Montag, 12. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Montag, der 12. Oktober 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

das war's für heute. Bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, möchte ich Ihnen noch die meistgelesenen Artikel des Tages vorstellen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:08 Uhr

Rentnermarsch gegen Lukaschenko - Polizei schießt und setzt Pfefferspray ein

old_marsh_20201011_bd_photo_2020-10-12_16-56-32.jpg

Belarussische Rentnerinnen lassen sich nicht von feigen Uniformierten einschüchtern.

(Foto: TUT.BY)

Trotz Drohungen des belarussischen Innenministeriums, "wenn nötig, auch tödliche Waffen" gegen friedliche Demonstranten einzusetzen, gingen heute in Minsk mehrere Tausend Rentnerinnen und Rentner gegen den Machthaber Lukaschenko auf die Straße.

Wie auch am Vortag gingen Polizisten mit Gewalt gegen Demonstranten vor, trotz ihres hohen Alters. Die Uniformierten setzten mehrmals Pfefferspray gegen ältere Menschen ein, auf Videos in sozialen Netzwerken sind mindestens drei Schüsse zu hören. Es handelte sich dabei offenbar nicht um scharfe Munition.

21:29 Uhr

"The Wanted"-Sänger Tom Parker hat einen Hirntumor

Es ist eine schreckliche Nachricht für die junge Familie des britischen Sängers Tom Parker. Bei dem Mitglied der Boyband "The Wanted" wurde ein Hirntumor festgestellt. Das erklärt der 32-Jährige nun nach mehrwöchiger Social-Media-Abstinenz bei Instagram. "Es gibt keinen einfachen Weg, dies zu sagen, aber leider wurde bei mir ein Gehirntumor diagnostiziert und ich werde bereits behandelt", erklärt der Engländer.

Er sei am Boden zerstört, wolle aber kämpfen, schreibt Parker. "Wir wollen eure Betroffenheit nicht, wir wollen nur Liebe und eine positive Einstellung", mit der er gemeinsam mit seinen Fans auf die Erkrankung aufmerksam machen und auf die Suche nach allen erdenklichen Behandlungsmethoden gehen wolle. Es werde ein schwieriger Kampf werden, "aber mit der Liebe und Unterstützung von allen werden wir [den Tumor] bezwingen".

Auch Wochen nach der Diagnose stehe er noch komplett unter Schock, wie er im Interview mit dem britischen "OK!"-Magazin darüber hinaus erklärt. "Es fühlt sich immer noch nicht real an", meint seine Ehefrau. Die Situation sei "entsetzlich. Zuzusehen, wie dein Partner diese Sache durchstehen muss, ist hart [...]."

*Datenschutz

20:39 Uhr

Tödliches Rennen auf A66: Polizei fahndet nach drittem Raser mit Foto

Öffentlichkeitsfahndung_2.jpg

Polizei fahndet nach Ramsy Azakir.

(Foto: Polizei Westhessen)

Nach dem illegalen Autorennen auf der A66, bei dem eine unbeteiligte Frau getötet wurde, fahndet die Polizei nach dem dritten mutmaßlichen Täter. Zwei weitere Verdächtige sitzen seit Sonntagabend in Untersuchungshaft. Gegen alle drei wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft Haftbefehle wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen mit gemeingefährlichen Mitteln erlassen. Zudem wird gegen die drei mutmaßlich Beteiligten wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.

Bei dem Gesuchten handelt es sich laut Polizei um den 34-jährigen Ramsy Azakir. Der Mann ist ohne festen Wohnsitz. Er hat eine kräftige Statur, ist 190 cm groß. Er hat längere schwarze Haare, schwarzen Bart und braune Augen.

Die Polizei bittet Zeugen und Personen, die Angaben zum Aufenthaltsort des Gesuchten machen können, sich unter der Rufnummer 06192 / 2079-500 zu melden.

19:49 Uhr

Junger Russe schießt auf Passanten - vier Tote

In Russland hat ein junger Mann auf Passanten geschossen und dabei mindestens vier Menschen getötet. Zwei Frauen wurden bei dem Vorfall an einer Bushaltestelle in der Region Nischni Nowgorod östlich von Moskau schwer verletzt.

Die Polizei fahndet nach dem 18-jährigen mutmaßlichen Täter. Er sei mit einem Auto geflohen und bewaffnet, teilte die Polizei mit.

Nach Medienberichten soll es sich bei einer der Toten um die Großmutter des Schützen handeln. Zuvor soll es zu einem Streit zwischen ihr und dem 18-Jährigen gekommen sein.

19:05 Uhr

Polizei verprügelt Bruder von Biathlon-Star Domratschewa brutal

Ex-Biathletin Darja Domratschewa ist wohl die berühmteste und erfolgreichste belarussische Sportlerin. Gestern wurde ihr Bruder Nikita in Minsk von mehreren Polizisten mit äußerster Brutalität verprügelt und festgenommen.

nikita-domrachev-poboi-1.jpg

So sieht Domratschew nach der brutalen Festnahme aus.

(Foto: SPORT.TUT.BY)

Wie Nikita Domratschew dem Nachrichtenportal "Tut.by" erzählte, wurde er von mehreren Uniformierten unvermittelt von seinem Fahrrad gerissen, als er im Zentrum der Hauptstadt unterwegs war. Mindestens sechs Polizisten schlugen daraufhin mit Schlagstöcken auf ihn ein, wie auch auf mehreren Augenzeugen-Videos zu sehen ist.

Dann wurde der Bruder der vierfachen Olympia-Siegerin in einen Minibus gezerrt. Nach mehreren Stunden auf einer Polizeistation wurde er schließlich mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Wie Domratschew weiter erklärte, wird er sich nun vor Gericht verantworten müssen - wegen der Beteiligung an einer nicht genehmigten Demonstration. Obwohl er nach eigenen Angaben nicht an den Protesten gegen Diktator Lukaschenko teilnahm, sondern in die Wohnung seiner Mutter fuhr, als es zu dem Vorfall kam.

 

18:15 Uhr

Busfahrer fordert Schüler zum Ablegen der Masken auf - Polizei ermittelt

Ende September hatte ein Busfahrer Schüler im Kreis Sömmerda in Thüringen aufgefordert, ihren Mund-Nasen-Schutz abzulegen. Der Mann filmte seine "Aufklärungsaktion" und lud das Video im Internet hoch. Darauf ist zu hören, wie er die Kinder aufforderte, ihre Masken abzulegen und so ein "bundesweites Zeichen" zu setzen.

Die Polizei ermittelt nun gegen den 38-Jährigen wegen Nötigung.

Die Verwaltungsgesellschaft des ÖPNV Sömmerda erklärte indes, dass sie sich von dem Fahrer wegen "einiger Ungereimtheiten" getrennt habe. Es sei einfach unmöglich, wenn Erwachsene die Kinder in Zwiespalt brächten, teilte das Unternehmen mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:38 Uhr
17:34 Uhr

Rätsel um massenhaftes Tiersterben vor Kamtschatka angeblich gelöst

imago0105307467h.jpg

"Natürliche Ursache"?

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Ein russischer Experte behauptet: Das mysteriöse Massensterben von Meerestieren vor der Küste der Halbinsel Kamtschatka hat eine natürliche Ursache. Erste Analysen von Wasserproben hätten eine "hohe Konzentration" der Mikro-Alge Gymnodinium nachgewiesen, zitierten russische Nachrichtenagenturen den stellvertretenden Leiter der Russischen Akademie der Wissenschaften, Andrej Adrijanow. Nach seinen Angaben produzieren diese Algen ein Toxin mit verheerenden Auswirkungen auf wirbellose Tiere. Auch bei Menschen kann sie demnach Gesundheitsprobleme auslösen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:17 Uhr

Kleinkind reißt nur in Windeln von zu Hause aus

Nur mit einer Windel bekleidet ist ein zwei Jahre altes Mädchen im rheinland-pfälzischen Mackenbach von zu Hause ausgerissen und hat sich zu einer Tour aufgemacht. Ein Autofahrer entdeckte das Kind am Straßenrand unweit eines Mehrfamilienhauses und verständigte die Polizei.

