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Weltumrundung nur mit Sonnenkraft "Solar Impulse" landet nach 18 Stunden

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Auf nach Tulsa: die "Solar Impulse 2" beim Start in Phoenix, Arizona.

(Foto: REUTERS)

Der Solarflieger "Solar Impulse 2" schafft auf seiner Weltumrundungs-Mission die nächste Etappe. Während der mehr als 18 Stunden von Arizona nach Oklahoma sitzt ein Pilot allein am Steuerknüppel. Eigentlich sollte die Reise woanders hingehen.

Das mit Sonnenenergie angetriebene Leichtflugzeug "Solar Impulse 2" hat eine weitere Etappe seiner geplanten Weltumrundung absolviert. Der Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard landete am späten Donnerstagabend (Ortszeit) nach mehr als 18 Stunden mit der Maschine in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma. Gestartet war er in Phoenix im südwestlichen Bundesstaat Arizona. Das ursprüngliche Etappenziel Kansas City musste das Team aus Wettergründen verwerfen.

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Bertrand Piccard neben einer Figur von Captain Jean-Luc Picard an Bord der "Solar Impulse 2".

(Foto: REUTERS)

Die "Solar Impulse" soll danach nach einem oder zwei weiteren Stopps in den USA als letztes Ziel in den Vereinigten Staaten die Stadt New York ansteuern. "Das Ziel ist es, New York so rasch wie möglich zu erreichen", kündigte das Solar-Impulse-Team an. Einen Termin für die Landung in der Ostküstenmetropole legte es jedoch nicht fest.

Werbung für saubere Energie

Die geplante Weltumrundung hatte vor gut einem Jahr in Abu Dhabi begonnen. Am Steuerknüppel wechselt sich Piccard mit seinem Schweizer Kollegen André Borschberg ab.  Die "Solar Impulse 2" war über Indien und China nach Hawaii geflogen. Wegen beschädigter Batterien musste das Team um Piccard und Borschberg auf der Pazifikinsel eine neunmonatige Pause einlegen. Die bislang gefährlichste Etappe der Weltumrundung war der 62-stündige Flug von Hawaii nach Kalifornien.

Bislang legte die "Solar Impulse" bereits mehr als die Hälfte der Gesamtstrecke von 35.000 Kilometern zurück. Sie fliegt mit 50 bis 100 Kilometern je Stunde über zwei Ozeane und vier Kontinente. Angetrieben wird das 2,3 Tonnen schwere Flugzeug von 17.000 Solarzellen auf den Tragflügeln - es kommt ohne einen Tropfen Kerosin aus. Piccard will mit dem Projekt Werbung für die Nutzung sauberer Energieträger machen. Vor dem Start hatte er bereits 13 Jahre an seinem Vorhaben gearbeitet und Planungen dafür ausgearbeitet.

Mit dem Vorgängermodell der "Solar Impulse 2" hatte Piccard im Jahr 2013 die USA überflogen – von San Francisco bis New York. Die gut 5600 Kilometer hatte er in mehreren Tagesetappen bewältigt. Insgesamt war er fast 106 Stunden in der Luft.

Quelle: n-tv.de, abe/AFP

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