Donnerstag, 23. Mai 2019Der Tag

mit Heidi Ulrich
22:48 Uhr

Das war Donnerstag, der 23. Mai

Liebe Leser,

heute Abend liefen gleich zwei wichtige Spiele gleichzeitig. Falls Sie eines verpasst haben: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist bei der WM ausgeschieden und das erste Relegationsspiel um einen Platz in der 1. Fußball-Bundesliga ist unentschieden ausgegangen. Das war heute auch noch wichtig:

  • Die Europawahl hat begonnen, zuerst konnten die Niederländer und Briten abstimmen. In den Niederlanden liegen laut einer ersten Prognose die Sozialdemokraten vorne.
  • Ein Youtuber treibt die CDU mit einem Video an den Rand eines PR-Desasters. Wer dieser junge Mann ist und wie er das geschafft hat, lesen Sie hier: "Rezos CDU-Bashing: Was bisher geschah".
  • Die Tesla-Aktie ist im freien Fall und die Lage um Elon Musk wird immer dramatischer. "Tesla hat keine Überlebenschance", sagt der ehemalige BMW-Chefvolkswirt Helmut Becker im Interview.
  • Julian Assange drohen durch weitere Anklagepunkte bis zu 170 Jahre Haft.

Und sonst so?

Und wenn Sie auch noch wissen möchten, wie sich Will Smith im neuen "Aladdin"-Film als Dschinn macht, klicken Sie hier. Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Eine gute Nacht und bis morgen an gleicher Stelle, wenn Sie mögen!

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Sonnenuntergang an der Nordseeküste am Falgastrand, Niederlande.

(Foto: imago images / blickwinkel)

 

22:37 Uhr

Deutsches Eishockey-Team scheitert im Viertelfinale

Deutschlands Eishockey-Team ist im WM-Viertelfinale ausgeschieden. Trotz einer lange guten Leistung verlor die DEB-Auswahl mit 1:5 (0:0, 1:1, 0:4) gegen Tschechien. Das Tor für Deutschland machte Frank Mauer (38. Minute). Deutschland beendet die erste Weltmeisterschaft unter dem neuen Bundestrainer Toni Söderholm auf dem sechsten Platz. Tschechien spielt am Samstag im Halbfinale gegen Kanada. Mehr dazu hier.

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Leon Draisaitl und Filip Hronek.

(Foto: imago images / CTK Photo)

 

22:30 Uhr

Union Berlin verschafft sich Vorteil

Das wird eng für den VfB Stuttgart! Im Relegations-Hinspiel reicht es für die Stuttgarter zuhause nur zu einem 2:2 gegen Union Berlin. Am Montag folgt das Rückspiel in der Alten Försterei, wo die Berliner den ersten Bundesliga-Aufstieg der Klub-Geschichte perfekt machen können. Hier gibt's den Spielbericht.

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Union macht zwei Auswärtstore.

(Foto: imago images / Matthias Koch)

 

22:16 Uhr

USA erwägen zusätzliche Soldaten in Nahost

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Ein Jet hebt vom Flugzeugträger USS Abraham Lincoln ab.

(Foto: REUTERS)

Wegen der Spannungen mit dem Iran wollen die USA möglicherweise zusätzliche Truppen in den Nahen Osten schicken. Der kommissarische US-Verteidigungsminister Shanahan sagte, derzeit werde geprüft, in welcher Weise der Schutz der bereits in der Region stationierten Soldaten verbessert werden könne. Ein Option könne sein, weitere Truppen zu entsenden. Shanahan wies aber US-Medienberichte zurück, wonach geplant sei, bis zu 10.000 weitere Soldaten in die Region zu schicken. Derzeit sind im Nahen und Mittleren Osten zwischen 60.000 und 80.000 Soldaten stationiert.

US-Präsident Trump hatte dem Iran vor einigen Tagen mit der Vernichtung des Landes gedroht. "Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein. Bedroht nie wieder die USA." Washington hat Anfang des Monats schon einen Flugzeugträger, eine Bomberstaffel und eine Luftabwehrbatterie in die Golfregion verlegt.

 

22:14 Uhr
Breaking News

US-Justiz verschärft Anklage gegen Assange

Die US-Justiz hat ihre Anklage gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange erheblich verschärft. Assange sei nun auch im Zusammenhang mit Verstößen gegen Anti-Spionage-Gesetze angeklagt, hieß es vom Justizministerium in Washington. Die neuen Anklagepunkte kommen zu der bereits erhobenen Anschuldigung wegen Verschwörung zum Angriff auf Regierungscomputer hinzu. Ihm droht damit eine längere Haftstrafe als bisher. Die "Washington Post" schreibt, Assange drohten mit der neuen Anklageschrift mit 18 Punkten bis zu 170 Jahren Haft.

Mehr dazu hier.

22:04 Uhr

Meuthen: FPÖ bleibt Schwesterpartei der AfD

Distanzieren will sich die AfD von der FPÖ nach der Ibiza-Affäre nicht. Im Gegenteil: "Die FPÖ ist unsere Schwesterpartei und sie wird es bleiben", sagte AfD-Chef Meuthen. Es sei ein "sehr schwerer Fehler" gewesen, die Beteiligten hätten das aber sofort verstanden und umgehend Konsequenzen gezogen. Die FPÖ habe "hervorragende Leute", die nichts mit dem Skandal zu tun hätten, erklärte Meuthen.

 

21:45 Uhr

Prognose: Sozialisten liegen in Niederlanden vorne

Die erste Prognose zur Europawahl in den Niederlanden ist gerade reingekommen. Demnach liegen die Sozialdemokraten des europäischen Spitzenkandidaten Frans Timmermans vorn. Laut den Daten des Instituts Ipsos liegen die Sozialdemokraten bei 18,4 Prozent der Stimmen, was fünf Sitze im EU-Parlament bedeuten würde. Gleichauf folgen demnach mit jeweils vier Sitzen die beiden Regierungsparteien, die VVD des liberalen Ministerpräsidenten Mark Rutte sowie die christlich-konservative CDA. Thierry Baudet, die neue Zentralfigur der rechten Szene, und sein Forum für Demokratie (FvD) kommen nach der Prognose auf drei Sitze. Die offiziellen Ergebnisse werden erst am Sonntag nach Schließung der letzten Wahllokale in Europa bekannt gegeben.

