Technik

Roboter telefoniert für Warentest Galaxy S7 schlägt iPhone SE

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Roboter sind bei Dauertests geduldig.

(Foto: Stiftung Warentest)

Stiftung Warentest unterzieht 14 Smartphones einem neuen, verschärften Prüfprogramm. Samsung schlägt alle, Huawei ist stark mit Google, Apple kommt gut weg und Microsoft darf sich auch freuen.

Nachdem sie in der Vergangenheit manchmal für ihre nicht mehr ganz zeitgemäßen Testmethoden kritisiert wurde, hat die Stiftung Warentest reagiert und jetzt ein neues Prüfprogramm für Smartphones eingeführt. Unter anderem testet ein Roboterarm die Akku-Leistung, indem er telefoniert, Videos abspielt oder Fotos macht, bis der Bildschirm schwarz wird. Fotos werden zusätzlich von einer Spezial-Software begutachtet, ein Wackeltest zeigt, was Bildstabilisatoren können und auch die Frontkamera wird ab sofort getestet. Die Kratz- und Sturztests wurden verschärft und angeblich wasserfeste Handys müssen dies in einem Tauchtest beweisen.

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Ein Roboterarm beim Akku-Test.

(Foto: Stiftung Warentest)

Insgesamt 14 Geräte waren die Kandidaten für den ersten Vergleich "Die nächste Generation" in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift "test". Unter ihnen einige der aktuell angesagtesten Smartphones von Samsung, Apple, Huawei, LG, Microsoft, Motorola (Lenovo) und Sony. Am stärksten gewichtet wurde mit 20 Prozent die Handhabung. Telefon-Eigenschaften, Laufleistung, Internet-Qualitäten und PC-Backup sowie die Kamera-Leistung flossen mit je 15 Prozent ins Testergebnis ein. 10 Prozent trugen GPS und Navigation bei, je 5 Prozent der Musikspieler und die Stabilität.

Galaxy vor Galaxy

Testsieger wurde mit der Gesamtnote 1,9 das Samsung Galaxy S7. Das Smartphone leistete sich keine Schwäche und meisterte alle Disziplinen "gut" oder "sehr gut". Das Galaxy S7 Edge (2,9) dagegen landete wegen eines nicht bestandenen Falltests nur auf dem elften Platz. Ansonsten überzeugte es aber ebenfalls. Platz 2 erreichte das mit Abstand beste Mittelklasse-Smartphone im Testfeld, das Samsung Galaxy A5 (2,2). Die Prüfer bewerteten nur die Kamera mit "befriedigend", alles andere an dem Gerät fanden sie "gut". Das Gleiche gilt für das drittplatzierte Nexus 6P (2,2), das Huawei für Google herstellt. Wegen seiner Größe ist das Smartphone aber nicht ganz so gut zu handhaben wie das A5.

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Kameras werden jetzt genauer getestet.

(Foto: Stiftung Warentest)

Microsoft darf sich über einen guten vierten Platz des Lumia 950 (2,3) freuen. Stiftung Warentest: "Gute Sprachqualität, gutes Display, gute Kamera, GPS und Navigation gut." Die gleiche Gesamtnote erhielt auch das Motorola Moto X Force, dem die Prüfer unter anderem eine sehr gute Netzempfindlichkeit, eine gute Tageslicht-Kamera und gute Navigationseigenschaften attestieren. Seltsamerweise zeigte sich das Display des sonst als besonders robust geltenden Geräts im Test als kratzempfindlich.

Auch das Neunte ist noch gut

Auch das Sony Xperia Z5 erreichte die Gesamtnote 2,3. Der Akku sei zwar nur mäßig und das Kamerafenster kratzempfindlich, schreibt Warentest. Aber es hat ein "sehr gutes Riesendisplay mit extrem hoher Auflösung", eine gute Kamera, ist wasserfest und navigiert gut.

Ins Testfeld hat es auch das erst seit kurzem erhältliche Apple iPhone SE noch geschafft. Die Prüfer haben ihm die Gesamtnote 2,4 gegeben. Sie loben Kamera, Kopfhörer, Display und GPS, beurteilten Netzempfindlichkeit und Akku-Leistung aber nur mit "ausreichend". Gut schnitten im Test außerdem noch das Samsung Galaxy A3 (2,4) und das von LG hergestellte Nexus 5X (2,5) ab.

Quelle: ntv.de, kwe