Das war Freitag, der 9. Januar 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
da haben wir wohl noch mal Glück gehabt: In den meisten Landesteilen blieb das groß angekündigte Schneechaos aus. Zwar sind viele Züge nicht gefahren und Lastwagen blieben auf verschneiten Autobahnen stecken, doch es hätte alles noch dramatischer enden können. Die nächsten Tage versprechen ähnlich niedrige Temperaturen, aber weniger Niederschlag oder starke Winde. Die meisten Menschen in Deutschland können also aufatmen.
Nachrichtlich bot dieser Freitag gar nicht mal so viel. Einen Überblick habe ich freilich dennoch für Sie zusammengestellt:
Sorge um Grönland: Nato will Trump mit Arktis-Einsatz Wind aus den Segeln nehmen.
Sogar für Trump zu teuer? So viel ist Grönland wirklich wert. Von Lea Verstl
"Eskalation der Gewalt": Aktivisten melden mehr als 50 Tote bei Protesten im Iran.
Bericht: Trump-Vertraute sichern sich Zugriff auf größtes Lithiumfeld der Ukraine.
Rufe nach Sturz des Ayatollah: Auf den beispiellosen Protest hat Irans Führung nur alte Antworten. Von Cigdem Akyol
Spezialtherapie und viel Risiko: Überlebende von Crans-Montana haben Jahre der Behandlung vor sich. Von Solveig Bach
Hochspannungsleitung ausgefallen: Frankreich schaltet seinen größten Atomreaktor ab.
Hauerei vor dem Weißen Haus: G7-Gipfel wird wegen Trumps Käfig-Spektakel verschoben.
Kein Jahrhundert-Event: "Elli" verursacht viele Unfälle, doch die Katastrophe bleibt aus.
Damit verabschiede ich mich nun in den Feierabend und das Wochenende. Am Samstag und Sonntag gibt es keinen "Tag" auf ntv.de, aber natürlich informieren wir Sie wie gewohnt über alles, was wichtig ist, mit einzelnen Meldungen und Videobeiträgen.
Ich wünsche einen angenehmen Abend und ein erholsames Wochenende. Machen Sie's gut, bis bald!
Ihr Max Patzig
Diese nützlichen Dinge gehören jetzt ins Auto
Tief "Elli" hat Deutschland fest im Griff. Ein winterbedingter Stau kann ganz schnell entstehen, selbst auf kurzen Wegen. Der ADAC gibt Tipps, was jetzt unbedingt im Auto sein sollte: Fahrer sollten im Winter vorsichtshalber Decken, Nahrungsmittel und Getränke im Wagen haben. "Bei längeren Urlaubsfahrten lohnt es sich, eine Thermoskanne mit heißem Tee einzupacken", teilt der ADAC in Frankfurt mit. Generell sollten aber immer ein Wasser-Notvorrat sowie ein paar Snacks oder Müsliriegel im Auto liegen.
In einem langen Stau sollte der Motor nicht dauerhaft laufengelassen werden, sondern lediglich jeweils für einige Minuten. Dies sei besser für den Motor. Um die Batterie bei ausgeschaltetem Motor nicht zu sehr zu strapazieren, sollten unnötige Stromverbraucher ausgestellt werden. Sinnvoll ist es zudem, sich vor und während der Fahrt über die aktuelle Verkehrslage sowie Unwetterwarnungen auf der Strecke zu informieren und gegebenenfalls auf Alternativrouten ausweichen.
50 Tote bei Protesten im Iran
Im Iran ist die größte Protestwelle seit drei Jahren ausgebrochen. Nach dem bisherigen Höhepunkt zählen Aktivisten die Toten. Es wird befürchtet, dass das ganze Ausmaß der staatlichen Gewalt noch größer ist als bekannt. Eine Friedensnobelpreisträgerin warnt vor einem "Massaker".
Anlagen der Berliner Stromversorgung sind immer noch kaum geschützt
Zentrale Anlagen der Berliner Stromversorgung sind trotz des jüngsten Brandanschlags weiterhin unzureichend geschützt. Das berichtet die Berliner Zeitung. Reporter konnten mehrere Umspannwerke und Trafostationen in verschiedenen Bezirken ohne Sicherheitskontrollen erreichen.
Zu dem Anschlag im Südwesten Berlins, bei dem zeitweise zehntausende Haushalte ohne Strom waren, bekannte sich eine linksextremistische Gruppe namens "Vulkangruppe", die weitere Taten angedroht hat. Die Senatsverwaltung für Inneres erklärt auf Anfrage der Berliner Zeitung, der Schutz kritischer Infrastruktur sei "in dem erforderlichen Maß intensiviert", nennt jedoch keine konkreten Maßnahmen.
