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Kind + freiwillige Beiträge = Rente Mit Erziehungszeiten die Rente aufbessern

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Eltern können sich die Elternzeit in der gesetzlichen Rentenversicherunggutschreiben lassen.

(Foto: imago/Action Pictures)

Wer wegen seines Kindes beruflich pausiert, kann sich diese Zeit in der gesetzlichen Rentenversicherung gutschreiben lassen. Dies und freiwillige Beiträge können sich vor allem für Eltern lohnen, die ansonsten keinen Anspruch auf Rente haben.

Kinder kosten ein Heidengeld. Nicht wenige Eltern lassen zudem wegen des Nachwuchses für einige Zeit ihre Berufstätigkeit ruhen. Damit zumindest dies nicht bei der späteren Rente allzu große Lücken reißt, werden für diese Zeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtbeiträge gutgeschrieben. Dazu muss allerdings ein Antrag auf Feststellung der Kindererziehungszeiten bei der Deutschen Rentenversicherung gestellt werden. Findet die Kindererziehung Berücksichtigung, wird diese dann auch bei der individuellen jährlichen Rentenprognose berücksichtigt.   

Dabei bekommt derjenige Elternteil den "Kinderbonus", der das Kind überwiegend erzogen hat. Automatisch wird dieser erst einmal der Mutter gutgeschrieben. Wenn der Vater den Ausgleich erhalten soll, müssen die Eltern dies in einer gemeinsamen Stellungnahme erklären. Beachten sollten Eltern, dass sich diese Erklärung auf die Zukunft bezieht und rückwirkend nur für maximal zwei Monate gilt.

Besonders Mütter und Väter, die nie in die Rentenkasse eingezahlt und sich stattdessen der Kindererziehung gewidmet haben, profitieren. Sie bekommen pro Kind, das ab 1992 geboren wurde, drei Jahre Kindererziehungszeit gutgeschrieben. Müttern und Vätern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, werden seit 2014 zwei Jahre fiktive Beitragszahlung angerechnet - bisher war es nur ein Jahr. Doch das ist zumindest bei einem Kind nicht ausreichend, um in den Genuss einer gesetzlichen Rente zu kommen. Der von der Rentenversicherung gutgeschriebene Entgeltpunkt in Höhe von derzeit 30,45 Euro (alte Bundesländer)pro Kindererziehungsjahr entspricht einem Bruttogehalt von monatlich 3000 Euro.

Vor allem für jene, die nicht gesetzlich rentenversichert sind oder mit den Zusatzbeiträgen ihre Anwartschaft auf die Wartezeit von fünf Jahren Versicherungszeit erfüllen möchten, haben freiwillige Zahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung Sinn. Besonders Mütter und Väter, die nie in die Rentenkasse eingezahlt und sich stattdessen der Kindererziehung gewidmet haben, profitieren. Hier kann die Zahlung von freiwilligen Beiträgen den Rentenanspruch sichern. Um wie viel Geld die freiwilligen Zahlungen die gesetzliche Rente erhöhen, lässt sich hier errechnen. Und die gute Nachricht zum Schluss: die Beiträge können von der Steuer abgesetzt werden.

Quelle: n-tv.de

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