden. Sie waren unbeschädigt geblieben und konnten so immer wieder erneut in den Automaten geschoben werden.
  • Die Vorwürfe gegen den mutmaßlichen Haupttäter sind bereits verjährt.
20:12 Uhr

Hangrutsch an Steilküste bei Sellin

Der Sand eines abgerutschten Teils der Steilküste versperrt am Strand den Weg am Wasser entlang. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Der Sand eines abgerutschten Teils der Steilküste versperrt am Strand den Weg am Wasser entlang.

(Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa)

Wenige Tage nach einem größeren Steilhangabbruch bei Sellin auf der Insel Rügen hat es an der dortigen Steilküste einen weiteren Hangrutsch gegeben. Dies wurde beim Besuch von Landesumweltminister Till Backhaus bekannt. Dieser kleinere Abbruch und eine alte Bunkeranlage, die ebenfalls abzurutschen droht, könnten zu einer Belastung für die Gemeinde werden, erläuterte der SPD-Minister nach seinem Besuch. Backhaus kündigte eine Prüfung an, ob das Land finanziell helfen kann. Anlass für den Ministerbesuch war ein größerer Hangrutsch an der Ostsee-Steilküste vom 14. November.

  • Hier waren etwa 150 Quadratmeter eines Steilhanges samt hoher Bäume nördlich der Seebrücke auf den Strand gestürzt.
  • Die Statik dieses Hangs, der etwa 30 Meter hoch ist, war laut Bürgermeister Reinhard Liedtke schon länger als unsicher eingeschätzt worden.
  • Ursprünglich geplante Pflegemaßnahmen scheiterten an Zuständigkeiten. Zuletzt habe die Gemeinde Bäume im November durch Sträucher ersetzt werden wollen, wozu es aber nicht mehr kam.
19:46 Uhr
Breaking News

Komiker Karl Dall ist tot

Der Komiker und Schauspieler Karl Dall ist tot. Er starb heute im Alter von 79 Jahren. Dall habe sich von einem Schlaganfall, den er vor zwölf Tagen erlitten hatte, nicht mehr erholt, teilte seine Familie mit. Er stand zuletzt für die ARD-Serie "Rote Rosen" vor der Kamera und gab dort den Alt-Rockstar Richie Sky.

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19:43 Uhr

"Prince Charming" bekommt dritte Staffel

Die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Gay-Dating-Show "Prince Charming" erhält eine dritte Staffel. "Auch 2021 können sich die Fans auf wilde Dates, heiße Partys und die ganz großen Gefühle freuen, wenn "Prince Charming seinen Mr. Right sucht", teilte der zur RTL-Mediengruppe gehörende Streamingdienst TVnow in Köln mit. Interessierte Single-Männer können sich bereits bewerben. Zurzeit läuft noch Staffel zwei. Sie begann auf TVnow und läuft auch um eine Woche versetzt bei Vox. Welcher Mann den Märchenprinzen erobert, ist in der neunten finalen Folge bei TVnow am 14. Dezember und bei Vox am 21. Dezember zu sehen. Die schwule Dating-Show basiert auf dem Format "Finding Prince Charming" von ViacomCBS International.

19:13 Uhr

Schulbusunfall in Bayern: Acht Kinder verletzt

Acht Kinder sind bei einem Zusammenstoß zwischen einem Schulbus und einem Lastwagen in Bayern verletzt worden. Vier der Unfallopfer wurden schwerer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Eines der Kinder wurde von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Vier weitere Schüler erlitten leichte Verletzungen. In dem Bus saßen 20 Grund- und Mittelschüler im Alter zwischen sieben und 14 Jahren.

