Freitag, 12. Juni 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Freitag, der 12. Juni 2020

Liebe Leserinnen und Leser, ein ungemütliches Wochenende steht bevor: In den kommenden Tagen blitzt und donnert es heftig über Deutschland. Laut dem ntv-Meteorologen Björn Alexander ist das Unwetterpotenzial besonders hoch. Teilweise sollen bis zu 50 Liter Wasser pro Quadratmeter fallen. Mehr zum (Un-)Wetter am Wochenende lesen Sie hier.

Was war heute wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

22:12 Uhr

Melania Trump soll nach Wahlsieg Ehevertrag nachverhandelt haben

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Zwischen der erfolgreichen Wahl Donald Trumps zum US-Präsident Ende 2016 und dem Umzug der First Lady nach Washington verging ein halbes Jahr.

(Foto: picture alliance/dpa)

Anfang 2017 haben sich viele Beobachter gefragt, warum sich Melania Trump so viel Zeit damit lässt, ins Weiße Haus zu ziehen und stattdessen weiter in New York blieb. Ganze sechs Monate dauerte es, bis sie Donald Trump nach dessen Wahl folgte. Nun veröffentlicht Mary Jordan, Reporterin der "Washington Post", eine Biografie über die First Lady, die nahelegt, Melania Trump habe die Zeit genutzt, um ihren Ehevertrag nachzuverhandeln.

Dieser sei finanziell nicht besonders großzügig gewesen, vor allem sei es ihr darum gegangen, den Status ihres Sohnes Barron aufzubessern: Er sollte gleichgestellt sein mit Donald Trumps Kindern Donald Jr., Ivanka und Eric. Jordan behauptet in ihrem Buch unter Berufung auf Insider, Mitte 2018 habe Melania Trump die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen.

Melania Trumps Sprecherin, Stephanie Grisham, wies die Darstellung in einem Statement als "erfunden" zurück.

21:24 Uhr

Segelflugzeug muss auf Bundesstraße notlanden

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Zum Glück kollidierte das Segelflugzeug nicht mit Autos auf der Bundesstraße.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nahe dem unterfränkischen Miltenberg ist ein Segelflugzeug auf einer vierspurigen Bundesstraße notgelandet. Der Pilot wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

"Wir haben zig Anrufe von erschrockenen Autofahrern erhalten - die konnten aber alle rechtzeitig bremsen oder ausweichen", sagte ein Polizeisprecher.

Der 67 Jahre alte Pilot des Segelfliegers war von einem Flugplatz in Aschaffenburg gestartet und hatte sich von einem Motorflugzeug in die Höhe schleppen lassen. Bei dem Motorflugzeug kam es zu technischen Problemen, so dass der Segelflieger früher als beabsichtigt ausgeklinkt werden musste und nicht die notwendige Flughöhe erreicht hatte. Der Pilot entschloss sich deswegen zur Notlandung.

20:42 Uhr

Trump nimmt mögliche Wahlniederlage gelassen

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"Wenn ich nicht gewinne, gewinne ich nicht".

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Donald Trump würde eine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl im November eigenen Worten zufolge akzeptieren. "Wenn ich nicht gewinne, gewinne ich nicht. Ich meine, wissen sie, mache weiter und tue andere Dinge. Ich denke, es wäre eine sehr traurige Sache für unser Land", sagte Trump in einem Interview mit dem TV-Sender Fox News.

Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, hatte zuletzt in einem Interview gesagt, dass er schon daran gedacht habe, dass Trump sich weigern könnte, das Weiße Haus im Fall einer Niederlage zu verlassen. Er fügte hinzu, er sei "absolut überzeugt" davon, dass das Militär Trump dann hinaus eskortieren würde. Trump sagte in dem Interview, dass Biden "nicht ganz da sei" und dass dies jeder wisse.

19:56 Uhr

Unbekannter attackiert Polizeiauto mit E-Scooter

Ein Streifenwagen der Frankfurter Stadtpolizei ist mithilfe eines E-Scooters beschädigt worden. Die Scheibe des parkenden Autos wurde eingeschlagen, verletzt wurde niemand. Sicherheitsdezernent Markus Frank sprach von "massiver Gewalteinwirkung". Zeugen hätten beobachteten, dass ein bisher unbekannter Mann mit dem Elektro-Tretroller und bloßen Fäusten auf die Windschutzscheibe eingeschlagen habe und anschließend geflohen sei. Das Polizeipräsidium Frankfurt ermittelt.

