Freitag, 16. Juli 2021Der Tag

Heute mit Maximilian Beer und Sarah Platz
22:31 Uhr

Das war Freitag, der 16. Juli 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

ein weiterer Tag mit unzähligen Meldungen über Tote, Vermisste und verheerende Umständen nach der Unwetterkatastrophe vergeht. Nach derzeitigem Stand kamen mindestens 106 Menschen im Westen Deutschlands ums Leben. "Da könnte man eigentlich nur noch weinen. Das ist ein Horror", fasst Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Lage zusammen. Das Wasser geht zwar an vielen Orten zurück, die Helfer kämpfen jedoch noch immer mit Fluten, zerstörten Häusern, bedrohten Talsperren und dem ausgefallenen Telefonnetz. Die Situation ist vielerorts weiterhin unübersichtlich, wie die Behörden mitteilen.

Annalena Baerbock und Olaf Scholz haben sich bereits ein eigenes Bild von der Lage gemacht. Und auch Armin Laschet, Ministerpräsident vom stark betroffenen Nordrhein-Westfalen, steht im Schlamm. Wie diese Katastrophe zeigt, ob Laschet als Kanzler anpacken könnte, hat mein Kollege Roland Peters für Sie aufgeschrieben.

Und dann möchte ich Ihnen zum Abschluss des Tages noch diese Themen ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende - bleiben Sie sicher und gesund!

22:09 Uhr

A43 gesperrt: Kühe irren in Autobahnnähe umher - suchen wohl trockene Weide

Wahrscheinlich auf der Suche nach einer trockenen Weide sind mehrere Kühe an der Autobahn 43 umhergeirrt. Diese wurde gegen 17.30 Uhr aus Sicherheitsgründen im Bereich Heven und Herbede in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. "Mehrere Kühe drohen dort, auf die Fahrbahn der Autobahn zu laufen", teilte die Polizei via Twitter mit.

Etwa gegen 19.30 wurden dann einzelne Autos langsam durchgelassen. Die Polizei bat Autofahrer dennoch, den Bereich großzügig zu umfahren. An den Ruhr-Auen in Autobahnnähe grasen die Kühe normalerweise gerne. "Das Terrain ist überflutet. Wahrscheinlich suchen die Tiere einen trockenen Bereich", sagte ein Polizeisprecher.

21:36 Uhr

Deutsche Nachbarländer kämpfen gegen die Fluten

Auch Belgien, Luxemburg und die Niederlande kämpfen mit den Folgen der Unwetter-Katastrophe. In den Niederlanden verließen bereits Tausende Menschen ihre Häuser. Unter anderem ist die Stadt Venlo mit rund 100.000 Einwohnern betroffen - ein Großteil der Stadt soll evakuiert werden. Viele Helfer füllen im Stadtteil Velden Sandsäcke. Die Maas tritt nach den Unwettern der letzten Tage über die Ufer. Mit den Sandsäcken soll der Damm gefestigt und erhöht werden, in der Nacht zum Samstag wird hier der Höchststand erwartet. Hunderte Feuerwehrleute und Soldaten versuchten, Deiche zu verstärken.

Auch in Belgien sind Polizeihubschrauber im Dauereinsatz. Viele retten sich auf die Dächer ihrer Häuser, die Zahl der Toten steigt auf 20. Luxemburg meldet noch keine Verletzten oder Todesopfer - das Land ist jedoch mit Zwangsevakuierungen zum Schutz vor dem Hochwasser beschäftigt.

21:00 Uhr

Grundablass der Steinbachtalsperre nicht mehr verstopft - Lage aber weiter kritisch

Die Lage an der Steinbachtalsperre entspannt sich nach Auskunft des Kreises Euskirchen in Nordrhein-Westfalen weiter. Nach Informationen der Bezirksregierung Köln ist der bislang nach der Hochwasserkatastrophe verstopfte Grundablass der Talsperre jetzt freigelegt, wie es in einer Mitteilung heißt. Über diese Öffnung kann jetzt Wasser kontrolliert abgelassen werden, um den Druck auf dem Bauwerk zu senken. Das Technische Hilfswerk (THW) pumpte zusätzlich Wasser ab. Der Kreis schätzte die Lage aber weiterhin kritisch ein.

Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Talsperre an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz bleiben evakuiert. Der Kreis warnte die Bewohner davor, in die Häuser zurückzukehren. "Wenn Sie Ihr Zuhause noch nicht verlassen haben, tun Sie dies unbedingt", heißt es in der Mitteilung.

20:18 Uhr

Nach Trump-Niederlage: Rechtsextreme planten offenbar Anschlag auf Demokraten-Gebäude

Zwei Männer mit Verbindungen zu einer rechtsextremen Miliz sollen einen Anschlag auf die Parteizentrale der US-Demokraten im Bundesstaat Kalifornien geplant haben. Bei einem der Männer seien bei einer Durchsuchung bis zu 50 Schusswaffen, tausende Schuss Munition und fünf Rohrbomben gefunden worden, erklärte das US-Justizministerium. Den Angaben zufolge begannen die 45 und 37 Jahre alten Männer nach der Niederlage von Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November mit den Planungen für einen Angriff.

Die Pläne seien dann nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar nochmals vorangetrieben worden. In einer Botschaft schrieb einer der Männer dem anderen: "Ich will wirklich ein Gebäude der Demokraten in die Luft sprengen." In einer anderen Botschaft nannten sie den 20. Januar als Tag des Anschlags - der Tag, an dem Joe Biden ins Weiße Haus einzog. Die Männer äußerten die Hoffnung, mit einem Anschlag auf die Demokraten-Parteizentrale in Kaliforniens Hauptstadt Sacramento eine "Revolution auszulösen.