Der Besuch der Polizisten riss die Mutter aus dem tiefen Schlaf: Sie war zuvor mit ihren beiden Kindern in ihrem Bett eingeschlafen. Dass die Tochter aufgestanden und ausgerissen war, hatte die Mutter gar nicht bemerkt.

16:48 Uhr

Schwarzes Loch spaghettifiziert Stern

eso2018a.jpg

Hier ist im Vordergrund ein Stern zu sehen, der von einem supermassereichen Schwarzen Loch im Hintergrund spaghettifiziert wird.

(Foto: ESO/M. Kornmesser)

Astronomen ist es gelungen, die letzten Momente eines von einem supermassereichen Schwarzen Loch zerrissenen Sterns festzuhalten. Mit Teleskopen der Europäischen Südsternwarte (ESO) konnten die Wissenschaftler den bei dem Vorgang entstehenden seltenen Lichtblitz des Sterns beobachten.

Kommt ein Stern zu nahe an ein supermassereiches Schwarzes Loch heran, wird er von der extremen Anziehungskraft angesaugt und kann dabei in lange Fäden gezogen werden - ein Vorgang, der als "Spaghettifizierung" bekannt ist. Werden Stränge des Sterns in das Schwarze Loch gesaugt, entsteht ein Lichtblitz. Bisher hatten Astronomen Schwierigkeiten, diese Lichtblitze zu untersuchen, da sie oft von einem Vorhang aus Staub und Trümmern verdeckt werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:15 Uhr

Polizei in Belarus droht Demonstranten mit "tödlichen Waffen"

imago0105518803h.jpg

Mehrere Demonstranten starben bereits durch Polizeigewalt, doch das Regime will weiter töten.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Die Polizei in Belarus hat den Demonstranten gegen Diktator Lukaschenko mit dem Einsatz von Schusswaffen gedroht. Die Sicherheitskräfte würden den Demonstranten in den Straßen nicht weichen "und wenn nötig spezielle Ausrüstung und tödliche Waffen einsetzen", hieß es in einer Erklärung des Innenministeriums in Minsk.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:34 Uhr

Halbnackter zersticht mit Machete Reifen an rund 50 Autos

Halbnackt, betrunken und mit einer Machete bewaffnet - so war ein 54-Jähriger am Samstagabend in Fürth unterwegs.

Mit seiner Machete zerstach der Mann in Unterwäsche die Reifen von mehr als vier Dutzend geparkten Autos. Dabei wurde er von der Polizei ertappt. Der Halbnackte floh, doch die Polizei schnappte ihn kurz darauf. Ein Alkoholtest ergab später mehr als ein Promille Alkohol im Blut. Jetzt ermittelt die Polizei, was ihn zu der Tat bewogen haben könnte.

14:59 Uhr

Zug bei Paderborn entgleist - Kind legte Stahlteil auf Gleise

Am Sonntag entgleiste bei Paderborn ein Passagierzug. Daraufhin gestand ein Elfjähriger, ein 1,20 Meter langes Stahlelement auf die Gleise gelegt zu haben.

Eine Achse des Zugs, der den Stahlträger mit 70 Stundenkilometern überfuhr, wurde herausgerissen. Zum Glück ging der Unfall noch relativ glimpflich aus: Ein Mitarbeiter des Bahnbetriebs wurde durch umherfliegende Glassplitter leicht verletzt, die Passagiere blieben unverletzt.

Auch in Sachsen-Anhalt sorgten Kinder am Wochenende für einen ernsthaften Zwischenfall im Bahnbetrieb. In Oschersleben informierte am Samstag ein Zeuge die Bundespolizei über mehrere Kinder, die mit Sand befüllte Getränkedosen auf die Gleise legten. Ein anfahrender Zug konnte rechtzeitig gestoppt werden, die drei zwölf- bis 13-jährigen Jungen und Mädchen wurden von Beamten aufgegriffen und belehrt.