  • Das Unglück ereignete sich am späten Vormittag im unterfränkischen Hofheim an einer Abfahrt von der Bundesstraße 303 in eine Staatsstraße.
  • Der 28-jährige Lkw-Fahrer übersah den Erkenntnissen nach beim Einfahren den vorbeifahrenden Bus und prallte gegen dessen Seite. Mehrere Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an.
  • Ein Ersatzbus brachte die unverletzten Kinder zur Rettungswache, wo sie versorgt und von ihren Eltern abgeholt wurden.
18:43 Uhr

Meckenheim: Toter Angreifer war Sportschütze

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Kriminaltechniker rekonstruieren den Tod des Schützen, der in Meckenheim am Sonntagabend Angst und Schrecken verbreitet hatte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der nach einem Schusswechsel mit Polizisten in Meckenheim gestorbene 44-Jährige war nach Angaben der Ermittler Sportschütze. Er habe eine Waffenbesitzkarte besessen, erklärte die Staatsanwaltschaft Bonn. Bei einer Durchsuchung seien bei ihm Messer, Macheten, eine Axt, eine große Menge Munition sowie mehrere Lang- und Kurzwaffen gefunden worden. Nur ein Teil des Waffenarsenals sei allerdings auch auf der Waffenbesitzkarte verzeichnet gewesen. Bei der Tat selbst habe er zwei Kurzwaffen und Munition bei sich getragen.

  • Der 44-Jährige war am späten Sonntagabend durch die Stadt Meckenheim nahe Bonn gezogen und hatte auf offener Straße um sich geschossen. Dabei wurde auch ein Polizist schwer verletzt.
  • Nach einem Zugriff von Spezialkräften starb der Verdächtige noch vor Ort. Todesursache war nach Erkenntnissen der Ermittler ein aufgesetzter Schuss am Kopf. Die Ermittler gingen davon aus, dass er sich diesen im Laufe des Geschehens selbst zugefügt und sich damit getötet hatte. Die Leiche habe noch zwei weitere Schusswunden aufgewiesen. Beide seien aber nicht als todesursächlich eingestuft worden.
  • Das Motiv des Mannes sei nach aktuellem Sachstand im Privaten zu suchen, erklärte die Staatsanwaltschaft. "Es haben sich bislang keine Hinweise auf einen beispielsweise politisch motivierten, religiösen oder anderen Hintergrund ergeben."

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18:14 Uhr

Kanzlertanne am Brandenburger Tor eingetroffen

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Zur Freude der Hauptstädter aus den Wäldern Thüringens herbeigeschafft: Die Kanzlertanne ist 15 Meter hoch.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Weihnachtstanne fürs Brandenburger Tor ist am Nachmittag in Berlin eingetroffen. Ein Schwertransporter brachte den rund 3,5 Tonnen schweren und etwa 15 Meter hohen Baum von Breitenworbis in Thüringen bis zum Pariser Platz in der Hauptstadt. Am Abend sollte nach Angaben des Transportunternehmens der Aufbau der etwa 45 Jahre alten Coloradotanne beginnen. Geschmückt werden soll die Tanne in den kommenden Tagen. Am Abend sollte außerdem die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Kurfürstendamm gestartet werden. Nach Angaben der Veranstalter wird die 4,5 Kilometer lange Strecke von 140.000 Lichtern erleuchtet. Rund 140 Kilometer Lichterketten würden eingesetzt.

17:46 Uhr

Flugschüler kollidiert bei Landung mit Reh

Bei der Landung ist ein Flugschüler in Bayern auf dem Rollfeld mit einem Reh kollidiert. Während für das Reh dieser ungewöhnliche Wildunfall tödlich endete, entstand an einem Propeller des Flugzeugs ein Schaden von mindestens 5000 Euro, wie das Polizeipräsidium Schwaben in Augsburg mitteilte. Der Flugschüler habe es aber geschafft, die Maschine trotz der Kollision auf der Landebahn zum Stehen zu bringen. Demnach nahm der Mann am frühen Sonntagabend eine Nachtflugstunde und wollte nach deren Ende am Flugplatz Genderkingen landen. Unmittelbar nach dem Aufsetzen der Maschine habe das Reh die Landebahn gekreuzt und sei frontal mit der Maschine kollidiert.

