Leben

Corona in Australien "Unser Lockdown ist der härteste der Welt"

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In Australien sind bislang weniger als 1000 Menschen am Coronavirus gestorben.

(Foto: imago images/AAP)

Australien: Sehnsuchtsort vieler Abenteurer. In der neuen Folge des ntv-Podcasts "Ditt & Datt & Dittrich" berichtet eine deutsche Auswanderin über ihr Leben zwischen Lockdowns, Schlangen und Kängurus, und ob man sich jemals an den Anblick riesiger Huntsman-Spinnen im Wohnzimmer gewöhnt.

"Wir hatten kürzlich den vierten knallharten Lockdown. Dagegen sind und waren die Maßnahmen in Deutschland nahezu niedlich", sagt die deutsche Auswanderin Halina Löffler im ntv-Podcast "Ditt & Datt & Dittrich". Die Prokuristin lebt im australischen Bundesstaat Victoria, unweit der Millionenmetropole Melbourne. Australien hat die Corona-Pandemie im Griff, vor allem, weil die Behörden bei Neuinfektionen nahezu unverzüglich und rigoros reagieren.

Oft wurde über Corona-Maßnahmen in Deutschland diskutiert und geschimpft. Die Ausgangsbeschränkungen stießen auf große Ablehnung in der Bevölkerung. Während sich hierzulande täglich noch immer tausende Menschen mit dem Virus infizieren, reichen in Australien nur wenige Fälle, um erneut alle Schotten buchstäblich dicht zu machen. Die Maßnahmen waren und sind in der Tat strikt: Das Zuhause darf, wenn überhaupt, nur aus triftigen Gründen und in dringenden Notfällen verlassen werden. Und während wir über einen Bewegungsradius von 15 Kilometern schimpften, betrug dieser in Australien gerade mal fünf Kilometer. Zur Apotheke, in den Supermarkt und wieder zurück.

Weniger als tausend Tote

Mit acht Monaten gilt der Lockdown in Victoria als einer der längsten und zugleich härtesten weltweit. Wer gegen die strengen Ausgangsbeschränkungen verstößt und dabei erwischt wird, muss mit Strafen von 800 australischen Dollar (ca. 500 Euro) rechnen. Australiens Außengrenzen waren lange geschlossen, es gibt ein Quarantänesystem sowie die konsequente Kontaktverfolgung nach Virusausbrüchen. Mit all diesen Maßnahmen hat es das Land weitestgehend geschafft, sich vom Virus abzuschotten. Bis dato verzeichnete man etwa 30.000 Covid-19-Infektionen, weniger als tausend Menschen sind an dem Virus gestorben.

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Was denkt die Wahl-Australierin, wenn sie die Maßnahmen der beiden Länder miteinander vergleicht? Und ist der Kontinent der Koalas und Kängurus wirklich ein Land, indem man nicht nur gern Urlaub machen, sondern auch leben würde? Das alles erzählt Halina Löffler in der neuen Podcast-Folge von "Ditt & Datt & Dittrich", die übrigens beinahe nicht zustande gekommen wäre. Denn der kleine Ort, in dem die Auswanderin lebt, war tags zuvor von einem heftigen Sturm heimgesucht worden, der die Bäume entwurzelte und aufs Dach krachen ließ. Auch Strom sowie das komplette Internet waren lahmgelegt.

Quelle: ntv.de, sks

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