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Winde verhindern Weiterflug "Solar Impulse" muss Start verschieben

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Vor Samstag wird die "Solar Impulse 2" nicht starten können.

(Foto: picture alliance / dpa)

Es soll der längste Flug eines Solarfliegers aller Zeiten werden. Vorerst bleibt die "Solar Impulse 2" jedoch am Boden. Das Schweizer Sonnenflugzeug sitzt in China fest. Pilot Barschberg bleibt gelassen - schließlich ist das Teil seines Vorbereitungstrainings.

Der Schweizer Sonnenflieger "Solar Impulse 2" wird später als geplant zur schwierigen Etappe über den Pazifik aufbrechen. Nicht am Dienstag, sondern frühestens am Samstag werde der Pilot André Borschberg den fünf Tage und fünf Nächte langen Flug von Nanjing in Ostchina nach Hawaii antreten, hieß es auf der Internetseite des Flugteams. Erst in der vergangenen Woche war "Solar Impulse 2" in Nanjing gelandet. Der Weiterflug hatte mehrfach wegen ungünstiger Winde verschoben werden müssen.

"Der Flug über den Pazifik ist der Moment der Wahrheit", sagte Borschberg. Die rund 8000 Kilometer weite Strecke nach Hawaii wird in Bezug auf Dauer und Entfernung der längste Flug mit einem Solarflieger überhaupt sein. Die vorherigen Etappen der Weltreise hatten jeweils nicht länger als 20 Stunden gedauert. Pilot Borschberg und sein Kollege Bertrand Piccard wechseln sich bei den verschiedenen Streckenabschnitten ab.

Drei Stunden Schlaf - pro Tag

Auch den gesamten Pazifiküberflug wird Borschberg jetzt alleine absolvieren. Aus diesem Grund muss er mit lediglich drei Stunden Schlaf am Tag auskommen. Am Stück dürfen es sogar immer nur 20 Minuten sein. Im Hinblick auf Nahrung ist Borschberg dagegen besser versorgt: Pro Tag stehen ihm jeweils 2,5 Kilo Nahrung und 3, 5 Liter Wasser zur Verfügung, wie der Pilot auf seiner Twitter-Seite verkündete. Um seine Leistungsfähigkeit für den Überflug zu steigern, bereitet sich Borschberg unter anderem intensiv mit Yoga, Meditation und Atemtraining vor.

Die "Solar Impulse 2" ist ein Karbonfaser-Flugzeug, das von vier Elektromotoren angetrieben wird. Mit 72 Metern hat es eine größere Spannweite als ein Jumbojet, wiegt aber gerade so viel wie ein Mittelklassewagen. In Stürme darf es nicht geraten, da das Flugzeug ist extrem windanfällig. Ende Juli oder Anfang August soll die 35.000 Kilometer lange Reise am Persischen Golf enden. Borschberg und Piccard wollen mit der ersten Erdumrundung eines Solarfliegers für den Einsatz und die Möglichkeiten von Sonnenenergie werben.

Quelle: n-tv.de, lou/dpa

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