Jetzt auch noch Streik bei der Autobahn GmbH?
Autofahrer müssen nach einer ergebnislosen ersten Tarifrunde bei der Autobahn GmbH des Bundes mit Einschränkungen durch Warnstreiks rechnen. Verdi-Gewerkschaftssekretär Martin Krupp sagt, man setze darauf, "dass der Arbeitgeber die zweite Runde Anfang Februar ernst nimmt und ein konkretes Angebot zum Entgelt vorlegt". Und weiter: "Bis dahin werden wir den Forderungen offenbar Nachdruck verleihen müssen."
Damit sind Warnstreiks gemeint. Möglich wären bei Arbeitskämpfen etwa ein eingeschränkter Winterdienst oder weniger Informationen von Verkehrsleitzentralen.
Mann versinkt mit Bagger in Donau
Ein Mann ist im Landkreis Passau bei der Arbeit wegen Glätte mitsamt seinem Bagger in die Donau gefallen und versunken. Der 52 Jahre alte Baggerfahrer konnte sich selbst aus der Kabine befreien und ans Ufer schwimmen, teilt die Polizei mit.
Der Mann arbeitete am Donnerstag auf dem Trenndamm einer Schleuse in Untergriesbach. Wegen Glätte sei er mit seinem Bagger ins Rutschen gekommen und umgekippt, heißt es. Er sei etwa drei Meter tief über die Kaimauer ins Wasser gefallen und mit seinem Fahrzeug versunken, sagt ein Polizeisprecher.
Der Baggerfahrer stieg dem Sprecher zufolge über eine Leiter wieder hinauf. Er erlitt den Angaben zufolge leichte Verletzungen, war unterkühlt und kam in ein Krankenhaus.
Kolumbiens Präsident sicher: Trump war zu "militärischer Operation" bereit
Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hat zeitweise ein militärisches Vorgehen der USA gegen sein Land befürchtet. US-Präsident Donald Trump habe ihm in einem Telefonat gesagt, "dass er darüber nachdachte, in Kolumbien schlechte Dinge zu tun", sagt Petro in einem Interview der Zeitung "El País".
Der linksgerichtete Staatschef nahm nach eigenen Angaben an, dass eine Militäraktion vorbereitet werde. "Der Hinweis war, dass sie bereits etwas vorbereiteten, eine militärische Operation". Welche konkrete Aktion geplant gewesen sei, wisse er nicht, nur, "dass eine im Gange war". Petro sagt, die Vorgänge in Venezuela hätten bei ihm die Sorge ausgelöst, selbst persönlich betroffen zu sein.
Auf die Frage, ob er befürchtet habe, ein ähnliches Schicksal zu erleiden wie Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro, der von US-Soldaten festgenommen und in die Vereinigten Staaten gebracht worden war, antwortet er: "Zweifellos." Nach einem rund einstündigen Telefonat mit Trump am Mittwoch habe sich die Lage jedoch vorerst entspannt. "Ich glaube, sie [die Bedrohung] wurde eingefroren, aber ich kann mich irren."
Wütender Mieter hinterlässt Haus fensterlos und verwüstet
Lange streiten sich Hausbesitzer Israfil Dasdan und sein Mieter um Eigentumsverhältnisse eines Wohnhauses, wiederholt erhält der Vermieter Recht. Als letztlich eine Zwangsräumung ansteht, eskaliert die Situation komplett.
Insolventer Chemiebetrieb: Verhandlungen zur Domo-Rettung gescheitert
Die Verhandlungen zur Rettung des insolventen Chemieunternehmens Domo in Leuna sind gescheitert. Das berichtet der MDR. Die Anlagen des Firmenverbunds Domo Caproleuna GmbH und Domo Chemicals GmbH gehen deshalb in den Notbetrieb, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther dem Sender mitgeteilt habe. Sie werden quasi heruntergefahren.
Flöther sagte dem MDR, dass die Gespräche mit den Gläubigern über ein sogenanntes kurzfristiges Massedarlehen gescheitert seien. Damit verbunden sei keine Zwischenfinanzierung zum Erhalt des Betriebs möglich. Die Angestellten sowie die zuständigen Behörden seien bereits über diese Entwicklung informiert worden.