14:41 Uhr
Breaking News

EU bringt Sanktionen gegen Russland auf den Weg

Während die Sanktionen gegen Lukaschenko noch nicht beschlossen sind, ist der Weg für Strafmaßnahmen der EU gegen Russland nach dem Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny bereits frei. Die Außenminister der EU-Staaten einigten sich bei einem Treffen in Luxemburg darauf, mit den notwendigen Vorbereitungen zu beginnen, wie die dpa von mehreren Diplomaten erfuhr.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:31 Uhr

Schichtwechsel

Heidi Ulrich verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, und ich freue mich, Sie ab sofort und bis zum späten Abend durch den "Tag" begleiten zu dürfen. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag!

14:08 Uhr

EU droht Lukaschenko persönlich Sanktionen an

Die EU-Staaten drohen dem Machtapparat in Belarus neue Sanktionen an. Wenn sich die Lage in dem Land nicht verbessere, sei die EU bereit, weitere restriktive Maßnahmen zu ergreifen, heißt es in einer bei einem Außenministertreffen in Luxemburg verabschiedeten Erklärung. Als eine Person, die dann betroffen sein soll, wird neben ranghohen Beamten konkret auch der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko genannt.

Bislang zählt Lukaschenko nicht zu denjenigen 40 Personen, die die EU wegen Wahlfälschungen oder der gewaltsamen Niederschlagung von friedlichen Protesten sanktioniert hat. Als Grund wird genannt, dass Sanktionen gegen Lukaschenko persönlich die diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des Konflikts erschweren könnten und der EU die Möglichkeit nähmen, ihren Kurs noch einmal zu verschärfen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:46 Uhr

Nach illegalem Autorennen: Haftbefehle wegen Mordes erlassen

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main erlässt drei Haftbefehle gegen die Männer, die am Wochenende an einem illegalen Autorennen auf der A66 teilgenommen haben sollen. Dabei wurde eine Frau getötet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:27 Uhr

Hunderte Familien fliehen vor Kämpfen in Afghanistan

Einen Monat nach Beginn der afghanischen Friedensgespräche beginnen die Taliban eine massive Offensive im Süden. In der Provinz Helmand sind nun Hunderte Familien vor den Kämpfen geflohen. Seit Tagen kämpfen Taliban und afghanische Soldaten vor allem am Westufer des Flusses Helmand nahe der Provinzhauptstadt Laschkarga, wie Provinzpolitiker berichteten. Es gebe eine unbekannte Zahl an Opfern auf allen Seiten. Die US-Armee unterstützt die afghanischen Soldaten mit Luftschlägen. Die Regierung in Kabul rief die Taliban auf, die Kämpfe einzustellen.

Vertreter der Taliban und der Regierung in Kabul hatten im September in Katar Friedensgespräche aufgenommen. Eine Waffenruhe lehnen die Islamisten ab. Vergangene Woche hatte US-Präsident Trump den vollständigen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan bis Ende des Jahres angekündigt.

13:01 Uhr

Polizei stoppt offenbar bekifften Busfahrer auf der A24

Die Autobahnpolizei hat auf der Autobahn 24 in Schleswig-Holstein einen unter Drogen stehenden Busfahrer aus dem Verkehr gezogen. Ein Drogenvortest habe ergeben, dass der aus Hannover stammende 32-Jährige offenbar Cannabis konsumiert habe, teilte die Polizei mit. Der aus Berlin kommende Fernreisebus war den Angaben zufolge am Sonntag einer Polizeistreife aufgefallen. Die Beamten kontrollierten den Fahrer daraufhin auf dem Gelände der Autobahnpolizei Elmenhorst im Kreis Herzogtum Lauenburg. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Ein Ersatzfahrer habe die neun Fahrgäste des Fernbusses an ihr Ziel gebracht, sagte eine Polizeisprecherin.