19:55 Uhr

Attentat von Waldkraiburg: Verteidigung plädiert auf sieben Jahre

Nach den Anschlägen auf türkische Läden im oberbayerischen Waldkraiburg im Jahr 2020 fordert die Verteidigung eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren für den mutmaßlichen Täter. Das teilte das Oberlandesgericht München mit. Die Bundesanwaltschaft hatte dreizehneinhalb Jahre beantragt. Sie wirft ihm unter anderem versuchten Mord in 31 Fällen, schwere Brandstiftung, Sachbeschädigung, unerlaubten Waffenbesitz und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Der Angeklagte soll aus Sicht der Anklagebehörde aber wegen seiner Schizophrenie in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden.

Der Mann soll ein türkisches Lebensmittelgeschäft angezündet haben, über dem zahlreiche Menschen lebten. Außerdem soll er einen Brandanschlag auf die Wohnung des dortigen Imams verübt haben. Der Mann, der sich selbst als Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bezeichnete, hatte die Taten weitgehend eingeräumt, allerdings entsprechende Planungen bestritten und von einer Spontantat gesprochen. Diese Argumentation bezeichnete die Bundesanwaltschaft in ihrem Plädoyer allerdings als Schutzbehauptung.

19:23 Uhr

Trumps Duschkopf-Regel wird gekippt

Das Energieministerium macht ein Gesetz aus der Trump-Ära rückgängig, das den Wasserdurchfluss von Duschköpfen neu geregelt hat. Darüber berichtet der US-Nachrichtensender "Nbcnews". So hatte sich der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten über eine Begrenzung bei Duschköpfen beschwert - er werde nicht nass genug. Das Gesetz wurde 1992 eingeführt, um Wasser zu sparen.

"Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen aussieht, aber mein Haar muss perfekt sein", hatte Trump gesagt und den zulässigen Wasserdurchlauf deutlich erhöht. Verbraucher- und Umweltschutzgruppen kritisierten Trumps Regeländerung als albern, unnötig und verschwenderisch. Nun kehrt das Energieministerium unter Biden wieder zum Duschkopf-Standard von 2013 zurück.

18:47 Uhr

Herzogin Meghan produziert Netflix-Serie "Pearl"

Herzogin Meghan und Prinz Harry werden "Netflix"-Produzenten. Wie das Paar über ihre Stiftung "Archewell" verkündete, arbeiten sie gemeinsam mit dem Streamingdienst an einer Familienserie mit dem Arbeitstitel "Pearl". In der Animation geht es demnach um die Abenteuer eines zwölfjährigen Mädchens, das von historisch einflussreichen Frauen geprägt wird.

"Wie viele junge Mädchen muss auch unsere Heldin Pearl auf dem Weg zur Selbstfindung zahlreiche Herausforderungen meistern", schreibt Herzogin Meghan. Sie selbst ist als Schöpferin und ausführende Produzentin beteiligt. Unter den Mitproduzenten ist David Furnish, Ehemann von Elton John, der auch an dem Computeranimationsfilm "Gnomeo und Julia" mitwirkte.

18:17 Uhr

Münchner Theaterchef wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt - soll Taten gefilmt haben

Der Intendant der Komödie im Bayerischen Hof, Thomas Pekny, ist wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt worden. Der Prozess gegen ihn soll am Donnerstag vor dem Landgericht München I beginnen, wie auch Peknys Anwalt Florian Zenger auf Anfrage bestätigte. Die Staatsanwaltschaft München I wirft dem 67-Jährigen vor, mehrfach betrunkene Frauen nach dem Oktoberfest angesprochen und mit in die Proberäume seines Theaters in München genommen zu haben. Dort soll er sich an den schlafenden Frauen vergangen und die Taten gefilmt haben. Angeklagt sind drei Fälle aus den Jahren 2015 und 2016.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers waren die Ermittlungen nach einer Anzeige im Jahr 2018 ins Rollen gekommen. Die Vorwürfe lauten auf sexuellen Übergriff, Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen und schweren sexuellen Missbrauch widerstandsunfähiger Personen. Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung. Pekny selbst wollte sich nicht zu dem Verfahren äußern: "Ich möchte das nicht kommentieren."

17:48 Uhr

Wollten Katastrophe ausnutzen - Polizei nimmt verdächtige Plünderer fest

Einige Menschen nutzen die Katastrophe zur eigenen Bereicherung - fünf von ihnen sind nun festgenommen worden. So versuchte ein 32-Jähriger einen Gegenstand aus einem Juweliergeschäft in dem vom Hochwasser besonders betroffenen Stolberg zu stehlen, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. In einem Supermarkt in Stolberg waren zwei Frauen im Alter von 28 und 24 Jahren und ein 35-jähriger Mann unterwegs, um Lebensmittel und Spielzeug zu klauen. In Eschweiler wollte ein Mann Beute in einer Apotheke machen.

In allen Läden war der Eingangsbereich jeweils durch die Hochwasserlage beschädigt, sagte ein Polizeisprecher. Alle erhielten eine Anzeige. Bereits am Donnerstag berichtete die Polizei von versuchten Diebstählen in Geschäften in Stolberg. Eine Hundertschaft der Polizei war im Einsatz, um die verlassenen Wohnhäuser und Geschäfte vor Plünderungen zu schützen.

