Ratgeber

Berufsanfänger mit Studium Hier gibt es das höchste Einstiegsgehalt

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Ein Studium wirkt sich meist positiv auf das Gehalt aus.

(Foto: imago/blickwinkel)

Schön, wenn etwas studiert wird, das Freude bringt. Noch besser, wenn sich das Schöne auch mit dem Nützlichen verbinden lässt. Sprich, wenn man nach dem Abschluss auch in einer Branche unterkommt, wo es gutes Geld zu verdienen gibt.

"Vollzeitarbeit ist nichts Schlimmes, wenn es das ist, was Sie gerne tun wollen. Das ist der Punkt, in dem sich Arbeit und Berufung unterscheiden", hat der US-amerikanische Autor und Unternehmer Timothy Ferriss einmal zum Besten gegeben. Recht hat er wohl. Hoffen wir mal, dass er damit keinen seiner Mitarbeiter in Verlegenheit gebracht hat. In Deutschland sieht der graue Alltag für die meisten Menschen leider etwas anders aus. Hier könnte dann vielleicht Goethe weiterhelfen, hat der doch mal gesagt: "Was immer du tun kannst oder träumst, es zu können, fang damit an".

Derart aufgerüttelt, geben wir einen weiteren Rat in die Runde und leiten so sanft das eigentliche Thema ein, nämlich: Augen auf bei der Berufswahl. Oder genauer: bei der Auswahl des Studienfachs. Denn mal abgesehen von Träumen und Berufung, Geld verdient muss schließlich auch werden. Idealerweise viel und in Kombination mit Sinn und Freude.

Das Vergleichsportal Gehalt.de kann zumindest in finanzieller Hinsicht praktische Lebenshilfe geben und weiß, welches Studium sich lohnt. Hierfür wurden 12.992 Datensätze zu den Einstiegsgehältern für Akademiker in unterschiedlichen Branchen ermittelt und analysiert. Gegenstand der Untersuchung waren Bachelor- sowie Masterabsolventen mit höchstens drei Jahren Berufserfahrung. 

Lukrative Branchen für Akademiker

Das Ergebnis: Das höchste Einkommen liegt in der Chemie und Verfahrenstechnik vor. Bachelorabsolventen erhalten circa 50.700 Euro und Beschäftigte mit Mastertitel knapp 55.400 Euro. "Die Chemiebranche ist für junge Akademiker sehr lukrativ, insbesondere für Absolventen aus naturwissenschaftlichen Disziplinen", so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Aber auch die Autoindustrie, das Bankenwesen und der Maschinenbau bieten profitable Perspektiven für Arbeitnehmer mit Studienabschluss. Während der ersten drei Jahre im Beruf können Bachelorabsolventen mit Gehältern zwischen 47.000 und 48.000 Euro rechnen. Im Gesundheitswesen und im Bereich Werbung und PR bewegen sich die Gehälter für Bachelorabsolventen jedoch zwischen 33.000 und 34.000 Euro.

Die Touristik- und Freizeitindustrie sticht durch niedrige Gehälter hervor: Mit Bachelorabschluss erhalten Beschäftigte zum Start ihrer Karriere 30.400 Euro und mit Mastertitel 34.900 Euro. Masterabsolventen, die in sozialen Einrichtungen, im Bereich Werbung und Public Relations (PR) oder in Verbänden tätig sind, erwartet ebenfalls ein geringeres Einkommen: Hier liegt das jährliche Gehalt zwischen 36.000 und 38.500 Euro.

Womit wir wieder bei guten Ratschlägen wären. Und so hat noch einmal Bierbach das Wort: "Junge Menschen sollten noch vor der Wahl ihres Studiengangs die Branche berücksichtigen, da diese eine starke Auswirkung auf das Gehalt hat".

Quelle: n-tv.de, awi

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