12:40 Uhr

UN-Bericht: Klimawandel Hauptverursacher von Naturkatastrophen

Der Klimawandel ist einem UN-Bericht zufolge dafür hauptverantwortlich, dass sich die Zahl der Naturkatastrophen sei dem Jahr 2000 verdoppelt hat. Bis 2019 seien weltweit insgesamt 7348 Katastrophen größeren Ausmaßes registriert worden und damit fast doppelt so viele wie zwischen 1980 und 1999, teilte das UN-Büro zur Verringerung der Risiken durch Katastrophen mit. Bei diesen Katastrophen kamen demnach 1,23 Millionen Menschen ums Leben. Der wirtschaftliche Schaden durch die Katastrophen belief sich demnach auf 254 Billionen Euro.

Gut 3000 Mal war Asien von Naturkatastrophen betroffen, knapp 1800 Mal der amerikanische Kontinent und gut 1000 Mal Afrika. Es gab mehr Erdbeben und Tsunamis und vor allem mehr klimabedingte Naturkatastrophen: Deren Anzahl stieg von gut 3600 auf gut 6600. Dazu gehören Überschwemmungen, Stürme, Dürren, Waldbrände und Hitzewellen. Die Zahl der Ereignisse durch extreme Temperaturen sei dramatisch gestiegen, hieß es.

12:24 Uhr

Maas fordert Sanktionen gegen Lukaschenko

Wegen der anhaltenden Gewalt gegen Demonstranten in Belarus hat Bundesaußenminister Maas gefordert, Sanktionen gegen den autoritär regierenden Staatschef Lukaschenko zu verhängen. "Die Gewalt geht weiter, die ausgeübt wird vom Lukaschenko-Regime", sagte Maas beim Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg. Er habe deshalb vorgeschlagen, "ein neues Sanktionspaket auf den Weg zu bringen". Zu den Betroffenen solle "auch Lukaschenko gehören".

e0232a07a52a3249de430d724d541ac2.jpg

Sicherheitskräfte setzten einen verletzten Demonstranten in Minsk fest.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Erst gestern hatte es in Belarus wieder Massenproteste nach der mutmaßlich gefälschten Präsidentenwahl gegeben. Nach Angaben von Bürgerrechtlern wurden rund 600 Demonstranten festgenommen. Darunter seien auch viele Journalisten, erklärte die Menschenrechtsgruppe Wesna. Sicherheitskräfte setzten Blendgranaten, Tränengas und Wasserwerfer gegen Demonstranten ein. Auf Bildern war auch zu sehen, wie Polizisten auf Demonstranten mit Schlagstöcken einschlugen und sie verfolgten. Es gab zahlreiche Verletzte.

11:56 Uhr
Breaking News

Wirtschaftsnobelpreis geht an US-Ökonomen Milgrom und Wilson

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an die US-Forscher Paul Milgrom und Robert Wilson. Die beiden Ökonomen werden für ihre Arbeiten zur Auktionstheorie ausgezeichnet, wie die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekanntgab. Milgrom und Wilson hätten die Auktionstheorie "verbessert" und "neue Formate" für Versteigerungen entwickelt, hieß es zur Begründung.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:49 Uhr

Polarstern erreicht nach Arktis-Expedition Bremerhaven

Die "Polarstern" ist in Bremerhaven eingelaufen. Ein Jahr lang war der Eisbrecher bei der Mosaic-Expedition unterwegs – die größte Arktis-Expedition, die es jemals gegeben hat. Die Forscher dokumentierten dabei über Monate klimarelevante Umweltprozesse am Nordpol. Dieser Daten-Schatz muss nun ausgewertet werden.

96f399541a0b0bacda607948626db7f8.jpg

Für die Crew gibt es extra schönen Sonnenschein zur Begrüßung.

(Foto: dpa)

11:33 Uhr

Tipperin holt höchsten Lotto-Gewinn bei 6aus49 in Deutschland

Eine Frau aus Baden-Württemberg hat 42,5 Millionen Euro im Lotto gewonnen. Das sei der höchste Lotto-Gewinn bei einer Ziehung 6aus49 in Deutschland, hieß es von Lotto in Stuttgart. Die Tipperin komme aus dem Zollernalbkreis und habe bei der Samstagsziehung als Einzige alle sechs Gewinnzahlen richtig getippt sowie die passende Superzahl gehabt. Ihre Glückszahlen waren die 4, 8, 16, 22, 28 und 33, die Superzahl war die 6. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das passiert, lag demnach bei eins zu 140 Millionen.

11:19 Uhr

Mafia-Prozess wegen Quarantäne unterbrochen

Der Auftakt des großen Mafia-Prozesses im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf mit 14 Angeklagten ist wegen der Corona-Quarantäne eines der Beschuldigten unterbrochen worden. Er soll am Freitag fortgesetzt werden. Zur Anklageverlesung kam es nicht. Der Prozess solle mit allen Verfahrensbeteiligten stattfinden, so die Kammer. Die Mutter des betroffenen Angeklagten sei erkrankt und positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Kammer sei vom Anwalt des Beschuldigten in der vergangenen Nacht unterrichtet worden, dass dieser am Samstag seine Mutter besucht habe, als noch nicht klar gewesen sei, dass sie infiziert ist.

Angeklagt sind 14 Männer, die Mitglieder der 'Ndrangheta oder Unterstützer der kalabrischen Mafiagruppierung sein sollen. Ihnen wird unter anderem Kokainhandel, Geldwäsche und die Bildung und Unterstützung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Die Angeklagten kommen größtenteils aus Nordrhein-Westfalen.

10:39 Uhr

Patrick Lindner hat geheiratet

*Datenschutz

Schlagersänger Patrick Lindner ist ein verheirateter Mann. Nach zehn Jahren Beziehung hat er seinem Lebensgefährten Peter Schäfer das Jawort gegeben. Bei Instagram schrieb Lindner "1000 Mal Ja" und postete ein Foto von ihren Händen mit den Ringen. Die "Bild"-Zeitung schreibt, die Hochzeit sei am Samstag gewesen.

 

10:23 Uhr

Koblenzer Radar soll Unfälle von Satelliten verhindern

4bef38b1550b8276aa0bf90c9025ecb1.jpg

Diese Computer-Illustration der European Space Agency zeigt Weltraummüll früherer Weltraummissionen neben intakten Satelliten.

(Foto: dpa)

Ein neues Radarsystem in Koblenz soll Weltraumschrott in erdnahen Orbithöhen zwischen 200 und 2000 Kilometern erkennen. Betreiber gefährdeter Satelliten können dann ihre teuren Objekte bremsen oder die Flughöhe verändern, um Kollisionen zu vermeiden. Auch die Internationale Raumstation ISS in rund 400 Kilometern Höhe kann gewarnt werden. Es ist das erste in Deutschland gebaute Weltraumüberwachungsradar. Das Radarsystem ist in zwei Containern mit je einer Dachkuppel auf der Koblenzer Schmidtenhöhe untergebracht. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt will die Spitzentechnik für 44,5 Millionen Euro morgen im Einzelnen vorstellen. Hier finden Sie schon mal ein Video.

09:53 Uhr

Aktivistinnen protestieren gegen Barrett vor Supreme Court

Amy Coney Barrett soll Richterin am Obersten Gerichtshof der USA werden, wenn es nach US-Präsident Donald Trump geht. Der Senat beginnt heute mit der Anhörung der Juristin für den Posten. Sie soll die verstorbene Richterin Ruth Bader Ginsburg ersetzen, die als feministische Ikone und Ikone des liberalen Amerikas galt. Barrett hingegen ist konservativ, strenggläubige Katholikin und Abtreibungsgegnerin. Nun haben Aktivistinnen vor dem Supreme Court in Washington gegen Barretts Ernennung protestiert – verkleidet als Figuren aus der Serie "The Handmaid's Tale". In der Serie geht es um ein düsteres Zukunftsszenario, in der fruchtbare Frauen als Hausmädchen und Gebärmaschinen ausgebeutet werden. Die roten Roben sind schon länger zu einem Symbol bei Protesten von Feministinnen geworden. Zu sehen waren die Roben unter anderem schon bei Protesten in Argentinien, Großbritannien und Irland.

e7a8ae6f3e004c0d1449007d490549c7.jpg

Protest vor dem Supreme Court in Washington.

