Auto

Basismodelle im Überblick Das gibt's in der Kompaktklasse fürs Geld

collage-Kompakte 2.jpg

Auswahl in der Kompaktklasse.

(Foto: Collage ntv.de)

Mit knapp 20.000 Euro ist die Basisversion des neuen Golf 8 teuer bezahlt. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz relativiert sich der Preis aber schnell. Hat doch jeder Autohersteller seine ganz eigenen Vorstellungen von einer Grundausstattung.

Wäre der VW Golf eine Währung, käme ihm wohl die Rolle des Dollar zu, denn er ist ein Fixpunkt, an dem sich alle anderen messen müssen. Jüngst hat VW vom neuen Golf 8 den Basispreis verraten, der auf stolze 20.000 Euro geklettert ist. Grund genug, einmal zu schauen, was der Kunde für dieses Geld bekommt und wie es um die Preise und Ausstattungen der Mitbewerber steht.

Denn der Golf ist nicht der einzige Kompakte, der sich in jüngerer Zeit verteuert hat. Allgemein haben die Preise im Kompaktsegment angezogen, was natürlich auch den immer umfangreicheren Ausstattungen geschuldet ist. So bieten die Modelle fast aller Hersteller Kollisionsverhinderer und eCall und mindestens 6 Airbags. Hinzu kommen Servolenkung, LED-Tagfahrlicht, Reifendruckkontrolle und elektrische Fensterheber, zum Teil (Renault, Skoda, Hyundai) nur vorn.

Doch es gibt auch nennenswerte Unterschiede bei den Ausstattungen, die sich dann natürlich auch in den Basispreisen niederschlagen, die zwischen etwa 16.700 bis über 28.000 Euro liegen. Fangen wir mit einem der preiswertesten Modelle an.

Kia Ceed: ab 16.690 Euro

KiaCeedMJ2020.jpg

Der Kia Ceed ist der preiswerteste Einstieg in die Kompaktklasse.

(Foto: Kia)

Es ist noch gar nicht so lange her, da kostete ein normales Kompaktmodell in der Basis gut 15.000 Euro. Die meisten Fahrzeuge bewegen sich mittlerweile deutlich darüber. Bei Kia fällt der Modernitätszuschlag indes moderat aus: 16.690 Euro kostet die Ceed-Basis mit 100 PS starkem Benziner und 6-Gang-Schaltgetriebe in der Ausstattung Attract. An Bord sind Müdigkeitswarner, Start-Stopp-Automatik, Audiosystem, Freisprecheinrichtung, Lichtautomatik, Tempomat und Zentralverriegelung. Der bei allen anderen Kompakten serienmäßige Kollisionsverhinderer kostet 390 Euro, die Klimaanlage 990 Euro Aufpreis. Mit diesen eigentlich unverzichtbaren Standards steigt der Preis für den Ceed auf knapp über 18.000 Euro. Dafür bieten die Koreaner aber auch als Einzige sieben Jahre Garantie.

Skoda Scala: ab 18.090 Euro

Skoda_Scala.JPG

Der Scala hat bei Skoda den Octavia als Golf-Ersatz abgelöst.

(Foto: Skoda)

Über viele Jahre hinweg war das Golf-Pendant von Skoda der Octavia, doch mittlerweile ist der vergleichsweise günstige Scala in diese Rolle geschlüpft. Dieser wird in der Basis von einem 1,0-Liter-Dreizylinder mit 95 PS in Kombination mit 5-Gang-Schaltgetriebe angetrieben. Die günstigste Ausstattungsvariante „Active“ umfasst Spurhalteassistent, Lichtautomatik, elektrische Außenspiegel sowie ein Audiosystem mit 6,5-Zoll-Touchscreen und zwei USB-Anschlüssen. Die bei den meisten Mitbewerbern obligatorische Klimaanlage muss man beim Basis-Scala im Paket „Cool & Sound“ zusammen mit DAB-Empfang für 840 Euro hinzubestellen. Bleibt am Ende aber immer noch bei unter 19.000 Euro.

Hyundai i30: ab 18.990 Euro

Hyundai_i30_MY2020_1.jpg

Der Huyndai i30 hat die gleiche Basis wie der Kia Ceed.

(Foto: Hyundai)

Hyundai hat für seinen frisch gelifteten i30 den Preis um 1000 auf rund 19.000 Euro angehoben. Im Gegenzug bietet der neue Basismotor vier- statt drei Zylinder sowie mit 110 PS außerdem 10 PS mehr Leistung. Kombiniert wird er mit einer manuellen Sechsgang-Schaltung. Zum Ausstattungsumfang gehören ein Audiosystem mit DAB-Empfang, Freisprecheinrichtung und USB-Anschluss. Weitere Details der Basis sind Klimaanlage, Start-Stopp-Automatik, LED-Tagfahrlicht, Multifunktionslenkrad, Fernlichtassistent, Lichtsensor, Müdigkeitswarner und Spurhalteassistent.

VW Golf 8: ab 19.995 Euro

VW_Golf_8.jpg

Der Golf 8 ist mit seinen 20.000 Euro im Vergleich gar nicht so teuer.

(Foto: VW)

Wie schon erwähnt ist der Preis des neuen Golf 8 auf mittlerweile fast 20.000 Euro gestiegen. Im Gegenzug wird dafür aber auch eine beachtliche Ausstattung geboten. Einstiegsmotor ist ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 90 PS mit Fünf-Gang-Handschaltung und Start-Stopp-System. Zur Ausstattung gehören Klimaanlage, USB-Buchsen, elektrische Außenspiegel, elektrische Parkbremse, ein Audiosystem mit 8,25-Zoll-Touchscreen, ein Digital-Cockpit mit Farbdisplay, und ein Multifunktionslenkrad. Zudem sind LED-Scheinwerfer mit Lichtautomatik, LED-Rückleuchten sowie Spurhalteassistent und Müdigkeitserkennung an Bord.

Opel Astra: ab 20.190 Euro

Opel_Astra_MY_2020_4.jpg

Der Opel Astra fährt in der Basis nur noch mit einem Dreizylinder von Peugeot.

(Foto: Opel)

Jahrzehntelang war der Opel Astra die günstigere Alternative zum Golf. Unterdessen ist die aktuelle Basisversion des Kompakten aus Rüsselsheim knapp 200 Euro teurer. Im Gegenzug gibt es aber mehr Leistung dank eines direkteinspritzenden 1,2-Liter-Turbobenziners mit 110 PS in Kombination mit manuellem Sechsgang-Getriebe. Außerdem gehören zur günstigsten Ausstattung „Business Edition“ Klimaanlage, Parkpiepser hinten, LED-Scheinwerfer, Lichtautomatik, automatisch abblendender Rückspiegel, ein Infotainment-System mit 7-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Integration und Freisprecheinrichtung.

Renault Mégane: ab 20.290 Euro

Renault_Megane.jpg

Der Renault Mégane überrascht mit einer sehr kleinteiligen Basisausstattung zu einem erstaunlich hohen Preis.

(Foto: Renault)

Wer den französischen Kompaktklassiker will, muss mindestens 20.290 Euro auf den Tisch legen. Beim Antrieb steht der Franzose mit 115 PS gut im Futter, die Basisausstattung „Life“ fällt mit DAB-Radio, Klimaanlage und Tempomat jedoch im Vergleich zu den Mitbewerbern sehr bescheiden aus.


Seat Leon: ab 20.890 Euro

SEAT-Leon_45_HQ.jpg

Der Seat Leon kostet fast 900 Euro mehr als das Golf-Pendant.

(Foto: Seat)

Der Leon war in der Vergangenheit eine stets günstigere Alternative zum Technikbruder Golf. In seiner frisch gestarteten Neuauflage muss man für die Basis allerdings rund 900 Euro mehr im Vergleich zum VW-Pendant zahlen. Dafür gibt es in der Ausstattung "Reference" den gleichen Basismotor wie beim Golf. Allerdings geht die Ausstattung schon deutlich über das hinaus, was der Wolfsburger zu bieten hat: LED-Technologie für Scheinwerfer, Tagfahrlicht und Heckleuchten, Blinkleuchten mit LED-Technologie integriert in Außenspiegel, Außenspiegelgehäuse in Wagenfarbe, Türgriffe in Wagenfarbe, 8,25 Zoll Media System, Keyless Go (Motor Start/Stop Knopf), Klimaautomatik mit 1-Zonen-Temperaturregelung, 6 Airbags, Umfeldbeobachtungssystem, "Front Assist", Müdigkeitserkennung und Spurhalteassistent.