"Wir unterstützen die Geschäftsführung dabei, die Anlagen sicher herunterzufahren. Ob sie sich dann ohne Schäden irgendwann wieder anfahren und weiter nutzen lassen, ist die große Frage", so Insolvenzverwalter Flöther weiter. "Für die Anlagen und den Chemiestandort, aber auch für die Gläubiger wäre das jedenfalls eine Katastrophe."
Musk-KI Grok erstellt nur noch Bilder gegen Bezahlung
Umsonst arbeiten? Nicht mit Grok: Die Künstliche Intelligenz bei X generiert Bilder nur noch für zahlende Abonnenten. Der Hintergrund dürfte jedoch woanders liegen als in der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die KI: Die Plattform, die Tech-Milliardär Elon Musk gehört, war in den vergangenen Tagen vermehrt in Kritik geraten. Nutzerinnen und Nutzer können den KI-Chatbot bislang dazu auffordern, beispielsweise freizügige Bilder von Menschen zu generieren - auch von Kindern. Dazu finden sich diverse Beispiele sexualisierter Darstellungen auf der Plattform.
Doch bittet man Grok nun auf X, ein Bild zu generieren oder zu bearbeiten, antwortet der Bot: "Die Bilderzeugung und Bearbeitung ist derzeit auf zahlende Abonnenten beschränkt." Danach folgt ein Link, um ein solches Abo abschließen zu können. Eine KI, die Kinder sexualisiert, darf gern nicht nur hinter einer Paywall verschwinden ...
Selbstfahrendes Taxi stoppt auf Gleisen - Passagier flieht
In Phoenix fährt ein selbstfahrendes Taxi des Unternehmens Waymo auf die Gleise der Straßenbahn und bleibt mitten auf diesen stehen. Die nächste Bahn rollt an und der Passagier des autonomen Fahrzeugs flüchtet aus dem Taxi.
Im Bundestag stinkt's
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour von den Grünen kritisiert bauliche Mängel in den Parlamentsgebäuden, die zu Geruchsbelästigungen im Plenarbereich und im Jakob-Kaiser-Haus führen. "Hier wurden einst sogenannte SML-Rohre für den Abfluss eingesetzt - leider auch waagrecht. Das führt dazu, dass sie schneller korrodieren, Abwasser sammelt sich, Schwefelsäure entsteht, beschädigt die Rohre und es stinkt", sagt Nouripour in einem Interview mit dem "Spiegel". "Der waagrechte Einbau war nicht sonderlich schlau. Das weiß jeder Fachmann. Der Austausch der Rohre wird nun Teil der nötigen Sanierung."
Er weist darauf hin, dass weitere Mängel wie etwa undichte Stellen auf den Dächern der Bundestagsbauten überwiegend behoben werden konnten. "Aber das ist leider nicht auf Dauer", sagt er. Auch hier zeige sich jetzt, mehr als 20 Jahre nach Inbetriebnahme des Bundestags in Berlin, dass damals beim Bauen Fehler gemacht worden seien.
"Da wurde zu sehr auf Schönheit und weniger auf Verlässlichkeit geachtet. Das rächt sich jetzt. Vor allem die flachen Dächer sind anfällig, gerade bei Starkregen. Mit der Zeit geht da jede Dichtung flöten. Es fehlt der Ablaufwinkel", so Nouripour.
Polizei entdeckt verwahrloste Kinder im Sauerland
Ein Autofahrer im Sauerland entdeckt zufällig ein Kind, das bei klirrender Kälte barfuß und nur leicht bekleidet in ein Haus läuft. Sein Gefühl trügt nicht: Er ruft sofort die Polizei, die dann mehrere Kinder in einem mutmaßlich verwahrlosten Zustand antrifft. Das berichtet ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis.
Ihm zufolge soll es sich nach ersten Erkenntnissen um sechs Kinder handeln. In welchem Zustand sie genau sind und um was für ein Haus es sich handelt, könne er bislang nicht sagen. Der Polizeieinsatz laufe noch, der Hintergrund sei ungewiss, schildert er am späteren Nachmittag.
Laut Sprecher sind die Kinder zwischen 2014 und 2023 geboren. Genaues wisse man bislang nicht. "Warum sie so verwahrlost sind, müssen die Ermittlungen ergeben." In welchem Zustand die drei Jungen und drei Mädchen genau seien, ob es etwa Spuren von Gewaltanwendung oder Unterernährung gebe, könne er noch nicht sagen. Die Kinder sollten in die Obhut des Jugendamtes gegeben werden, das in die Ermittlungen eingebunden wird. Am Abend wird die Mutter der Kinder befragt.