(Foto: AP)

09:14 Uhr

Türkei will erneut Gas-Erkundungsschiff entsenden

Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es heftigen Streit um deren Ausbeutung. Sowohl die EU-Mitglieder Griechenland und Zypern als auch die Türkei erheben Anspruch auf die betreffenden Seegebiete. Nun entsendet die Türkei ihr Forschungsschiff "Oruc Reis" erneut für Erkundungen ins östliche Mittelmeer.

  • Von heute an werde es bis zum 20. Oktober seismische Untersuchungen unter anderem südlich der griechischen Insel Kastelorizo anstellen, teilte die türkische Marinebehörde mit. Es werde von zwei Schiffen begleitet.
  • Noch liegt die "Oruc Reis" laut der Website "Marinetraffic" aber vor dem Hafen von Antalya.
  • Erst Mitte September hatte die Türkei das Schiff abgezogen - das wurde als Zeichen der Entspannung gewertet. Nun könnten sich die Spannungen wieder verschärfen.
  • Griechenland wirft der Türkei vor, illegal nach Erdgas zu suchen und in Gewässern unterwegs zu sein, die zur Wirtschaftszone Griechenlands gehören. Die Türkei weist das zurück. Sie argumentiert, dass die Gewässer, in denen sie nach Erdgas sucht, zum türkischen Festlandsockel gehören und sie damit ein Recht auf Ausbeutung hat.
Mehr dazu lesen Sie hier.
09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:33 Uhr

Margaret Nolan ist tot

imago0097588935h.jpg

Ein Foto von den Dreharbeiten zum Bond-Streifen "Goldfinger" von 1964.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Die britische Schauspielerin Margaret Nolan ist gestorben. Sie wurde 76 Jahre alt. Regisseur und Schauspieler Edgar Wright, mit dem sie im vergangenen Jahr für den Film "Last Night in Soho" zusammengearbeitet hatte, gab die traurige Nachricht bekannt. Margaret Nolan wurde am 29. Oktober 1943 in Somerset, England, geboren und wuchs in London auf. Sie begann als Model, bevor sie Rollen in Fernsehshows, Theaterproduktionen und Filmen wie "Yeah! Yeah! Yeah!" (1964) mit den Beatles spielte. Im Bond-Film "Goldfinger" spielte sie eine Masseurin. 1965 zierte sie den "Playboy". Mit dem britischen Schauspieler Tom Kempinski war Nolan von 1967 bis 1972 verheiratet.

Wright schrieb, Nolan sei mit allem verbunden gewesen, was in den 1960ern cool war. "Sie war so lustig, scharfsinnig und voller unglaublicher Geschichten. Ich bin so froh, dass ich sie kennenlernen durfte. Mein Herz ist bei ihrer Familie und bei allen, die sie geliebt haben. Sie wird sehr vermisst werden", so Wright.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:57 Uhr

Umfrage: Sind Sie für eine Studie über Rassismus bei der Polizei?

Niedersachsen hat eine Studie über Extremismus bei der Polizei angekündigt. Hamburg macht eine Studie darüber, ob rassistische Vorurteile und radikale Einstellungen bei Polizisten bestehen und wie sie gegebenenfalls entstehen. Bundesinnenminister Seehofer sperrt sich aber weiterhin gegen eine Studie zu Rassismus bei der Polizei. Er verwies mehrfach auf den Lagebericht zu Rechtextremismus bei den Sicherheitsbehörden und kündigte eine Rassismus-Studie an, die die ganze Gesellschaft abbilden soll. Was ist Ihre Meinung? Sollte eine wissenschaftliche Studie über Rassismus bei der Polizei in Deutschland gemacht werden?

