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Einfachere Geschlechtsbestimmung "Trächtiger" T. Rex liefert neue Erkenntnisse

Der T.Rex gilt als König unter den Saurier.

Der T.Rex gilt als König unter den Saurier.

(Foto: dpa)

Das Skelett eines "trächtigen" T. Rex eröffnet Forschern eine neue Methode, um das Geschlecht von Fossilien genau zu bestimmen. Bisher konnten Paläontologen nur raten. Bei der werdenden Sauriermutter entdecken sie hingegen eine besondere Substanz.

Der schwangere T.Rex liefert neue Erkenntnisse.

Der schwangere T.Rex liefert neue Erkenntnisse.

(Foto: dpa)

Bei einem "trächtigen" Tyrannosaurus rex gefundene Merkmale könnten Forschern künftig die Geschlechtsbestimmung bei Dinosaurierfossilien erleichtern. In dem 68 Millionen Jahre alten Skelett wurde der Fund einer Knochensubstanz bestätigt, die weibliche Vögel für Eierschalen bilden, wie Wissenschaftler der North Carolina State University im Fachblatt "Scientific Reports" berichten. Heutige Vögel gelten als eine Entwicklungslinie der Dinosaurier.

Bisher habe sich das Geschlecht eines Fossils nur unsicher definieren lassen, schreiben die Forscher. Mit der nun bestätigten Methode hätten Forscher ein Werkzeug zur Hand, um sichergehen zu können. Schon 2005 vermutete die Paläontologin Mary Schweitzer, dass sich sogenannter medullärer Knochen im Oberschenkel eines T. Rex befindet, der vor 68 Millionen Jahren im heutigen US-Bundesstaat Montana gelebt hatte. Nun hätten weitere Tests die Unsicherheiten ausgeräumt.

"Diese Analyse lässt uns das Geschlecht des Fossils bestimmen und gibt uns Einblicke in die Evolution des Eierlegens bei modernen Vögeln", sagt Schweitzer. Ein Nachweis der flüchtigen Substanz sei allerdings bei vielen Fossilien nur schwer möglich. "Damit kann man mit guter Wahrscheinlichkeit sagen: Das ist ein weiblicher Dinosaurier. Wir haben jetzt viele Möglichkeiten in der Zukunft", sagte Paläontologe Heinrich Mallison vom Museum für Naturkunde Berlin. Forscher könnten gezielt Dinosaurier-Fossilien auf die Knochensubstanz testen.

Bisher habe man zur Geschlechtsbestimmung nur auf Indizien setzen können, sagte Mallison, der nicht an der Studie beteiligt war. Anhand der Beckengröße etwa ließen sich weibliche und männliche Tyrannosaurier kaum unterscheiden: Weil die Eier im Vergleich zum Körper sehr klein waren, brauchte das Weibchen kein größeres Becken. Auch ein vergleichsweise stabilerer Knochenbau bei Dinosauriern sei nur ein Hinweis auf ein Weibchen, der aber auch irreführend sein könne.

Quelle: ntv.de, lsc/dpa

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