17:13 Uhr

13-Jähriger sticht auf Mitschüler ein

An einer Realschule im baden-württembergischen Östringen ist am Morgen ein 13-Jähriger mit einem Messer schwer verletzt worden. Er soll von einem gleichaltrigen Mitschüler angegriffen worden sein. Der Angreifer kam laut Polizei nach der Pause in das Klassenzimmer seines Opfers und fügte ihm mehrere Stichverletzungen am Oberkörper zu. Der schwerverletzte Schüler wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der Tatverdächtige wurde von einem Lehrer in einem Zimmer separiert, bevor ihn die Polizei festnahm. Auch das Messer wurde sichergestellt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll es zwischen den beiden 13-Jährigen seit Monaten Streit gegeben haben. Beide besuchen verschiedene siebte Klassen der Schule. Um die Schüler der Realschule und die eingetroffenen Eltern kümmerten sich Seelsorger und Betreuer. Es waren fast 60 Polizisten im Einsatz.

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16:39 Uhr

Welpe aus Maul von Alligator befreit

Bei einer zupackenden Rettungsaktion im US-Bundesstaat Florida hat ein 74-Jähriger einen Welpen aus dem Rachen eines Alligators gezogen und ihm damit das Leben gerettet. Ein knapp halbminütiger Videoclip zeigt, wie Richard Wilbanks in einen Teich in dem Ort Estero springt und mit dem Alligator ringt, der den hinteren Teil des jaulenden Hunds fest in seinem Maul hält. Die Kamera in Wilbanks' Garten war Medienberichten zufolge im Rahmen eines Projekts der Florida Wildlife Federation zur Dokumentation von Wildtieren aufgestellt worden. Richard Wilbanks genoss nach eigenen Angaben gerade die Sonne in seinem Garten im Bezirk Lee County, als er das Jaulen seines drei Monate alten Welpen Gunner hörte. Ein Alligator in seinem Gartenteich hatte den Hund ergriffen und ins Wasser gezogen. "Es war einfach ein Schock, es passierte so schnell", sagte Wilbanks dem Lokalsender NBC2. Er habe instinktiv gehandelt und sei direkt ins Wasser gesprungen. Als es ihm gelang, mit seinen Händen das Maul des Tieres mehrere Sekunden lang offen zu halten, konnte sich Gunner mit einem kleinen Sprung in Sicherheit bringen.

16:10 Uhr

Notruf in Brandenburg nicht erreichbar

Wegen eines technischen Schadens sind am Nachmittag die Notrufnummern 112 und 110 in Teilen Brandenburgs nicht erreichbar. Betroffen sind mehrere Gemeinden im Landkreis Prignitz: Karstädt, Lenzen, Lenzerwische, Perleberg und Wittenberge. Aktuell kommt es auch bei Vodafone deutschlandweit zu massiven Einschränkungen bei der Nutzung der Mobilen Daten und Telefonie 2G/3G/4G. Mehr als 100.000 Kunden des Mobilfunkbetreibers sind von der Netzwerkstörung betroffen. Seit dem frühen Nachmittag gebe es überregionale Einschränkungen im Mobilfunknetz, teilte der Konzern mit. Man arbeite daran, die Störung möglichst rasch zu beheben. Der Trackingsite Downdetector zufolge gab es Störungen in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und anderen Städten.

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15:36 Uhr

Paket im Wert von 1700 Euro geklaut: Bote stellte es vor Garage

Wer seine Weihnachtsgeschenke schon jetzt online bestellen will, sollte auch die Fallstricke bedenken: Das Paket ist unterwegs, man selbst ist aber nicht daheim. Kein Problem, denn man kann ja eine Abstellgenehmigung erteilen. Der Paketbote legt das Päckchen dann einfach im Treppenhaus, auf der Terrasse oder im Garten ab. Eigentlich. Denn das klappt nicht immer, musste ein Online-Käufer aus Euskirchen feststellen. Seine bestellten Autoreifen im Wert von 1700 Euro wurden fälschlicherweise nicht auf die Terrasse gebracht, sondern vor die frei zugängliche Garage geworfen - und anschließend geklaut. Nun fragt sich, wer haftet. Rechtsanwältin Nicole Mutschke meint: In diesem Fall der Bote.