Honda Civic: ab 20.990 Euro

Honda_Civic_Diesel_9.jpg

Der Honda Civic ist größer und teurer als ein Teil der Mitbewerber.

(Foto: Honda)

Preislich bewegt sich der Honda Civic zwar im Mittelfeld, längentechnisch ist er mit 4,52 Meter seinem Segment hingegen fast schon ein Stück weit entwachsen. Auch bei der Motorleistung ist gehobenes Niveau angesagt, denn der an ein 6-stufiges Handschaltgetriebe gekoppelte Einliter-Dreizylinder stellt 126 PS zur Verfügung. Zum Ausstattungsumfang des Basisniveau „S“ gehören Start-Stopp-System, LED-Scheinwerfer, Fernlichtassistent, Abstandstempomat, Spurhalteassistent und eine Verkehrszeichenerkennung. Ungewöhnlich: Ein in den meisten Basisvarianten vorhandenes Audiosystem gibt es für die Einstiegsversion des Civic zu diesem Preis nicht.

Ford Focus: ab (18.290) 21.000 Euro

Ford_Focus_ST-Line_015.jpg

Der Ford Focus ist über die Jahre als echter Golf-Gegner ins Abseits geraten. Unterdessen ist er auch noch viel teurer.

(Foto: Ford)

Wie bei Ford häufiger zu erleben, gibt es neben dem offiziellen Listenpreis noch eine aktuelle Aktionspreisempfehlung. Beim Focus liegt diese für die Basisversion bei 18.300 statt 21.000 Euro. Antrieb ist ein kleiner Dreizylinder-Benziner mit 100 PS in Kombination mit 6-stufiger Handschaltung. Das Basisniveau „Trend“ umfasst Lichtautomatik, LED-Scheinwerfer, Klimaanlage, Lederlenkrad, Start-Stopp-System sowie ein Audiosystem mit 4,7-Zoll-Display und DAB-Radio, Spurhalteassistent und Tempomat.

Toyota Corolla: ab 21.530 Euro

Toyota_Corolla_4.jpg

Der Toyota Corolla ist ebenfalls inzwischen kein Auto mehr, das das Straßenbild in Deutschland so wie noch in den 90er Jahren prägt.

(Foto: Toyota)

Der Basispreis des Toyota Corolla liegt mit 21.530 Euro deutlich über dem des Golf. Im Gegenzug gibt es einen 1,2-Liter-Benziner mit 116 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen, denn sie umfasst Lichtautomatik, Fernlichtassistent, Abstandstempomat, Spurhalteassistent, Müdigkeitswarner, Regensensor, Zentralverriegelung, elektrische Außenspiegel, Rückfahrkamera, Verkehrszeichenerkennung, Geschwindigkeitsbegrenzer, LED-Scheinwerfer, Infotaimentsystem mit DAB-Radio und Sprachsteuerung, elektrische Feststellbremse, Klimaanlage und ein Multifunktionslenkrad.

Peugeot 308: ab 20.000 Euro (22.700 Euro)

Peugeot_308_1.jpg

Der Peugeot 308 hatte sich wie kein anderes Auto am Golf orientiert. Dennoch war ihm hierzulande kein Durchbruch vergönnt.

(Foto: Peugeot 308)

So glatt preist sonst keiner ein: Peugeot rundet die Basisversion seines 308 auf 20.000 Euro auf. Das ist allerdings ein theoretischer Wert, denn praktisch bietet der Konfigurator ihn erst ab dem Niveau „Allure“ für 22.700 Euro an. Dann steckt der 1,2-Liter-Benziner mit 110 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe im Bug. Zudem gibt es viele Annehmlichkeiten wie Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Tempomat, Parkpiepser vorne und hinten, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Lederlenkrad sowie ein Audiosystem mit 9,7-Zoll-Touchscreen.

Subaru Impreza: ab 22.990 Euro

Subaru_Impreza_MY2018_003.jpg

Auch der Subaru Impreza fährt in Deutschland weiter in der Nische.

