Unterhaltung

"Wir sind sehr aufgeregt" Shakira und J.Lo im Super-Bowl-Fieber

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Freuen sich auf ihren Auftritt: Shakira und Jennifer Lopez (v.l.).

(Foto: USA TODAY Sports)

Das NFL-Finale wirft seine Schatten voraus. Und wie jedes Jahr geht es beim Super Bowl auch diesmal nicht nur um Sport, Werbung und Milliarden von Dollar. Auch das Show-Programm steht im Mittelpunkt. Das liefern diesmal Shakira und Jennifer Lopez, die sich bereits in Stimmung bringen.

In den USA ist es das Sportereignis des Jahres. Doch auch in vielen anderen Teilen der Welt verfolgen zahlreiche Menschen das Finale in der "National Football League" (NFL), kurz den Super Bowl, mit großem Interesse. Am Sonntagabend ist es so weit. Dann wird sich in Miami entscheiden, wer die New England Patriots auf dem Meister-Thron ablöst: die San Francisco 49ers oder die Kansas City Chiefs?

Doch das sportliche Kräftemessen steht nicht allein im Fokus. Es geht auch um Show, jede Menge Geld und Politik. Allein die Werbeclips, die während der unzähligen Unterbrechungen des Spiels gezeigt werden, sind jedes Jahr ein Event für sich. Unternehmen machen Unmengen an Dollar locker, um während des Super-Bowl-Spektakels möglichst präsent zu sein.

Welcher Star zur Eröffnung der Veranstaltung die Nationalhymne singt, wird ebenfalls jedes Jahr heiß diskutiert. Ganz zu schweigen von der "Halftime"-Show, die in der Vergangenheit schon Künstler wie Bruce Springsteen, Beyoncé oder Lady Gaga bestritten. Nicht zu vergessen der Skandal-Auftritt von Justin Timberlake und Janet Jackson. Das "Nipplegate" von 2004, als für einen kurzen Moment Jacksons entblößte Brust über Millionen Fernsehbildschirme flimmerte, wirkt noch bis heute nach. Seither wird der Super Bowl mit einem kleinen Zeitverzug gesendet, um notfalls solch nackte Tatsachen zensieren zu können.

Demi Lovato feiert Comeback

Die Ehre, die Nationalhymne ins weite Rund zu schmettern, wird in diesem Jahr Demi Lovato zuteil. Nach ihrem Auftritt bei den Grammys am vergangenen Wochenende ist es der nächste bedeutende Schritt zum Comeback der 27-Jährigen, die einen Drogenrückfall 2018 wohl nur knapp überlebt hat.

Die Massen während der Halbzeit zu unterhalten, obliegt 2020 dagegen Shakira und Jennifer Lopez. Und die beiden bringen sich schon mal für ihren Auftritt in Stimmung. Davon zeugen nicht nur diverse Posts der Sängerinnen auf ihren Instagram-Seiten, in denen sie ihre Vorfreude zum Ausdruck bringen. Die Popstars posierten auch gemeinsam bei einer Pressekonferenz.

Dabei ging es allerdings nicht nur um den Super Bowl, sondern auch um die Erinnerung an den einstigen Basketballer Kobe Bryant, der Anfang der Woche bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war. "Wir alle werden an Kobe am Sonntag erinnern und das Leben und die Vielfalt in diesem Land feiern", sagte Shakira. "So spielt das Leben, und wir müssen weitermachen. Aber es berührt uns und wird für immer nachwirken", fügte Lopez hinzu, deren Verlobter Alex Rodriguez gut mit Bryant bekannt war.

Politische Botschaft

Den Auftritt beim Super Bowl betreffend hatte sich Lopez schon zuvor gegenüber dem Magazin "Variety" geäußert. "Ich denke, es gibt keinen Musiker auf der Welt, der nicht davon träumt, beim Super Bowl aufzutreten", sagte sie da. Und mit Blick auf Shakira: "Wir beide sind sehr aufgeregt, dass wir die Chance zu diesem Auftritt bekommen haben, als Latino-Frauen in Miami. Ich denke, in Zeiten wie diesen, in denen Latinos in diesem Land auf eine bestimmte Art und Weise behandelt oder gesehen werden, ist es sehr wichtig für zwei Latino-Frauen, auf dieser Bühne zu stehen. Wir zeigen, dass wir eine wirklich besondere und wunderschöne Kultur und diesem Land etwas Notwendiges zu geben haben."

Die politische Botschaft, die Lopez damit unterschwellig vermittelt, ist kaum zu überhören. Unter US-Präsident Donald Trump wurde in den USA in jüngster Zeit auch viel über Einwanderung diskutiert, nicht zuletzt aus dem lateinamerikanischen Raum.

Aufruf zur Versöhnung

So hat die Politik den Super Bowl längst eingeholt. Bereits im vergangenen Jahr lehnten die Sängerinnen Pink, Rihanna und Cardi B das Angebot ab, bei der Veranstaltung aufzutreten. Sie brachten damit ihre Unterstützung für den Football-Spieler Colin Kaepernick zum Ausdruck, der sich aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA während der US-Nationalhymne vor einem Spiel nicht erhoben hatte.

Doch so weit, dem Super Bowl einen Korb zu geben, wollten Shakira und J.Lo in diesem Jahr dann wohl doch nicht gehen. Stattdessen schlug Lopez im "Variety"-Interview versöhnliche Töne an: "Ich möchte, dass dieser Abend feiert, wer wir alle sind, und dass er uns alle zusammenbringt."

Quelle: ntv.de, vpr

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