17:26 Uhr

Opferinitiative attackiert Papst: "Eure Reue ist billig"

Die Opferinitiative "Eckiger Tisch" hat Papst Franziskus für die Ablehnung des Rücktrittsgesuchs von Kardinal Reinhard Marx heftig kritisiert. In einem Brief an den Vatikan schreibt Sprecher Matthias Katsch laut "Spiegel": "Eure Reue ist billig." Sie bleibe für die Betroffenen folgenlos. Er fordert vom Papst ein weltweites "Aufklärungs- und Untersuchungsprojekt" anhand der Akten aus vatikanischen Archiven und verlangt zudem finanzielle Entschädigungen für die Opfer und eine "Kultur des Zuhörens".

Der "Eckige Tisch" vertritt die Interessen von Betroffenen sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen speziell im Kontext der Katholischen Kirche. Die Initiative hatte Franziskus bereits vorgeworfen, sich mit der Ablehnung des Rückstrittsgesuchs selbst schützen zu wollen. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Marx, hatte wegen des Missbrauchsskandals in der Kirche Anfang Juni seinen Amtsverzicht angeboten, Papst Franziskus lehnte seinen Rücktritt aber ab.

17:05 Uhr

Auch Baerbock reist ins Katastrophengebiet

Nach Armin Laschet und Olaf Scholz reist nun auch die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock ins Hochwassergebiet in Westdeutschland. Das bestätigte eine Parteisprecherin, wie der "Spiegel" berichtet. "Sie wird sich in der Region in Gesprächen über die Lage informieren und sich ein Bild machen", sagte die Sprecherin. Pressetermine sollen laut dem Bericht nicht stattfinden.

Geplant sei wohl ein Gespräch mit der rheinland-pfälzischen Umweltministerin von den Grünen, Anne Spiegel. Weitere Besuche Baerbocks im Katastrophengebiet sind jedoch nicht bekannt. Die Grünen-Kanzlerkandidatin hatte zuvor ihren Urlaub abgebrochen. Möglich wären auch Besuche in Bonn oder Wuppertal, wie der "Spiegel" weiter berichtet. In beiden Städten regieren grüne Bürgermeister, die unmittelbar Verantwortung für die Krisenbewältigung tragen.

16:44 Uhr

Ganzer Berg in Sächsischer Schweiz auf eBay angeboten

Ein eigener Berg in der Sächsischen Schweiz gefällig? Der Zirkelstein bei Schöna steht zum Verkauf. 199.500 Euro plus Provision sollen Interessierte für das rund acht Hektar große Grundstück zahlen - Wald und der 384,5 Meter hohe Fels inklusive. "Trotz geringer Größe und geringem Umfang stellt er aufgrund seiner charakteristischen Form eines der markantesten Felsgebilde des Elbsandsteingebirges dar", heißt es in der Anzeige.

Verkauft werde das Grundstück von älteren Besitzern, die sich nicht mehr selbst um den Wald kümmern könnten, sagte ein Mitarbeiter der Postbank Immobilien GmbH, die den Verkauf betreut. "Das Interesse daran ist gerade sehr groß. Mal sehen, was daraus wird." Allerdings müssten die neuen Eigentümer Spaziergängern das Betreten des Waldes gewähren. Außerdem gingen mit dem Kauf einige Pflichten einher: Waldbesitzer sind verpflichtet, "ordnungsgemäße Forstwirtschaft" zu betreiben.

16:16 Uhr

Deichbruch in Niederlanden - Menschen sollen sich in Sicherheit bringen

Menschen in Süd-Limburg verlassen ihre Häuser. Die Feuerwehr hilft bei der Evakuierung.

Menschen in Süd-Limburg verlassen ihre Häuser. Die Feuerwehr hilft bei der Evakuierung.

(Foto: picture alliance/dpa/BELGA)

In der niederländischen Stadt Meerssen und ihrer Umgebung müssen Familien wegen eines Deichbruchs ihre Häuser verlassen. Notfalldienste warnten, die Wassermassen drohten mehrere Dörfer zu überschwemmen. Menschen sollten sich umgehend in Sicherheit bringen. Ministerpräsident Mark Rutte erklärte das Hochwasser in der Provinz Limburg im Süden des Landes zu einer nationalen Katastrophe.

15:45 Uhr

Hollywood-Star gibt Weltraumticket zurück

Der Schauspieler ist seit Juli 2015 mit seiner ehemaligen "Die wilden Siebziger"-Kollegin Mila Kunis verheiratet. Gemeinsam haben sie die beiden Söhne Wyatt und Dimitri.

Der Schauspieler ist seit Juli 2015 mit seiner ehemaligen "Die wilden Siebziger"-Kollegin Mila Kunis verheiratet. Gemeinsam haben sie die beiden Söhne Wyatt und Dimitri.

(Foto: picture alliance/AP Images)

Ashton Kutcher wird wohl so schnell doch nicht ins All fliegen. Der 43-Jährige hat sein Weltraumflugticket an Richard Bransons Unternehmen "Virgin Galactic" zurückverkauft. Das verriet er nun in einem Gespräch mit dem US-Nachrichtenkanal "Cheddar News". "Als ich geheiratet und Kinder bekommen habe, hat meine Frau mich daran erinnert, dass es wohl eher keine kluge Familienentscheidung sei, ins All zu fliegen, wenn wir kleine Kinder haben", erklärte er seine Beweggründe.