(Foto: Subaru)

Mit Automatikgetriebe und Allradantrieb bietet die Basisversion des Subaru Impreza gleich zwei exklusive Features. Auch die restliche Ausstattung des Niveaus „Trend“ kann sich sehen lassen. Sie umfasst Spurhalteassistent, Abstandstempomat, Knieairbag, Lichtautomatik, Regensensor, elektronische Parkbremse, Audiosystem mit DAB-Radio, CD-Player, USB-Anschluss, Smartphone-Integration, 6,5-Zoll-Display, Freisprecheinrichtung, Multifunktionslenkrad, Klimaautomatik sowie Sitzheizung vorn. Der 1,6-Liter-Benziner mit Start-Stopp-Automatik leistet 116 PS.

Mazda3: ab 23.790 Euro

Mazd3_.jpg

Der Mazda3 ist verhältnismäßig teuer, hat aber in Deutschland eine Fangemeinde.

(Foto: Mazda)

Wer einen Mazda3 haben will, muss nochmals tiefer in die Tasche greifen. Im Gegenzug bekommt der Kunde die zweitstärkste Einstiegsmotorisierung im Segment sowie eine in der Basis großzügige Ausstattung. Für Vortrieb sorgt ein Zweiliter-Benziner mit 122 PS, der an ein 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt ist. Die Ausstattung umfasst elektronische Parkbremse, Spurwechselassistent, Verkehrszeichenerkennung, Abstandstempomat, Head-up-Display, Lederlenkrad, Klimaanlage, Infotainmentsystem mit 8,8-Zoll-Touchscreen, Navigation, DAB-Radio und Smartphone-Einbindung sowie elektrische Außenspiegel und Voll-LED-Scheinwerfer.

Mercedes A-Klasse: ab 26.554,85 Euro

Mercdes_A-Klasse_1.jpg

Die Mercedes A-Klasse erfreut sich großer Beliebtheit. Selbst der hohe Basispreis scheint die Kauflust nicht zu dämpfen.

(Foto: Daimler AG)

Mercedes nimmt es beim Preis ganz genau mit den Nachkommastellen, doch die 4 Euro und 85 Cent könnte man sich bei diesem im Segment sehr hohen Niveau auch schenken. Eine stolze Ansage, für die man einige ungewöhnliche Nettigkeiten bekommt, die aber auch einige Lücken aufweist. Besonderheiten der Ausstattung sind: Tempomat, Fahrerknieairbag, Regensensor, Warnweste, Klimaautomatik und Sportlenkrad. Als Antrieb gibt es einen Benziner mit 109 PS mit manueller Sechsgang-Schaltung. Anders als viele vielleicht erwarten würden, markiert das Mercedes-Modell im Kompaktsegment nicht das höchste Preisniveau.

Audi A3: ab 26.800 Euro

Audi_A3.jpg

Üppige Ausstattung: der Audi A3.

(Foto: Audi)

Nochmals größer ist die Einstiegshürde beim Audi A3 Sportback. Wer den Bruder des Golf aus Ingolstadt will, muss im Vergleich zum Wolfsburger Pendant fast 7000 Euro mehr investieren. Im Gegenzug gibt es den Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 110 PS in Kombination mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Start-Stopp-System. Üppiger als beim Basis-Golf ist dann aber auch die Ausstattung. Die umfasst 16-Zoll-Alufelgen, Licht-/Regensensor, elektrische Außenspiegel, Klimaanlage, digitales Kombiinstrument, Audiosystem mit DAB-Radio, elektromechanische Parkbremse und Spurverlassenswarner.

BMW 1er: ab 28.300 Euro

_BMW_118d.jpg

Der Teuerste unter den Kompakten ist der 1er BMW. Aber hier wird ja neben der Basis auch die "Freude am Fahren" verkauft.

(Foto: BMW)

König der Kompaktklasse, zumindest auf den Basispreis bezogen, ist derzeit der BMW 1er, der trotz der Umstellung auf Frontantrieb stolze 28.300 Euro kostet. Im Gegenzug geht es auch kräftig los, denn der Einstiegsbenziner 118i mit Sechsgang-Handschaltung leistet 140 PS. Die Serienausstattung umfasst Licht- und Klimaautomatik, Regensensor, Lederlenkrad, Fensterheber rundum, elektromechanische Parkbremse und Zentralverriegelung – da bieten andere mehr für deutlich weniger Geld.


Quelle: ntv.de, hpr/sp-x