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Die Skelette wurden ohne Grabbeigaben bestattet.
Die Skelette wurden ohne Grabbeigaben bestattet.(Foto: LDA im RPS/Stuttgart)
Samstag, 01. August 2015

Sensationsfund bei Bauarbeiten: Stuttgart-21-Projekt fördert Skelette zutage

Auf der Baustelle zu Stuttgarts neuem Bahnhof wird fleißig gebaggert und gebaut. Immer wieder werden dabei auch archäologische Funde verschiedenster Epochen freigelegt. Die neueste Entdeckung könnte mehr als 7000 Jahre alt sein.

Jahrtausende alte Skelette sind bei den Bauarbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart 21 ans Tageslicht gekommen. Für die Stuttgarter Innenstadt könnten sie der erste steinzeitliche Fund sein, wie die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf Landesarchäologe Andreas Thiel berichtet.

Die drei Gräber mit Skeletten könnten aus der Zeit zwischen 5500 und 2000 vor Christus stammen und damit aus der Endphase der Jungsteinzeit. Nun müssten Experten die Vermutung überprüfen. Laut dem S-21-Kommunikationsbüro hatten die Funde und deren Bergung keinen Einfluss auf die Arbeiten am Durchgangsbahnhof, wie es in dem Bericht heißt.

"Wir hätten vor ein paar Tagen nie damit gerechnet, dabei auf drei Skelettgräber zu stoßen", sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums laut den "Stuttgarter Nachrichten". Es gebe keine Grabbeigaben oder weitere Funde, die auf das Alter der Gräber schließen ließen. Als Hinweis diene aber die Form der damals in Süddeutschland typischen Bestattung: "Die Toten waren auf der Seite liegend mit angewinkelten Armen und Beinen beigesetzt worden."

Seit fast einem Jahr begleiten Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege den Erdaushub für den Neubau des Hauptbahnhofs. In den unterschiedlichen Baufeldern stießen sie immer wieder auf Funde aus den Zeiten der alten Römer, der Völkerwanderung und der Renaissance.

Quelle: n-tv.de