Laut Polizei erinnert dies an den Vorfall Ende Mai, bei dem eine Beamtin mit einem 20 Kilogramm schweren Ton-Blumenkübel beworfen worden war. Dieser war von der Fußgängerbrücke Eiserner Steg geworfen worden, verfehlte die Frau aber glücklicherweise.

19:04 Uhr

Atom-U-Boot brennt vor französischer Küste

An Bord eines französischen Atom-U-Boots im Hafen von Toulon ist ein Feuer ausgebrochen. Der Brand auf der "Perle", die 1993 in Dienst gestellt wurde, sei unter Kontrolle, und der austretende Rauch sei nicht radioaktiv, sagte eine Sprecherin der Präfektur. In einer Erklärung hieß es, niemand sei verletzt worden. Das Boot befinde sich zur Reparatur im Trockendock, an Bord seien weder nukleares Material noch Kernwaffen. Ein Löschschiff aus Marseille und Spezialisten beteiligen sich an den Löscharbeiten.

18:31 Uhr

Berliner CDU kassiert Shitstorm für mehrdeutigen Tweet

"Berliner Pendler: Täglich 320.000 Mal rein und raus. Und kein bisschen Spaß beim Verkehr." Mit diesem Tweet hat die Berliner CDU eine Reihe verärgerter Reaktionen provoziert.

  • Mario Czaja, selbst Mitglied der Berliner CDU-Fraktion, twitterte dazu: "Diese Art der Kommunikation gehört für mich nicht mehr zum Wertekanon unserer Union. Nehmt das bitte zurück. Mobilitätskonzepte sollten ohne sexuelle Anspielungen überzeugend kommuniziert werden können."
  • Die grüne Bundestagsabgeordnete Renate Künast fragte auf Twitter: "Welche Macho-Truppe schreibt denn sowas?"
  • Berlins Grünen-Fraktionsvorsitzende Antje Kapek kritisierte: "Das ist Schenkelklopfer-Humor, aber nicht das Niveau einer Großstadtpartei." Von seriöser Politik sei die CDU-Kampagne meilenweit entfernt.

Die Landes-CDU reagierte auf Kritik: "Wir haben gesagt, dass wir frecher, mutiger und auch mal provokant über unsere Inhalte ins Gespräch kommen werden. Das scheint uns zu gelingen", sagte ein Sprecher des CDU-Landesverbands. "Es ist doch unstrittig, dass der Pendlerverkehr in Berlin ein enormes Problem ist."

17:51 Uhr

Festnahmen, Razzien, Drohungen: Lukaschenko schüchtert Herausforderer ein

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Lukaschenko regiert Belarus seit mehr als 25 Jahren mit eiserner Faust.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor der Präsidentenwahl in Belarus (Weißrussland) geht Staatschef Alexander Lukaschenko immer schärfer gegen Gegner vor. Der 65-Jährige veranlasste eine Razzia der Finanzkontrolle bei der Belgasprombank wegen angeblicher illegaler Geschäfte. Der Ex-Chef der Bank, Viktor Babariko, will bei der Wahl am 9. August gegen den seit mehr als 25 Jahren regierenden Lukaschenko antreten.

  • Der Machthaber nannte Babariko einen "Halunken". Es werde ihm nicht gelingen, sich als Opfer oder politischer Gefangener aufzuspielen. Im Fall der Bank habe es bereits mehr als 15 Festnahmen gegeben, sagte der autoritär regierende Präsident der Staatsagentur Belta zufolge.
  • Babariko sprach von einem politisch inszenierten Verfahren. Die Opposition wirft Lukaschenko zunehmenden Druck auf Andersdenkende vor. Bei Protesten waren zuletzt zahlreiche Menschen festgenommen worden.
  • Lukaschenko warnte zuletzt vor angeblichen Destabilisierungsversuchen. Konkret drohte er "fetten Bonzen" privater Konzerne mit Kontrollen durch die Finanzpolizei.
17:21 Uhr

In 25. Staffel: USA bekommen ersten schwarzen "Bachelor"

Zum ersten Mal wird die Reality-Datingshow "The Bachelor" in ihrer 25. Staffel in den USA einen afroamerikanischen Junggesellen ins Zentrum stellen.