15:04 Uhr

Urteil: "Penisverkrümmung nicht lebensbedrohlich"

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Die Richter sahen das Leiden des Klägers an seiner Penisverkrümmung als psychologisches Problem an.

(Foto: imago images/Science Photo Library)

Eine Penisverkrümmung ist einem Urteil des niedersächsischen Landessozialgerichts zufolge keine lebensbedrohliche oder vergleichbar schwere Erkrankung. Damit entschieden die Richter in Celle einen Streit zwischen einem 59-Jährigen und seiner gesetzlichen Krankenversicherung. Der Mann wollte eine Kostenübernahme für eine nicht anerkannte alternative Operationsmethode bei einem Privatarzt erreichen. Laut Gericht fehlt dafür aber die rechtliche Basis, die Kasse habe zu Recht abgelehnt. Der Kläger hatte unter anderem mit einem hohen psychischen Leidensdruck argumentiert. (Az. L 16 KR 143/20)

  • Demgegenüber kamen die Richter in dem Verfahren zu der Überzeugung, dass die angeborene Penisverkrümmung des Manns nur eine leichte Beeinträchtigung der Erektionsfähigkeit auslöst. Sie sei weder lebensbedrohlich noch "wertungsmäßig damit vergleichbar", betonten sie mit Blick auf die Rechtslage.
  • Auch die rund 14.000 Euro teure Operation sei mit einem gesteigerten Risiko für spätere Erektionsstörungen verbunden.
  • Psychische Leiden müssten nach den Regeln für gesetzlichen Kassen psychotherapeutisch behandelt werden.
Mehr dazu lesen Sie hier.
14:33 Uhr

Papst erinnert sich an Studium in Deutschland: "Wie Corona"

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(Foto: via REUTERS)

Papst Franziskus blickt auf drei harte Zeiten in seinem Leben zurück. Deren Eindrücke seien jeweils so traumatisch gewesen wie die Covid-Krise - eine davon betrifft Deutschland. Franziskus erzählt im Vorabdruck seines neuen Buches in "La Repubblica", seine Zeit in Deutschland könne man "den Covid der Vertreibung" nennen. Er sei 1986 unter anderem nach Frankfurt am Main gegangen, um sein Deutsch zu verbessern und Material für eine Doktorarbeit zu suchen. "Aber dort fühlte ich mich völlig fehl am Platz." Auf einem Friedhof habe er Flugzeugen beim Starten und Landen zugesehen - voller Heimweh. Außerdem denkt der Fußballfan zurück an den Sieg seiner Mannschaft Argentinien über Deutschland im WM-Endspiel '86. Am Tag danach in der Sprachschule habe es erst keine Reaktion gegeben, dann fühlte er sich ausgelacht.

  • Schlimme Erinnerungen hat Franziskus auch an seine Lungenkrankheit, die er 1957 während des Priesterseminars in Buenos Aires durchlebte. Ihm musste deshalb im Krankenhaus der obere rechte Lungenflügel entfernt werden. "Ich kann mitfühlen, wie es Menschen geht, wenn sie mit dem Coronavirus am Beatmungsgerät um Atem ringen", berichtet der Papst.
  • Die dritte Zeit von Isolation und Krise habe ihn 1990 bis 1992 im argentinischen Cordoba ereilt, wo er Beichtvater war.
  • Auf Deutsch soll "Wage zu träumen!", das Franziskus mit seinem englischen Biografen Austen Ivereigh verfasst hat, am 4. Dezember erscheinen. In anderen Ländern soll es früher erhältlich sein, in den USA unter dem Titel "Let Us Dream", in Italien als "Ritorniamo a sognare".
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Janis Peitsch ist in seinen freien Nachmittag entschwunden. Ich heiße Barbara Mauersberg und begleite Sie bis zum späten Abend durchs Tagesgeschehen. Gerne höre ich von Ihnen direkt: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

14:05 Uhr

Tod nach Po-OP: Anklage gegen Mediziner erhoben

Ein Schönheitschirurg in Düsseldorf bietet seit mehreren Jahren Po-Vergrößerungen mittels Eigenfett-Implantation an. Die Methode wird in der Fachwelt wegen ihres hohen Risikos kritisch gesehen.