Kutcher sollte auf dem nächsten "Virgin Galactic"-Flug an Bord sein. Wirklich aufgeben will der Schauspieler seinen Traum allerdings nicht. "Ich bin nicht auf dem nächsten Flug, aber irgendwann werde ich ins All fliegen", versicherte er. Auch Stars wie Katy Perry, Leonardo DiCaprio, Justin Bieber, Lady Gaga, Tom Hanks, Brad Pitt und Angelina Jolie sollen auf der Liste für einen Flug ins All stehen, wie etwa "USA Today" schreibt.

15:27 Uhr

Geplatzte Neuwahl in Thüringen: CDU fürchtet Stillstand, Höcke fordert Vertrauensfrage

Doch keine Neuwahl in Thüringen: "Den Neustart wird es nicht über die Neuwahlen geben", sagt Linksfraktionschef Steffen Dittes an der Seite seiner Kollegen von SPD und Grünen. Linke und Grüne begründeten die Entscheidung damit, dass eine Auflösung des Landtags nur mit den Stimmen der AfD möglich gewesen wäre. Kritik kommt von CDU und AfD. "Dem Land droht Stillstand und Handlungsunfähigkeit, wo es einen Neustart braucht", erklärt CDU-Fraktionschef Mario Voigt.

Der Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke forderte Ramelow infolge der Bekanntmachung dazu auf, im Parlament die Vertrauensfrage zu stellen. "Rot-Rot-Grün und die CDU haben dem Thüringer Wähler dreist ins Gesicht gelogen", erklärte er. Wie es nach der Entscheidung vom Freitag weitergehen wird, ist noch unklar. Dittes stellte jedoch klar, dass eine Minderheitsregierung nicht "mit demokratischen Prinzipien" vereinbar sei. In einer aktuellen Stunde im Erfurter Landtag soll am kommenden Mittwoch über das weitere Vorgehen diskutiert werden.

15:03 Uhr

FDP setzt Bundestagswahlkampf aus

Wegen der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands macht die FDP eine Pause im Bundestagswahlkampf. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Einsatzkräften. Jetzt stehen nicht parteipolitische Unterschiede im Zentrum, sondern gemeinsame Solidarität und rasche Nothilfe", schreibt FDP-Chef Christian Lindner auf Twitter. "Aus Anteilnahme und Respekt wird die Bundes-@fdp deshalb jetzt ihren Wahlkampf einige Tage aussetzen."

14:37 Uhr

Über eine Stunde vermisst - Passagierflugzeug in Russland notgelandet

Rund anderthalb Wochen nach einem Absturz mit 28 Toten hat es in Russland erneut einen Zwischenfall mit einem kleineren Passagierflugzeug gegeben. Mehr als eine Stunde lang wurde eine Maschine des Typs Antonow An-28 vermisst, bevor sie unweit der sibirischen Großstadt Tomsk gefunden wurde. Das meldeten mehrere russische Agenturen unter Berufung auf den Zivilschutz und die Airline. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge war die Maschine notgelandet. Alle 19 Insassen sollen überlebt haben.

Das Flugzeug hatte am Mittag ein Notsignal abgegeben, zwischenzeitlich gab es keinen Kontakt zu der Besatzung. Mehrere Hubschrauber suchten nach der vermissten Maschine. Warum die Besatzung notlanden musste, ist unklar. Anfang vergangener Woche war im äußersten Osten Russlands nahe der Halbinsel Kamtschatka ein Passagierflugzeug bei schlechtem Wetter abgestürzt. Alle 28 Insassen an Bord der Antonow An-26 starben.

14:19 Uhr

EU bietet Deutschland Katastrophenschutz-Hilfe an

Angesichts der Flutkatastrophe in Deutschland und angrenzenden Nachbarländern hat die EU ihren Katastrophenschutz-Mechanismus aktiviert. "Die EU steht bereit, um zu helfen, zum Beispiel mit unserem Katastrophenschutzverfahren", schreibt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter. Der Mechanismus kommt weltweit zum Einsatz - und kann auch von Deutschland beantragt werden.

Der europäische Katastrophenschutz bündelt die Kapazitäten der 27 EU-Länder sowie sechs weiterer Staaten (Island, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien, Türkei). Jedes Land der Welt, aber auch die Vereinten Nationen und andere Organisationen können in Notfällen um Unterstützung bitten. Innerhalb der EU kommt das Instrument häufig bei Waldbränden zum Einsatz.

14:08 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Maximilian Beer hat nun Wochenende - wohlverdient, versteht sich. Ich habe den "Tag" von ihm übernommen und begleite Sie bis heute Abend durch die Nachrichten. Schreiben Sie mir gerne an sarah.platz@nachrichtenmanufaktur.de, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben.

Los geht's!

13:38 Uhr

Hochwasser in Belgien fordern mindestens 14 Tote - Bäche fluten Dörfer in der Schweiz

Mit Hochwasser zu kämpfen haben weiterhin auch Nachbarländer Deutschlands. In der Schweiz stiegen Flusspegel nach starken Regenfällen stark an. Im Kanton Schaffhausen überschwemmten laut der Nachrichtenagentur Keystone-sda angeschwollene Bäche die Dörfer Schleitheim und Beggingen. Wassermassen flossen durch Straßen, in Keller, rissen Fahrzeuge mit und zerstörten kleinere Brücken. In Belgien wurden entlang der Maas vorbeugend Menschen aus einigen Gemeinden in Sicherheit gebracht, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete.

Die Zahl der Todesopfer bei der Hochwasserkatastrophe ist in Belgien auf 14 gestiegen. Das Krisenzentrum forderte die Bürger im Süden und Osten des Landes auf, auf sämtliche Reisen zu verzichten. Inzwischen hat der tagelange Regen in dem Land zwar aufgehört. Doch die Pegelstände der Maas, die unter anderem durch Lüttich fließt, steigen weiter.

13:23 Uhr

Keine Neuwahl im Herbst: Landtag in Thüringen wird nicht aufgelöst

Kurz vor der geplanten Auflösung des Thüringer Landtags ziehen zwei Regierungsfraktionen die Reißleine: Linke und Grüne nahmen ihre Unterschriften unter einem Antrag auf Selbstauflösung des Parlaments zurück. Die nötige Zweidrittelmehrheit sei nicht gesichert - AfD-Stimmen dürften nicht den Ausschlag geben, begründeten die Fraktionschefs die Entscheidung.

Die Auflösung ist die Voraussetzung für die Neuwahl des Landtags, die bisher für den 26. September zusammen mit der Bundestagswahl vorgesehen war. Der Landtag wollte eigentlich am kommenden Montag über seine Selbstauflösung abstimmen.

13:10 Uhr

Redezeit mit Franca Lehfeldt und Heiner Bremer

Jeden Freitag analysieren RTL-Chefreporterin Franca Lehfeldt und Kult-Journalist Heiner Bremer in ihrem Podcast "Redezeit" den Kampf ums Kanzleramt. Die Themen der neuen Folge: das immer langsamer werdende Impftempo, die Abkehr vom Inzidenzwert als das Maß aller Dinge, CDU-Kanzlerkandidat Laschet und die Steuerpolitik, die Lufthansa und die Diskussion um den Begriff "Schwarzfahren".

12:57 Uhr

Preisgekrönter Fotograf stirbt bei Gefechten in Afghanistan

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Siddiqui im Jahr 2013 in Indien.

(Foto: AP)

Seit Beginn des Abzugs der NATO-Streitkräfte aus Afghanistan erlebt das Land eine neue Welle der Gewalt, der nun auch der Reuters-Fotograf und Pulitzerpreis-Gewinner Danish Siddiqui zum Opfer wurde. Er starb bei Gefechten zwischen afghanischen Sicherheitskräften und Taliban-Kämpfern.

Reuters-Präsident Michael Friedenberg und Chefredakteurin Alessandra Galloni schrieben in einer Mitteilung: "Wir sind zutiefst traurig, zu erfahren, dass unser Fotograf Danish Siddiqui in Afghanistan getötet wurde." Siddiqui sei mit afghanischen Spezialeinheiten in der Provinz Kandahar in der Nähe zu Pakistan unterwegs gewesen, als diese am Freitagmorgen angegriffen worden seien. Ein Sprecher der Provinzverwaltung von Kandahar sagte, der Fotograf sei sehr wahrscheinlich von einem Scharfschützen der Taliban erschossen worden.

12:45 Uhr

Gericht in Berlin verurteilt IS-Rückkehrerin zu mehr als drei Jahren Haft


Eine Syrien-Rückkehrerin ist in Berlin zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Die 31-Jährige war im Dezember 2014 mit ihrer damals dreijährigen Tochter von Berlin aus nach Syrien gereist, um sich der Terrororganisation "Islamischer Staat" anzuschließen.

Das Kammergericht der Hauptstadt sprach die Deutsche der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland, der Entziehung Minderjähriger, der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht und des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz schuldig. Zudem wurde sie wegen Betrugs verurteilt. Sie habe während ihrer Zeit in Syrien unberechtigt Sozialleistungen und Kindergeld bezogen - insgesamt 8700 Euro. Das Gericht ordnete die Einziehung von Wertersatz in dieser Höhe an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

11:50 Uhr

Verkaufswert von 225 Millionen Euro: Drei Tonnen Kokain in Rotterdam beschlagnahmt

Die Staatsanwaltschaft von Rotterdam spricht von einem der größten Kokainfunde im Hafen der niederländischen Stadt. Dort hat der Zoll drei Tonnen der Droge im Straßenverkaufswert von 225 Millionen Euro entdeckt. Das Rauschgift sei vor zwei Tagen in einem Container aus Ecuador zwischen Fässern mit Bananenpüree entdeckt worden.

11:21 Uhr

Fluten in Trier: Feuerwehr rettet Dutzende Haustiere

Besondere Evakuierungsaktion in Trier: Die Feuerwehr hat aus dem überschwemmten Stadtteil Ehrang in der Nacht zum Freitag mehr als 60 Haustiere in Sicherheit gebracht. Tierbesitzer, die wegen der Flut schnell ihre Häuser verlassen mussten, hätten um ihre zurückgelassenen Haustiere gebangt, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch vor Ort. "Ich kann das total gut nachvollziehen, weil es ein Tier ist, das man einfach gerne hat und das zum Leben gehört."

11:07 Uhr

Twitter streitet über Laschet-Interview - Moderatorin nimmt CDU-Chef in Schutz

Nun kommen wir zu einem immer wieder gerne diskutierten Thema: Was sagt Armin Laschet? Sagt er überhaupt etwas? Und: Wie sagt er es? In der WDR-Sendung "Aktuelle Stunde" jedenfalls sagte der zugeschaltete Unions-Kanzlerkandidat am Donnerstagabend etwas, so viel ist klar. Aber was? Schauen Sie doch einmal selbst in den von einem "T-Online"-Journalisten verbreiteten Ausschnitt:

Nach dem Interview von Moderatorin Susanne Wieseler zu der Hochwasserkatastrophe gibt es bei Twitter nun eine Debatte unter dem Hashtag #JungeFrau. Viele Nutzer glauben, in dem hitzigen Dialog Laschet "Entschuldigung, junge Frau" sagen zu hören, und kritisieren das als nicht angemessen.

Wieseler selbst nahm den CDU-Chef mit mehreren Tweets in Schutz und schrieb noch am Abend: "Allerdings: Ich höre gar nicht, dass er das wirklich sagt." Später kommentierte Wieseler die Deutung des "Spiegel"-Journalisten Markus Feldenkirchen, dass Laschet einfach nur rheinisch gesprochen und ihren Namen vielleicht wegen der "guten, scharfen Interviewführung" vergessen habe, mit: "Sehe ich auch so - und hoffe, dass es diesen kausalen Zusammenhang gibt."

10:48 Uhr

Proteste und Plünderungen: Jetzt wird in Südafrika sogar das Mehl knapp

Nach den tagelangen Protesten und Plünderungen in Teilen Südafrikas verschärfen sich dort die Versorgungsengpässe. Ein Problem sei die Sperrung wichtiger Transportrouten, warnten Verbraucherorganisationen. Selbst das Mehl für die Bäckereien werde knapp. Raffinerie-Schließungen in Durban im Südosten des Landes führten zu langen Schlangen vor den wenigen geöffneten Tankstellen.

Die Regierung warnte vor Hamsterkäufen und erließ vorübergehend ein Verbot, Benzin in Kanistern zu kaufen. Kurz vor dem Eintreffen von Präsident Cyril Ramaphosa in der dortigen Provinz KwaZulu-Natal gab es auch in der Nacht zu Freitag Berichte über vereinzelte Übergriffe.

Begonnen hatten die Krawalle als Proteste gegen die Inhaftierung des aus KwaZulu-Natal stammenden Ex-Präsidenten Jacob Zuma. Der musste vor einer Woche eine 15 Monate lange Haftstrafe wegen Missachtung der Justiz antreten.

10:42 Uhr

Darum wird das Wetter in Deutschland extremer

Das Wetter in Mitteleuropa wird immer extremer: Heftige Unwetter und überflutete Flüsse, wie wir sie momentan im Westen Deutschlands erleben, Dürre trocknet die Böden aus und in Tschechien wütet ein starker Tornado. Was hat der Klimawandel damit zu tun? Und wie können wir uns auf diese extremen Wetterlagen in Zukunft vorbereiten? Ein Professor für Theoretische Meteorologie und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung beim Umweltbundesamt geben in der neuen Folge "Wieder was gelernt" Antworten.

"Wieder was gelernt"-Podcast

"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Bekommt die Deutsche Bank ihr Geld von Donald Trump zurück? Warum bezahlen manche Berufspiloten Geld für ihren Job? Warum ziehen Piraten von Ost- nach Westafrika? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. "Wieder was gelernt" ist auch bei Amazon Music und Google Podcasts verfügbar. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

10:36 Uhr

Sex in der S-Bahn: Paar sorgt für Zugverspätungen in München

Da wir unsere Augen auch nicht vor Kuriositäten verschließen wollen, kommt hier eine tatsächlich ungewöhnliche Nachricht aus München. Dort hat ein Liebespaar in der ohnehin von chronischen Verspätungen geplagten S-Bahn den Zugverkehr aufgehalten: Fahrgäste der S1 nach Freising meldeten der Lokführerin in der Nacht zum Donnerstag, dass sich ein Paar im hinteren Führerstand sexuell vergnüge. Das berichtete die Bundespolizei.

Die Frau kontrollierte dann nach der Ankunft in Freising den betroffenen Führerstand, das Liebespaar war aber wohl schon ausgestiegen. Die Lokführerin desinfizierte nach einer Befragung anderer Fahrgäste die Kabine gründlich, was dann zu Verspätungen führte. Die Beamten ermitteln wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.

10:29 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

10:18 Uhr

Hirschhausen attackiert Laschet: "Das ist einfach Bullshit"

Im Talk von Maybrit Illner diskutierten die Gäste unter dem Eindruck der Flutkatastrophe in Teilen Westdeutschlands über die Klimapolitik der Bundesregierung. Zugeschaltet war auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, dessen Bundesland stark von den Überschwemmungen betroffen ist und der zuletzt auch den Klimawandel für die dramatische Situation verantwortlich gemacht hatte.

An der aktuellen deutschen Klimapolitik wollte der Unions-Kanzlerkandidat jedoch keine Kritik aufkommen lassen und sagte, die Große Koalition habe viel geleistet und CO2 gesenkt wie keine Bundesregierung "seit vielen, vielen Jahren“.

Für eine ZDF-Talkshow recht ungehalten reagierte daraufhin der Autor, Arzt, Moderator und "Scientist for Future" Eckart von Hirschhausen: Er sprach von einer Arroganz der Politiker, die sagten, sie täten viel gegen den Klimawandel. "Das ist einfach Bullshit", so Hirschhausen.

09:43 Uhr

Fall erinnert an George Floyd: Familie reicht Klage wegen Todes von Byron Williams ein

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Sie fordern Entschädigung: Familienangehörige von Williams.

(Foto: AP)

Der Fall erinnert an den gewaltsamen Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd. Wie Floyd wurde der 50-jährige Byron Williams wegen eines geringfügigen Vergehens gestoppt. Er war im September 2019 in der Metropole im Bundesstaat Nevada mit dem Fahrrad ohne Licht unterwegs. Williams war unbewaffnet. Wie Floyd wurde Williams von der Polizei mit dem Gesicht nach unten zu Boden gedrückt - und auch er sagte mehrfach, "Ich kann nicht atmen", bevor er das Bewusstsein verlor. Williams starb den Angaben zufolge eine Stunde nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus.

