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Was ist mit der Thronfolge? Diese Ämter geben Harry und Meghan ab

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Widmen sich in Zukunft anderen Dingen als royalen Teestunden: Harry und Meghan.

(Foto: imago images/i Images)

Mit Aufgabe sämtlicher royaler Pflichten verlieren Harry und Meghan auch einige militärische Ehrenämter und königliche Schirmherrschaften. Für sie stehen schon andere Mitglieder des britischen Königshauses in den Startlöchern. Doch nicht überall ist die Nachfolge bereits geklärt.

Prinz Harry und seine Ehefrau Meghan schließen eine Rückkehr in die erste Reihe des britischen Königshauses aus: Das Paar erklärte Königin Elizabeth II. seinen endgültigen Rückzug von royalen Verpflichtungen und verliert damit seine letzten königlichen Ehrentitel und Ehrenämter. Dies teilte am Freitag der Buckingham-Palast in London mit, der sich "traurig" über die Entscheidung zeigte. Harry und Meghan würden jedoch "sehr geliebte Mitglieder der Familie" bleiben.

"Der Herzog und die Herzogin von Sussex haben Ihrer Majestät der Königin bestätigt, dass sie keine aktiven Mitglieder der königlichen Familie mehr sein werden", hieß es in der Erklärung. Ihre militärischen Ehrentitel und königlichen Schirmherrschaften "werden deshalb an Ihre Majestät zurückgehen". Diese würden unter den aktiven Mitgliedern der Familie neu verteilt.

Der 36-jährige Harry verliert mit dem drastischen Schritt seine militärischen Ehrentitel, an denen er sehr hing. Unter anderem ist er fortan nicht mehr Ehrenkommandant der Luftwaffe und Ehrenoberbefehlshaber der Royal Navy. Er darf außerdem nicht länger den Titel der Royal Marines führen, denen er stark verbunden war, nachdem er in Afghanistan gedient hatte. Harrys Tante Prinzessin Anne, die unter anderem bereits mit 65 militärischen Organisationen verbunden ist, übernimmt seine Rolle bei den Royal Marines als erster weiblicher Generalkapitän.

Darüber hinaus muss Harry seine repräsentative Funktion für den Rugbyverband aufgeben. Mit dem endgültigen Austritt sind er und seine Ehefrau auch nicht länger Präsident und Vize-Präsidentin des "The Queen's Commonwealth Trust". Meghan verliert darüber hinaus die Schirmherrschaften für das "National Theatre" und die "Association of Commonwealth Universities".

Hoffnung der Fans enttäuscht

Einige der Schirmherrschaften könnten nicht nachbesetzt werden, da es nicht genug Royals gebe, die sie nach dem Brexit übernehmen könnten, meldet die "Daily Mail" unter Berufung auf Experten. Beispielsweise gebe es kaum Optionen für Harrys Schirmherrschaft über die Rugby Football Union und die Rugby Football League. Denn Harrys Bruder, Prinz William, ist bereits Schirmherr der walisischen Rugby Union, während die 70-jährige Prinzessin Anne die gleiche Rolle für die schottische Organisation innehat.

Weiterhin eng verbunden bleibt das Herzogenpaar Sussex dagegen mit der Kinderhilfsorganisation "Wellchild" und der von Harry gegründeten "The Invictus Foundation" zugunsten von Soldaten und Veteranen. Gleiches gilt in Meghans Fall für die Tierschutzorganisation "Mayhew" und die Frauenhilfsorganisation "Smart Works".

Bis zuletzt hatten viele Fans des britischen Königshauses gehofft, dass der "Megxit" nur ein temporäres Ereignis sein könnte. Doch nach dem Statement des Buckingham Palasts am Freitagmittag ist endgültig klar: Harry und Meghan werden für immer ihre royalen Pflichten niederlegen - mit allen Konsequenzen. Das bestätigte inzwischen auch ein Sprecher der beiden in einer kurzen Mitteilung, wie unter anderem der britische Sender BBC berichtete.

Nur ein Titel bleibt ihnen

Die Queen habe nach Gesprächen mit Harry bestätigt, dass es nach dem Rückzug aus der königlichen Familie nicht möglich sei, "die Verantwortung und Pflichten fortzusetzen, die mit einem Leben im Dienste des Volkes" verbunden seien, so die offizielle Erklärung im Wortlaut.

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Harry und Meghan hatten sich Anfang des vergangenen Jahres vom Königshaus losgesagt und angekündigt, finanziell unabhängig leben zu wollen. Heute wohnen die beiden mit dem einjährigen Sohn Archie in Kalifornien, produzieren Serien und Podcasts, engagieren sich viel und erwarten ein weiteres Kind. Bald soll ein großes Interview mit US-Moderatorin Oprah Winfrey veröffentlicht werden.

Ein Titel bleibt den beiden unterdessen erhalten: Harry und Meghan dürfen sich weiterhin Herzog und Herzogin von Sussex nennen. Auch die Erbfolge wird beibehalten: Der Enkel von Queen Elizabeth ist weiterhin als Nummer sechs in der Thronfolge geführt.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP/spot

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