Kleiner Hirsch fordert Nashorn heraus
Es ist ein kurioses Schauspiel, das einige Besucher im Zoo in Breslau bestaunen können. Ein Muntjak, das Tier zählt zur Familie der Hirsche, sucht den Kampf mit einem Nashorn. Angesichts des Größenunterschieds ein ungleicher Kampf. Doch es gibt eine Erklärung für die Konfrontation.
"Aschenbrödel"-Prinz nach Herz-OP auf Intensivstation
Der Weihnachts-Kultfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" machte ihn weltberühmt - nun kämpft Pavel Trávníček mit schweren gesundheitlichen Problemen. Der tschechische Schauspieler musste sich einer komplizierten Herzoperation unterziehen und liegt derzeit auf der Intensivstation eines Prager Krankenhauses.
Seine Ehefrau Monika Trávníčková wandte sich über die sozialen Medien an die Öffentlichkeit. "Das Ende des Jahres 2025 und der Beginn des neuen Jahres 2026 waren sehr herausfordernd für uns. Mein Mann ist wiedergeboren worden", schreibt sie auf Facebook zu einem Bild ihres Mannes mit ihrem gemeinsamen Sohn.
Nach Informationen der tschechischen Boulevardzeitung "Blesk" handelte es sich bei dem Eingriff um eine vierfache Bypass-Operation im Krankenhaus Na Homolce.
Bahn-Fernverkehr im Norden bis Samstag unterbrochen
Die Deutsche Bahn will den wegen Unwetters eingestellten Fernverkehr in Norddeutschland am Samstagmorgen wieder schrittweise aufnehmen. Am Samstag sei trotzdem bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, teilt das Unternehmen mit.
Zweites Bundesligaspiel abgesagt
Das Fußball-Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und 1899 Hoffenheim fällt am morgigen Samstag aus. Die Partie kann wegen flächendeckender Vereisungen und erheblicher Schneeverwehungen im Stadionareal nicht stattfinden, teilt die Deutsche Fußball Liga mit.
Orkanböen kippen reihenweise Lkw um und reißen Dächer ab
In der Türkei tobt ein heftiger Sturm von chaotischem Ausmaß. Starke Orkanböen werfen Lkws um und reißen Dächer von den Häusern, Trümmern fliegen durch die Gegend. Mindestens ein Mensch ist bereits ums Leben gekommen.
Streit zwischen Taxifahrern endet tödlich
Nach einer Schlägerei zwischen zwei Taxifahrern vor dem Hauptbahnhof in Dortmund ist ein 63-Jähriger an seinen Verletzungen erlegen. Als tatverdächtig gilt ein 37-Jähriger, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen. Demnach waren ein Taxifahrer und ein Uber-Fahrer bereits einen Tag vor Heiligabend in einen Streit geraten, der in Gewalt eskalierte.
Der 37-Jährige soll seinen Kontrahenten geschlagen haben, der dadurch stürzte. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo er am Sonntag starb. Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge.
Crans-Montana: Einer der Barbesitzer in U-Haft genommen
Die Polizei hat einen der beiden Barbetreiber in Crans-Montana nach dem tödlichen Feuer in der Silvesternacht festgenommen. Er befinde sich in Untersuchungshaft, verlautbarte aus Ermittlerkreisen.
USA entern nächsten Tanker nahe Venezuela
US-Einheiten entern Medienberichten zufolge erneut einen Öltanker in der Karibik. Streitkräfte seien an Bord des Schiffes gegangen, berichten das "Wall Street Journal" und der US-Sender ABC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Wie das "Wall Street Journal" weiter schreibt, waren Kräfte der US-Küstenwache bei der Operation am frühen Morgen (Ortszeit) involviert. Das Schiff sei zuvor unter einem anderen Namen bekannt gewesen und von den USA wegen des Transports von russischem Öl sanktioniert worden. ABC News zufolge hatte der Frachter nicht näher spezifizierte Verbindungen zu Venezuela.
Hamburger feiern "neues Skigebiet" - und vermieten Iglus
Es sind ungewohnte Bilder in der Hansestadt Hamburg: Schlittschuhlaufen bei Schneefall, Skifahren im Park, Iglus im Wohngebiet. Enorm starker Schneefall hat der Metropole traumhafte Winter-Atmosphäre beschert. Die Bewohner wissen die Abwechslung zu schätzen.