21:17 Uhr

Probleme bei Europawahl in Großbritannien

In Großbritannien scheint es wegen des Brexit-Chaos Probleme bei der Europawahl zu geben. Unter dem Hashtag #DeniedMyVote beschwerten sich zahlreiche EU-Bürger, sie hätten nicht abstimmen dürfen. Sie mussten nämlich in einem Formular versichern, dass sie nicht in ihrem Heimatland abstimmen. Doch diese Info sei bei ihnen zu spät oder gar nicht angekommen, sagten sie. Wieviele Menschen das betrifft, ist nicht klar. Die Lobbygruppe "The3Million", die die Interessen von EU-Bürgern in Großbritannien vertritt, sprach von "hunderten" Menschen. Insgesamt leben im Vereinigten Königreich mehr als 3,5 Millionen Bürger aus anderen EU-Ländern.

Die britische Wahlkommission hat inzwischen auf die Vorwürfe reagiert: "Wir verstehen die Frustration einiger Bürger anderer EU-Staaten, die in Großbritannien leben, die nicht in der Lage waren, ihre Stimme abzugeben", sagte ein Sprecher. Schuld daran sei die kurzfristige Bekanntgabe der Regierung gewesen, dass Großbritannien trotz der Austrittspläne an der Wahl zum Europaparlament teilnehmen werde.

20:42 Uhr

Hier ist der Trailer zum neuen "Terminator"-Film

Am 24. Oktober kommt der neue "Terminator"-Film in die Kinos. Wie das aussieht, wenn Linda Hamilton und Arnold Schwarzenegger wieder vereint sind, davon bekommen wir nun einen Vorgeschmack. Der Trailer zu "Terminator: Dark Fate" ist draußen, viel Spaß!

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19:50 Uhr

Ex-GNTM-Teilnehmerin ist neue Bachelorette

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Gerda Lewis: "Ich will einen Mann, der weiß, was er will."

(Foto: TVNOW/Arya Shirazi)

Gerda Lewis war letztes Jahr schon in "Germany's Next Topmodel" zu sehen, diesen Sommer wird sie als neue "Bachelorette" Rosen und Körbe verteilen. Die 26-Jährige ist gelernte Kosmetikerin, Fitnessmodel und Influencerin mit rund 500.000 Followern. Einen bestimmten "Typ Kerl" hat sie nicht, sagt sie RTL, weiß aber genau, was sie nicht mag: "Ich kann nichts mit Männern anfangen, die unsicher sind und die keinen Plan haben. Und: ich will keinen Pantoffelhelden!"

19:28 Uhr

Wahl-O-Mat ist wieder online

Wer will, kann jetzt wieder beim Wahl-O-Maten die Positionen der Parteien zur Europawahl vergleichen. Der Rechtsstreit zwischen der Bundeszentrale für politische Bildung der Kleinpartei Volt Deutschland ist beigelegt. "Wir sichern zu, dass bei zukünftigen Wahlen der Wahl-O-Mat weiterentwickelt wird", erklärte der Sprecher der Bundeszentrale. Bei künftigen Wahlen könne man dann die eigenen Ansichten mit allen Parteien bereits auf einen Klick vergleichen, erläuterte er.

Die Bundeszentrale hatte den Wahl-O-Mat am Montag abgeschaltet, nachdem das Kölner Verwaltungsgericht den Weiterbetrieb untersagt hatte. Der Wahl-O-Mat benachteilige kleinere Parteien, sagten die Richter. Sie bemängelten, dass man auf der Seite nur jeweils acht Parteien auswählen könne, um sie mit eigenen Positionen zu vergleichen.

Mehr dazu hier.

18:54 Uhr

Praktikant kippt literweise Bier in Bach

Im nordrhein-westfälischen Plettenberg hat ein 15-Jähriger flaschenweise abgelaufenes Bier in einem Bach entsorgt. Zeugen sahen ihn am Ufer der Else, wie er eine Bierflasche nach der anderen auskippte. Als die Polizei kam, standen 80 leere Flaschen neben ihm. In einem Einkaufswagen hatte er noch mehr Volle dabei. Der Polizei sagte er, er sei Praktikant in einem Lebensmittelmarkt und er handle auf Anweisung seines Vorgesetzten. Der widersprach: Er habe nicht angeordnet, die abgelaufenen Getränke in die Else zu schütten, sondern in den hauseigenen Abfluss - es handle sich um ein Missverständnis. Die Polizei schrieb eine Anzeige wegen Gewässerverunreinigung.

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18:24 Uhr

Justiz ermittelt gegen AfD-Kandidat Gunnar Beck

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Gunnar Beck.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die AfD hat Gunnar Beck in den Wahlunterlagen für die Europawahl als Professor präsentiert, dabei soll er diesen Titel gar nicht haben. Wegen des Verdachts des Titelmissbrauchs ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Düsseldorf gegen den AfD-Kandidaten. Beck steht auf Listenplatz 10 der Partei als "Prof. Dr. Gunnar Beck". Von ihrer Internetseite hat die AfD beide Titel inzwischen gestrichen.

Beck hatte erklärt, er arbeite seit vielen Jahren als Barrister-at-Law (Rechtsanwalt) und Hochschullehrer in Großbritannien. Nach Recherchen des Deutschlandfunks unterrichtet Beck an der Universität London Europarecht und Rechtstheorie und trägt dort den Titel "Reader in Law" - nicht aber "Professor". Beck argumentierte hingegen, viele britische Universitäten hätten die Berufsbezeichnung unter anderem durch "Professor" ersetzt.

18:04 Uhr

Europawahl in Niederlanden läuft schwach an

In den Niederlanden läuft die Europawahl seit heute Morgen. Bis 13:30 Uhr war die Beteiligung eher schwach: rund 14 Prozent der Wahlberechtigten hätten ihre Stimme abgegeben, berichtet der staatliche Sender NOS. So ungewöhnlich ist das aber nicht. Bei der letzten Europawahl 2014 lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 15 Prozent und bei Schließung der Wahllokale bei 37 Prozent.

