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"Mutiger, lauter, dreister" Weaver beklagt Sexismus in Hollywood

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Ob Hugh Jackman und Sigourney Weaver für ihren Film "Chappie" gleichberechtigt bezahlt wurden?

(Foto: imago/Future Image)

Berühmte Schauspielerinnen verdienen zwar schon viele Millionen, doch die Männer in Hollywood kassieren deutlich mehr. "Alien"-Darstellerin Sigourney Weaver ist empört über die mangelnde Gleichberechtigung und macht ihrem Ärger Luft.

Sie ist eine der ganz Großen in Hollywood, und das schon seit Jahrzehnten: Sigourney Weaver ist ein Beispiel dafür, dass es Frauen im US-Filmgeschäft dauerhaft zu etwas bringen können. Weaver selbst sieht die Sachlage allerdings um einiges pessimistischer und sich sowie ihre Schauspielkolleginnen im Hollywood-Business weiter stark benachteiligt. Mit raschen Änderungen der Verhältnisse rechnet sie nicht.

"Hier und da wird es vielleicht mal einen Studiomenschen geben, der darüber nachdenkt und dem bewusst ist, dass Hollywood ein Ort von Altersdiskriminierung und Sexismus ist", sagt sie der "Welt am Sonntag". "Aber im Allgemeinen bleibt alles so, wie es ist."

Dass sie es in Hollywood so weit gebracht hat, begründet sie vor allem mit Glück - und ihrer wenig mädchenhaften Erscheinung. "Zum einen habe ich nie konventionelle Rollen angeboten bekommen, weil ich ungewöhnlich groß bin für eine Schauspielerin", erklärt Weaver. Ihre Rolle als Ellen Ripley in den "Alien"-Filmen hätten Filmemacher zusätzlich eingeschüchtert. "Es braucht schon einen sehr außergewöhnlich denkenden Regisseur, um mich für einen Film zu besetzen."

Zudem hat Weaver noch einen Ratschlag für Frauen im Filmgeschäft parat: "Wir müssen anfangen, über Geld nachzudenken und darüber zu sprechen, sonst wird sich nie etwas ändern", sagt sie. "Wie kann es sein, dass Leonardo DiCaprio im Jahr 2015 30-mal mehr für einen Film bekommt als Meryl Streep?" Frauen sollten "mutiger, lauter, dreister" sein.

Ebenso öffentlich verkündete Preisträgerin Patricia Arquette bei der Oscar-Verleihung ihren Unmut über die ungleiche Behandlung von Frauen und Männern im Filmgeschäft. Als sie für ihre Rolle in dem Streifen "Boyhood" als beste Nebendarstellerin geehrt wurde, nutzte sie ihre Dankesworte für eine flammende Rede zur mangelnden Gleichberechtigung in Hollywood und erntete damit stehende Ovationen, auch von Meryl Streep. Jubelnd applaudierte die Grande Dame der Oscar-Gewinnerin und machte zustimmende Gesten - eine Gehaltserhöhung wird sie vermutlich trotzdem nicht bekommen.

Quelle: ntv.de, lsc/spot

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