Warnstreiks an mehreren Unikliniken kommende Woche
An mehreren Unikliniken in Nordrhein-Westfalen hat die Gewerkschaft Verdi zu zweitägigen Warnstreiks aufgerufen. Am kommenden Dienstag und Mittwoch sind Aktionen an den Unikliniken Köln, Bonn und Essen geplant, wie Verdi NRW mitteilt. An der Uniklinik Düsseldorf ist demnach ein eintägiger Warnstreik für den kommenden Dienstag angekündigt.
Die Uniklinik Köln weist ihre Patienten im Internet bereits darauf hin, dass spürbare Einschränkungen in der Patientenversorgung erwartet werden. Hiervon würden vor allem Patientinnen und Patienten betroffen sein, deren Behandlung medizinisch vertretbar verschoben werden kann. Die jeweiligen Fachbereiche informierten die Betroffenen. Um die Versorgung von Notfällen sicherstellen zu können, hat die Uniklinik Köln nach eigenen Angaben mit Gewerkschaften eine Notdienstvereinbarung verhandelt.
Schneesturm der Extreme: Was ist ein Blizzard?
Blizzards sind eine extreme Form der Schneestürme. Das Phänomen tritt überwiegend in Nordamerika auf und kann verheerende Auswirkungen haben. Was für Merkmale hat ein Blizzard und wie entsteht er?
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Johanna Ohlau geht jetzt in den wohlverdienten Feierabend. Den "Tag" auf ntv.de übernehme nun ich: Mein Name ist Max Patzig und für Fragen, Anregungen und Hinweise stehe ich jederzeit per E-Mail an max.patzig@ntv.de zur Verfügung.
Ich wünsche einen schönen Nachmittag! Beste Grüße aus Berlin,
Ihr Max Patzig
Bundesliga-Spiel zwischen FC St. Pauli und Leipzig abgesagt
Der Wintereinbruch in Norddeutschland schränkt auch die Fußball-Bundesliga ein, die an diesem Wochenende ins neue Jahr starten will. Der FC St. Pauli und Rasenballsport Leipzig müssen sich allerdings weiter gedulden: Die für Samstag angesetzte Partie kann aufgrund der äußeren Bedingungen nicht stattfinden.
Schnee erhöht Einsturzgefahr: Erste Regionen sperren Turnhallen und Bäder
Wer bei dem vielen Schnee plant, seine Freizeitaktivitäten nach drinnen zu verlegen, könnte enttäuscht werden: Einige Städte und Gemeinden in Niedersachsen sperren wegen der hohen Schneelast auf den Dächern ihre Sporthallen und Bäder wie im Landkreis Peine. Dort sind laut der Verwaltung alle kreiseigenen Turnhallen und Hallenbäder vorerst geschlossen und werden auf Einsturzgefahr geprüft. Auch die Stadt Oldenburg sperrt vorsorglich zwei Schulsporthallen, teilt die Verwaltung mit.
Blick aus dem All: So stürmt "Elli" auf Europa zu
In Deutschland "Elli", in Frankreich "Goretti" genannt: Gemeint ist das Sturmtief, dass hier bei uns für viel Schnee, geschlossene Schulen und Zugausfälle sorgt. Einen besonderen Blick auf "Elli" bietet ein Satellit aus dem All, der das Sturmtief am Morgen eingefangen hat:
Zugeschneit: Feuerwehr ruft zum Freischippen von Hydrantendeckeln auf
Wenn es brennt, rückt die Feuerwehr an. So weit, so klar, aber der Schnee macht den Brandschützern doch etwas das Leben schwer: Viele Hydranten sind zugeschneit und vereist. Das erklärt der Feuerwehrmann Timo gerade in einem Video bei Instagram und bittet darum, die Zugänge für Wasser vor der eigenen Haustür freizulegen. Sonst geht eventuell entscheidende Minuten verloren, wenn Löschwasser gebraucht wird. Der Feuermann aus Hamburg erklärt in dem Clip, wie jeder die Hydranten auch im Schneegestöber ganz leicht finden kann:
Schlagzeilen am Mittag
EU einigt sich: Weg für Mercosur-Handelsabkommen ist frei
Nach jahrelangen Verhandlungen ist es soweit: Der Weg für den Abschluss des EU-Freihandelsabkommens mit den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay ist frei. Bei einer Sitzung von Vertretern der 27 EU-Länder stimmten in Brüssel ausreichend viele Teilnehmer der geplanten Unterzeichnung des Deals zu, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.