In Las Vegas hat die Familie des gestorbenen Afroamerikaners nun die Stadtverwaltung und vier Polizisten verklagt. Die Hinterbliebenen erheben in ihrer Klage den Vorwurf, dass die Beamten exzessive Gewalt angewendet und den Tod ihres Angehörigen verschuldet hätten. Sie fordern eine Entschädigung in nicht bezifferter Höhe.

09:08 Uhr

Auch im Corona-Jahr 2020 nimmt Zahl der Geburten in Deutschland ab

Das Corona-Jahr 2020 hat den Trend zu rückläufigen Geburtenziffern in Deutschland nicht gebrochen. Es wurden mit 773.144 Neugeborenen rund 5000 Babys weniger geboren als 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die zusammengefasste Geburtenziffer war mit 1,53 Kindern je Frau somit geringfügig niedriger als im Vorjahr mit damals 1,54. Sie sank bereits das vierte Jahr in Folge.

08:52 Uhr

"So eine Lage hatten wir noch nie" - wie Hagen die Flutkatastrophe erlebt

Die Lage nach den Unwettern im Westen Deutschlands ist weiterhin dramatisch. Dutzende Menschen hat die Hochwasserkatastrophe mittlerweile das Leben gekostet. In vielen Orten wurde der Notstand ausgerufen. Die Bilder von dort kennen wir in Deutschland kaum: Menschen stehen auf Hausdächern, um evakuiert zu werden. Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, sagte in einer Sondersitzung der Landesregierung: "Es ist eine Katastrophe. Es gibt Tote, Vermisste und viele, die noch immer in Gefahr sind."

Besonders stark betroffen ist auch Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsident Armin Laschet besuchte gestern unter anderem die Stadt Hagen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Im "heute wichtig"-Podcast spricht Moderator Michel Abdollahi mit Michael Kaub, dem Pressesprecher der Stadt Hagen. "So eine Lage hatten wir noch nie. Die Kollegen des Umweltamtes sprechen mittlerweile sogar von einem Hochwasser, dass nur alle 120 Jahre auftritt", berichtet Kaub.

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der neue Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 6 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in ihrer Lieblings-Podcast-App.

08:46 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

auch heute werden wir für Sie über die teils dramatische Situation in den Hochwassergebieten Westdeutschlands berichten. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf über 80 gestiegen, nach wie vor sind Rettungskräfte auf der Suche nach zahlreichen Vermissten. Sollten Sie selbst in einer der betroffenen Gegenden wohnen, wünsche ich Ihnen alles Gute für die kommenden Tage. Passen Sie auf sich auf.

Diese Themen sind heute außerdem wichtig:

  • Eigentlich war für den 19. Juli die Auflösung des Thüringer Landtags geplant - so sollte der Weg frei gemacht werden für Neuwahlen im Freistaat. Allerdings ist die dafür nötige Zwei-Drittel-Mehrheit alles andere als sicher. Heute treffen sich deshalb die Fraktionen von Linken und Grünen zu Sondersitzungen.
  • In Thüringens Nachbarland Sachsen-Anhalt trifft sich die SPD zum Landesparteitag. Die Sozialdemokraten stimmen darüber ab, ob sie mit CDU und FDP in Koalitionsverhandlungen gehen wollen.
  • Am Oberlandesgericht in Koblenz wird der Prozess gegen einen mutmaßlichen Agenten des syrischen Geheimdienstes fortgesetzt. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Es soll sich um den weltweit ersten Strafrechtsprozess wegen mutmaßlicher syrischer Staatsfolter handeln.

Mein Name ist Maximilian Beer, und in den kommenden Stunden werde ich Sie mit weiteren Nachrichten aus aller Welt versorgen, wobei wir immer wieder auch auf die Lage in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz schauen werden. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne an maximilian.beer@nama.de.

08:12 Uhr

Afrikanische Schweinepest erstmals bei Hausschweinen in Deutschland festgestellt

Vorweg sei gesagt: Für Menschen ist dieses Virus weder ansteckend noch gefährlich. Und das ist doch - gerade in Zeiten wie diesen - eine beruhigende Nachricht. Für Landwirte ist diese Meldung jedoch auch ein Grund zur Sorge: Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Deutschland erstmals bei Hausschweinen festgestellt worden. Betroffen sind Bestände in den brandenburgischen Landkreisen Spree-Neiße und Märkisch Oderland, wie das Verbraucherschutzministerium des Bundeslandes mitteilte. Beide Bestände seien nach den Befunden sofort von den Veterinärämtern gesperrt worden.

Der betroffene Betrieb im Landkreis Spree-Neiße hat nach Angaben des Ministeriums 200 Schweine. Sie alle würden getötet und "unschädlich beseitigt", hieß es. Bislang war die ASP in Brandenburg bei insgesamt 1267 Wildschweinen festgestellt worden. Hausschweine waren hingegen bisher nicht betroffen gewesen. Die ASP verläuft für die befallenen Schweine fast immer tödlich.

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07:50 Uhr

Tom Neuwirth alias Conchita Wurst arbeitet an Show für Berliner Revuetheater mit

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Sieben Jahre ist es her, dass Neuwirth den Eurovision Song Contest gewann.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Kürze geht es weiter auf der Bühne des Berliner Friedrichstadt-Palasts. Das Revuetheater ist für seine glitzernden Shows bekannt. An der neuen Produktion arbeitet auch der österreichische Künstler Tom Neuwirth mit - bekannt als Dragqueen Conchita Wurst. Mit dem Lied "Rise Like A Phoenix" gewann er vor sieben Jahren den Eurovision Song Contest. Nun hat der 32-Jährige nach eigenen Angaben erstmals selbst an Liedern mitgeschrieben. Zwei Songs sind für die neue Show an dem Berliner Theater entstanden.

