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"Dragon"-Kapsel zur ISS geschickt Falcon-9-Rakete gelingt intakte Rückkehr

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"Dragon" auf dem Weg zur ISS, die Falcon-Rakete auf dem Rückweg zur Erde.

(Foto: dpa)

SpaceX hat es wieder einmal geschafft: Eine Trägerrakete, die einen Raumfrachter auf den Weg zur Internationalen Raumstation bringt, landet danach unbeschadet auf der Erde.

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Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX hat einen Raumfrachter zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt, während die Trägerrakete intakt zur Erde zurückkehrte. "Falcon 9 ist auf dem Weg", sagte ein Kommentator in der Zentrale am US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida um 6.45 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit. Nach dem Start wurde das Transportmodul "Dragon" von der Trägerrakete abgetrennt, um seinen Weg allein zur ISS fortzusetzen.

Als die Trägerrakete heil und sicher wieder auf der Erde landete, brach in der Zentrale in Cape Canaveral Jubel aus. "Ready to fly again", twitterte SpaceX-Gründer Elon Musk nach einer ersten Inspektion. Medienberichten zufolge hatte die Rückkehr einen Überschallknall ausgelöst. Im Umkreis von 1,5 Kilometern erbebten rings um die Landestelle Häuser. Unzählige verängstigte Anwohner wählten die Notrufnummer.

SpaceX ist es inzwischen schon mehrmals gelungen, eine Falcon-9-Rakete nach dem Start unbeschadet auf die Erde zurückzubringen. Damit sollen die Kosten reduziert werden. Bei anderen Raketentypen stürzt die Trägerrakete ins Meer, nachdem sie die Transportkapsel auf den Weg ins All gebracht hat.

An Bord der "Dragon"-Kapsel sind 2300 Kilogramm Ladung für die ISS, darunter ein Andockmodul, das Raumfrachtern künftig erlauben wird, automatisch an der ISS anzudocken. Eine frühere Version des Moduls war im Juni 2015 bei der Explosion einer SpaceX-Rakete kurz nach dem Start zerstört worden. Grund für das Unglück war damals eine fehlerhafte Strebe, die dazu führte, dass sich ein Heliumtank löste.

SpaceX arbeitet ebenso wie der Flugzeughersteller Boeing an der Entwicklung eines Raumtransporters für die Beförderung von Astronauten ins Weltall. Seit dem Ende des US-Space-Shuttle-Programms 2011 sind die USA für den Transport von Astronauten auf die russischen Sojus-Kapseln angewiesen.

Quelle: n-tv.de, asc/AFP

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