Kein Prozessbeginn heute? "White Tiger" laut Anwältin in U-Haft verprügelt
Er soll für sehr grausame Taten verantwortlich sein und seine Opfer waren Kinder oder Jugendliche: Der als "White Tiger" bekannt gewordene mutmaßliche Pädo-Kriminelle aus Hamburg soll sich eigentlich ab heute vor dem Landgericht Hamburg einem Prozess stellen. Doch nur wenige Stunden vor Verhandlungsbeginn wurde der 21-Jährige laut seiner Anwältin übel zugerichtet - offenbar verprügelt von anderen Häftlingen. Der Angeklagte sei gestern für den Prozess gemeinsam mit anderen Insassen aus der Jugendvollzugsanstalt Hahnöfersand nach Hamburg in eine Sammelzelle der Untersuchungshaftanstalt gebracht worden, sagte seine Anwältin der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Dort hätten einige der Insassen erst seine Uhr verlangt und dann auf ihn eingeschlagen. Eine Gesichtshälfte des Angeklagten sei stark geschwollen und er soll nun zahnmedizinisch und allgemein-medizinisch untersucht werden. Sie habe ihren Mandanten heute noch nicht gesehen und wolle bei einem Treffen erst prüfen, ob ihr Mandant verhandlungsfähig ist.
Der Prozess vor dem Landgericht soll gleich um 12 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit beginnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-Jährigen mehr als 200 Straftaten vor, darunter einen vollendeten und fünf versuchte Morde - mittelbar begangen im Internet. Als Opfer werden über 30 Kinder und Jugendliche unter anderem aus Deutschland, England, Kanada, den USA benannt. Eine junge Finnin wurde als Nebenklägerin zugelassen. Der Angeklagte, der Kopf einer internationalen Gruppe von Cyberkriminellen gewesen sein soll, soll die Taten laut Staatsanwaltschaft zwischen Januar 2021 und September 2023 begangen haben.
Parkschein unter Schnee: Was gilt bei verdeckten Ausweisen?
Es schneit ja gerade fast ohne Pause. Müssen Autofahrerinnen und Autofahrer regelmäßig Schnee entfernen oder Eis kratzen, damit beispielsweise der Anwohnerparkausweis erkennbar bleibt? Das hat mein Kollege Axel Witte mal für Sie recherchiert:
"Downton Abbey"-Star ist zum ersten Mal Mutter geworden
"Lady Mary" ist schon längst Mutter, nun tut es "Downton Abbey"-Star Michelle Dockery ihrer Serienrolle gleich: Die 44-Jährige ist zum ersten Mal Mutter geworden. Während wir in der beliebten britischen Serie wissen, dass sie einen Sohn hat, hat die Darstellerin noch nichts zu dem Geschlecht des Babys gesagt. Doch ansonsten machen sie und ihr Ehemann Jasper Waller-Bridge eher kein Geheimnis daraus: Die junge Familie ist mit "Baby an Bord"-Sticker auf dem Auto unterwegs. Gesehen wurde das Paar bei einem winterlichen Spaziergang, bei dem ihr Mann das Neugeborene stolz in einer Babytrage vor der Brust trug.
Video zeigt: Airbus wird bei Istanbul-Anflug heftig durchgeschüttelt
In Teilen der Türkei gibt es orkanartige Böen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Istanbul ist nicht ganz so stark betroffen, trotzdem muss der Pilot einer Airbus 320 die sehr wackelige Landung abbrechen - ein Seitenwind macht dem Flieger nur Meter über dem Boden einen Strich durch die Rechnung.
Grönland kaufen? Trump-Regierung prüft Einmalzahlungen an Einwohner
Donald Trump gehört wohl zu den Menschen, die meinen, dass man mit Geld alles kaufen kann - auch Grönland: Um die Einwohnerinnen und Einwohner der großen Insel zu überzeugen, Teil der USA zu werden, sollen US-Regierungsvertreter laut Insidern auch die Möglichkeit von Einmalzahlungen an die Bevölkerung erörtert haben. Das sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Da ist natürlich die spannende Frage, wie viel so ein "Land-Verkauf" pro Person wert sein soll und auch da gaben die Informanten Auskunft: Demnach wurden Summen zwischen 10.000 und 100.000 Dollar pro Person diskutiert. Das entspräche einer Gesamtsumme von bis zu sechs Milliarden Dollar. Das Weiße Haus bestätigte, dass Präsident Donald Trump und seine Sicherheitsberater prüften, "wie ein potenzieller Kauf aussehen würde". US-Außenminister Marco Rubio werde sich kommende Woche mit seinem dänischen Amtskollegen in Washington treffen, um über Grönland zu sprechen - Grönland ist zwar weitestgehend autonom, aber gehört zu Dänemark. Nur die grönländische Regierung hat ihre Haltung dazu bereits mehrfach deutlich bekundet - so Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen auch am vergangenen Sonntag: "Genug ist genug. Schluss mit den Annexionsfantasien."
