Der Tag
22. August 2021
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23:00 Uhr

Das war Sonntag, der 22. August 2021

23 Uhr, das Wochenende ist so gut wie vorbei, ab ins Bett! Morgen beginnt eine neue spannende Woche. Hoffentlich können wir Ihnen bessere Nachrichten aus der Welt bieten als in den letzten Tagen. Die Hoffnung ist nicht groß, stirbt aber, wie jeder weiß, zuletzt. Ich verabschiede mich.

Das war heute wichtig:

Afghanistan – was geht da vor sich im Pandschirtal? Wie sieht es momentan in Kabul aus? Wie schnell bekommen wir möglichst viele Leute ausgeflogen?

Das Wetter: Bei uns wird die Woche unsommerlich. Aber das ist das geringste Problem, woanders toben Sturmtiefs. Hauptsache, die Menschen in den heimischen Hochwassergebieten müssen nicht wieder bangen!

Angela Merkel frostig in Kiew, die CDU im lauwarmen Wahlkampfauftakt, und Lastenfahrräder, um das Klima zu retten? Naja, da ist überall noch Luft nach oben! Die Frage ist nur, wie lange noch.

Die Bahn. Kommt nicht. Also nicht überall. Nicht immer. Wir halten Sie auf dem Laufenden (laufen, übrigens eine sehr gute Idee!)

Corona-Zahlen: wir schauen weiter auf das tägliche Geschehen, bei uns und auf der Welt. Denn falls es jemand vergessen haben sollte: Es gilt noch immer "We are all in this together."

Das war Sonntag, der 22. August 2021
22:40 Uhr

16 Menschen bei Überschwemmungen in Tennessee gestorben

Bei Überschwemmungen im US-Bundesstaat Tennessee sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Wie Lokalmedien unter Berufung auf Behördenangaben berichten, werden noch dutzende Menschen vermisst. In dem Bundesstaat im Süden der USA hatte Starkregen am Samstag Überflutungen ausgelöst. Der Wetterdienst sprach von "historischen" Niederschlagsmengen.

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(Foto: dpa)

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten dauern noch an, wie die Lokalzeitung "The Tennessean" berichtet. Die 16 Todesfälle wurden demnach vom Katastrophenschutz im Verwaltungsbezirk Humphreys westlich von Nashville verzeichnet. Um Plünderungen zu verhindern, verhängten die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre.

Das Unwetter sei "fast so schnell wie ein Tornado" über die Region im Zentrum von Tennessee hinweggezogen, sagte der Bürgermeister der Stadt Waverly im Lokalsender WKRN. Auf Fernsehbildern waren weggerissene Autos und mit Schlamm überspülte Straßen zu sehen.

16 Menschen bei Überschwemmungen in Tennessee gestorben
21:49 Uhr

FDP wettert: "Retten Weltklima nicht, indem wir Lastenfahrräder in Berlin-Kreuzberg subventionieren"

Die Grünen wollen in der nächsten Legislaturperiode eine Milliarde Euro zur Förderung von Lastenfahrrädern ausgeben, mehr dazu hier. Für ihren Vorschlag erntete die Partei von CDU, FDP und Linken umgehend Kritik, zum Beispiel von der FDP: "Die Grünen wollen mit dem Geld der Steuerzahler Klientelpolitik betreiben", so Vize-Fraktionschef Christian Dürr. "Wir werden das Weltklima nicht retten, indem wir Lastenräder in Berlin-Kreuzberg bezuschussen."

Für einen effizienten Klimaschutz brauche es laut Dürr keine weiteren "bürokratischen Mini-Subventionen, sondern einen umfassenden Emissionshandel mit hartem CO2-Deckel." Das sei der beste Weg, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen. Er forderte die Grünen auf, sich gemeinsam mit der FDP für eine Ausdehnung des Zertifikatehandels auf alle Branchen einzusetzen, "statt sich weiter im Klein-Klein zu verlieren". CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak erklärte auf Twitter, die Vorschläge der Grünen im aktuellen Wahlkampf würden "immer abstruser und weltfremder".

Auch bei der Linken traf der Vorstoß der Grünen aus Ablehnung. "Lastenfahrräder können in einigen Städten eine Hilfe sein, in den ländlichen Regionen helfen sie praktisch niemandem", findet Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali. "Wer glaubt, mit einer staatlichen Förderung von Lastenfahrrädern die Verkehrswende einleiten zu können, der befindet sich auf dem Holzweg." Es müssten vielmehr der öffentliche Nahverkehr konsequent ausgebaut und die Ticketpreise gesenkt werden.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock unterstützt den Vorschlag ihres Partei-Kollegen, denn es solle keine "absolute Ungleichheit» geben zu einer Förderung von 6000 Euros für Elektroautos. "Damit könnten auch Menschen, die keinen Führerschein hätten oder nicht Auto fahren wollten oder könnten, zum Beispiel ihre Einkäufe nach Hause bringen."

