Wissen

Kein Nachschub für die ISS Russland verliert einen Raumfrachter

RTX2U7EX.jpg

Erst am 18. November waren die neuesten drei Besatzungsmitglieder - ein Russe, ein Franzose und eine US-Amerikanerin - vom Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS gestartet.

REUTERS

2,5 Tonnen Nachschub soll ein russischer Raumfrachter zur ISS bringen. Doch kurz nach dem Start in Kasachstan treten technische Probleme auf. Die ISS-Raumfahrer müssen damit auf Lebensmittel, Treibstoff und ihre Weihnachtspost verzichten.

Ein russischer Raumfrachter ist kurz nach dem Start zur Internationalen Raumstation ISS verloren gegangen. Nach technischen Problemen sei das unbemannte Raumschiff mit 2,5 Tonnen Nachschub an Bord wahrscheinlich auf die Erde gestürzt, sagten Vertreter russischer Raumfahrtinstitutionen.

Die Flugleitzentrale bei Moskau teilte mit, die Verbindung sei 383 Sekunden nach dem Abheben der Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgebrochen. Anscheinend habe sich der Transporter von der Rakete gelöst, sei aber nicht auf die richtige Umlaufbahn gekommen und vermutlich beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht.

Gebirge, China oder Pazifik?

Russische Sojus-Trägerraketen gelten als zuverlässig. "Wenn ein Unfall passiert ist, könnte es ein Versagen des Antriebs sein oder ein Versagen der Steuerung", sagte ein Experte. Als mögliche Absturzstellen wurden das russische Altai-Gebirge an der Grenze zur Mongolei, aber auch China oder der Pazifik genannt.

Der Raumfrachter hatte unter anderem Nahrungsmittel und Treibstoff geladen. Die Versorgung der ISS soll nach russischen Angaben aber nicht gefährdet sein. Man könne den nächsten, für Februar geplanten Start vorziehen, hieß es.

Der Transporter sollte am Samstag an der ISS andocken und neben frischem Proviant auch private Post sowie einen neuen Raumanzug zur Raumstation bringen. Derzeit arbeiten drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Franzose auf der Raumstation.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP/dpa

Mehr zum Thema