Ratgeber

Gutes Geld ohne Studium So viel Gehalt gibt's nach der Ausbildung

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Auch ohne akademischen Hintergrund kann gutes Geld verdient werden.

Ein gutes Einkommen auch ohne Studium? Immer her damit. Doch mit welcher Ausbildung klappt das? Und in welchem Bundesland ist am meisten zu holen? Eine neue Untersuchung zeigt, wie auch ohne einen akademischen Titel nach der Lehre nicht gedarbt werden muss.

Wer nicht die nötige Ausdauer und die entsprechenden Noten mitbringt, um nach der Schule auch noch ein Studium anzuhängen, muss nicht zwangsläufig darben. Denn auch ohne einen akademischen Titel gibt es nach der Ausbildung einiges zu verdienen. Eine Untersuchung zeigt, welche Berufswahl aus finanzieller Sicht lohnt.

Denn die gute Nachricht lautet, dass Fachkräfte auch ohne Studium in vielen Berufen ein verhältnismäßig hohes Gehalt erzielen. Und zwar direkt im Anschluss an ihre Lehre, wie eine Auswertung von 43.642 Datensätzen durch das Vergleichsportal Gehalt.de ergeben hat.

Banken sind nach wie vor eine Bank

Laut der aktuellen Auswertung gehören Firmenkundenbetreuer in der Bank zu den Top-Verdienern nach der Ausbildung. Sie bekommen ein Jahresgehalt von rund 43.900 Euro. Auch Bankkaufleute beziehen ein lukratives Einstiegseinkommen und belegen mit 38.100 Euro den zweiten Rang. Es folgen Sozialversicherungsfachangestellte (36.900 Euro), Chemikanten (34.800 Euro) und Mechatroniker (34.800 Euro). Zu den Geringverdienern zählen Friseure mit 20.200 Euro und zahnmedizinische Fachangestellte mit jährlich 21.200 Euro.

Dabei erleben Firmenkundenbetreuer in der Bank in ihrer Karriere unter allen Ausbildungsberufen statistisch den stärksten Gehaltsanstieg. Ihr Einstiegseinkommen erhöht sich nach neun Jahren von 43.900 Euro auf rund 71.600 Euro (plus 63 Prozent). Auf dem zweiten Rang liegt das Gehaltswachstum von Versicherungsberatern (plus 49 Prozent) und System- und Netzwerkadministratoren (plus 48 Prozent).

In Baden-Württemberg gibt's am meisten 

Das sieht in anderen Berufen leider ganz anders aus. Beispielsweise können Kellner und Friseure nach neun Jahren im Beruf vergleichsweise niedrige Einkommenssteigerung vorweisen. In beiden Tätigkeiten wächst das Gehalt in diesem Zeitraum um 5 beziehungsweise 7 Prozent. Auch bei Berufskraftfahrern ergibt sich ein ähnliches Bild: Als Berufseinsteiger verdienen sie 27.700 Euro und nach neun Jahren rund 29.800 Euro (plus 8 Prozent).

Abgesehen vom gewählten Beruf winkt Beschäftigten in Baden-Württemberg nach der Lehre mit rund 34.400 Euro im Jahr das höchste Einstiegsgehalt. Auch in Bayern (32.600 Euro) und in Hamburg (32.500 Euro) beziehen sie ein lukratives Einkommen. Auf den hinteren Plätzen liegen Sachsen mit 26.300 Euro sowie Sachsen-Anhalt mit rund 26.000 Euro. Am wenigsten zu holen ist in Mecklenburg-Vorpommern: Beschäftigte bekommen hier nach der Ausbildung gerade einmal 25.900 Euro.

Quelle: ntv.de, awi