Dabei können die Wähler in Den Haag sogar in einer Straßenbahn abstimmen, die zum mobilen Wahllokal umfunktioniert wurde. Die "Stemtram" (Stem heißt übersetzt Stimme) fährt noch den ganzen Tag durch die Stadt.

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17:43 Uhr

Frauen gebären Kinder nach Gebärmuttertransplantation

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Per Kaiserschnitt kam dieses Baby in Tübingen zur Welt. Seiner Mutter war eine Gebärmutter transplantiert worden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zum ersten Mal sind in Deutschland zwei Babys nach einer Gebärmuttertransplantation geboren worden. Sie seien im März und im Mai per Kaiserschnitt im Universitätsklinikum Tübingen zur Welt gekommen, gab die Uniklinik jetzt bekannt. Die beiden 25 und 26 Jahre Mütter waren ohne Scheide und Gebärmutter, aber mit Eierstöcken geboren worden. Die Fehlbildung nennt sich Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom. In Deutschland kommen jedes Jahr 60 bis 80 Mädchen mit dieser Fehlbildung zur Welt. Die Scheide kann operativ angelegt werden. Und bei den beiden Frauen wurde die Gebärmutter ihrer jeweiligen Mütter eingepflanzt. Weltweit wurden bislang 17 Kinder nach einer Uterustransplantation geboren.

17:14 Uhr

Briefporto steigt wohl auf 80 Cent

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Ab Juli heißt es wieder nachkleben, damit nicht zu wenig Porto auf dem Brief ist.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Erhöhung des Briefportos ab dem 1. Juli fällt, so wie es aussieht, kräftig aus. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, die Deutsche Post wolle das Porto für einen Standardbrief von 70 auf 80 Cent erhöhen. Bei Kompakt-, Groß-, und Maxibrief soll das Porto ebenfalls um 10 Cent steigen. Eine Postkarte zu verschicken, kostet demnach künftig 60 statt bisher 45 Cent. Auslandssendungen werden um 20 Cent teurer. Allerdings muss die Bundesnetzagentur den Plänen der Deutschen Post noch zustimmen, die endgültige Entscheidung dürfte nächste Woche fallen.

Eine ausführlichere Meldung finden Sie hier.

16:40 Uhr

Dritter Mann wird im Fall Lügde angeklagt

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde hat das Landgericht Detmold auch die dritte Anklageschrift erhalten. Das Gericht werde dem 34-jährigen Beschuldigten die Anklage zuleiten und um Stellungnahme bitten, sagte ein Sprecher. Nach den Erkenntnissen der Ermittler soll der Mann aus Steinheim bei Höxter ebenfalls Kinder auf dem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen missbraucht und dabei gefilmt haben. Bereits angeklagt sind ein 56-Jähriger und ein 49-Jähriger.

16:21 Uhr

Steinmeier sieht mehr Vereinzelung in Gesellschaft

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Kaffeetafel beim Bundespräsidenten.

(Foto: dpa)

Zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes hat Bundespräsident Steinmeier die schwächer werdenden gesellschaftlichen Bindungen bedauert. "Man spürt das im Alltag - im Bus oder in der U-Bahn: Smartphone raus, Kopfhörer rein", sagte er bei einer Kaffeetafel im Park von Schloss Bellevue, zu der auch 200 Bürger eingeladen waren. "Wir gehen nicht mehr in den Sportverein, sondern ins Fitnessstudio - abstrampeln am Einzelgerät, Blick fest auf den Bildschirm geradeaus."

Steinmeier warnte: "Wer sich zurückzieht, der bleibt mit seinen Fragen allein." Dies führe rasch zu einem Gefühl der Ohnmacht. "Ohnmacht ist Gift für die Demokratie", warnte der Bundespräsident. "'Denen da oben bin ich doch egal', heißt es dann schnell. Populisten machen sich solche Gefühle perfide zunutze: Sie münzen berechtigte Sorgen um in blinde Wut."

Mehr dazu hier.

15:57 Uhr

Speerfisch verletzt zwei Brüder schwer

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Ein Speerfisch, der einen anderen Fisch jagt.

(Foto: imago/robertharding)

Bei der Begegnung mit einem Speerfisch vor der Ostküste Australiens sind zwei Männer schwer verletzt worden. Von der Küstenwache heißt es, ein 80 bis 100 Kilo schwerer Speerfisch sei aus dem Wasser gesprungen und in ihr Schlauchboot gefallen. Der Fisch hat sich daraufhin heftig bewegt, er wollte schließlich ins Wasser zurück.

  • "Das scharfe Maul des Speerfisches schlitzte den rechten Unterarm des jüngeren Bruders auf und verursachte einen offenen Bruch", erklärte die Polizei des Bundesstaates New South Wales.
  • Der ältere Bruder habe einen "tiefen Schnitt" in seiner rechten Schulter erlitten. Beide Männer wurden ins Krankenhaus gebracht, in Lebensgefahr schweben sie aber nicht.
  • Der Fisch gelangte wieder ins Wasser.
  • Einer der Brüder sagte später "Nine News", es habe sich angefühlt wie ein Zusammenstoß mit einer Kuh.
  • Die spitzen Mäuler der Speerfische sind nicht ganz so lang wie bei Schwertfischen. Einige australische Speerfisch-Arten können bis zu fünf Meter lang werden und das Gewicht eines Autos erzielen.
15:33 Uhr

40 Grad im Schatten und Saharasand plagen Zyprer

Hier bei uns in Deutschland läuft sich der Spätfrühling so langsam warm. Auf Zypern sind es jetzt schon um die 40 Grad. Dies sei ungewöhnlich für die Jahreszeit, sagten Meteorologen im Staatsfernsehen. Zudem ist auf der ganzen Insel die Sicht auf wenige Hundert Meter beschränkt. Grund dafür seien "gewaltige Mengen von Feinsand aus der Sahara", die starke Südwestwinde über das Mittelmeer herantrügen, sagten Meteorologen. Die Bürger wurden aufgerufen, sich nicht zu lange in der Sonne aufzuhalten. Ältere oder kranke Menschen sollen zu Hause bleiben, rieten Ärzte im Rundfunk.