Zu Recht. Nach dem Tod zweier Patientinnen hat die Staatsanwaltschaft in der NRW-Landeshauptstadt nun Anklage gegen den Mediziner erhoben. Sie wirft ihm fahrlässige Tötung in zwei Fällen sowie fahrlässige Körperverletzung vor.

Ein Gutachten hatte dem Operateur zuvor mehrere Behandlungsfehler attestiert. So seien die Patientinnen unter anderem nicht ausreichend über die Risiken des Eingriffs aufgeklärt worden.

13:26 Uhr

Flugzeug muss auf Highway notlanden

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(Foto: picture alliance/dpa)

Autofahrer auf einem Highway in Malaysia trauten ihren Augen nicht: Ein Kleinflugzeug ist am Sonntag nahe des Ortes Sedenak im Süden des Landes mitten auf der Fahrbahn notgelandet. Laut der Luftfahrtbehörde (CAA) handelte es sich um eine Maschine des Typs "Beechcraft Model 35 Bonanza", die es wegen technischer Probleme nicht mehr zum nächstgelegenen Flughafen geschafft habe.

Den beiden Piloten gehe es den Umständen entsprechend gut, hieß es. Sie waren vom Flughafen Seletar in Singapur unterwegs nach Melaka im Westen Malaysias. Warum die Piloten notlanden mussten, ist noch unklar.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:54 Uhr

BER will Terminal schließen

Wenige Wochen nach der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER soll bereits ein Terminal geschlossen werden. Der Grund: Wegen der Corona-Krise nutzen viel weniger Passagiere den Flughafen als gedacht, sagte ein Unternehmenssprecher. Deshalb plane die Geschäftsführung, Terminal 5 ab März zunächst für ein Jahr vom Netz zu nehmen.

Terminal 5 ist das in den 70er Jahren errichtete Abfertigungsgebäude des damaligen DDR-Zentralflughafens Schönefeld. Es sollte den BER eigentlich noch mehrere Jahre ergänzen. Denn vor der Pandemie sah es so aus, als reiche der Neubau nicht aus für die wachsenden Passagierzahlen.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will seinen Plan für Terminal 5 am Freitag im Aufsichtsrat des Unternehmens vorstellen. Dann soll es Gespräche mit den Fluggesellschaften geben.

10:56 Uhr

Miterfinder der "Ice Bucket Challenge" ist tot

2014 startete ein Trend im Internet, bei dem sich Menschen mit eiskaltem Wasser überschütten ließen. Ziel der "Ice Bucket Challenge" war es, die Nervenkrankheit ALS ins Bewusstsein zu rücken und Spenden zu sammeln.

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Pat Quinn wurde 37 Jahre alt.

(Foto: Scott Kauffman/The ALS Associati)

Nun ist ein weiterer Initiator der Kampagne gestorben. Pat Quinn starb am Sonntag im Alter von 37 Jahren, wie die ALS-Stiftung mitteilte. Er erlag der Krankheit sieben Jahre, nachdem diese bei ihm diagnostiziert worden war. Quinn habe dazu beigetragen, "eine der größten Social-Media-Kampagnen der Geschichte" populär zu machen, schrieb die Stiftung.

Im Dezember 2019 starb bereits der Co-Initiator Pete Frates. Er erlag im Alter von 34 Jahren der Krankheit. Durch die "Ice Bucket Challenge" kamen Spenden in dreistelliger Millionenhöhe zusammen.

