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Ab kommender Grippesaison Kassen bezahlen künftig Vierfach-Impfung

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Die Yamagata-Linie der Influenza-B-Erreger macht in dieser Saison etwa 75 Prozent der Grippefälle aus.

(Foto: picture alliance / Sebastian Gol)

In der aktuellen Grippesaison hilft der bisher meist genutzte Dreifach-Impfstoff gegen Grippe nur bedingt. Ein Bundesausschuss beschließt deswegen die Zahlung einer vierfachen Impfung. Diese soll am besten gegen einen der gefährlichsten Erreger schützen.

Gesetzlich versicherte Patienten in Deutschland bekommen künftig bessere Grippe-Impfungen von der Kasse bezahlt. Der Gemeinsame Bundesausschuss aus Spitzenvertretern von Ärzten, Kassen und Kliniken beschloss in Berlin, dass in der kommenden Grippesaison 2018/19 ein neuer Vierfach-Impfstoff zu verwenden ist. Umgesetzt wird damit eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (RKI).

In der aktuellen Grippesaison, die ihren Höhepunkt wohl überschritten hat, hilft der bisher meistgenutzte Dreifach-Impfstoff laut Experten teils nur bedingt, weil er weniger Virenstämme abdeckt. Die Schutzimpfungen sind seit 2007 Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hatte Ende Februar kritisiert, dass noch nicht alle Kassen die Vierfach-Impfung zahlen, sondern häufig nur den halb so teuren Dreifach-Wirkstoff. Im Unterschied zu diesem richtet sich die Vierfach-Impfung laut Experten auch gegen die sogenannte Yamagata-Linie der Influenza-B-Erreger. Sie macht laut RKI in dieser Saison etwa 75 Prozent der Grippefälle aus.

Das Institut hatte zugleich betont, dass auch die Dreifach-Impfung guten Schutz biete. In der jetzigen Grippewelle habe die Wirksamkeit aller Impfungen zusammen bei 46 Prozent gelegen. Das sei angesichts der üblichen Schwankungsbreite von 20 bis 60 Prozent relativ gut.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa

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