07:20 Uhr

Es brennt auf dem Kilimandscharo

Auf dem Kilimandscharo in Tansania ist ein Feuer ausgebrochen. Der Nationalpark twitterte gestern Abend, Rettungsdienste versuchten, das Feuer zu löschen. Wie die Zeitung "The Citizen" berichtet, halfen Menschen aus benachbarten Gemeinden dabei. Die Löscharbeiten seien schwierig, weil der Brand in größerer Höhe ausgebrochen sei. Ein Foto zeigt Flammen mitten am Berg. Welchen Schaden sie bisher angerichtet haben, ist noch unklar. Der Kilimandscharo ist mit 5895 Metern der höchste Berg Afrikas und der höchste freistehende Berg der Welt.

07:00 Uhr

"Five Eyes" fordern Zugang zu verschlüsselten Apps

Die Staaten des Geheimdienstnetzwerks "Five Eyes" haben an die Tech-Branche appelliert, ihnen für die Strafverfolgung den Zugriff auf Inhalte verschlüsselter Apps wie Whatsapp und Telegram zu ermöglichen. Zwar müsse die Privatsphäre im Netz geschützt werden, doch dürfe dies nicht dazu führen, dass die Sicherheitsbehörden wie auch die Technologieunternehmen selbst "nicht gegen die schwerwiegendsten illegalen Online-Inhalte und -Aktivitäten vorgehen" könnten, erklärten Regierungsvertreter der fünf Staaten in einem gemeinsamen Statement. Sie appellierten an die Unternehmen, in Fällen der Strafverfolgung den Behörden die betreffenden Inhalte in einem "lesbaren und nutzbaren Format" zugänglich zu machen. Zu den "Five Eyes" gehören die USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland, deren Geheimdienste besonders eng miteinander kooperieren. Auch Indien und Japan haben die Erklärung unterzeichnet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Mit "Whenever, Wherever" von Shakira, das eben beim Bäcker lief, als Ohrwurm im Kopf, beginne ich meine Schicht. Hier in der Redaktion beschäftigten wir uns heute unter anderem mit diesen Themen:

  • Nach der Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny beraten die EU-Außenminister ab 9 Uhr über neue Sanktionen gegen Russland.
  • Um 9.15 Uhr beginnt im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf ein Mafia-Prozess gegen 14 Männer. Sie sollen mit Hunderten Kilo Kokain gehandelt haben.
  • Das Corona-Kabinett berät um 9.30 Uhr über die Quarantäneregeln und eine neue Teststrategie. Um 12:30 Uhr gibt es dazu eine Pressekonferenz.

  • Gegen 11:45 Uhr sagt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm, wer mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet wird.
  • Das Forschungsschiff "Polarstern" kehrt im Laufe des Tages nach einer gigantischen Expedition zurück in seinen Heimathafen Bremerhaven. Die "Polarstern" ist ein Jahr durch die Arktis gedriftet und hat wichtige Klimadaten gesammelt.
    6041ebb4736c9675566ff3a53b534510.jpg

    Die "Polarstern" kommt heute zurück nach Bremerhaven. Hier ein Bild aus dem August in der Arktis.

    (Foto: dpa)

  • Eine Expertenkommission legt um 13 Uhr in Innsbruck ihren Bericht zum umstrittenen Corona-Krisenmanagement im österreichischen Ischgl vor.
  • Der US-Senat will um 15 Uhr unserer Zeit mit der Anhörung der Kandidatin von Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten beginnen. Am ersten Tag geht es im Justizausschuss zunächst um die Vorstellung der konservativen Juristin Amy Coney Barrett.
  • Um 18 Uhr wird verkündet, wer den Deutschen Buchpreis 2020 bekommt.

"And that's the deal my dear."

06:16 Uhr

Erst grau, später wird es freundlicher

Heute Vormittag ist es meist stark bewölkt und zeitweise fällt Regen, über 1000 Metern Schnee. Trocken könnte es am ehesten im Nordosten bleiben. Nachmittags wird es dann aber generell etwas freundlicher, die Sonne kommt immer öfter zwischen den Schauerwolken heraus. Es bleibt aber recht frisch mit 10 bis 14 Grad, im Bergland gibt es 6 bis 8 Grad.