Und was denken die Grönländer? Umfragen zufolge wünscht sich eine überwältigende Mehrheit die Unabhängigkeit. Sie sind demnach zwar offen für eine Trennung von Dänemark, einen Anschluss an die USA lehnen sie jedoch ab. Wird das die Trump-Administration stoppen? Spätestens seit dem Angriff auf Venezuela und der Entführung von Staatschef Nicolas Maduro ist das wohl mehr als zweifelhaft. Und genau wie Venezuela verfügt Grönland über etwas, das US-Präsident Donald Trump interessiert: Rohstoffe.
Deutsche Bahn stellt Zugverkehr im Großraum Hannover mindestens bis zum Mittag ein
Der gesamte Schienenverkehr im Großraum Hannover ist laut Deutscher Bahn bis mindestens heute Mittag eingestellt. Damit ist eines der wichtigsten Drehkreuze Deutschlands betroffen. Mehr Infos finden Sie hier.
Wintersturm: 380.000 Haushalte ohne Strom in Frankreich
Bislang kommen wir mit Sturmtief "Elli" ganz gut aus in Deutschland. Anders im Nachbarland: In Frankreich sorgt "Goretti", wie das Sturmtief dort genannt wird, für Chaos. Wie der französische Versorger Enedis mitteilt, fiel in rund 380.000 Haushalten der Strom aus, vor allem in der Normandie. Auch Haushalte in der Bretagne, der Picardie nördlich von Paris und der Region Île-de-France waren betroffen. Der französische Wetterdienst warnte im Vorfeld vor heftigen Sturmböen, insbesondere im Département Manche an der Küste des Ärmelkanals, wo die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen wurde.
Schlagzeilen am Morgen
So sieht das verschneite Berlin aus dem All aus
Wie eine gigantische weiße Decke liegt der Schnee über Deutschland - und ist sogar aus dem All zu sehen. Hier haben wir mal ein Foto der europäischen Erdbeobachtungssatelliten aus dem Copernicus-Programm. Es zeigt das eingeschneite Berlin mal von ganz oben:
D-Mark gefunden? Diese Strafen drohen bei Nichtabgabe
Auch rund ein Vierteljahrhundert nach der Euro-Einführung schlummern immer noch Millionen D-Mark in Schubladen und Verstecken. Bei der Bundesbank sind noch 185 Millionen D-Mark nicht zurückgegeben worden. Sie tauscht die Scheine und Münzen bis heute in Euro um. Rechtsexperte Arndt Kempgens erläutert, wie man bei einem solchen Schatzfund legal vorgehen sollte.
Was heute wichtig wird
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Sind Sie gefühlt zugeschneit oder geht es bei Ihnen? Ich war überrascht beim Blick aus dem Fenster am Morgen, gar nicht so viel Schnee vorzufinden. Doch es ist mir sehr viel lieber, dass die Prognosen wohl zumindest teilweise nicht so eingetreten sind als dass ohne Vorwarnung ein Schneesturm über einen hereinbricht. Es ist auch ohne massenhaft Neuschnee trotzdem glatt und eisig kalt. Der Terminkalender hält heute das für uns bereit:
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender begrüßen ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Repräsentanten des öffentlichen Lebens zum Neujahrsempfang. Erstmals wird auch Friedrich Merz als Bundeskanzler zum Jahresanfang ins Schloss Bellevue kommen.
Nach einer Klausurtagung zum Jahresauftakt stellt die Linksfraktion im Bundestag am Mittag ihre Schwerpunkte für die nächsten Monate vor. Topthemen für die Linke bleiben die Begrenzung von Mieten und Lebenshaltungskosten, aber auch die Gegenwehr gegen Rechtsextremismus.
EU-Abstimmung über Handelsdeal: In Brüssel soll der Weg für den Abschluss des EU-Freihandelsabkommens mit den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay geebnet werden. Bei einem Treffen von Vertretern der EU-Staaten ist geplant, die Unterzeichnung und den Abschluss des Deals zu vereinbaren.
Die Schweiz gedenkt mit einem nationalen Trauertag und einer Zeremonie der Opfer der Brandkatastrophe im Skiort Crans-Montana. Die Veranstaltung um 13.45 Uhr in der nahe gelegenen Gemeinde Martigny gilt nicht nur den 40 Toten, sondern auch den rund 120 großteils Schwerverletzten, wie es vom Kanton Wallis heißt.
Prozess gegen "White Tiger" beginnt: Vor dem Landgericht Hamburg muss sich ab heute der unter seinem Foren-Namen bekanntgewordene mutmaßliche Pädokriminelle verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-jährigen Deutsch-Iraner mehr als 200 Straftaten vor, darunter einen vollendeten und fünf versuchte Morde - mittelbar begangen im Internet.
Als Opfer werden über 30 Kinder und Jugendliche unter anderem aus Deutschland, England, Kanada und den USA benannt.
Erster Anpfiff in der Bundesliga im neuen Jahr: Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund eröffnen heute in der Fußball-Bundesliga das Jahr 2026. Mit einem Sieg in der Begegnung, die um 20.30 Uhr (Sky und Sat.1) angepfiffen wird, würden die Dortmunder ihre Position als erster Bayern-Verfolger festigen.
Bei Fragen, Hinweisen und Kritik schicken Sie mir am besten wie gehabt eine Mail an: johanna.ohlau(at)ntv.de.
Trump verrät: Sean "Diddy" Combs bat mich um Begnadigung
Für verurteilte Kriminelle in den USA ist der Moment sozusagen günstig mit einem US-Präsidenten an der Spitze, der bereits mehrfach umstrittene Begnadigungen ausgesprochen hat - zuletzt für mehrere wegen Wirtschaftsverbrechen verurteilte Unternehmer. Auch der wegen Sexualstraftaten verurteilte US-Rapper Sean "Diddy" Combs hat Donald Trump nach Angaben des US-Präsidenten um eine Begnadigung gebeten. Er habe nicht vor, der Bitte nachzukommen, sagte Trump in einem Interview der "New York Times". Die Anfrage habe ihn in einem Brief erreicht.
Combs war im Oktober in Zusammenhang mit Prostitution zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und zwei Monaten sowie einer Geldstrafe verurteilt worden. Seine Anwälte haben Berufung eingelegt. Die Staatsanwaltschaft hat Combs vorgeworfen, über Jahre hinweg Frauen missbraucht, bedroht und genötigt zu haben, seine sexuellen Wünsche zu erfüllen. Besonders die Veröffentlichung eines Videos aus einer Überwachungskamera sorgte weltweit für Entsetzen. Darin ist zu sehen, wie der verurteilte Musiker seine damalige Freundin brutal in einem Hotel attackiert.
ICE-Beamte schießen erneut auf Menschen - Bandenmitglieder?
Nur kurz nach den tödlichen Schüssen der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis sorgt ein ähnlicher Zwischenfall mit zwei Verletzten für Spannungen in Portland: Nach Darstellung des US-Heimatschutzministeriums hielten Angehörige der Grenzschutzbehörde in dem neuen Fall ein Fahrzeug für eine gezielte Kontrolle an. Die Person am Steuer habe versucht, die Beamten zu überfahren, hieß es in einem Beitrag auf X. Einer der Beamten habe angeblich aus Selbstverteidigung einen Schuss abgegeben, während das Fahrzeug wegfuhr. Nach Angaben der Polizei von Portland wurden zwei Insassen des Wagens - ein Mann und eine Frau - danach mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zu ihrem Zustand gibt es bisher keine Angaben.
Das Heimatschutzministerium spricht von einer Verbindung der beiden zur venezolanischen Gang Tren de Aragua. Ob das so stimmt? US-Präsident Donald Trump verweist auf die Gruppe oft als eine Begründung für seine großangelegten Abschiebeaktionen. Angaben aus anderen Quellen zu den Verletzten gibt es bislang nicht.
Zwei Dutzend Lkw stecken im Schnee auf der A7 fest
Viel Neuschnee sorgt momentan nicht nur im Norden, sondern auch im Süden für Chaos: Etwa zwei Dutzend Lastwagen haben sich auf der schneebedeckten Autobahn 7 im Landkreis Bad Kissingen in Bayern festgefahren. Wie ein Polizeisprecher sagte, rückte in der vergangenen Nacht unter anderem das Technische Hilfswerk (THW) aus. Mit der Hilfe vom THW wurden die Lastkraftwagen angezogen - bis sie von selbst aus weiterfahren konnten. Inzwischen ist die Fahrbahn wieder frei.