Kino

Scamander konkurriert mit Potter "Phantastische Tierwesen" verzaubert

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Jacob Kowalski (l.) entdeckt durch Newt Scamander (M.) eine völlig neue Welt.

(Foto: Warner Bros Entertainment)

Sechs Jahre haben Harry-Potter-Fans auf einen neuen Film aus der Zaubererwelt gewartet. Mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" kehrt die Magie zurück auf die Leinwand. Der Ableger braucht sich nicht zu verstecken.

Harry Potter hat einen würdigen Nachfolger gefunden und Fans der Bücher von Autorin J.K. Rowling dürfen sich in "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" auf eine neue spannende Geschichte aus der Welt der Magie freuen. Mit ihrem ersten Drehbuch gelingt es der Britin, den altbewährten Potter-Zauber zu bewahren und dabei einen völlig neuen Kosmos an Figuren, Zauberkreaturen und magischen Geschichten zu erfinden.

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Alles dreht sich um den selbst ernannten Magizoologen Newt Scamander (Eddie Redmayne), der im Jahr 1926 in New York landet und sogleich Chaos stiftet. Er hat einen verzauberten Koffer dabei, in dem sich eine eigene Welt voll eigenartiger Geschöpfe befindet. Kurz nach seiner Ankunft stößt Scamander mit dem No-Maj (Nichtmagier oder Muggel) Jacob Kowalski (Dan Folger) zusammen. Sie vertauschen versehentlich ihre Gepäckstücke und das Abenteuer beginnt. Was Scamander nicht weiß: Die New Yorker Zaubergemeinschaft wird von Hexenjägern und einem dunklen Wesen bedroht.

Glanzlicht neben Redmayne

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Newt Scamander sorgt für Chaos in New York.

(Foto: Warner Bros Entertainment)

Der Film bedient sich des klassischen Schemas von Gut gegen Böse, doch zeitweise ist für den Zuschauer nur schwer zu entscheiden, welcher Protagonist auf welcher Seite steht. Zudem erlebt ein bekannter Potter-Bösewicht sein Comeback. Spätestens bei der Besetzung dieser Rolle haben die Produzenten David Yates und David Heyman auf den Überraschungseffekt gesetzt.

Neben Hauptdarsteller Redmayne, der wie geschaffen ist für diese Rolle, glänzt Fogler alias Jacob als heimlicher Star des Films. Der preisgekrönte Broadway-Schauspieler sorgt für die nötige Komik und einen Hauch Romantik abseits von Gefahr und Abenteuer. Etwas blass wirkt hingegen Katherine Waterston ("Steve Jobs") in der Rolle der Ministeriumshexe Tina Goldstein. Neben Oscar-Preisträger Redmayne kommt sie schauspielerisch nicht zur Entfaltung. Wesentlich auffälliger ist hingegen Alison Sudol (bekannt aus der Serie "Transparent"). Als hinreißende Queenie Goldstein gelingt es ihr, sich als mutige und äußerst feminine Kämpferin zu positionieren.

Ohne Potter geht es nicht

"Phantastische Tierwesen" knüpft an alte Potter-Erfolge an und ist als fünfteilige Kinoreihe angelegt. Bereits der erste Teil bietet beinahe zu viel Story für 133 Minuten Film. Mehrere parallele Handlungsstränge fordern die ungeteilte Aufmerksamkeit des Zuschauers, lassen dadurch jedoch an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Musikalisch darf man sich auf gewohnte Potter-Klänge freuen.

Für Muggel ohne Vorkenntnisse (Kinozuschauer, die nichts über die Zauberschule Hogwarts wissen) dürfte der Film teilweise nur schwer verständlich sein. Potter-Fans werden hingegen den Kinosaal mit dem Gefühl verlassen, noch mehr über die Welt ihres Lieblings erfahren zu haben. In Newt Scamander finden sie vielleicht sogar einen neuen Helden, der es auf der Beliebtheitsscala mit Harry, Ron und Hermine aufnehmen kann. Das liegt nicht zuletzt an Redmaynes grandioser Darstellung.

Zudem ist es spannend, zu sehen, wie die magische Gemeinschaft außerhalb Großbritanniens organisiert ist. So ist das Macusa (Magischer Kongress der USA) dem britischen Zaubereiministerium zwar ähnlich, jedoch gibt es viel Neues zu entdecken. Im zweiten Scamander-Teil geht es dann in die französische Hauptstadt Paris, wie Produzent Yates bereits verriet.

"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" läuft ab 17. November in den deutschen Kinos.

 

Quelle: ntv.de