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Aufregung im All ISS-Crew muss Station verlassen

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Die Internationale Raumstation in voller Schönheit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Internationalen Raumstation muss evakuiert werden. Der Grund: ein Stück Weltraumschrott rast in Richtung Raumstation. Es ist nicht das erste Mal.

Im Kontrollraum in Houston scheint der Atem angehalten zu werden. Ein Stück Weltraumschrott rast in Richtung  Internationale Weltraumstation (ISS). Das twittert die Deutsche Luft- und Raumfahrbehörde (DLR). Aus Sicherheitsgründen müsse sich die Besatzung der ISS in ein angedocktes Sojus-Raumschiff, das als eine Art "Rettungsboot" fungiert, begeben. Die größte Annäherung zwischen Weltraumschrott und ISS ist um 14.01 Uhr (MEZ).

Schon nach wenigen Minuten ist der Spuk ohne besondere Vorkommnisse vorbei. Die Crew meldet: Alles ruhig bei uns. Ein Teil eines alten russischen Wettersatelliten sei der Raumstation sehr nahe gekommen, bestätigt die Nasa und kann kurze Zeit nach der Evakuierung den Astronauten erlauben, von der angedockten Sojus-Kapsel wieder zurück in die Station zu wechseln.

Die Crew sei für solche Fälle bestens trainiert, betont die Nasa. Trotzdem sollten solche Manöver nicht zur Gewohnheit werden, sendet die Besatzung der ISS. Bisher mussten Evakuierungsmanöver wie dieses aber nur vier Mal auf der ISS durchgeführt werden.

Obwohl Weltraumschrott mit einer gewissen Größe relativ früh erkannt und entsprechend reagiert werden kann, war es dieses Mal nicht mehr möglich, die Raumstation "anzuheben" und so aus der Ziellinie zu nehmen. Wie nahe das Stück Weltraumschrott der ISS tatsächlich gekommen ist, wurde bisher nicht angegeben.

Quelle: n-tv.de, jaz