FDP wettert: "Retten Weltklima nicht, indem wir Lastenfahrräder in Berlin-Kreuzberg subventionieren"
21:10 Uhr

Polizisten in Bremen mit Flaschen beworfen und verletzt

Bestürzung in der Hansestadt: Eine große Gruppe Feiernder hat in Bremen Polizisten umringt, beschimpft und mit Flaschen beworfen. Bei dem Einsatz in der Nacht zu Sonntag seien zwei Beamte verletzt worden, teilen die Behörden mit. Zuvor hatten Polizisten im Bereich des Fähranlegers Sielwall einen Streit zwischen drei Frauen schlichten wollen. Nach Angaben eines Sprechers wurden die Einsatzkräfte dabei von mehr als 100 jungen, dort feiernden Menschen umringt, verbal angegriffen und mit einer Vielzahl von Flaschen beworfen. Als die Polizisten Verstärkung riefen, habe sich die Menge kurz zurückgezogen, um dann wenig später wieder aggressiv zu werden. Die meisten Beteiligten flohen. Zwei von ihnen wurden zu einer Wache mitgenommen und verhört.

Erst mit Hilfe weiterer Kollegen und dem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray gelang es den Beamten, die Menschenansammlung aufzulösen. Es werde wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Bereits am Freitag soll sich nur wenige Straßen entfernt am Werdersee ein ähnlicher Vorfall ereignet haben.

Polizisten in Bremen mit Flaschen beworfen und verletzt
20:41 Uhr

Staatstrauer in Liechtenstein nach dem Tod von Fürstin Marie

Nach dem Tod von Fürstin Marie von und zu Liechtenstein ist in dem Kleinstaat eine siebentägige Staatstrauer verhängt worden. Die Entscheidung sei in enger Absprache mit der Fürstenfamilie gefallen, teilt die Regierung in Vaduz mit. Bereits vor der offiziellen Verkündung wurden mehrere Veranstaltungen abgesagt. Das Fürstenhaus bat darum, bei Festlichkeiten eine Schweigeminute einzulegen oder entsprechende Anpassungen im Programm vorzunehmen.

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Waren seit 1967 verheiratet: Marie und Hans-Adam. (Foto: imago/ZUMA/Keystone)

Fürstin Marie von und zu Liechtenstein war am Samstag im Alter von 81 Jahren - wenige Tage nach einem Schlaganfall - gestorben. Die Ehefrau von Fürst Hans-Adam II. und Mutter von vier Kindern galt als sozial sehr engagiert und kunst-affin. "Die Bevölkerung wird ersucht, ihre Privatgebäude gemäß Traueranlass zu beflaggen", heißt es in der Mitteilung der Regierung.

Das 160 Quadratkilometer große Fürstentum Liechtenstein zwischen Österreich und der Schweiz ist mit rund 39.000 Einwohnern einer der kleinsten Staaten der Welt und sehr wohlhabend. Das Land ist eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der Fürst kann unter anderem die Regierung und das Parlament auflösen und Volksentscheide außer Kraft setzen. Der 76-jährige Fürst Hans-Adam II. hatte die Regierungsgeschäfte 2004 seinem Sohn, Erbprinz Alois, übertragen, der mit Herzogin Sophie in Bayern verheiratet ist.

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Sie soll im Beisein der Familie und nach Empfang der heiligen Sterbesakramente friedlich und in großsem Gottvertrauen entschlafen sein", heißt es . (Foto: imago stock&people)
Staatstrauer in Liechtenstein nach dem Tod von Fürstin Marie
20:07 Uhr

Das nächste Buch ist das jetzige Buch - Baerbock will erstmal verbessern

Das ist bestimmt eine kluge Idee: Bevor sie möglicherweise ein weiteres Buch schreibt, will Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ihr wegen Plagiatsvorwürfen viel kritisiertes erstes Buch überarbeiten. "Das nächste Buch ist die Überarbeitung des diesigen Buchs, weil ich dabei Fehler gemacht habe", so Baerbock im ARD-Sommerinterview. Auf die Frage, welche Fehler sie definitiv kein zweites Mal machen werde, sagte Baerbock: "Zu viele Dinge gleichzeitig."

Baerbock wird vorgeworfen, in dem Buch mit dem Titel "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern", Textstellen ungekennzeichnet aus anderen Veröffentlichungen übernommen zu haben. In dem Buch gibt es keine Fußnoten und auch kein Quellenverzeichnis am Ende. Für die Überarbeitung gab es bis zuletzt aber noch keinen Zeitplan.

Das nächste Buch ist das jetzige Buch - Baerbock will erstmal verbessern
19:22 Uhr

"Henri" erreicht Rhode Island

Tropensturm "Henri" hat am Sonntagmittag (Ortszeit) die Nordostküste der USA erreicht und heftige Regenfälle mitgebracht. Das US-Hurrikanzentrum NHC meldete, dass der Sturm nahe der Stadt Westerly im Bundesstaat Rhode Island auf die Küste getroffen sei und dabei Geschwindigkeiten von rund 95 Stundenkilometern erreicht habe. Rhode Islands Gouverneur Dan McKee hatte am Morgen "schwere Auswirkungen hoher Windstärken, Stromausfälle und Überschwemmungen" erwartet.