Seit einer früheren Show, bei der Designer Jean Paul Gaultier die Kostüme entworfen habe, habe er einige Male Kontakt mit dem Theater gehabt. "Ich bin regelmäßiger Gast." Daraufhin sei er dann gefragt worden, ob er nicht Songs schreiben wolle. "Und meine erste Reaktion war so: 'Jaaa. Aber ich kann das halt nicht'", so Neuwirth. Sein Produzent habe dann gesagt: "Na sicher, das machen wir schon."

07:21 Uhr

Dramatische Lage in NRW: Notrufe aus eingestürzten Häusern in Erftstadt - mehrere Tote

Weiterhin erreichen uns besorgniserregende Nachrichten aus den Hochwassergebieten in Westdeutschland. Im nordrhein-westfälischen Erftstadt-Blessem scheint die Lage dramatisch zu sein. Dort ist laut Angaben der Kölner Bezirksregierung eine Reihe von Häusern ganz oder teilweise eingestürzt.

Ursache seien massive und schnell fortschreitende Unterspülungen der Häuser. Aus den Häusern kämen immer wieder Notrufe. Menschen könnten derzeit aber nur mit Booten vom Wasser aus gerettet werden. Dazu erschwere ein nicht abstellbarer Gasaustritt die Rettungsarbeiten. Mehrere Pflegeheime würden geräumt.

UDPATE: Mittlerweile wurde bekannt, dass mehrere Menschen durch die Einstürze ums Leben kamen.

07:10 Uhr

Wolfsbarsch und Vanilleeis: Das ließ Biden der Kanzlerin servieren

Während in Deutschland gerade Müsli- respektive Brötchen-Zeit ist, reisen wir gedanklich ein paar Stunden zurück und lassen den Blick von unserem Frühstücks- auf den Dinner-Tisch von Angela Merkel und Joe Biden schweifen. Dort sehen wir (weiterhin gedanklich, es gibt nämlich keine Fotos des Abendessens in Washington): Gegrillte Pfirsiche, knusprigen Wolfsbarsch und Vanilleeis. Der US-Präsident hat der Bundeskanzlerin zum Abschluss ihres Besuchs in Washington ein schmackhaftes Menü auftischen lassen.

Als Vorspeise bekamen Merkel und ihr Ehemann Joachim Sauer am Donnerstagabend jedenfalls die Pfirsiche, Blattsalat mit frischem Mozzarella und Weißer-Balsamico-Glasur serviert, wie das Weiße Haus mitteilte. Es folgte der Wolfsbarsch an Pfeffer-Tagliatelle und Kürbis-Tomaten-Kompott. Zum Nachtisch gab es Zitronenkuchen mit Beerenglasur und Vanilleeis. Letzteres dürfte Biden persönlich besonders gut gefallen haben: Der US-Präsident ist als großer Eis-Liebhaber bekannt. Also: Falls Sie noch keine Idee für Ihr heutiges Abendessen haben, nehmen Sie das Ganze doch einfach als Inspiration.

06:29 Uhr

Nach Einsturz von Schulgebäude: 208 Jahre Haft für Bauleiter in Mexiko

Fast vier Jahre nach dem Einsturz eines Schulgebäudes bei einem Erdbeben in Mexiko ist ein Bauleiter zu einer Haftstrafe von 208 Jahren verurteilt worden. Der für Bauarbeiten an der Schule in Mexiko-Stadt verantwortliche Juan Mario Velarde habe in "vollkommen vorsätzlicher" Weise gegen seine Verantwortung verstoßen, kommentierte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft im Fernsehsender Milenio das verkündete Urteil.

Der Verurteilte habe gewusst, dass es "schwere strukturelle Mängel" an dem Gebäude gegeben habe, und den Schulbetrieb dennoch weiter erlaubt, sagte der Sprecher der Anklage. Bei dem Einsturz im September 2017 waren 19 Schüler und sieben Erwachsene getötet worden.

06:16 Uhr

"Wirklichkeitsfremd": Giffey glaubt nicht an ein Berlin ohne Autos

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Will Berlins Regierende Bürgermeisterin werden: Franziska Giffey.

(Foto: picture alliance/dpa)

Noch ist es draußen vergleichsweise ruhig: Hin und wieder bimmelt eine Straßenbahn, der Berliner Berufsverkehr nimmt erst langsam an Fahrt auf. Nach Einschätzung von Franziska Giffey gehören Autos übrigens auch in Zukunft zum Mobilitätsmix in der deutschen Hauptstadt. "Eine 3,7-Millionen-Menschen-Stadt völlig autofrei zu denken, halte ich für wirklichkeitsfremd", so die Berliner SPD-Chefin.

"Viel eher muss es um Autos mit klimafreundlichem Antrieb gehen. Wir brauchen auch Möglichkeiten jenseits des Lastenfahrrads", sagt die ehemalige Bundesfamilienministerin und aktuelle Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Das gelte etwa für Handwerker, für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt seien, oder für solche, "die mehr zu transportieren haben als sich selber". Gleichwohl müsse dafür gesorgt werden, dass Autos umweltfreundlicher unterwegs sind - also mit Elektro- oder Wasserstoff-Antrieb.

06:00 Uhr

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