  • Der 28-Jährige Matt James war ursprünglich als "Suitor" bei "The Bachelorette" vorgesehen, einer der Kandidaten, der sich um die Junggesellin in der Frauen-Version der Show bewirbt. Nun sei er für die 2021 geplante Männer-Staffel als Haupt-Kandidat vorgesehen, hieß es bei der Präsentation von James im US-Frühstücksfernsehen "Good Morning America".
  • Die seit 2002 laufende Show zählt in den USA zu den erfolgreichsten Formaten der letzten Jahrzehnte und erreichte auch zuletzt noch wöchentlich mehr als acht Millionen Amerikaner. Die Sendung steht aber seit Längerem in der Kritik, weil es in 18 Jahren keinen Schwarzen als Hauptkandidaten und nur wenige afroamerikanische "Suitors" gab.
  • In den 15 Staffeln der Frauen-Version "The Bachelorette" gab es mit Rachel Lindsay bisher eine Schwarze in der Titel-Funktion.
16:30 Uhr

Arzt warnte früh vor Virus: Toter Corona-Held wird Vater

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Li Wenliangs Tod löste große Anteilnahme aus.

(Foto: REUTERS)

Vier Monate nach dem Tod des chinesischen Arztes Li Wenliang, der frühzeitig vor dem Ausbruch des Coronavirus gewarnt hatte, hat seine Frau in Wuhan einen Jungen zur Welt gebracht.

Seine Frau schrieb in sozialen Medien an ihren Mann: "Hast Du es vom Paradies aus gesehen? Dein letztes Geschenk für mich ist heute geboren worden, und ich werde ihn ganz sicher sehr lieben."

Schon am 30. Dezember hatte der 34-jährige Augenarzt online in einer Diskussionsgruppe von Medizinern und Studenten unter Hinweis auf eine wachsende Zahl von mysteriösen Virusfällen vor einer Wiederkehr des Sars-Virus gewarnt, das vor 17 Jahren zu einer Pandemie mit 8000 Infizierten und 774 Toten geführt hatte. Die Polizei hatte ihn und andere Teilnehmer der Chatgruppe danach wegen der Verbreitung von "Gerüchten" vorgeladen und verwarnt.

15:53 Uhr

Putin pfeift beim Feiern auf eigene Corona-Regeln

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Sektempfang und Smalltalk mit "Helden der Arbeit": Putin feiert den "Tag Russlands".

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Heute feiert Russland den 30. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Am "Tag Russlands" in Moskau ist auch Kremlchef Wladimir Putin mit dabei. Das ist sein erster öffentlicher Auftritt seit Wochen.

Anders als in der Hauptstadt wegen der Corona-Pandemie vorgeschrieben, trug der Präsident keine Maske. Viele Gäste der Zeremonie mit einem feierlichen Hissen der Staatsflagge hatten weder Handschuhe an noch einen Mund- und Nasenschutz. Niemand wahrte die soziale Distanz, wie selbst Staatsmedien hervorhoben. Der 67-jährige Putin umarmte Russlands Ärztepräsidenten Leonid Roschal, der in Maske und mit Handschuhen erschien. Der 87-Jährige wurde als "Held der Arbeit" ausgezeichnet.

Die Zahlen der Corona-Infektionen steigen in Russland täglich um mehr als 8000. Bis Freitag waren 511.423 Erkrankungen gemeldet.

15:29 Uhr

Lambrecht spricht sich gegen "Rasse" im Grundgesetz aus

SPD-Bundesjustizministerin Christine Lambrecht unterstützt den Vorschlag der Grünen, den Begriff "Rasse" aus dem Grundgesetz zu streichen. Im Gespräch mit RTL/ntv sagte sie: "Es hat in dieser Zeit (1949) seine Berechtigung gehabt, aber ich denke, wir sind heute in einer anderen Zeit und deswegen sollte dieser Begriff aus unserem Grundgesetz entfernt werden. Aber der Botschaft, gegen Rassismus zu kämpfen, müssen wir uns weiterhin verpflichtet sein."

Auf die Frage, wie schnell eine dafür erforderliche Grundgesetzänderung möglich ist, sagte Lambrecht: "Eine Grundgesetzänderung ist immer mit einer Zweidrittel-Mehrheit verbunden, sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat. Und ich denke, wenn sich alle einig sind, dass wir heute in einer anderen Zeit sind als die Mütter und Väter des Grundgesetzes, wir uns dennoch dem Kampf gegen den Rassismus verpflichtet fühlen, dann kann das sehr schnell gehen."

