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Nach Massaker im Bataclan Eagles of Death Metal brechen Tournee ab

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Jesse Hughes ist Sänger und Gitarrist bei Eagles of Death Metal.

(Foto: imago stock&people)

Sie spielten im Bataclan, als der Pariser Club von Terroristen angegriffen wurde. Nun beendet die US-Rockband Eagles of Death Metal ihre Europa-Tournee vorzeitig. Unter den vielen Toten des Angriffs ist auch ein Crew-Mitglied der Band.

Nach dem Massaker bei ihrem Auftritt in der Pariser Konzerthalle Bataclan hat die kalifornische Rockband Eagles of Death Metal ihre Europa-Tournee abgebrochen. Alle Auftritte der Tournee, die sie auch nach Deutschland führen und am 10. Dezember in Portugal enden sollte, wurden einer Mitteilung zufolge abgesagt. Ein britisches Crew-Mitglied der Band sei bei dem Angriff getötet worden, wie ein Vertrauter der Band sagte.

Die Eagles of Death Metal würden vermutlich am Montag in die USA zurückkehren, sagte ein Mitarbeiter des Konzertveranstalters Nous Productions. Bei ihrem Auftritt im Bataclan waren die Musiker bei ihrem sechsten Song angekommen, als die ersten Schüsse fielen, wie Michael Dorio, der Bruder des Schlagzeugers Julian Dorio, sagte. Die Schüsse aus den Schnellfeuergewehren seien "so laut gewesen, dass sie die Band übertönten". Die Attentäter hätten "auf alles und jeden geschossen".

Auch die Band Deftones, die während des Auftritts der Eagles of Death Metal ebenfalls im Bataclan war, ließ mitteilen, dass sie ihre Tournee abbreche. Alle Band- und Crew-Mitglieder seien unversehrt, hieß es auf Facebook. Bei dem Angriff im Bataclan wurden mindestens 89 Menschen getötet. Die vier Attentäter waren ganz in Schwarz gekleidet und unmaskiert.

Das Bataclan liegt am Boulevard Voltaire. Beim Auftritt der Eagles of Death Metal drängten sich etwa 1500 Besucher in dem Konzertsaal. Die beiden wichtigsten Mitglieder der Band, die trotz ihres Namens eher Garagen-Rock als Death Metal spielt, sind der 43-jährige Jesse Hughes und der 42-jährige Josh Homme. Die Texte der Songs zeichnen sich durch zahlreiche sexuelle Anspielungen aus und stehen in der Tradition von Sex, Drugs and Rock 'n' Roll, nicht jedoch für eine politische Ausrichtung.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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