10:01 Uhr

Tagebücher von totem "Harry Potter"-Star sollen veröffentlicht werden

Für seine Rolle als Severus Snape in den "Harry Potter"-Filmen wird Alan Rickman weltbekannt. Der Schauspieler starb Anfang 2016 an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

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Rickman starb 2016 an Krebs.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Nun sollen Rickmans Tagebücher als Buch veröffentlicht werden. "Die Tagebücher offenbaren nicht nur Alan Rickman, den Schauspieler, sondern den wahren Alan - seinen Sinn für Humor, seine scharfe Beobachtung, sein handwerkliches Geschick und seine Hingabe an die Kunst", sagte Rickmans Witwe, Rima Horton.

Rickman begann demnach Anfang der 90er Jahre damit, die Tagebücher von Hand zu schreiben - mit der Absicht, sie eines Tages zu veröffentlichen. Das Buch soll 2022 erscheinen.

09:38 Uhr

Bahn will Wasserstoffzug testen

Die Deutsche Bahn träumt davon, eines Tages Wasserstoffzüge auf die Schienen zu bringen. Um den Plan Realität werden zu lassen, ist für 2024 ein Probebetrieb im Raum Tübingen geplant.

Der Zug von Siemens soll eine Reichweite von 600 Kilometern haben. Für ihn rüstet die Bahn das Instandhaltungswerk Ulm um und entwickelt eine mobile Wasserstofftankstelle. Der Wasserstoff soll mit Ökostrom hergestellt werden. Der Zug werde ein Jahr lang einen Dieseltriebwagen zwischen Tübingen, Horb und Pforzheim ersetzen, teilte das Unternehmen mit.

Ziel der Bahn ist es, in 30 Jahren klimaneutral unterwegs zu sein. Dafür müssen unter anderem 1300 Dieseltriebzüge ersetzt werden. Denn 13.000 Kilometer Schiene haben keine Oberleitung für den Elektroantrieb, das sind 39 Prozent des Netzes.

08:56 Uhr

Taylor Swift räumt bei American Music Awards ab

Läuft bei Taylor Swift! Wie im Vorjahr hat die US-Sängerin bei den American Music Awards kräftig abgeräumt. Swift wurde in der Nacht bei der Gala in Los Angeles in der Top-Sparte als "Künstler des Jahres" ausgezeichnet. Zudem gewann sie den Preis als beliebteste Pop/Rock-Sängerin und für das beste Musik-Video ("cardigan").

Kollege Justin Bieber heimste ebenfalls drei Trophäen ein. Der Kanadier wurde als beliebtester Pop/Rock-Sänger und zusammen mit dem Country-Pop-Duo Dan + Shay für den Song "10.000 Hours" und die beste Zusammenarbeit ausgezeichnet.

08:30 Uhr
Breaking News

Astrazeneca: Corona-Impfstoff zu 70 Prozent wirksam

Der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca hat eine durchschnittliche Wirksamkeit von 70 Prozent, teilt das Unternehmen mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:14 Uhr

William und Kate trauern um tierisches Familienmitglied

Große Trauer in der Familie von Prinz William und Herzogin Kate: Das Paar gab bekannt, dass ihr Hund Lupo gestorben ist. "Es ist sehr traurig, dass unser lieber Hund Lupo letztes Wochenende verstorben ist. Er war seit neun Jahren im Mittelpunkt unserer Familie und wir werden ihn so sehr vermissen. - W & C", erklärten sie auf Instagram zu einem Foto des schwarzen Cocker Spaniels.

Lupo wurde William und Kate angeblich zu ihrer Hochzeit 2011 geschenkt. Der Hund war auf zahlreichen Familienfotos zu sehen, unter anderem auf einem der ersten offiziellen Bilder von Prinz George. Kurz nach der Geburt von George im Jahr 2013 sagte William: "Für mich sind Catherine und jetzt der kleine George - und Lupo - das Wichtigste." Neben George haben die Cambridges noch zwei weitere Kinder: Prinzessin Charlotte und Prinz Louis.