Die Grünen-Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck hatten sich in der Debatte über Rassismus nach dem Tod des schwarzen US-Bürgers George Floyd für eine ersatzlose Streichung des Begriffs "Rasse" ausgesprochen. In Artikel 3 des Grundgesetzes heißt es: "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden." Heute wird der Begriff "Rasse" vor allem in der Tierzucht verwendet.

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14:41 Uhr

Söder als Kanzlerkandidat? Das sagt AKK dazu

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Söder wird von vielen Beobachtern als vielversprechender Anwärter für die Kanzlerkandidatur gehandelt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der künftige CDU-Vorsitzende hat aus Sicht der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer Anspruch auf den Posten des Kanzlerkandidaten der Union. "Wir werden zunächst den Vorsitz der CDU neu bestimmen. Der hat aus unserer Sicht den ersten Anspruch auf die Kanzlerkandidatur", sagte sie "Focus Online" auf eine Frage nach den Chancen von CSU-Chef Markus Söder.

  • Der bayerische Ministerpräsident hat in der Corona-Krise ausgesprochen gute Umfragewerte und ist auch deshalb immer wieder als gemeinsamer Kanzlerkandidat von CDU/CSU im Gespräch.
  • Kramp-Karrenbauer fügte hinzu: "Am Ende muss es immer eine gemeinsame Entscheidung von CDU und CSU sein, wer der gemeinsame Spitzenkandidat ist."
  • Auf die Frage, ob Söder in der Corona-Krise ihrer Partei nicht gerade die Schau stehle, sagte sie: "Dass der Freistaat immer besonders selbstbewusst unterwegs ist, ist nicht neu." Zudem sei Söder Ministerpräsident eines Bundeslandes das besonders hart von Corona betroffen war.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich ins Wochenende, ich begleite Sie ab jetzt und bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Freitagnachmittag!

14:02 Uhr

Forscher benennt neue Spinne nach Greta Thunberg

Weltweit hat die schwedische Schülerin Greta Thunberg Menschen zu Engagement für Klimaschutz inspiriert - nun hat sie achtbeinige Namensvetterinnen: Der Frankfurter Arachnologe Peter Jäger hat eine neue Spinnengattung auf Madagaskar nach der Aktivistin benannt. Mit der Namenswahl will der Forscher der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung auf die Bedrohung der Artenvielfalt aufmerksam machen.

Die Studie über fünf Thunberga-Arten innerhalb der Riesenkrabbenspinnen ist nun im Fachjournal "Zootaxa" erschienen, wie eine Senckenberg-Sprecherin berichtete. Während sich vier Arten der Gattung Thunberga von anderen Riesenkrabbenspinnen vor allem durch die einzigartige Bezahnung ihrer Kieferklauen sowie ihres außergewöhnlich gepunkteten Vorderleibs unterscheiden, handelt es sich bei "Thunberga greta" um eine bislang unbekannte Art. Die Benennung der Spinnengattung soll laut Jäger auch ein Weckruf sein, damit die Forderungen der "Fridays For Future"-Demonstrationen von Politik und Wirtschaft gehört werden.

13:30 Uhr

Junge Marokkaner hoffen auf Sommer-Job in Schweizer Alpen

In Marokko gibt es ungewöhnlich großes Interesse an einem Sommer-Job in den Schweizer Alpen: Mehrere Tausend junge Marokkaner haben sich gemeldet, um dort in der Höhe Kühe zu melken und Schafe zu bewachen. Der Ansturm auf Portale mit Stellenangeboten ist seit einigen Monaten enorm. Der Betreiber eines der Portale, Giorgio Hösli, berichtete im Radiosender SRF von täglich bis zu 200 Bewerbungen aus dem nordafrikanischen Land.

Nur: Die Marokkaner haben falsche Hoffnungen, geschürt durch Videos auf YouTube. Dort gibt es genaue Anleitungen in arabischer Sprache, wie die Stellenanzeigen auszufüllen sind. Tatsächlich haben die jungen Männer in der Schweiz aber keine Chance auf ein Arbeitsvisum. Auf dem Webportal Jobscout heißt es, sogenannte Älpler könnten mit umgerechnet gut 2150 Euro plus Kost und Logis rechnen - ein Vielfaches vom Lohn in Marokko, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist. Höslis Portal "zalp" gibt Bruttolöhne von rund 145 Euro pro Tag an. Dort gibt es Stellen zum Hüten von Ziegen, Kühen, Schafen, Hühnern und Pfauen. Doch: Alp-Einsätze sind nur für Menschen aus dem EU-Raum oder anderen Ländern möglich, mit denen die Schweiz entsprechende Abkommen hat.

12:57 Uhr

Knochenteile belegen: Jahrelang vermisstes Pärchen kam gewaltsam zu Tode

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Säcke und Tonnen mit sichergestellter Erde hat die Polizei in einem abgesperrten Waldstück aufgestapelt.

picture alliance/dpa

Ein in Oberbayern 18 Jahre nach seinem Verschwinden tot aufgefundenes Paar ist gewaltsam zu Tode gekommen. Das ergab die Untersuchung der gefundenen Knochenteile, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Die Ermittlungen werden nun wegen zweifachen Mordes geführt.

  • Durch die rechtsmedizinische Untersuchung steht zudem zweifelsfrei fest, dass es sich bei den Anfang Mai von einem Spaziergänger in der Gemeinde Kipfenberg gefundenen menschlichen Überresten um das seit 2002 vermisste Pärchen aus Ingolstadt handelt. Damals stellte ein Verwandter eine Vermisstenanzeige bei der Polizei.
  • Derzeit arbeiten rund zehn Beamte der Kripo Ingolstadt an der Aufklärung des Falls. Nach den Leichenfunden könnten nun Hinweise und Ermittlungsergebnisse aus der Vergangenheit neu bewertet und zugeordnet werden, hieß es.
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12:20 Uhr

In Deutschland werden weniger Fahrräder geklaut

Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Deutschland ist der Bundesregierung zufolge in den vergangenen fünf Jahren deutlich zurückgegangen. Zwischen 2015 und 2019 sank die Zahl der geklauten Drahtesel um 17 Prozent, wie aus einer veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung hervorgeht. Demnach wurden im vergangenen Jahr 277.874 Räder gestohlen, 2015 waren es noch 335.174. "Corona-bedingt ist davon auszugehen, dass sich die gemeldeten Diebstähle in diesem Jahr deutlich reduzieren werden", prognostizierte Jung.

In Sachsen-Anhalt, Hamburg und Schleswig-Holstein war der Rückgang der Diebstähle der Antwort zufolge mit rund 30 Prozent am stärksten. Das einzige Bundesland mit einem Anstieg an geklauten Rädern war demnach Sachsen. Wurden im Freistaat 2015 noch 19.395 Fahrräder als gestohlen gemeldet, waren es 2019 21.021.

11:56 Uhr

102-Jährige stürzt aus Fenster und stirbt

In Rostock ist eine 102 Jahre alte Seniorin nach dem Sturz aus dem Fenster ihrer Wohnung im zweiten Stock gestorben. Nach dem Fall aus acht Metern Höhe fand der 70 Jahre alte Sohn die Verunglückte am späten Donnerstagnachmittag vor dem Mehrfamilienhaus, wie die Polizei mitteilte. Es gebe bislang keine Anzeichen für Fremdeinwirkung oder für einen Suizid, sagte eine Polizeisprecherin. Dennoch werde vorerst wegen eines nicht natürlichen Todesfalls ermittelt.

11:12 Uhr

Mann vergiftet Obdachlose in Kalifornien

Ein Mann in Kalifornien soll mindestens acht Obdachlosen vergiftetes Essen gegeben und dann ihr Leiden gefilmt haben. Gegen den 38-Jährigen sei nun Anklage erhoben worden, teilte die Bezirksstaatsanwaltschaft von Orange County mit. Mehrere Opfer mussten nach der Tat in Krankenhäusern behandelt werden, hieß es weiter.

  • Der Beschuldigte habe dem Essen eine Substanz beigemischt, die "doppelt so stark ist wie das von der Polizei verwendete Pfefferspray", hieß es.
  • Einigen Obdachlosen habe der Mann zuvor gesagt, sie würden an einem Wettstreit um scharfes Essen teilnehmen, anderen habe er Bier gegeben, um sie dazu zu verleiten, das heimlich vergiftete Essen zu sich zu nehmen.
  • Manche von ihnen erlitten heftige Schmerzen, Atembeschwerden oder mussten erbrechen. "Diese Menschen wurden als Opfer ausgesucht, weil sie wehrlos sind", sagte der zuständige Bezirksstaatsanwalt Todd Spitzer.
  • Es handele sich hier um eine "verzerrte Form der Belustigung". Die Behörden suchen derzeit nach möglichen weiteren Opfern. Der Mann sei bereits im Mai festgenommen worden. Bei einer Verurteilung drohten ihm bis zu 19 Jahre Haft.
10:50 Uhr

Studentin verschleppt und vergewaltigt, 43-Jähriger zu zwölf Jahren Haft verurteilt

Im Prozess um die Entführung und Vergewaltigung einer Studentin hat das Landgericht Lübeck den Angeklagten zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht befand den 43 Jahre alten Türken des versuchten Mordes, der Vergewaltigung und der Freiheitsberaubung für schuldig.

Der Mann hatte die Medizinstudentin nach Auffassung des Gerichts im Oktober 2019 nach einer Party in seinen Transporter gezerrt und vergewaltigt. Anschließend ließ er sie gefesselt und geknebelt auf einem einsamen Feldweg bei Mönkhagen im Kreis Stormarn zurück, was als Mordversuch gewertet wurde. Die Verteidigerin kündigte Revision an.

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10:30 Uhr

Stephan E. will vor Gericht erst mal schweigen

Im am Dienstag beginnenden Prozess um den mutmaßlich rechtsextrem motivierten Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wird der Hauptangeklagte Stephan E. zunächst schweigen. "Der Mandant wird sich bis auf Weiteres nicht einlassen", sagte sein Verteidiger Mustafa Kaplan dem "Spiegel" laut Vorabmeldung. E. wird vorgeworfen, den nach Äußerungen in der Flüchtlingskrise aus der rechten Szene massiv angefeindeten Lübcke vor gut einem Jahr auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen zu haben.

Der Prozess läuft vor dem hessischen Oberlandesgericht in Frankfurt am Main. Angeklagt ist auch ein mutmaßlicher Komplize, der bei der Tat ebenfalls anwesend gewesen sein soll. In dem Verfahren geht es zudem um den versuchten Mord an einem irakischen Asylbewerber im Jahr 2016.

09:47 Uhr

Handel muss Preisschilder nicht ändern

Der Einzelhandel sollte laut einer Empfehlung des Bundeswirtschaftsministeriums die Mehrwertsteuersenkung ab Juli unbürokratisch über pauschale Rabatte an Kunden weitergeben. Für die auf das zweite Halbjahr 2020 befristete Senkung von 19 auf 16 Prozent könnten Unternehmen für die meisten Produkte bestehende Ausnahmemöglichkeiten der Preisangabenverordnung nutzen. Das geht aus einem Schreiben des Ministeriums an die Preisbehörden der Bundesländer hervor

Der Einzelhandel hatte zuletzt kritisiert, die Mehrwertsteuersenkung führe zu Mehrkosten, um die neuen Preise ab Juli auszuweisen und die Kassensysteme umzustellen. Das Ministerium empfiehlt in dem Schreiben, die pauschalen Rabatte erst an der Kasse zu gewähren. Dann müssten nicht alle Preisschilder in den Regalen in der Nacht zum 1. Juli geändert werden. Diese Vorgehensweise greift allerdings nicht für alle Waren - beispielsweise nicht für preisgebundene Artikel wie Bücher, Zeitschriften, Zeitungen und rezeptpflichtige Arzneimittel.

09:09 Uhr

Robert De Niro berichtet vom Leben mit seinen sechs afroamerikanischen Kindern

Die sechs Kinder von Oscarpreisträger Robert De Niro sind alle halb schwarz "und sogar ich nehme bestimmte Dinge als selbstverständlich hin", sagte der Schauspieler bei der "The Tonight Show Starring Jimmy Fallon". Seinen Kindern Verhaltensweisen mitzugeben, wie sie sich bei einer Polizeikontrolle zu verhalten hätten, sei jedoch beängstigend - "das muss sich ändern". Jeder, der einen Menschen aus einem anderen Grund als Selbstverteidigung oder der Verteidigung anderer verletze, solle diesen Job nicht ausüben, sagte De Niro und bezog sich dabei auf die Fälle von Polizeigewalt in den USA.

De Niros älteste Kinder Drena und Raphael hat er mit seiner Ex-Frau Diahnne Abbott. Die Zwillingssöhne Julian und Aaron sind von seiner Ex-Frau Toukie Smith, Sohn Elliot und Tochter Helen hat er mit seiner Ex-Frau Grace Hightower.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:33 Uhr

Im Norden hält sich der Regen hartnäckig

Heute halten sich im Norden zunächst noch zum Teil dichte Wolkenfelder und stellenweise fällt noch etwas Regen. Sonst ist es nach örtlichen Nebelfeldern aber verbreitet schön. Erst nachmittags oder abends sind vor allem von Brandenburg bis nach Sachsen einzelne Wärmegewitter zu erwarten. Lokal mit der Gefahr von Starkregen. Auch ganz im Westen - von der Eifel bis zum Saarland - kann es später einzelne gewittrige Schauer geben.

Björn Alexander

Björn Alexander

Es wird deutlich wärmer als zuletzt mit Höchstwerten von meist 23 bis 30 Grad. Nur an der Ostseeküste bleibt es im Seewind bei um oder unter 20 Grad spürbar frischer.

Die weiteren Aussichten: Morgen sind in der Nordosthälfte und ganz im Westen zu Beginn schon einzelne Schauer sowie Blitz und Donner unterwegs. Sonst gibt es neben längerem Sonnenschein im Tagesverlauf vermehrt Quellwolken und gebietsweise starke Schauer und Gewitter. Lokal können sie unwetterartig ausfallen mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Die größte Unwettergefahr besteht voraussichtlich in der Nordhälfte bis in den Nordosten Bayerns. Der Schwerpunkt dürfte bei Starkregen mit örtlicher Überflutungsgefahr liegen. Dabei wird es schwülwarm bis -heiß bei maximal meist 23 bis 31 Grad; mit den höchsten Werten im Osten, im Seewind der Ostsee bleibt es wiederum etwas kühler.

Am Sonntag gibt es besonders von der Nordsee und dem Emsland bis zu den Alpen und dem Erzgebirge recht verbreitete Schauer und Gewitter. Örtlich erneut unwetterartig. Ganz anders sieht es im äußersten Norden und Nordosten aus. Hier bleibt es überwiegend freundlich bis sonnig und trocken. Die Temperaturen: Nach wie vor teils schwülwarm mit meist 21 bis 28 Grad, im Süden mit längerem Regen 15 bis 20 Grad. Damit wünsche ich Ihnen ein hoffentlich entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

08:04 Uhr

AKK warnt vor Verlängerung der Mehrwertsteuer-Senkung

Unmittelbar vor dem Kabinettsbeschluss zur Mehrwertsteuer-Senkung hat die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer vor einer Verlängerung der Corona-Hilfsmaßnahme über dieses Jahr hinaus gewarnt. "Ich möchte gerade durch die zeitliche Begrenzung die Anreizwirkung verstärken. Die Leute sollen jetzt leichter über Anschaffungen nachdenken können, die Wirtschaft soll jetzt anspringen", sagte sie dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Wenn wir das Zeitlimit weglassen, konterkariert das einen Teil der erwünschten Wirkung."

Das Bundeskabinett will diese und weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur in einer Sondersitzung heute beschließen. CSU-Chef Markus Söder hatte sich bereits für eine Verlängerung ins nächste Jahr hinein ausgesprochen, auch SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich zeigte sich offen. Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz schlossen das aber bereits aus.

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07:39 Uhr

Gewalttätige Zusammenstöße bei Protesten im Libanon

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In den vergangenen Monaten hatte es im Libanon immer wieder Demonstrationen gegen Misswirtschaft und Korruption gegeben. Das Land steckt in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Bürgerkrieg von 1975-1990.

picture alliance/dpa

Bei den Protesten im Libanon gegen Korruption und den Umgang der Regierung mit der massiven Wirtschaftskrise ist es erneut zu gewalttätigen Zusammenstößen gekommen. Im Zentrum der Hauptstadt Beirut setzten die Sicherheitskräfte am Donnerstagabend Tränengas gegen Demonstranten ein, wie das libanesische Fernsehen berichtete. Aus den Reihen der Protestteilnehmer wurden Steine geworfen.

Eine wichtige Straße im Zentrum der Hauptstadt wurde von Demonstranten blockiert. Angaben zu möglichen Verletzten in Beirut lagen zunächst nicht vor. Auch in vielen anderen Landesteilen blockierten Demonstranten Verkehrsverbindungen. In der nördlichen Hafenstadt Tripoli feuerten die Sicherheitskräfte ebenfalls Tränengas auf Demonstranten ab. Diese hatten versucht, eine Filiale der Zentralbank zu stürmen, wie die staatliche Nachrichtenagentur ANI berichtete. Acht Menschen seien verletzt worden.

06:47 Uhr

Kelly Clarkson hat die Scheidung eingereicht

Ehe-Aus für die amerikanische Sängerin Kelly Clarkson und ihren Mann Brandon Blackstock: Nach knapp siebenjähriger Ehe soll Clarkson die Scheidung eingereicht haben, wie US-Medien berichteten. Dem Internetdienst "The Blast" zufolge hat sie laut Gerichtsdokumenten den Antrag schon am 4. Juni in Los Angeles gestellt. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, die bald sechs Jahre alte Tochter River Rose und den vierjährigen Sohn Remington Alexander. Die Grammy-Gewinnerin Clarkson wurde durch die Castingshow "American Idol" und durch Hits wie "Since U Been Gone" und "Walk Away" weltbekannt. Sie ist auch Jurorin in der US-Show "The Voice".

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06:29 Uhr

USA wollen Truppenkontingent im Irak weiter reduzieren

Die USA wollen ihre Truppenstärke im Irak in den kommenden Monaten weiter reduzieren. Das erklärten die Regierungen in Washington und Bagdad in der Nacht in einer gemeinsamen Mitteilung im Zuge eines Strategischen Dialogs, der am Donnerstag begonnen hatte. Begründet wurde die Truppenreduzierung mit "bedeutendem Fortschritt" bei der Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Vereinigten Staaten hätten bekräftigt, dass sie weder eine ständige militärische Präsenz noch dauerhafte Stützpunkte im Irak anstrebten, hieß es weiter.

Washington führt eine internationale Koalition an, die in der Region gegen die Extremisten vorgeht. Rund 5000 US-Soldaten sind im Einsatz. Der IS hat zwar sein Herrschaftsgebiet in Syrien und im Irak verloren, ist aber weiter aktiv. Gerade in den vergangenen Wochen hatten sich Meldungen über Angriffe der Extremisten gehäuft und Sorgen vor deren Wiedererstarken genährt. Der Einsatz der US-Soldaten ist in dem Krisenland hoch umstritten. Vor allem die eng mit dem Iran verbundenen irakischen Parteien und Milizen fordern deren Abzug.

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06:18 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mit der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer und dem Kinderbonus will die Bundesregierung heute wichtige Teile des geplanten Konjunkturpakets auf den Weg bringen. Es soll die Wirtschaft angesichts der Corona-Krise beleben und dafür sorgen, dass die Verbraucher wieder in Konsumlaune kommen. Der Beschluss eilt, denn die Mehrwertsteuer soll bereits im Juli sinken.

Außerdem werden heute diese Themen wichtig:

  • Wirtschaftsminister Peter Altmaier informiert über Probleme deutscher Unternehmen in der Corona-Krise. Dazu trifft er sich mit den Vertretern mehrerer Branchenverbände, unter anderem des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, des Arbeitgeberverbands BDA und der Digitalwirtschaft
  • Im Prozess um die Entführung und Vergewaltigung einer Studentin wollen die Richter am Landgericht Lübeck ihr Urteil verkünden. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, die 21 Jahre alte Medizinstudentin im Oktober 2019 nach einer Party in seinen Transporter gezerrt und vergewaltigt zu haben. Anschließend soll er sie gefesselt und geknebelt auf einem einsamen Feldweg bei Mönkhagen im Kreis Stormarn zurückgelassen haben.
  • Im Prozess gegen einen selbst ernannten "Cyber-Dschihadisten" will das Düsseldorfer Oberlandesgericht das Urteil verkünden. Dem 39-Jährigen wird vorgeworfen, die islamistischen Terrorgruppen Ahrar al-Scham und Islamischer Staat (IS) unterstützt zu haben.
  • Und Fußball gespielt wird auch wieder: Drei Tage nach der Trennung von Chefcoach Alfred Schreuder trifft die TSG 1899 Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga auf ihren früheren Trainer Julian Nagelsmann. Die Kraichgauer empfangen RB Leipzig.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

05:59 Uhr