Riekes Rückspiegel

Was war am 14. Oktober? Der Tag, an dem Goethe vor Napoleon zitterte

AP_061014010146.jpg

Am 210. Jahrestag 2016 sind Hunderte Freiwillige in historische Kostüme geschlüpft, um die Doppelschlacht nachzustellen.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Einen seiner größten Triumphe feiert Napoleon vor 213 Jahren in Thüringen. Die eigentliche militärische Sensation in der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt gelingt allerdings einem anderen. So oder so: Goethe bibbert trotzdem.

1806.jpg

Wussten Sie, dass … eine der bedeutendsten militärischen Schlachten auf deutschem Boden heute vor 213 Jahren stattgefunden hat? Am 14. Oktober 1806 schlug die französische Armee preußische und sächsische Truppen in der Schlacht bei Jena und Auerstedt vernichtend.

Die Doppelschlacht in Thüringen geht als einer der größten Triumphe von Napoleon in die Geschichte ein - dabei war es ein anderer, dem der entscheidende Coup gelang: Mit nur 27.300 Mann rang Marschall Louis Nicolas Davout die mit 49.800 Mann fast doppelt so starke Koalitionsarmee bei Auerstedt nieder. Napoleon stand derweil in der Schlacht bei Jena ein militärisches Übergewicht zu Verfügung, das er ebenfalls siegreich nutzte.

Insgesamt sterben mindestens 30.000 Menschen in den Gefechten, das Königreich Preußen geriet unter französische Besatzung. Die Schlacht hatte übrigens auch Johann Wolfgang von Goethe nachhaltig geprägt. Angeblich soll seine Dauerfreundin Christiane Vulpius am Abend der Gefechte napoleonischen Soldaten aus dem Haus des ängstlichen Dichters vertrieben haben. Fünf Tage später heirateten die beiden - in den Ringen war das Schlacht-Datum eingraviert. Kurios: Fast genau zwei Jahre später trafen sich Goethe und Napoleon zum Frühstück in Erfurt.

Riekes-Rücks-Logo.jpg

Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema