Frage & Antwort

Bunt und haltbar Wie lange kann man Ostereier aufbewahren?

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Bunte Eier im Korb - meistens hat man kurz nach Ostern noch zu viele davon.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ostereier sind derzeit der Renner. Doch wohin mit den vielen buntgefärbten Eiern nach dem Fest? Man kann sie ja nicht alle auf einmal essen, wegwerfen ist auch keine Option. Aber wie schnell müssen sie denn verzehrt werden?

Osterei ist nicht gleich Osterei und somit kann es auch keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage geben. Zunächst muss man die buntgefärbten Eier in selbstgefärbte und bereits als gefärbt gekaufte unterscheiden. Die im Handel erhältlichen Eier sind nämlich um einiges länger haltbar als die selbstgefärbten, zumindest, solange die Schale vollständig intakt ist.

Die bunten Eier aus dem Supermarkt werden erst gekocht, dann gefärbt und danach mit einem speziellen Lack überzogen. Der lässt nicht nur die Farbe schöner erscheinen, sondern schließt auch die Poren in den Eierschalen. Das schützt das gekochte Ei zusätzlich. Solche Eier sind nach dem Färben dann ungefähr vier Wochen haltbar - eine unbeschädigte Schale vorausgesetzt.

Selbstfärber aufgepasst

Was für industriell gefärbte Eier gilt, ist natürlich auch für selbstgefärbte wichtig. Die Schale des Eies ist dessen Schutzschicht, auch Cuticula genannt. Sie verhindert in den ersten 18 Tagen nach dem Legen, dass Krankheitserreger wie beispielsweise Salmonellen in das Ei eindringen. Aus diesem Grund sollte man Eier auch nicht waschen. Vom Legetag bis zum aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum ohne Kühlung vergehen 28 Tage. Nach dieser Zeit sollten ungekochte Eier nur noch in Speisen verwendet werden, die einige Minuten auf über 70 Grad Celsius erhitzt und bald gegessen werden. Gekühlte Eier sind dagegen mindestens zwei Wochen länger haltbar, solange die Kühlung nicht unterbrochen wird.

Doch zurück zu den selbstgefärbten Ostereiern. Bei diesen müssen einige Dinge beachtet werden, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten. Eier, die gefärbt werden sollen, sollten so frisch wie möglich sein. Eier aus Freilandhaltung haben meistens eine dickere Schale als Eier aus Bodenhaltung und sollten deshalb bevorzugt ausgewählt werden. Ostereier, die nicht am selben Tag gegessen werden, sollten hart, mindestens also acht Minuten lang gekocht werden. Das Anpieken der Schale und das Abschrecken fallen bei Ostereiern komplett weg. Sowohl die Zerstörung der Schale als auch das Unterbrechen des Kochprozesses sind bei Ostereiern unnötig.

Eierfarben aus Lebensmitteln

Wer beim Ostereierfärben auf künstliche Farben verzichten möchte, kann auf Lebensmittel zurückgreifen. Mit Roter Beete und Co. sind fast alle Farben möglich. Hier eine Auswahl:

*Rote Beete - Rotviolett
*Malventeee - Rot
*Rotkohlsaft - Türkis
*Karotten - Gelborange
*Zwiebelschale - Braun
*Petersilie - Grün
*Spinat - Grün
*Heidelbeerensaft - Blau

Hinzu kommen ein halber Liter Wasser und zwei Esslöffel Essig.

Alle Eier, die entweder beim Kochen oder beim Färben kaputt gehen, müssen entweder noch am gleichen Tag verzehrt oder sollten nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank möglichst separat in einer verschließbaren Dose aufbewahrt werden. Keime und Krankheitserreger gelangen sonst über Risse und Spalten direkt ins Ei. Unbeschädigte, hartgekochte Ostereier können bei Zimmertemperatur bis zu zwei Wochen, im Kühlschrank sogar bis zu vier Wochen gelagert werden. Letztlich sollte jeder vor dem Verspeisen eines Ostereis nach Ostern prüfen, ob es nach dem Schälen appetitlich aussieht und angenehm riecht. Im Zweifelsfall sollte es lieber weggeworfen werden.

Übrigens: Einige Farbstoffe in Eierfarben können bei besonders empfindlichen Menschen zu allergieähnlichen Reaktionen führen. Dabei können Eier auch mit Lebensmitteln gefärbt werden. Welche Lebensmittel ein Ei wie einfärbt, lesen Sie in der Infobox.

Quelle: n-tv.de

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