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15:09 Uhr

Türkischer Wahlbehörden-Chef war gegen Neuwahl

Die Neuwahl in Istanbul sorgt weiter für Aufregung. Jetzt hat sich der Chef der türkischen Wahlbehörde YSK zur Annullierung der Bürgermeisterwahl geäußert. Er selbst habe gegen eine Neuwahl gestimmt, weil er sie nicht ausreichend begründet sieht, schrieb Sadi Güven. Seine Behörde hatte entschieden, dass die Wahl am 23. Juni wiederholt wird. Begründet hatte die YSK es vor allem damit, dass an 754 Urnen die Vorsitzenden der Wahlräte anders als gesetzlich vorgesehen keine Beamten gewesen seien.

Dazu schrieb Güven: Jeder Wahlrat bestehe aus sieben Personen, und es gebe keine Beweise dafür, dass regelwidrig beauftragte Vorsitzende allein Einfluss auf das Ergebnis der Wahl haben könnten. Zudem reiche auch "nach der Bestimmung des Verfahrens zur Bildung der Wahlräte" die regelwidrige Zusammensetzung solcher Räte als Grund nicht aus, um die Wahl selbst für ungültig zu erklären.

Der Kandidat der größten Oppositionspartei CHP Imamoglu hatte den wichtigsten Bürgermeisterposten des Landes bei der Kommunalwahl Ende März knapp vor dem Kandidaten der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP von Präsident Erdogan gewonnen. Die AKP bemängelte daraufhin angebliche Regelwidrigkeiten.

14:35 Uhr

Bauarbeiter schenkt Blumen per Kran - Anzeige

Es sollte eine romantische Geste sein, sie kam bei der Empfängerin aber nicht gut an. In Nürnberg hat ein Bauarbeiter nach Feierabend mit einem Baukran einen Blumenstrauß auf den Balkon einer Frau gehoben. Dazu hängte er den Strauß an einen Haken. Die Frau, auf die der 40-Jährige ein Auge geworfen hatte, freute sich darüber aber nicht. Sie war vielmehr irritiert von dem Haken vor ihrem Balkonfenster und rief die Polizei. Die Beamten forderten den Bauarbeiter auf, seine Aktion zu beenden. Nicht nur, dass der Mann von der Frau einen Korb bekam, gegen ihn läuft jetzt auch noch ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Vor der Aktion hatte er sich übrigens Mut angetrunken – er hatte rund zwei Promille Alkohol im Blut.

Wie finden Sie die Aktion? Romantisch oder nicht?

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Blumenstrauß kommt per Kran - ist das romantisch?

 

14:25 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Friederike Zörner hat Feierabend und gönnt sich jetzt vermutlich das Erdbeer-Milchshake, auf das sie sich heute Morgen gefreut hat. Ich freu mich auf das Relegationsspiel ab 20:30 Uhr und drücke dem Zweitligisten aus meiner Wahlheimat die Daumen! Ich bin Heidi Ulrich, hallo! Bei Fragen oder Kritik zu unserer Rubrik "Der Tag", erreichen Sie mich über heidi.ulrich@nama.de.

 

14:06 Uhr

Mindestens drei Tote bei Unwetter in den USA

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Die seit Tagen wütenden Unwetter im Mittleren Westen der USA haben laut Medienberichten mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Die Toten wurden aus dem Bundesstaat Missouri nahe der bereits 2011 stark verwüsteten Stadt Joplin gemeldet, wie der US-Sender NBC unter Berufung auf örtliche Behörden berichtete.

  • Auch die weiter nordöstlich gelegene Hauptstadt von Missouri, Jefferson City, sei kurz vor Mitternacht von einem "brutalen" Tornado getroffen worden, schrieb der Nationale Wetterdienst NWS auf Twitter.
  • Im benachbarten Bundesstaat Oklahoma rief der kleine Ort Webbers Falls die etwa 600 Einwohner über Facebook auf, sich in Sicherheit zu bringen. Dort schwoll der Fluss Arkansas dramatisch an.
  • Allein am Montag waren im Westen von Texas und im Zentrum Oklahomas mindestens 19 Tornados gezählt worden.
13:40 Uhr

Stadtfest in Thüringen heißt jetzt "Mohrenfest" - Kritik

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Der "Mohrenbrunnen" in Eisenberg

An diesem Wochenende feiert die thüringische Stadt Eisenberg das "Mohrenfest". Die Veranstaltung bekam erst in diesem Jahr den neuen Namen. Bürgermeister Michael Kieslich zufolge nehme der Titel Bezug auf eine Heimatsage, nach der auch ein Denkmal und ein Brunnen benannt seien. Demnach soll ein Graf von Kreuzzügen einen schwarzen "Diener" mitgebracht haben, berichtet der MDR. Dieser sollte enthauptet werden, weil er des Diebstahls einer Kette der Gräfin beschuldigt wurde. Kurz vor der Hinrichtung entdeckte diese jedoch die Kette und veranlasste, den Mann zu rehabilitieren. Sein Kopf mit den verbundenen Augen zierte laut Überlieferung fortan das Stadtwappen.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland wirft der Stadt in einem offenen Brief vor, mit dem neuen Namen des Festes "Rassismus, Kolonialgeschichte und Geschichtsklitterung zu zelebrieren". Das Medium "Thüringen 24" zitiert aus dem Schreiben: "Ein weißer Europäer überfällt eine Region im Nahen Osten und bringt sich einen schwarzen Sklaven zurück und Jahrhunderte später setzt man dem ein Denkmal, das in Namen und Darstellung nur so strotzt vor kolonialen, rassistischen Stereotypen und Klischees." An den Verantwortlichen in Eisenberg perlt diese Kritik bislang ab.

13:09 Uhr

"Clotilda" sank 1860: Forscher finden letztes US-Sklavenschiff

Seit 1808 ist es verboten, Sklaven in die Vereinigten Staaten von Amerika zu bringen. Nichtsdestotrotz verschleppten Plantagenbesitzer 1860 per Schiff 110 Frauen, Männer und Kinder aus dem heutigen Benin in Westafrika nach Mobile/Alabama. Dort mussten sie etwa auf Baumwollfeldern arbeiten. Um das Verbrechen zu vertuschen, soll der Kapitän William Foster den Schoner namens "Clotilda" in einem Fluss in Brand gesteckt haben, um es zu versenken.

Nun fanden Taucher die Überreste des letzten Sklavenschiffs der USA nach langer Suche im Fluss Mobile, teilte die Denkmalschutzbehörde des US-Bundesstaates Alabama mit. Das bereits 2018 geortete Wrack habe unter anderem anhand von Baumaterialien identifiziert werden können, erklärten Unterwasserarchäologen.

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12:36 Uhr

CDU antwortet mit schriftlichem Statement auf Youtuber Rezo

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Die ersehnte Video-Antwort der CDU auf die Kritik des Youtubers Rezo fällt aus. Das bestätigte Philipp Amthor in einem kurzen Statement, das der freie Journalist Jürn-Jakob Gericke auf Twitter verbreitete. Darin sagte der 26-Jährige, dass der Dreh der Replik zwar viel Spaß gemacht hätte, die Übermittlung eines Video in der Diskussion aber nicht der beste Weg sei. Vielmehr solle miteinander an einem Tisch diskutiert werden anstatt eines "ewigen Austausches von Videos". Dazu sei Rezo in die CDU-Parteizentrale eingeladen worden.

Die CDU entschied sich darüber hinaus, ein schriftliches Statement zur Causa Rezo zu veröffentlichen. Darin wird der Youtuber direkt angesprochen (per Du) und auf eine inhaltliche Diskussion verzichtet. Jeder könne seine Meinung frei äußern. Zur Geschichte als Volkspartei heißt es: "Wir sind entstanden aus den Trümmern eines zerstörten Landes als Union, in der Platz war und ist für Miteinander und für alle, die etwas aufbauen wollen - nicht zerstören." Viele Bevölkerungsschichten vertrauten der Partei, weil gerade keine schnellen und scheinbar einfachen Antworten gegeben würden. "Die Währung von YouTubern sind Klickraten. Die Währung einer Volkspartei wie der CDU ist Vertrauen."

11:54 Uhr

Rund 200 Ermittlungsverfahren gegen Pegida-Anhänger

Bis zum Herbst vergangenen Jahres hat die sächsische Justiz insgesamt rund 200 Ermittlungsverfahren gegen Anhänger und Redner der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung eingeleitet. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf Anfragen des Linken-Landtagsabgeordneten André Schollbach hervor.

  • Darunter sind jeweils 25 Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
  • Weiterhin wurden 18 Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und elf Verfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.
  • Weitere Verfahren gab es unter anderem wegen Verdachts auf Raub, Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.
  • Wie viele Verfahren in Gerichtsverfahren mündeten, geht aus der Aufstellung nicht hervor.
11:50 Uhr
Breaking News

Kinderbuchautorin Judith Kerr mit 95 Jahren gestorben

Judith Kerr ist tot. Die berühmte Kinderbuchautorin und Illustratorin sei im Alter von 95 Jahren gestorben, teilte ihr Verlag in Großbritannien, Harper Collins, mit. Weltweit verkaufte sie neun Millionen Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt wurden. Die leidenschaftliche Künstlerin und Autorin schrieb bis ins hohe Alter.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:20 Uhr

CDU-Politiker Amthor antwortet doch nicht auf Rezo

Während sich seine Parteikollegen noch mit Bibelversen rumschlugen, sollte der jüngste CDU-Bundestagsabgeordnete eigentlich mit einem Video auf die Kritik des Youtubers Rezo reagieren. Doch daraus wird wohl nichts. Wie der "Spiegel" und die "Bild"-Zeitung berichten, wurde zwar ein Clip mit Philipp Amthor abgedreht. Dieser soll nun aber nicht veröffentlicht werden. Die Twitter-Gemeinde hatte bei der Ankündigung der Amthor-Replik gestern noch frohlockt und auf einen Showdown der beiden 26-Jährigen gehofft.

Die 55-Minuten-Abfertigung der Regierungspolitik von CDU/CSU und SPD wurde bei Youtube inzwischen übrigens knapp 4,9 Millionen Mal aufgerufen.

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10:55 Uhr

Netz amüsiert sich über Bibelkenntnisse von AKK

Zu Beginn eine Beichte: Ich bin Heidin und verbreite hier nur angelesenes Wissen. Los geht's: Das Video des Youtubers Rezo, in dem er unter anderem mit der Politik der CDU abrechnet, wird derzeit bundesweit diskutiert. Nach tagelangem Schweigen wagt sich nun auch langsam die gescholtene Partei aus der Deckung und reagiert eher genervt. Deren Vorsitzende, Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK), ließ sich nun zu einem Zitat hinreißen, das wohl eher nach hinten losgegangen ist: "Ich habe mich gefragt, warum wir nicht eigentlich auch noch verantwortlich sind für die sieben Plagen, die es damals in Ägypten gab."

Mehrere mehr oder weniger bibelfeste Kollegen und diverse Twitter-User gaben nun zu Bedenken: Wenn vom alten Ägypten die Rede ist, spricht man in der Regel von zehn Plagen (2. Buch Mose des Alten Testaments). Die da wären (auch hilfreich: Wikipedia): Blut, Frösche, Stechmücken, Stechfliegen, Viehpest, Schwarze Blattern, Hagel, Heuschrecken, Finsternis und Tod aller Erstgeborenen. Auch der Europa-Spitzenkandidat der Grünen, Sven Giegold, teilte in Richtung Christdemokratin AKK aus: Nicht nur sei die Zahl der Plagen falsch. Viele der Plagegeister (Stechmücken, Heuschrecken) gebe es dank der verfehlten Klimapolitik ihrer Regierung nun kaum mehr.

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10:33 Uhr

Clooney schildert Horror-Unfall: "Neun Leben aufgebraucht"

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Es ging glimpflich aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Juli 2018 fuhr George Clooney auf seinem Motorrad mit Tempo 112 frontal auf ein stehendes Auto. "Es hat meinen Schutzhelm in zwei Teile zerteilt und mich aus den Schuhen gehoben", erinnerte sich der Schauspieler nun in einer Talk-Runde des US-Magazins "The Hollywood Reporter". "Ich habe darauf gewartet, dass das Licht ausgeht, denn ich habe seine Windschutzscheibe mit meinem Kopf zerschmettert, und ich dachte 'Okay, das war mein Genick'."

Seit dem Horrorcrash auf der Insel Sardinien, den er wie durch ein Wunder gut überstand, lässt der 58-Jährige sein Motorrad in der Garage stehen. "Ich musste es aufgeben." Der Unfall mit dem Mercedes sei einfach zu hart gewesen. "Wenn du neun Leben bekommst, habe ich alle auf einmal aufgebraucht", so Clooney. Vier Tage nach dem Unfall sei er aber wieder bei der Arbeit gewesen.

10:07 Uhr

Freizeitpark für "Hunger Games" und "Twilight" im Bau

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Über mehrere Stockwerke eröffnet sich Besuchern die Welt aus einigen Fantasy-Filmen. Zumindest virtuell.

(Foto: AP)

Bevor bei dieser Überschrift ein falscher Eindruck entsteht: Nein, bei dem geplanten Freizeitpark des Medienunternehmens Lionsgate werden Besucher nicht gegeneinander um Leben und Tod kämpfen oder versuchen, sich Vampire vom Hals zu halten. In dem ersten vertikalen Themenpark der Welt stehen vielmehr harmlosere Aktivitäten aus Filmen wie den "Hunger Games" oder "Twilight" im Vordergrund.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, verbindet das Projekt über zehn Etagen konventionelle Fahrgeschäfte mit Ausflügen in die virtuelle Realität. So soll ein 3D-Simulator die Fantasiewelt der Hauptstadt aus den "Hunger Games"-Filmen darstellen. Außerdem sollen sich Gäste wie exzentrische Charaktere der Franchise kleiden und schminken können. "Twilight"-Fans können derweil auf ein Motorrad hüpfen und neben virtuellen Wölfen cruisen. Der Park auf der Insel Hengqin soll im Sommer seine Pforten öffnen und noch in diesem Jahr um die 1,5 Millionen Besucher anlocken.

09:40 Uhr

War Banksy während der Kunstbiennale in Venedig?

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Wer steckt hinter Banksy? Um diese Frage ranken sich seit Jahren Mythen. Da der oder die Kunstschaffende nicht identifiziert ist, ist es ein leichtes für ihn/sie in der Öffentlichkeit unbehelligt herumzulaufen. Ein Umstand, den Banksy nun auf der Biennale in Venedig ausgenutzt haben könnte - glaubt man dem offiziellen Instagram-Account.

Ein Video suggeriert dort, dass Banksy in der italienischen Stadt während der Eröffnung der Kunstschau in der Nähe vom Markusplatz einen Straßenstand aufgebaut hat. Darauf sind mehrere (Öl-) Gemälde zu sehen, die sich zu einem großen Kreuzfahrtschiff zusammenfügen. Daneben steht ein Schild mit dem Titel "Venice in Oil" - eine Referenz an die Verschmutzung durch Kreuzfahrtkolosse in Venedig. Zu dem Video erklärte Banksy: "Obwohl es die größte und renommierteste Kunstveranstaltung der Welt ist, bin ich aus irgendeinem Grund nie eingeladen worden." Kleiner Tipp: Firmenadresse angeben, könnte helfen.

 

09:21 Uhr

US-Armee errichtet Zeltstädte für illegale Einwanderer

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Dieses Zelt steht bereits in Texas.

(Foto: AP)

Seit Oktober vergangenen Jahres wurden an der US-Grenze zu Mexiko rund eine halbe Million Einwanderer aus Zentralamerika festgenommen. Zahlreiche von ihnen werden während der Überprüfung ihrer Asylanträge auf freien Fuß gesetzt, weil es nicht genügend Unterbringungsmöglichkeiten gibt. Für rund 7500 Erwachsene soll nun eine "Alternative" geschaffen werden: Zelte.

Die US-Armee soll an der Grenze zu Mexiko entsprechende Lager zur Unterbringung illegaler Einwanderer errichten. Die Zelte sollten von Soldaten aufgebaut, aber von der Heimatsicherheitsbehörde (DHS) betrieben werden, erklärte das Verteidigungsministerium in Washington. Armeevertreter sollen in den kommenden zwei Wochen die Kosten und den Zeitplan für den Bau der Zeltstädte prüfen. Entstehen sollen die Lager in den Bundesstaaten Arizona und Texas.

08:44 Uhr

Überschallflieger soll in 90 Minuten Atlantik queren

Von New York nach London in 90 Minuten. Diese Utopie soll bald Realität werden, berichtet CNN. Ein Startup namens Hermeus Corporation plant demnach einen "Hypersonic Jet", der mit fünffacher Schallgeschwindigkeit fliegen soll. Nach eigenen Angaben habe das Unternehmen aus Atlanta bereits von einigen Investoren Gelder für das ehrgeizige Vorhaben eingesammelt.

Die Reichweite des Fliegers soll 4600 Meilen (rund 7403 Kilometer) bei einer Reisegeschwindigkeit von 3300 Meilen pro Stunde (rund 5311 Kilometer pro Stunde) betragen. Zu den Gründern von Hermeus sollen auch ehemalige Mitarbeiter von Space X (Elon Musk) und Blue Origin (Jeff Bezos) gehören. Bis Passagiere in einem derartigen Überschallflieger Platz nehmen können, soll mindestens noch eine Dekade vergehen. Ein One-Way-Ticket soll dann rund 3000 Dollar kosten.

Hermeus ist übrigens nicht das einzige Unternehmen, das von einer Renaissance der Überschallflüge träumt, wie mein Kollege Volker Petersen vor kurzem aufgeschrieben hat.

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08:25 Uhr

Pocher kehrt mit "Magic Moment" zu "Let's Dance" zurück

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Schwingt gerne das Tanzbein: Oliver Pocher.

(Foto: RTL)

"Ich habe nach der Sendung gesagt, dass ich sehr gern noch meinen 'Magic Moment' vertanzen würde. Der war, als Deutschland 2014 Weltmeister wurde, mein Song 'Schwarz und Weiß' im Maracanã lief und ich da vor Ort sein durfte." Oliver Pocher will es noch einmal wissen. Am vorigen Freitag war der Comedian in der achten Folge der RTL-Tanzshow "Let's Dance" ausgeschieden. Nun offenbarte er bei "stern TV", dass er doch noch einmal in der Sendung antreten wolle.

Seine Kollegen von RTL hätten vorgeschlagen, ihm noch eine Chance zu geben. Pocher: "Ich wünsche natürlich allen toi, toi, toi - aber falls sich noch einer verletzen sollte: Ich habe eine Choreo und eine Performance. Ich bin jederzeit bereit, auch in der Sendung wiederzukommen." Pochers Auftritt ist für die neunte Folge der Show am 24. Mai geplant.

08:00 Uhr

Gefährliches Hobby - Umweltbehörde warnt vor Magnetangeln

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So sorglos wie diese Jungen in Kalkutta sollten Magnetangler in Hamburg nicht vorgehen.

(Foto: imago/robertharding)

Eines meiner liebsten Kinderspiele war das mit den kleinen Plastikangeln. An denen waren winzige Magnete befestigt mit denen Fische geangelt werden mussten, die ihr Magnet-Maul auf und zu machten. Bei der nun herausgegebenen Warnung der Hamburger Umweltbehörde geht es natürlich um etwas stärkere und größere Magneten. Denn diese werden auch im realen Leben in Gewässern verwendet. Doch viel zu oft befördern sie nicht harmlose Metallgegenstände an die Oberfläche, sondern Kriegswaffen.

  • Das sogenannte Magnetangeln sei ein äußerst gefährliches Hobby, so die Umweltbehörde. Insbesondere in den vergangenen Monaten seien mehrfach Granaten oder Pistolen aus dem Wasser gefischt worden. Diese Gegenstände sind in den meisten Fällen immer noch hochexplosiv.
  • Die Behörde wies darauf hin, dass das Magnetfischen laut Hamburgischem Wassergesetz eine genehmigungspflichtige Gewässerbenutzung (Sondernutzung) sei. "Jeder, der ohne Genehmigung der Wasserbehörde das Gewässer zum Magnetfischen nutzt, handelt mithin rechtswidrig", heißt es.
  • Zudem sei die Inbesitznahme von Kampfmitteln eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld belegt werden könne.
07:42 Uhr

Zehn Tote bei Streit zwischen Gangs in Mexiko

In den ersten vier Monaten des Jahres starben 11.500 Menschen in Mexiko einen gewaltsamen Tod. Hintergrund sind Konfrontationen und Machenschaften rivalisierender Gangs und Kartelle. Bei der jüngsten Auseinandersetzung zwischen zwei mutmaßlich kriminellen Gruppen wurden zehn Menschen getötet. Polizei und Militär fanden am Tatort in Uruapan etwa 400 Kilometer westlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt schwere Waffen und Munition verschiedener Kaliber, wie die Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Michoacán mitteilte. Neun Menschen starben direkt vor Ort, eine zehnte Person später im Krankenhaus. Die Hintergründe sind unklar. Michoacán grenzt an die Pazifikküste und ist damit strategisch wichtig für den Drogenhandel. Seit Jahren kämpfen dort rivalisierende Gruppen um Einfluss und Machtbereiche.

07:25 Uhr

Böhmermann nutzt Ibiza-Hype für Europa-Loblied

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Nach tagelangen Spekulationen scheint nun klar zu sein: Jan Böhmermann hat mit der Ibiza-Video-Affäre in Österreich nicht mehr zu tun als die erfolgreiche Werbung für das Vengaboys-Lied "We're Going to Ibiza", das es nach 20 Jahren wieder in die Charts geschafft hat. Doch der Satiriker nutzt die Aufmerksamkeit und Gerüchte um seine Person geschickt, um in seiner Sendung "Neo Magazin Royale" ein besonderes Statement zu setzen.

Gestern Abend veröffentlichte der Moderator ein rund 13-minütiges Musik-Video (es gibt auch einen gekürzten Clip), in dem er mit vielen europäischen Kollegen ein Loblied auf Europa singt. Die Beteiligten aus den unterschiedlichen EU-Ländern (mit Beteiligung der Schweiz und Großbritannien) trällern jeweils kurze Strophen über typische Eigenheiten der jeweiligen Nationen, um dann immer wieder gemeinsam in den Refrain "Allein sind wir allein" einzustimmen.

07:20 Uhr
Breaking News

Bericht: May dürfte am Freitag Rücktritt ankündigen

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Verlässt sie die Downing Street Number 10 bald für immer?

(Foto: REUTERS)

Ihre Tage sind gezählt: Die britische Premierministerin Theresa May will einem Medienbericht zufolge mit einer Rücktrittsankündigung noch in dieser Woche den Weg für einen Nachfolger frei machen. Es werde damit gerechnet, dass May am Freitag ihren Rückzug als Regierungschefin ankündigen werde, berichtete die Zeitung "The Times" ohne Nennung von namentlichen Quellen. May werde allerdings im Amt bleiben, bis ihre Konservative Partei einen Nachfolger ausgewählt habe.

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07:12 Uhr

Prognosen: Modis Regierungspartei liegt klar in Führung

Über mehrere Wochen erstreckten sich die Wahlen in der größten Demokratie der Welt. Am Sonntag schloss schließlich auch das letzte Wahllokal in Indien. Rund 65 Prozent der 900 Millionen Stimmberechtigten beteiligten sich nach Angaben der Wahlbehörde an der Wahl. Nun liegen erste Prognosen vor. Zwei Stunden nach Beginn der Auszählung führte die hindu-nationalistische Bharatiya Janata Party (BJP) des indischen Premierministers Narendra Modi in 277 von mehr als 540 Wahlkreisen deutlich vor der oppositionellen Kongresspartei, teilte die Wahlkommission in Neu Delhi mit.

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07:02 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

es geht los: Als erster EU-Staat haben die Niederlande die Europawahl eingeläutet. Am Flughafen Amsterdam Schiphol öffnete bereits um 05.00 Uhr morgens ein Wahllokal. Es gibt ja Menschen, die so früh aufstehen - mich eingeschlossen, doch das führt jetzt zu nichts ... Jedenfalls sind knapp 13 Millionen Bürger zur Abstimmung aufgerufen.

Auch in Großbritannien wird schon heute gewählt. Und das obwohl der Austritt aus der EU unmittelb… langfristig bevorsteht. Bei der Stimmenabgabe rechnet sich die Brexit-Partei von Nigel Farage gute Chancen aus. Mit AfD-Chef Jörg Meuthen hat der Brite in Brüssel dann auch einen politischen Freund an der Seite. Er sehe "eine Basis für eine gute Zusammenarbeit" mit der Brexit-Partei, so Meuthen, der mit seiner Partei vermutlich einer neuen Fraktion der Rechtsnationalisten und Populisten im Europäischen Parlament angehören wird.

Diese Themen sind heute außerdem wichtig:

  • Der Europäische Gerichtshof (EuGH) urteilt um 09.30 Uhr über die Rechte von Verbrauchern beim Erhalt mangelhafter Ware. Die Entscheidung hat Grundsatzcharakter. Im konkreten Fall geht es um die Klage eines Mannes, der ein seiner Meinung nach mangelhaftes Partyzelt gekauft hat.
  • Auf den Tag genau 70 Jahre nach der Verkündung des Grundgesetzes (Sie erinnern sich) wird heute in Berlin und Karlsruhe gefeiert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat 200 Bürger zur Kaffeetafel um 14.00 Uhr in den Park von Schloss Bellevue eingeladen.
  • Die Finanzminister von Bund und Ländern kommen um 19.15 Uhr zur Jahreskonferenz in Berlin zusammen. Bei dem zweitägigen Treffen geht es um die Schließung von Steuerschlupflöchern bei Immobiliengeschäften. Thema dürfte auch die geplante Reform der Grundsteuer sein.
  • Deutschland spielt heute um 20.15 Uhr (im Liveticker auf n-tv.de) bei der Eishockey-WM in der Slowakei im Viertelfinale gegen Tschechien. Obwohl das Team von Bundestrainer Toni Söderholm gegen den zwölfmaligen Weltmeister als Außenseiter ins Spiel geht, rechnen sich die Deutschen Chancen aufs Weiterkommen aus.
  • Da geht es dem 1. FC Union Berlin vermutlich ähnlich. Im Hinspiel der Relegation treffen die Eisernen heute um 20.30 Uhr (im Liveticker auf n-tv.de) auswärts auf den VfB Stuttgart. Dieser will zum Ende einer desolaten Saison den erneuten Absturz in die Fußball-Zweitklassigkeit um jeden Preis verhindern. Es dürfte spannend werden.

Ich werde mir das Treiben später gemütlich bei einem Erdbeer-Milchshake ansehen. Doch vorher versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:46 Uhr

Die Sonne löst die Regenschauer ab

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So schön kann das aussehen, wenn die Sonne in Stuttgart aufgeht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Heute können wir beim Wetter endlich mal wieder die Einheit wechseln. Von "Litern pro Quadratmeter" gehen wir nämlich auf "Sonnenstunden". Verantwortlich hierfür ist Zwischenhoch "Ophelia". Zwar geht es zu Beginn insgesamt ziemlich frisch mit örtlichem Bodenfrost und zum Teil dichten Nebelfeldern los. Dafür wird es aber bereits im Laufe des Vormittags häufig freundlich oder sonnig und trocken. Und auch am Nachmittag sind zumeist nur harmlose Quellwolken unterwegs. Dementsprechend erfreulich ist die Sonnenbilanz mit meist 10 bis 13 Sonnenstunden. Lediglich im Bereich der Mittelgebirge ist es schon mal schattiger. Aber auch hier wird es noch für 7 bis 10 sonnige Betriebsstunden reichen.

Björn Alexander

n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Den Sonnenzuwachs sehen wir ebenfalls bei den Temperaturen. Verbreitet kommen wir auf 19 bis 23 Grad. Etwas frischer zeigt sich das Erzgebirge bei 17 Grad. Alles in allem kann man es in der Sonne aber ganz gut aushalten.

Die weiteren Aussichten: Es wird wieder wechselhafter, jedoch nicht gänzlich unfreundlich. Dazu bringen es die Temperaturen morgen auf frühsommerliche 18 bis 24 Grad, bevor sich die Werte am Wochenende wieder verhaltener zeigen. Am Samstag bei 14 bis 23 Grad. Der Sonntag hat maximal noch 13 bis 22 Grad im Gepäck. Kurzum: Der große Regen ist durch, der Sommer kocht aber noch auf ganz kleiner Flamme. Ihr Björn Alexander

06:25 Uhr

Gesundheitliche Gründe: Horst Köhler gibt Amt auf

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Horst Köhler sah sich zum Rücktritt gezwungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bereits vor seiner Zeit als Bundespräsident (2004 bis 2010) beschäftigte sich Horst Köhler intensiv mit Afrika. Als Altpräsident übernahm er eine Funktion, die ihn noch mehr mit dem Kontinent verband: Im August 2017 wurde er UN-Sonderbeauftragter für den Westsahara-Konflikt. Doch damit ist nun Schluss: Der 76-Jährige habe UN-Generalsekretär Antonio Guterres über seinen sofortigen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen informiert, teilte ein Sprecher der Vereinten Nationen in New York mit.

Guterres dankte Köhler für dessen "unermüdliche und intensive Bemühungen" um eine politische Lösung des jahrzehntealten Konflikts in dem Gebiet, das zwischen Marokko und Mauretanien am Atlantik liegt.

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06:09 Uhr

Zwei US-Kriegsschiffe fahren durch Straße von Taiwan

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Der Zerstörer "USS Preble"

(Foto: U.S. Navy)

Neue Provokation gegen China: Mitten im Handelsstreit sind zwei US-Kriegsschiffe durch die Straße von Taiwan gefahren. Der Zerstörer "USS Preble" und der Flottenöltanker "USNS Walter S. Diehl" hätten die Meerenge passiert, sagte ein Sprecher des US-Militärs. Diese Passage verdeutliche das Bekenntnis der USA zu einem freien und offenen indopazifischen Ozean.

Taiwan ist einer der Streitpunkte in den Beziehungen zwischen den USA und China, neben dem Handelskrieg, US-Sanktionen und dem militärischen Auftreten Chinas im Südchinesischen Meer. Die USA unterhalten keine offiziellen Beziehungen zu Taiwan, unterstützen die von China beanspruchte Insel aber unter anderem mit Waffen. Seit 2010 wurden nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums Rüstungsgüter im Wert von 15 Milliarden Dollar nach Taiwan geliefert. Die Regierung in Peking bemüht sich dagegen, Taiwan international zu isolieren.

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