07:36 Uhr

Fehlende Radmuttern: Krankenwagen gerät ins Schleudern

Das hätte böse enden können: Weil Radmuttern fehlten, ist ein Krankenwagen in Mainz fast verunglückt. Das Rettungsfahrzeug war am Sonntag mit einem Notfallpatienten auf dem Weg zu einer Klinik, als der Wagen plötzlich ins Schleudern geriet.

Der Fahrer konnte das Fahrzeug glücklicherweise zum Stehen bringen, teilte die Polizei mit. Es wurde niemand verletzt. Der Notfallpatient konnte verspätet in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nach ersten Erkenntnissen fehlten die Radmuttern schon länger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, ob sie mutwillig entfernt wurden oder dies ein Fehler bei der Montage der Winterreifen war.

07:24 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

für viele Berliner ist heute ein guter Tag. Denn in der Hauptstadt tritt die zweite Stufe des Mietendeckels in Kraft. Nun müssen Mieten gesenkt werden, die mehr als 20 Prozent über den festgelegten Obergrenzen liegen. Davon ist auch meine Wohnung betroffen. Bevor ich Ihnen aber nun meine private Finanzlage erläutere - hier die Themen des Tages:

  • Vor den Beratungen mit Bundeskanzlerin Merkel wollen sich die Länder weiter über einen eigenen Vorschlag für das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie abstimmen.
  • Der frühere französische Staatspräsident Sarkozy steht wegen Bestechungsverdachts in Paris vor Gericht.
  • Die International Emmys werden verliehen. Wegen der Pandemie findet die Preisgala für nicht-amerikanische Produktionen diesmal online statt.
  • In einem ersten Prozess im Missbrauchsfall Münster halten Staatsanwaltschaft und Verteidigung die Plädoyers.
  • Der 1. FC Nürnberg bestreitet beim noch ungeschlagenen VfL Osnabrück das Montagsspiel der 2. Fußball-Bundesliga.

Mein Name ist Janis Peitsch. Bis zum Nachmittag versorge ich Sie mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

06:47 Uhr

Kind steckt Finger in Abfluss - Feuerwehr muss anrücken

Es ist ja bekannt, dass gerade kleine Kinder sehr neugierig sind. Ein junges Mädchen im nordrhein-westfälischen Werne hat es aber etwas übertrieben. Während das Geschwisterchen nach dem Baden bereits abgetrocknet wurde, steckte das Kleinkind den Zeigefinger in den Abfluss der Badewanne - und blieb hängen.

Männer der Freiwilligen Feuerwehr rückten an und demontierten zunächst die Abflussschale. Doch der Finger steckte noch immer fest. Da die Schale aus gehärtetem Chromstahl war, reichte das vorhandene Werkszeug nicht aus, um den "bereits stark angeschwollenen Finger zu lösen", teilte die Feuerwehr mit.

Nach etwa einer halben Stunde entschlossen sich die Retter, das Mädchen in eine nahe gelegene Kinderklinik zu bringen. Dort wurde ihr schließlich geholfen.

06:10 Uhr

Mexiko: Mehr als 100 Leichen in Massengrab entdeckt

Grausiger Fund im Westen Mexikos: Ermittler haben in der Ortschaft El Salto im Bundesstaat Jalisco die Überreste von mindestens 113 Menschen entdeckt. 30 Opfer wurden bereits identifiziert, sagte der örtliche Generalstaatsanwalt Gerardo Octavio Solís Gómez. Das Massengrab war bereits Anfang Oktober entdeckt worden. Seitdem bergen die Ermittler die Leichen und identifizieren die Opfer.

In Mexiko gelten rund 60.000 Menschen als vermisst. Viele dürften von den mächtigen Verbrechersyndikaten verschleppt und getötet worden sein. Im Bundesstaat Jalisco herrscht unter anderem das Kartell "Jalisco Nueva Generación" (CJNG). Für die Ergreifung von CJNG-Chef Nemesio Oseguera Cervantes, genannt "El Mencho", hat die US-Regierung ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar ausgelobt.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht