mit Uladzimir ZhyhachouDas war Montag, der 27. Dezember 2021
Liebe Leserinnen und Leser,
erwartungsgemäß war heute nicht allzu viel los. Und das ist doch gut so - no news is good news. Doch ganz ohne Nachrichten ging's auch heute nicht:
Kontakte werden eingeschränkt: Bundesländer verschärfen Corona-Regeln
Nach Kritik von Kretschmann: Kubicki wehrt sich im Streit um Impfpflicht
Nach Äußerungen über Impfstoffe: Trump gerät ins Kreuzfeuer von Impfgegnern
Regen fällt auf gefrorenen Boden: Vereiste Straßen sorgen für zahlreiche Unfälle
Öko-Test urteilt süß-sauer: Ein Orangensaft ungenügend, drei mangelhaft
Ich entschwinde in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!
Ermordete Frau im Koffer - zwei Brüder angeklagt
Gut fünf Monate nach der Tötung einer zweifachen Mutter aus Afghanistan hat die Berliner Staatsanwaltschaft zwei Brüder der Frau wegen Mordes angeklagt. Die Behörde geht von niederen Beweggründen aus. Laut Anklage haben die Männer ihre 34 Jahre alte Schwester umgebracht, weil diese nicht nach ihren Wertvorstellungen gelebt hat, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte.
Der Fall hatte für Schlagzeilen gesorgt. Medien hatten Fotos aus Überwachungskameras veröffentlicht, auf denen die Brüder im Alter von damals 22 und 25 Jahren zu sehen sein sollten, während sie einen großen Rollkoffer zwischen vielen Menschen im belebten Bahnhof Berlin-Südkreuz hindurchzogen. In dem Koffer sollen die Männer laut Anklage die zerteilte Leiche ihrer Schwester nach Bayern transportiert und dort vergraben haben.
Seit dem 4. August sitzen sie in Untersuchungshaft.
Die Frau und die Brüder kamen vor einigen Jahren aus Afghanistan nach Deutschland. Das Opfer hatte zwei Kinder im Alter von damals 9 und 13 Jahren und war von einem afghanischen Mann geschieden.
Kanye West kauft Haus neben seiner Ex Kim Kardashian
Kanye West hat laut britischer "Daily Mail" ein Haus gegenüber von Kim Kardashians Anwesen gekauft. Nach der Trennung ist der Rapper aus der gemeinsamen Villa im Los Angeles County ausgezogen. Um wohl trotzdem nah bei seinen Kindern zu sein, soll er nun das Haus ganz in der Nähe erstanden haben. Das Anwesen mit fünf Schlafzimmern soll 4,5 Millionen US-Dollar (rund 4 Millionen Euro) gekostet haben. Der Rapper hat laut "Daily Mail" im Vergleich zum gelisteten Preis sogar rund 421.000 Dollar mehr hingeblättert, damit er das Anwesen auch sicher bekommt.
Kardashian hatte im Februar die Scheidung von West eingereicht. Sieben Jahre war das Paar verheiratet und hat vier gemeinsame Kinder.
Bus stürzt in Graben - mindestens sieben Tote in Kolumbien
Beim Unfall eines Reisebusses in Kolumbien sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen mussten in Krankenhäusern behandelt werden, wie der Bürgermeister des Ortes San Luís, Henry Suárez, dem Portal "El Colombiano" sagte.
Der Fahrer hatte demnach in der Nacht auf einer Autobahn nahe der Stadt Medellín offenbar die Kontrolle über den Bus verloren. Dieser kam von der Fahrbahn ab und stürzte in einen Graben.
An Bord waren laut Suárez rund 45 Passagiere. Unter den Toten sei eine schwangere Frau.
Der Bus war nach Medienberichten von der Hauptstadt Bogotá an die Karibikküste des südamerikanischen Landes unterwegs.
Moskau droht NATO mit bewaffnetem Konflikt
Angesichts der Spannungen zwischen Russland und der NATO hat das Verteidigungsministerium in Moskau westliche Militärattachés vor der Gefahr eines bewaffneten Konflikts gewarnt. "In der letzten Zeit ist die Allianz zu einer Praxis direkter Provokationen übergegangen, die ein hohes Risiko darstellen, sich zu einer bewaffneten Konfrontation auszuweiten", sagte der stellvertretende russische Verteidigungsminister Alexander Fomin vor Diplomaten in Moskau.
Fomin warf der NATO eine massive Zunahme militärischer Aktivitäten vor. Allein 2020 sei die Zahl der militärischen Flüge an Russlands Grenzen von 436 auf 710 gestiegen. Jedes Jahr halte die Nato zudem 30 große Manöver mit Kampfszenarien gegen Russland ab. Fomin erinnerte an Russlands Forderungen an die Nato nach Sicherheitsgarantien und einem Ende der Osterweiterung. Erneut warnte er vor einem möglichen Nato-Beitritt der Ukraine. Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt mit Konsequenzen gedroht, sollte die Nato weiter in Russlands Nähe vordringen.
Gewaltsamer Tod von Ex-Fußballprofi Atkinson: Polizei bittet um Verzeihung
Die englische Polizei hat sich für den Tod des früheren britischen Fußball-Profis Dalian Atkinson bei der Familie entschuldigt. "Eine Polizeiuniform verleiht den Mitarbeitern keine Immunität, unrechtmäßig zu handeln und ihre Befugnisse zu überschreiten", erklärte die Vorsitzende der West Mercia Police, Pippa Mills, in einem Schreiben an die Familie Atkinsons, aus dem die britischen Medien zitierten.
Der schwarze Ex-Fußballer war 2016 gestorben, nachdem Polizisten ihm dreimal - einmal davon 33 Sekunden lang - mit einem Gerät Elektroschocks verabreicht und ihn zweimal gegen den Kopf getreten hatten. Im vergangenen Juni wurde deswegen ein Polizist wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt.
Das Verhalten des Polizisten stehe in "direktem Widerspruch" zu den Standards und der Herangehensweise, die von der Polizei erwartet werden könnten, erklärte Mills. Der Polizist habe daher dem Vertrauen der Öffentlichkeit in die Polizei geschadet.
Mann gibt fünfjähriger Tochter Kokain statt Abführmittel
Eine folgenschwere Verwechslung oder doch Absicht? Ein Mann hat in Italien seiner fünfjährigen Tochter anstelle eines Abführmittels Kokain verabreicht. Wie italienische Medien berichteten, rührte der Mann an Heiligabend in seinem Haus in Ravenna anstelle des Abführmittels Kokainpulver in ein Glas Wasser und gab es seiner Tochter zu trinken.
Nachdem sich der Gesundheitszustand des Mädchens verschlechterte, rief der Mann den Krankenwagen. Die Fünfjährige wurde in ein Krankenhaus in Bologna gebracht. Sie ist außer Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft von Ravenna leitete wegen des Vorfalls eine Untersuchung ein.
Dax macht eine nachweihnachtliche Klettertour
Der Start zur Jahres-Schlussetappe ist dem deutschen Aktienmarkt gelungen. Trotz fehlender fundamentaler Impulse übersprang der Dax äußerst locker die 15.800er-Marke. Steigende Kurse an Wall Street wirkten sich positiv auf das Frankfurter Börsengeschehen aus. Daneben dürfte sich laut Börsianern das sogenannte Window-Dressing bemerkbar machen: Institutionelle Anleger nutzen dabei die dünnen Umsätze, um die Kurse nach oben zu pflegen.
Dennoch gibt auch nach wie vor das große Problem namens Omikron. So wird in Asien weiterhin mit harten Lockdowns versucht, der Pandemie Herr zu werden. Damit besteht die Gefahr, dass die Lieferketten weiter nicht richtig ins Laufen kommen und die Preise wegen der Mangelwirtschaft noch weiter nach oben gehen.
Die deutschen Anleger schoben die Bedenken heute aber beiseite. Der Dax gewann 0,5 Prozent und schloss bei 15.835 Punkten. Damit rückte für den deutschen Börsenleitindex sogar wieder das Rekordhoch von 16.290 Stellen ins Blickfeld. Der EuroStoxx50 notierte sogar 0,8 Prozent höher bei 4289 Zählern.
Schwierig war es einmal mehr für den Reisesektor. Inzwischen wurde nämlich bekannt, dass über Weihnachten weltweit mehr als 7000 Flüge bei verschiedensten Fluglinien ausgefallen sind oder abgesagt wurden. Für Lufthansa ging es um 0,5 Prozent nach unten.
Wacker Chemie sieht große Chancen in der biopharmazeutischen Produktion - auch durch Zukäufe. Das Biopharmageschäft sei ein absoluter Wachstumsmarkt, sagte Vorstandschef Christian Hartel in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Wacker Chemie stiegen um 0,5 Prozent. Für LPKF ging es nach einer Kaufempfehlung durch Hauck & Aufhäuser gleich um 9,4 Prozent nach oben.
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Russisches Gericht verlängert Haftstrafe für Stalinismus-Forscher - 15 Jahre
Ein russisches Gericht hat das Strafmaß für den Menschenrechtler Juri Dmitrijew in einem international kritisierten Prozess erneut verschärft. Der 65 Jahre alte Historiker müsse nun 15 Jahre in ein Straflager, urteilte die Richterin in der Stadt Petrosawodsk. Vor mehr als einem Jahr war er zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Ein früheres Urteil gegen Dmitrijew sah 3,5 Jahre Haft vor.
Der 65 Jahre alte Historiker hatte für die renommierte Menschenrechtsorganisation Memorial gearbeitet, gegen die Russlands Justiz derzeit vorgeht. Er machte Verbrechen unter Sowjetdiktator Josef Stalin öffentlich und sich selbst damit Feinde im Machtapparat.
Der Fall wurde mehrfach vor Gericht neu aufgerollt. Diesmal ging es erneut um den Vorwurf, Dmitrijew habe seine Adoptivtochter unbekleidet fotografiert und sexuell missbraucht. Außerdem soll er illegal einen Teil einer Waffe besessen haben. Das Verfahren gilt als politische Inszenierung, um ihn an weiteren Forschungen zu hindern.
"Darwin der Moderne": Edward O. Wilson ist tot
Der bekannte US-Biologe und Evolutionsforscher Edward O. Wilson ist tot. Der häufig als "Darwin der Moderne" bezeichnete Wissenschaftler starb am Sonntag im Alter von 92 Jahren im US-Bundesstaat Massachusetts, wie seine Stiftung mitteilte. Wilson hatte sich zunächst als Ameisenforscher einen Namen gemacht, untersuchte dann aber auch das Sozialverhalten von Vögeln, Säugetieren und Menschen.
Der langjährige Professor an der Elite-Universität Harvard gab 1975 mit seinem Werk "Sozialbiologie" einer wissenschaftlichen Disziplin ihren Namen. Umstritten war dabei seine These, das menschliche Verhalten sei weitgehend genetisch bestimmt.
In späteren Jahren wandte sich Wilson immer mehr dem Umweltschutz zu und warnte vor der Zerstörung der Biodiversität durch den Menschen.
Der Biologe schrieb im Laufe seiner wissenschaftlichen Laufbahn hunderte Fachartikel und mehr als 30 Bücher. Für zwei der Bücher - "Biologie als Schicksal" und "Die Ameisen" - wurde er mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet.
Ultraleichtflugzeug stürzt in Niedersachsen ab
Im niedersächsischen Landkreis Osnabrück ist ein Ultraleichtflugzeug mit zwei Insassen abgestürzt. Zum Glück ginge der Unfall glimpflich aus - die beiden wurden leicht verletzt.
Die einmotorige Maschine habe sich beim Landeanflug auf den Flugplatz von Bohmte überschlagen, sagte ein Polizeisprecher. An Bord seien ein Mann und eine Frau gewesen. Es sei noch unklar, wer das Flugzeug gesteuert habe. Beide waren nach Angaben von Rettungskräften ansprechbar, wurden aber wegen ihrer Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zur Unglücksursache wurden noch keine Angaben gemacht.
Enthauptete Leiche in Frankreich - Mitbewohner gesteht die Tat
Nach dem Fund einer enthaupteten Leiche in Südfrankreich haben Fahnder einen Mitbewohner des 31-Jährigen als mutmaßlichen Täter festgenommen. Der Mann habe gestanden, das Opfer nach einem heftigen Streit in der Nacht auf Heiligabend getötet zu haben, berichtete die Regionalzeitung "La Dépêche" unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft.
Nach der Tat in der gemeinsamen Unterkunft habe der nun festgenommene rund 50 Jahre alte Mann Kopf und Unterarme abgetrennt, um die Leiche einfacher verschwinden lassen zu können.
Spaziergänger hatten die enthauptete Leiche entdeckt. Den Kopf des Toten entdeckten Einsatzkräfte am Weihnachtsmorgen einige hundert Meter entfernt in einer Plastiktüte. Auch die abgeschnittenen Unterarme fanden sie in geringer Entfernung der Leiche bei einer Landstraße in Albias. In der Brust des Getöteten fanden sie Einstichwunden. Worum sich der Streit drehte, wurde noch nicht bekannt.
Prinzessin Maria Laura hat sich verlobt
Die belgische Prinzessin Maria Laura hat sich verlobt. Das gab das belgische Königshaus bekannt. Die Prinzessin und ihr Verlobter William Isvy wollen im zweiten Halbjahr 2022 in Brüssel heiraten, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Die 33-Jährige Maria Laura ist die Tochter von Prinz Lorenz und Prinzessin Astrid, der Schwester des belgischen Königs Philippe. Sie arbeitete dem Bericht zufolge zuletzt bei einer Stiftung als Analystin im Bereich des Klimawandels.
William Isvy ist demnach ein britisch-französischer Vermögensverwalter. Die beiden haben sich laut Belga 2015 in London kennengelernt.
Paar in Quarantäne gehen Lebensmittel aus - niemand geht für sie einkaufen
Ein Ehepaar aus Baden-Württemberg hatte in der Weihnachtszeit wohl viel Zeit damit verbracht, (vermeintliche) Freundschaften zu überdenken. Denn der 40-jährige Mann und seine Frau aus dem Landkreis Lörrach saßen in Corona-Quarantäne; und kurz vor Heiligabend konnten sie niemanden finden, wer für sie einkaufen geht.
Letztendlich mussten sie wegen zur Neige gehender Lebensmittelvorräte die Polizei rufen. Eine Streife kümmerte sich am 24. Dezember schließlich um den Einkauf und übergab diesen unter Schutzvorkehrungen an das Ehepaar.
Schichtwechsel
Sabine Oelmann sagt Tschüss, ab sofort übernehme ich den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen, entspannten Nachmittag.
Anklage im Tankstellen-Mordfall verzögert sich auf Anfang 2022
Im Fall des Mitte September erschossenen Tankstellen-Kassierers in Idar-Oberstein verzögert sich die Anklage auf Anfang nächsten Jahres. "Ich halte jetzt im Laufe des Januar für realistisch", so der Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Deutschler in Bad Kreuznach. Grund seien "Verschiebungen, die sich im normalen Geschäftsbetrieb ergeben wie etwa die IT-Auswertung".
Am 18. September war ein 20 Jahre alter Schüler, der als Aushilfe in der Tankstelle jobbte, von einem Kunden mit einem Kopfschuss getötet worden. Zuvor hatte er ihn mehrfach auf die coronabedingte Maskenpflicht hingewiesen, da der Kunde ohne Maske Bier kaufen wollte. Als mutmaßlicher Täter sitzt ein 49-Jähriger wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Nach seiner Festnahme sagte der Mann, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne und ihm die Pandemie zugesetzt habe.
Die Tat löste bundesweit Entsetzen und Anteilnahme aus. Der zuvor nicht polizeibekannte Deutsche hatte den Todesschuss gestanden. Deutschler war Mitte November davon ausgegangen, dass die Anklage bis Jahresende stehen könnte. "Die Prognose hat sich nicht ganz erfüllt", da die Auswertung der sichergestellten Datenträger des Beschuldigten sich als "relativ aufwendig" herausgestellt habe.
Detonierendes Feuerwerk in Supermarkt hält Kunden nicht von Einkauf ab
In einem Supermarkt in der russischen Großstadt Tomsk detoniert das für Silvester aufgebaute Feuerwerk. Die Knallkörper explodieren massenweise, Kunden und Angestellte bringen sich in Sicherheit. Bis auf eine Person, die ihren Einkauf trotz der fatalen Kettenreaktion seelenruhig fortsetzt.
Keine Eisbären mehr in Berliner Zoo
Eisbär Knut war dort einst der Star - zehn Jahre nach seinem Tod hat der Berliner Zoo nun keine Eisbären mehr. Eisbärin Katjuscha ist im Alter von 37 Jahren gestorben. Tierpfleger fanden die leblose Eisbär-Seniorin bereits an Heiligabend auf ihrer Außenanlage, wie der Zoo mitteilt. Sie war den Angaben zufolge die älteste Eisbärin Europas. Im natürlichen Lebensraum werden Eisbären maximal 25 bis 30 Jahre alt, wie der Zoo mitteilte. Katjuscha sei schon seit einigen Jahren herzkrank und schon länger in tierärztlicher Behandlung gewesen. "Wie es mit der Eisbärhaltung im Zoo Berlin zukünftig weitergeht, muss in den kommenden Wochen entschieden werden", heißt es. Im Tierpark in Friedrichsfelde im Osten Berlins leben die Eisbären Tonja (12) und ihr Jungtier Hertha (3).
Katjuscha wurde im Jahr 1984 im Zoo Karlsruhe geboren und kam im Alter von etwa einem Jahr nach Berlin. Eigenen Nachwuchs zog sie nicht auf. Zu ihrem letzten Geburtstag im November habe sie noch eine komplette Fischtorte verzehrt. Zeitweise lebte Katjuscha unter anderem auch mit Eisbär Knut auf einer Anlage. 2006 geboren und per Hand aufgezogen, sorgte der kleine Eisbär für einen großen Ansturm von Fans im Zoo im Westen der Hauptstadt. Allein 2007 bescherte Knut dem Zoo einen Gewinn von rund fünf Millionen Euro. Er starb im März 2011 an einer Gehirnentzündung.
90 Einsatzkräfte versuchen Brand zu löschen - vergebens
Ein Netto-Markt in Berlin-Lichtenberg ist abgebrannt, trotz eines Großeinsatzes war nichts mehr zu retten. Bereits gegen 3 Uhr gingen bei der Feuerwehr Notrufe ein, dass an der Siegfried-, Ecke Gotlindestraße ein Discounter in Flammen stehe. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand er auf einer Fläche von etwa 1200 Quadratmetern allerdings im Vollbrand.
Die ersten Einsatzkräfte leiteten sofort die Brandbekämpfung ein und alarmierten nach, es war jedoch nichts zu machen: Das Dach des Discounters stürzte während der Löscharbeiten ein, berichtet die "Berliner Zeitung". Die Brandursache ist noch nicht bekannt.
Familientragödie in Schleswig-Holstein, drei Tote an Weihnachten
Bei einer mutmaßlichen Familientragödie in Schleswig-Holstein sind drei Menschen gestorben. Die Polizei wurde am Sonntagabend zu einem Wohnhaus in Glinde gerufen, nachdem Schüsse gefallen waren, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck mitteilen. Die Beamten fanden in dem Haus zwei tote Kinder im Alter von elf und 13 Jahren und einen regungslosen Mann, der trotz Reanimation noch vor Ort starb. Eine 38 Jahre alte Frau wurde schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Die Ermittler gehen von einem "innerfamiliären" Geschehen aus. Bei den Toten und Verletzten handelt es sich um eine Familie, die bereits seit längerer Zeit in dem Haus lebte. Sowohl bei den zwei Kindern als auch bei dem 44-jährigen Mann und der Frau wurden Schussverletzungen festgestellt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes. Die Hintergründe waren zunächst unklar.
"Mörtel" Lugner ist wieder Single
Alles aus zwischen "Bienchen" und dem Baulöwen? Sollte es an den 50 Jahren Altersunterschied gelegen haben, oder doch an den unterschiedlichen Lebensauffassungen, zum Beispiel beim Thema Impfen? Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll sich das ungewöhnliche Paar zwar direkt nach Weihnachten getrennt, die Festtage aber noch gemeinsam verbracht haben.
Sie sprachen schon von Hochzeit und Baby-Plänen. Doch der 89-Jährige und die 39-Jährige, die auf einem Foto vor dem Christbaum noch innig kuscheln, werden wohl allein ins neue Jahr starten.
Was macht eigentlich Norbert Walter-Borjans?
Ist doch auch ganz schön, mit 69: Norbert Walter-Borjans, Ex-SPD-Bundesvorsitzender und früherer NRW-Finanzminister, hat nun mehr Zeit für sein Hobby, die Bildhauerei. "Ich kann auch wieder mal nach Italien gehen und als Hobby-Bildhauer ein paar Steine klopfen. Und zwar keine Specksteine, sondern Marmor", so Walter-Borjans gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Er sei nicht mehr auf der Suche nach einer Beschäftigung, die ihn dermaßen beanspruche wie die letzte. Walter-Borjans führte zwei Jahre lang mit der Co-Vorsitzenden Saskia Esken die Bundes-SPD. Beim SPD-Parteitag im Dezember trat der 69-Jährige nicht mehr für das Amt an.
Der SPD-Politiker ist derzeit in seinem Lieblingsviertel in Köln auf Wohnungssuche und leidet wie andere unter dem knappen Angebot. Walter-Borjans sagte, er habe 2019, als er nach Berlin ging, die rheinischen Wohnsitze mit seiner Lebensgefährtin in Düsseldorf zusammengelegt. "Wir sind uns schon lange einig darüber, dass es auch einen Lebensmittelpunkt in Köln geben muss", sagt er der Zeitung. Seine Kölner Wohnung nutze nun sein Sohn mit Frau und demnächst mit Kind. Seine in Berlin lebende Tochter dränge auf Übernahme von Papas kleiner Mietwohnung in Prenzlauer Berg.
Verona Pooth zieht Konsequenzen aus Weihnachts-Einbruch
Einbruch bei Verona Pooth - Video zeigt Flucht der Täter
Ausgerechnet zum Fest der Liebe mussten Verona und Franjo Pooth eine höchst unliebsame Entdeckung machen. Ihre Villa in Meerbusch in der Nähe von Düsseldorf wurde von Dieben verwüstet. Die Einbrecher machten dabei offenbar fette Beute. Neben Verona Pooths Auto wurde unter anderem ihr "kompletter Hochzeitsschmuck" entwendet, wie sie am vergangenen Wochenende der "Bild"-Zeitung verriet.
Nun will das Blatt in Erfahrung gebracht haben, dass die Pooths in eine neue "Hightech-Alarmanlage" investieren werden, damit ein derartiger Schock zukünftig für immer ausbleibt. In der Tat sei es in den vergangenen Tagen zu einer regelrechten Diebstahl-Serie in der Nachbarschaft des Promipaares gekommen. Nur einen Tag zuvor wurden demnach Nachbarn der Pooths ebenfalls ausgeraubt. Ausgerechnet Pooths zehnjähriger Sohn Rocco und der befreundete Nachbarsjunge hätten die Einbrecher dabei auf frischer Tat ertappt: "Roccolito hat den Einbrechern in die Augen gesehen, sie ihm auch. Sie sind einfach weggerannt. Sie hätten aber auch eine Waffe haben und ihn schwer verletzen können", so Verona Pooth.
Ein drittes Mal hätten Einbrecher - wiederum nur einen Tag, nachdem sie die Villa der Pooths leerräumten - erneut ganz in der Nähe zugeschlagen. Was umso mehr erklärt, warum die beiden nun auf Nummer sicher gehen wollen.
"Dallas Buyers Club"-Regisseur Jean-Marc Valleé mit 58 gestorben
Jean-Marc Valleé, der unter anderem beim Oscar-gekrönten "Dallas Buyers Club" mit Matthew McConaughey Regie führte, ist tot. Wie diverse Medien übereinstimmend berichten, verstarb der Kanadier im Alter von nur 58 Jahren unter bislang noch ungeklärten Umständen. In einem Statement äußerte sich ein Produzentenkollege und Freund Valleés, Nathan Ross, zu dem Schicksalsschlag: "Jean-Marc stand für Kreativität, Authentizität und dafür, Dinge auf besondere Weise auszuprobieren. Er war ein wahrer Künstler und ein großzügiger, liebevoller Kerl." Valleé sei "ein Freund, ein kreativer Partner und ein älterer Bruder" für Ross gewesen. Ein wenig Trost spende die Tatsache, dass Valleé durch seine "wirkungsvollen Werke" weiterleben werde.
Valleé startete seine Karriere als Regisseur von Musikvideos in den 1980er Jahren, ehe er nach mehreren Kurzfilmen 1995 mit "Black List" sein Featurefilm-Debüt feierte. Es folgten von Kritikern gelobte Filme wie "Loser Love" (1999), "C.R.A.Z.Y." (2005) und das Historiendrama "The Young Victoria" mit Emily Blunt (38). Letzterer Streifen wurde für drei Oscars nominiert, von denen er einen ("Bestes Kostümdesign") gewinnen konnte. Valleés größter Erfolg auf der Leinwand war das Drama "Dallas Buyers Club" aus dem Jahr 2013. Für den Film erhielt Matthew McConaughey den Oscar als "Bester Hauptdarsteller", Jared Leto wurde als "Bester Nebendarsteller" ebenfalls mit einem Goldjungen ausgezeichnet.
Krise in Somalia spitzt sich zu
In Somalia spitzt sich die politische Krise zu. Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed kündigte am Montag die Suspendierung von Ministerpräsident Mohamed Hussein Roble an. Dieser sei in "Korruption" verwickelt, hieß es in einer Mitteilung des Präsidialamtes. Zwischen Roble und dem Präsidenten tobt seit längerem ein Machtkampf. Angesichts der jüngsten Entwicklung befürchten Beobachter ein weiteres Abrutschen des ostafrikanischen Landes in die Instabilität.
Hintergrund des jüngsten Streits zwischen Roble und Mohamed sind die immer wieder verschobenen Wahlen in Somalia. Am Sonntag warf Roble dem Präsidenten die Sabotage des Wahlprozesses vor. Der Staatschef wolle keine "glaubwürdige Wahl in diesem Land", sagte er. Zuvor hatte der Präsident dem Ministerpräsidenten das Mandat zur Organisation der Wahlen entzogen. Er begründete den Schritt mit einer angeblichen Einflussnahme Robles auf eine Untersuchung zu einem Landnahme-Skandal.
Wenn William Shatner singt, ist das nicht neu, aber cool
Kleines verspätetes Weihnachtsgeschenk, falls Sie nächstes Jahr ein Lied suchen, das nicht kitschig ist und trotzdem Gänsehaut macht. William Shatner, der dieses Jahr ins All geflogen ist mit der Jeff Bezos-Airline, hat auch Musik gemacht. Viele sagen, er redet nur, aber das stimmt nicht. Sehen Sie selbst.
Warnung vor illegalen Böllern und Raketen zu Silvester
Der TÜV hat wenige Tage vor Silvester vor illegalen Raketen und Böllern gewarnt. "Von Böllern, die auf Märkten im Ausland, über suspekte Social-Media-Kanäle oder im Hinterzimmer von Kiosken angeboten werden, sollte man unbedingt die Finger lassen", erklärt der TÜV-Verband. Viele illegale Knaller hätten eine deutlich stärkere Explosionswirkung als legale Produkte. Feiernde sollten deshalb nur Feuerwerk abbrennen, das in Deutschland zugelassen ist.
Wegen der Corona-Pandemie ist auch zum Jahreswechsel 2021/2022 der Verkauf von Feuerwerkskörpern, Raketen und Böllern in Deutschland verboten. Ein generelles Feuerwerksverbot gibt es jedoch nicht. Wer zu Hause noch aus den Vorjahren stammendes Feuerwerk hat, kann dies abbrennen. Trotz des geltenden Verkaufsverbots wird Feuerwerk aber auch in dubiosen Online-Shops oder von Händlern auf der Straße angeboten. Die Bundespolizei stoppt immer wieder Autos, die mit verbotenen Böllern aus Polen oder Tschechien beladen sind.
Es ist nicht immer leicht, auf den ersten Blick zu erkennen, ob ein Feuerwerk legal ist oder nicht. Illegale Knallkörper tragen laut TÜV häufig Namen wie M80, M100, Blockbuster oder Quarterpounder. In Deutschland muss jedes Feuerwerksprodukt ein CE-Kennzeichen und die Prüfnummer der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) tragen. Wichtig ist auch die Registriernummer des Herstellers auf den Feuerwerkskörpern.
Alte Politiker, Verschleiß, orthopädische Einlagen - willkommen in der Zukunft der USA
Der jüngste Gesundheitscheck des US-Präsidenten las sich wenig schmeichelhaft: Ausführlich wurde darin der "steife Gang" des mächtigsten Mannes der Welt thematisiert. Von allgemeinem "Verschleiß" war die Rede und davon, dass orthopädische Einlagen für ihn ratsam seien. Joe Biden ist 79, im kommenden Jahr wird er 80. Der Demokrat zog als ältester Präsident aller Zeiten ins Weiße Haus ein.
Mit seinem fortgeschrittenen Alter ist Biden in der US-Politik nicht allein.
Die Nummer drei im Staat, die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ist 81.
Don Young ist derzeit der älteste und dienstälteste Abgeordnete im Repräsentantenhaus. Der Republikaner ist 88, er sitzt seit 1973 in der Kammer, seit fast einem halben Jahrhundert. Und Young denkt nicht ans Aufhören.
Im Senat ist Dianne Feinstein aktuell das älteste Mitglied. Auch die Demokratin ist 88, für sie steht eine mögliche Wiederwahl erst 2024 an. Ob sie dann noch mal antreten wird, ist unklar.
Feinsteins Senatskollege Chuck Grassley, das zweitälteste Mitglied in der Kammer, hat jüngst schon seine erneute Kandidatur bei der Wahl im kommenden Jahr angekündigt. Der Republikaner ist ebenfalls 88, nur drei Monate jünger als Feinstein. Er zog 1981 in den Senat ein. Der Altersdurchschnitt dort lag Anfang 2021 bei 64,3 Jahren.
Im Bundestag beträgt das Durchschnittsalter 47,3 Jahre.
In beiden Kammern des US-Kongresses gibt es diverse andere, die weit über das übliche Rentenalter hinaus sind: zum Beispiel die Senatoren Richard Shelby (87), James Inhofe (87), Patrick Leahy (81) und Bernie Sanders (80) oder die Abgeordneten Bernice Johnson (86), Grace Napolitano (85), Bill Pascrell (84) und Hal Rogers (83).
Die Liste ließe sich fortsetzen. Und manche der älteren Riege sind Gegenstand von Geraune. Bei einer Anhörung im Justizausschuss des Senats im November 2020 mit dem damaligen Twitter-Chef Jack Dorsey erlebte Feinstein einen peinlichen Moment. Sie stellte Dorsey eine Frage zu einem Warnhinweis, mit dem das Unternehmen einen Tweet des damaligen Präsidenten Donald Trump versehen hatte. Die Demokratin las die Frage vom Blatt ab, wirkte dabei konzentriert. Dorsey antwortete. Doch nur etwa eine Minute später stellte Feinstein exakt die gleiche Frage noch einmal - ohne es zu merken. Dorsey antwortete erneut und sah galant über den Lapsus hinweg. Andere zeigten weniger Verständnis. Es folgten Schlagzeilen über Feinsteins angeblichen mentalen Verfall. Es gibt in den USA ein Mindestalter für Senatoren und Abgeordnete, auch für Präsidenten und deren Vizes - nicht aber ein Höchstalter.
Die finanziell folgenreichsten Wetterkatastrophen 2021
Die zehn finanziell folgenreichsten Unwetterkatastrophen dieses Jahres haben nach Berechnungen einer britischen Hilfsorganisation Schäden in Höhe von insgesamt mehr als 170 Milliarden Dollar (150 Milliarden Euro) angerichtet, rund 20 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr. Die Erhöhung der Gesamtschadenssumme um rund 13 Prozent spiegele die Folgen des menschengemachten Klimawandels wider, erklärte die Organisation Christian Aid am Montag.
Die finanziell folgenschwerste Naturkatastrophe in diesem Jahr war demnach der Hurrikan "Ida", der Ende August über den Osten der USA hinweggezogen war und zu schweren Überschwemmungen in der Region New York führte. Den durch den Wirbelsturm verursachten Schaden bezifferte Christian Aid auf 65 Milliarden Dollar.
An zweiter Stelle folgt die Flutkatastrophe in Deutschland und Belgien im Juli mit 43 Milliarden Dollar Gesamtschaden. Ebenfalls auf der Liste sind unter anderem ein Kälteeinbruch im US-Bundesstaat Texas und Überschwemmungen in der chinesischen Provinz Henan. Die Organisation räumte ein, dass auf der Liste vor allem Naturkatastrophen in reichen Ländern aufgeführt sind. In ärmeren Ländern seien die finanziellen Schäden durch Unwetter häufig kaum zu berechnen, weil die Infrastruktur nicht versichert sei.
Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin kann eingeweiht werden
Das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin kann nach aktueller Planung zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2022 eröffnet werden. Bis dahin will das Stuttgarter Architekturbüro Milla & Partner die weiter andauernden Arbeiten abgeschlossen haben. Das "Bürger in Bewegung" genannte Einheitsdenkmal entsteht derzeit in unmittelbarer Nachbarschaft des Humboldt Forums auf dem Sockel am Standort des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals in Berlins Mitte. Das Konzept der 50 mal 18 Meter großen Konstruktion sieht eine riesige begehbare Schale vor. Bewegen sich ausreichend viele Menschen zu einer Seite, neigt sich die Waage entsprechend.
Aktuell wird der vom Sockel entkoppelte Tragtisch gefertigt, auf dem die bewegliche Schale lagern wird. Die komplexe, mehrfach gekrümmte Betonform fertigt das auf Skateparks spezialisierte Unternehmen Yamato Living Ramps aus Hannover. Der Bundestag hatte das Denkmal 2007 erstmals beschlossen. Ursprünglich sollte das Denkmal zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im November 2019 eingeweiht werden. Der Termin scheiterte an Finanzierungsfragen.
Jared Leto - auch dieser Mann altert (selbst wenn man es nicht sieht)
Jared Leto hat seinen 50. Geburtstag mit einem Stück Regenbogentorte gefeiert. "Danke für alle Geburtstagswünsche", schrieb er auf Instagram zu einem Foto, das ihn oberkörperfrei mit einem Kuchenteller in der Hand zeigt. Passend zu seinem neuen Kinoprojekt, dem im Januar erscheinenden Vampirfilm "Morbius", zeigte sich der Schauspieler mit Kunstblut im Mundwinkel.
Seinen Durchbruch als Schauspieler schaffte Jared Leto 1994 in der Fernsehserie "My So-Called Life" (Willkommen im Leben). Für die Rolle der Transsexuellen Rayon in "Dallas Buyers Club" wurde er 2014 mit einem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Leto ist zudem Sänger der Alternative-Rock-Band Thirty Seconds to Mars, die er mit seinem Bruder Shannon gründete.
Trump festigt Stellung gegenüber schwächelndem Biden
Das Jahr 2021 endet für Joe Biden wenig erbaulich: Ein massiver Wiederanstieg der Corona-Infektionen, eine hohe Inflation, ein möglicher Todesstoß für sein ehrgeiziges Sozial- und Klimaschutzpaket und entsprechend schlechte Umfragewerte plagen den US-Präsidenten. Bei den oppositionellen Republikanern sorgt das für Schadenfreude - und einen optimistischen Blick ins neue Jahr: Bei den Kongress-Zwischenwahlen im November 2022 hat die Partei von Ex-Präsident Donald Trump gute Chancen, die Mehrheit im Repräsentantenhaus und Senat zurückzuerobern.
Doch auch die Konservativen stehen vor schwierigen Entscheidungen. Die wichtigste ist die Frage nach dem Umgang mit Trump: Der im November 2020 abgewählte Rechtspopulist war nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar mit Schimpf und Schande aus dem Weißen Haus ausgeschieden. Doch in den folgenden Monaten konnte der bei der konservativen Basis nach wie vor extrem beliebte und teilweise verehrte 75-Jährige seine Macht über die Partei wieder festigen.
Jetzt gilt als Konsens: Wer bei den Republikanern politisch erfolgreich sein will, braucht den Segen des in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida wie ein Monarch residierenden Trump. Allerdings birgt eine öffentliche Unterstützungsbekundung durch den höchst umstrittenen Ex-Präsidenten auch Risiken. Der Politikwissenschaftler Sam Nelson sagt, sie sei zwar bei parteiinternen Vorwahlen der Republikaner wertvoll, könne bei der eigentlichen Wahl aber hinderlich sein. "Sie motiviert Demokraten, wählen zu gehen, um gegen den von Trump unterstützten Kandidaten zu stimmen." Für den ersten Jahrestag der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar, bei der Hunderte seiner Anhänger eine Zertifizierung von Bidens Wahlsieg verhindern wollten, hat Trump eine Pressekonferenz angekündigt, die sich um seine Betrugsvorwürfe drehen soll.
Deutschland - ein einziger Aschenbecher
Hätten Sie gedacht, dass in Deutschland mehr geraucht wird als in Italien oder Frankreich? Nein? Ist aber so. Traurig eigentlich: Der Anteil der Raucher in Deutschland steigt wieder. Er liegt derzeit bei fast 31 Prozent unter den Menschen ab 14 Jahren, wie aus der repräsentativen Langzeitstudie "Deutsche Befragung zum Rauchverhalten" (Debra) hervorgeht. Ende 2019 - vor der Corona-Pandemie - lag der Anteil der Raucherinnen und Raucher in der Bevölkerung ab 14 noch bei etwa 27 Prozent, vor einem Jahr bei etwa 27,5 Prozent.
Wahrscheinlich seien im letzten Jahr mehr frische Ex-Raucher rückfällig geworden, so der Suchtforscher und Debra-Leiter Daniel Kotz. "Ob Corona-Stress oder allgemein Auswirkungen der Pandemie da jetzt hineinspielen, ist ein bisschen spekulativ, kann aber sein." Denkbar ist etwa auch, dass Leute im Homeoffice ungehemmter zur Zigarette greifen als im normalen Büro. Auch schon vor Corona habe man jedoch eine rückläufige Motivation in Deutschland beobachten können, mit dem Rauchen aufzuhören. Auch die sogenannte Rauchstoppversuchsrate sei rückläufig. Allerdings gebe es einen klaren Trend bei Jugendlichen, gar nicht erst anzufangen.
Am 1. Januar 2022 wird es erstmals seit sieben Jahren wieder eine Tabaksteuererhöhung in der Bundesrepublik geben. Deutschland kann ob seines Raucheranteils und vergleichsweise niedriger Preise für Zigaretten nach wie vor als Raucherparadies und Tabakland bezeichnet werden. In Nachbarländern wie der Schweiz, in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Dänemark sind Zigaretten teurer. Allerdings sind sie in vielen EU-Ländern auch billiger, darunter Österreich, Spanien, Italien, Polen und Tschechien. In Deutschland steigt die Steuer für eine Packung mit 20 Zigaretten im neuen Jahr um durchschnittlich 10 Cent. 2023 werden weitere 10 Cent aufgeschlagen, in den Jahren 2025 und 2026 kommen noch einmal jeweils 15 Cent pro Packung hinzu.
Stress für Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dürfte am 1. Januar widersprüchliche Gefühle haben. Einerseits könnte er sich freuen, endlich da zu sein, wo er immer schon hinwollte: an einer wichtigen Schaltstelle der EU. Andererseits fällt der französische EU-Ratsvorsitz mit dem Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich zusammen, was eine Menge Stress bedeutet. Ganz zu schweigen von der Daueraufgabe, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Und Wahlen werden selten mit außenpolitischen Themen gewonnen, doch der EU-Ratsvorsitz bietet Macron eine gute Bühne, um für seine Agenda zu werben.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein französischer Präsident den EU-Ratsvorsitz übernimmt, ohne zu wissen, ob er ihn bis zum Ende innehat. 1995 gab es mitten in der Ratspräsidentschaft den Wechsel von François Mitterrand zu Jacques Chirac. Neu ist aber, dass Macron mit großer Wahrscheinlichkeit für seine Wiederwahl antreten und daher auch auf EU-Ebene seine Wähler überzeugen will. Macron dürfte die Gelegenheit nutzen und sich der jüngsten Errungenschaften der EU rühmen, insbesondere des Wiederaufbaufonds im Umfang von 750 Milliarden Euro. Macron ist sich bewusst, dass er ohne deutsche Hilfe in der EU nicht viel durchsetzen kann. Der Zufall will es, dass Deutschland zur gleichen Zeit den G7-Vorsitz übernimmt und ebenfalls mit französischer Unterstützung rechnet - keine schlechte Voraussetzung für eine enge Zusammenarbeit.
Polizei findet Böllerarsenal in Wohnung
In Mönchengladbach rufen Anwohner die Polizei, weil ein Mann auf der Straße Feuerwerkskörper zündet. In dessen Wohnung finden die Beamten ein ganzes Arsenal an vermutlich illegal beschafften Böllern. Am Niederrhein wird ein fehlgezündeter Knallkörper einem jungen Mann zum Verhängnis.
13 Tote bei Unwettern in Bolivien
Bei schweren Unwettern in Bolivien sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 1000 Familien wurden durch die Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen obdachlos, wie Vize-Katastrophenschutzminister Juan Carlos Calvimontes am Sonntag mitteilte.
Mehrere Flüsse traten über die Ufer. Der Wetterdienst warnte vor weiteren sintflutartigen Regenfällen in den Provinzen Potosí, Chuquisaca und Tarija im Süden des Landes.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen. Wahrscheinlich schlafen Sie noch. Weil Sie schlau waren, und weil Sie Ihre Urlaubtage richtig eingeplant haben. Da ich bereits alle verballert habe, sitze ich hier. Auch gut, denn so kann ich Sie, nach den feierlichen Feiertagen, durch den Tag begleiten. Ich hoffe, Geschenke und Gans waren perfekt, die Familie lieb und niemand krank! Kein Problem oder, wenn alle geimpft sind? Oder haben Sie auch ein paar schwarze Schafe im Umfeld, mit gefälschten Pässen und dämlichen Ausreden? Mein Name ist Sabine Oelmann und Sie erreichen mich hier: DERTAG@N-TV.DE, falls Sie von Ihren Erfahrungen berichten wollen. Schauen wir jedoch zuerst auf das, was heute anstehen könnte.
Im Kampf gegen Corona verschärfen heute weitere Bundesländer die Regeln. Kontakte im privaten und öffentlichen Leben werden weiter eingeschränkt, insbesondere um sich gegen die sehr ansteckende Omikron-Variante zu rüsten. Manche Bundesländer hatten damit bereits zu Weihnachten begonnen, andere legen oder ziehen in dieser Woche nun nach. Ab heute gelten in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern strengere Regeln. Morgen folgen weitere Länder.
Der Blick geht nach Schweinfurt. Schweinfurt? Ja, da war gestern ordentlich was los, leider nicht im positiven Sinne. Mehrere hundert Menschen haben am Abend gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert - teils gewaltvoll. Mehrere Personen seien festgenommen worden. Als eine Mutter versucht habe, eine Absperrung zu durchbrechen, sei ihr mitgeführtes Kind mit Pfefferspray in Berührung gekommen, so ein Polizeisprecher. Es sei sofort vom Rettungsdienst versorgt worden. Dem Kind gehe es wieder gut. Der Mutter sollte jedoch jemand die Leviten lesen - ein Kind auf einer aufgeheizten Demo? Geht's noch ?
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft schlägt angesichts des Personalmangels in den Krankenhäusern Alarm: Vier von fünf Kliniken haben Probleme, offene Pflegestellen auf ihren Allgemein- und Intensivstationen zu besetzen. Das ergibt das aktuelle Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts. Bundesweit sind demnach rund 22.300 Pflegestellen vakant - seit 2016 entspricht dies einer Verdreifachung der offenen Stellen.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert einen sozialen Ausgleich für Arme, wenn Lebensmittel zum Schutz der Umwelt und bäuerlicher Betriebe teurer werden sollten. Das hatte Landwirtschaftsminister Cem Özdemir gefordert. Der Geschäftsführer des Verbandes, Ulrich Schneider, fordert mit Blick auf Sozialhilfeempfänger, entsprechende Preissteigerungen müssten zwingend mit einer deutlichen Erhöhung der Regelsätze einhergehen. Man könne Ökologisches und Soziales nicht trennen. Es gehe nur ökosozial, sonst verliere man die Unterstützung der Bevölkerung.
Nach langem, starkem Regen stehen im brasilianischen Bundesstaat Bahia nach Angaben der Behörden rund 60 Orte unter Wasser. Zwei Staudämme sind am Wochenende gebrochen, teilten die Behörden mit. Sie riefen in sozialen Medien die Bewohner um die Dämme auf, sich in Sicherheit zu bringen. Menschen würden mit Hubschraubern und Booten gerettet, heißt es auf Twitter. Seit Wochen leidet Bahia unter Unwettern, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führten. Laut brasilianischer Medien sind dabei seit November 18 Menschen ums Leben gekommen.
In Duisburg endet heute ein 81-stündiger Weihnachts-Impfmarathon in einem Hotel: Ahmad-Mujtaba Mostakiem ist eigentlich Neurologe, er impft mit seinem Team bis zum Montagabend 81 Stunden lang in einem Drei-Schicht-System durch. Impflinge können ohne Anmeldung kommen. Er hofft, dass bei Familientreffen nicht Geimpfte oder Impfunwillige überredet werden - und dann bei ihm gleich Nägel mit Köpfen machen können.
Mit Ronald und Belinda frühlingshaft ins neue Jahr
Hoch BELINDA hindert die aktuellen Tiefausläufer noch daran, in den äußersten Nordosten durchzuziehen. Vom Atlantik ziehen aber immer wieder Tiefs zu den Britischen Inseln und führen für Deutschland von Südwesten her in Schüben immer mildere, aber auch feuchte Meeresluft heran. Besonders am Donnerstag könnte am Rhein und seinen Nebenflüssen sogar die 15-Grad-Marke geknackt werden und mild und frostfrei geht es auch ins neue Jahr. Auf Tief PER folgt heute Abend Tief RONALD. Ab 2022 bekommen die Tiefs übrigens wieder weibliche und die Hochdruckgebiete männliche Namen (jährlicher Wechsel).
WETTER HEUTE: Zeit- und gebietsweise Glatteisgefahr. In der milden Südwesthälfte schubweise Regen, im Nordosten anfangs sonnig, Höchstwerte -3 bis +11 Grad.
WETTER KOMMENDE NACHT: In der Nacht zum Dienstag teils Auflockerungen, teils dichte Wolken und von Südwesten her zeitweise Regen oder Sprühregen. Vor allem in einem Streifen von Schleswig-Holstein über die Mitte bis nach Ostbayern dabei Glatteisgefahr.
WETTER MORGEN: Meist stark bewölkt, selten Sonne und gebietsweise Regen, anfangs von Ostbayern bis nach Schleswig-Holstein, später nach Nordosten hin bei Einsetzen des Niederschlags auch gefrierender Regen mit Glätte möglich. Höchstwerte um 2 Grad in Vorpommern, 7 Grad im Thüringer Becken bis örtlich über 12 Grad am Oberrhein.
TREND: Ab der Nacht zum Mittwoch bis ins neue Jahr hinein auch nachts frostfrei. Am Mittwoch und Donnerstag viele Wolken und in Schüben Regen. Am Mittwoch 4 bis 14 Grad, am Donnerstag 7 bis 15 Grad. Am Freitag im Norden wechselnd bis stark bewölkt mit Regenschauern, Schwerpunkt im Nordosten. In der Mitte Auflockerungen mit etwas Sonne und meist trocken, im Süden heitere Abschnitte und trocken. Sehr mild bei 8 bis 15 Grad. An Neujahr nach Nebelfeldern teils wolkig, teils zeitweise sonnig und trocken. Höchstwerte 6 bis 13 Grad.
Und nun? Verschenken, umtauschen oder ab in den Keller?
Das falsche Geschenk, was tun?
UMTAUSCHEN
Wer sich traut, um den Kassenbon zu bitten, kann das unerwünschte Präsent im Laden umtauschen. Ein gesetzliches Umtauschrecht bei einwandfreier Ware gibt es aber nicht.
Bei online bestellten Produkten gilt das Widerrufsrecht. Innerhalb von zwei Wochen kann die Ware zurückgeschickt werden, die Frist gilt in der Regel ab Erhalt der Ware.
VERKAUFEN
Am leichtesten ist es, unliebsame Geschenke bei Online-Auktionen wieder loszuwerden. Wer im Internet verkauft, sollte sich unbedingt als privater Verkäufer anmelden. Dann muss nämlich kein Widerrufs- oder Rückgaberecht eingeräumt werden.
TAUSCHEN
Im Internet gibt es auch Tauschplattformen - dort funktioniert das Tauschen wie im richtigen Leben: Ware gegen Ware. Allseits beliebt ist auch das sogenannte Schrottwichteln - was nicht mehr gebraucht wird, wird verpackt und in größerer Runde gegen ein anderes Präsent getauscht.
VERSCHENKEN
Wer sein Geschenk nicht mag, kann es einfach bei der nächsten Gelegenheit weiter verschenken. Vielleicht löst das Präsent dann ja echte Freude aus. Das geht natürlich auch online - viele Portale bieten die Option an, die Ware kostenlos abzugeben.
SPENDEN
Wer mit seinem ungeliebten Weihnachtsgeschenk etwas Gutes tun will, kann die Ware natürlich auch spenden. Organisationen wie Oxfam verkaufen die Sachen weiter und helfen damit bedürftigen Menschen.
FEHLERHAFTE GESCHENKE
Mangelhafte oder beschädigte Geschenke können innerhalb von zwei Jahren ab Kauf mit Vorlage des Kassenbons reklamiert werden. Bei gebrauchten Waren kann die gesetzliche Gewährleistungspflicht kürzer sein.