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Neue Daten von Sonde Gaia Milchstraßenkarte zeigt "Sternenbeben"

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Sternenbeben sind winzige Bewegungen auf der Oberfläche von Sternen.

(Foto: Esa/youtube)

Schon seit zehn Jahren beobachtet das Weltraumobservatorium Gaia den Himmel. Jetzt legt das Forschungsteam neue Daten vor. Dabei gelingt der Nachweis von "Sternenbeben".

Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hat weitere von der Sonde Gaia gesammelte Daten zu unserer Heimatgalaxie veröffentlicht. Es gebe neue und verbesserte Details für fast zwei Milliarden Sterne in unserer Galaxie, teilte die ESA mit.

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Diese Karte zeigt den interstellaren Staub, der die Milchstraße ausfüllt.

(Foto: ESA/Gaia/DPAC/dpa)

Seit knapp zehn Jahren beobachtet das Weltraumobservatorium Gaia den Himmel und erfasst die Positionen aller für die Sonde sichtbaren Himmelsobjekte. Wissenschaftler kommen unter anderem vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und vom Astronomischen Recheninstitut am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg. Ziel ist es, eine möglichst genaue und vollständige multidimensionale Karte der Milchstraße zu erstellen.

Zu den überraschendsten Entdeckungen gehöre, dass Gaia sogenannte Sternenbeben nachweisen könne, die die Form der Sterne verändern, berichtete die ESA. Das seien "winzige Bewegungen auf der Oberfläche eines Sterns".

Neue Informationen aus dem Inneren

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Gaia habe bereits zuvor sogenannte radiale Schwingungen erkannt. Diese lassen Sterne regelmäßig anschwellen und schrumpfen, während sie ihre kugelförmige Gestalt beibehalten. Nun seien aber andere Schwingungen entdeckt worden, "die eher wie große Tsunamis wirken", hieß es. Sie veränderten lediglich die "globale Form" eines Sterns und seien deshalb nicht so leicht zu erkennen. "Sternenbeben lehren uns eine Menge über die Sterne, insbesondere über ihr Innenleben", sagte Conny Aerts von der belgischen Universität KU Löwen (Leuven) laut ESA-Mitteilung.

Der überarbeitete Katalog enthält der ESA zufolge auch neue Informationen, darunter chemische Zusammensetzungen, Sterntemperaturen, Farben, Massen, Alter und die Geschwindigkeit, mit der sich Sterne auf uns zu oder von uns weg bewegen (Radialgeschwindigkeit). Viele dieser Informationen seien durch die neu veröffentlichten Spektroskopiedaten enthüllt worden, "eine Technik, bei der das Sternenlicht in seine einzelnen Farben (wie ein Regenbogen) aufgeteilt wird". Die Daten enthielten auch spezielle Untergruppen von Sternen, wie solche, die ihre Helligkeit im Laufe der Zeit ändern.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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