Die maximale Windgeschwindigkeit lag laut NHC niedriger als noch einige Stunden zuvor. Nach dem Auftreffen auf Land werde seine Stärke aller Voraussicht zudem nach weiter nachlassen, heißt es. Eine Hurrikan-Warnung war für Long Island, Rhode Island und Connecticut in Kraft gesetzt worden.

Betroffen von Sturmfluten könnten die vor der US-Metropole New York liegende Insel Long Island sowie Teile von Massachusetts, Rhode Island und Connecticut sein. Warnungen vor Überschwemmungen waren in verschiedenen Dringlichkeitsstufen für mehr als 35 Millionen Menschen ausgerufen worden.

"Henri" erreicht Rhode Island
18:30 Uhr

Mittlerweile 2207 Todesopfer in Haiti

Nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist die Zahl der Todesopfer auf 2207 gestiegen. 344 weitere Menschen werden zudem noch immer vermisst, wie der Zivilschutz des Karibikstaates mitteilt. Über 12.000 Menschen wurden demnach bei dem Beben der Stärke 7,2 im Südwesten des Landes vor gut einer Woche verletzt und mehr als 52.000 Häuser zerstört.

Unterdessen treffen immer mehr Hilfslieferungen und Einsatzkräfte in Haiti ein. Am Wochenende erreichte die "USS Arlington" der US-Marine die haitianische Küste und brachte Ärzte, Pfleger und medizinisches Gerät, zwei Hubschrauber und 200 Marines an Land. Die US-Hilfsorganisation Samaritan's Purse eröffnete in Les Cayes ein Feldkrankenhaus und behandelte erste Patienten. Auch ein Team der deutschen Hilfsorganisation I.S.A.R Germany mit 33 Ärzten, Pflegekräften und Sanitätern sowie elf Tonnen Material ist mittlerweile in Haiti eingetroffen. Allerdings hat viele Menschen die Hilfe noch immer nicht erreicht. Die Straßen und Brücken zum Katastrophengebiet sind teilweise zerstört, zudem kontrollieren kriminelle Banden die Außenbezirke der Hauptstadt Port-au-Prince.

Mittlerweile 2207 Todesopfer in Haiti
18:16 Uhr

Harrison Ford kann ganz nett sein

Harrison Ford steht überhaupt nicht auf Star-Rummel und bleibt gern privat. Da kann er schonmal etwas ruppig wirken. Es gibt aber Ausnahmen: Für einen Londoner Feuerwehrmann beginnt Ruhestand mit einer besonderen Überraschung: Exakt zum Ende seiner allerletzten Nachtschicht im Dienst passte sein Dienstleiter US-Hollywood-Star Harrison Ford auf der Straße ab, der zufällig gerade aus einem Auto ausstieg, wie der Sender Sky News berichtet. "Han Solo kommt nach Soho!", schrieb die Westminster London Fire Brigade auf Twitter in Anspielung auf Fords berühmte "Star Wars"-Rolle. "Herr Ford war so nett, unserem Feuerwehrmann Andrew Shaw nach seiner letzten Nachtschicht nach 31 Jahren im Dienst zu gratulieren", hieß es zu einem Foto der überraschenden Begegnung.

Harrison Ford kann ganz nett sein
17:45 Uhr

Marseille: Drei Tote bei Schüssen aus Auto, eine verkohlte Leiche

Bei mutmaßlichen Auseinandersetzungen im Drogenmilieu sind in der südfranzösischen Stadt Marseille drei Menschen getötet worden. Zwei Männer im Alter von 25 und 26 Jahren wurden in der Nacht zum Sonntag aus mindestens zwei Fahrzeugen heraus erschossen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Die beiden Opfer seien polizeibekannt. Einer von ihnen sollte demnächst wegen eines Drogendelikts vor Gericht erscheinen.

Eine Stunde nach der ersten Tat seien weitere Schüsse gefallen und ein Mensch soll in ein Auto gezerrt worden sein, wie aus Ermittlerkreisen heißt. Kurz darauf sei ein brennendes Fahrzeug mit einer teilweise verkohlten Leiche im Kofferraum entdeckt worden.

Es sei "wahrscheinlich", dass es sich bei der Leiche um den zuvor entführten Mann handele, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der 27-Jährige sei polizeibekannt und bereits zwölf Mal verurteilt worden. Zwischen den beiden Fällen bestehe nach ersten Erkenntnissen keine Verbindung.

Marseille: Drei Tote bei Schüssen aus Auto, eine verkohlte Leiche
17:13 Uhr

So wird das nichts mit dem Klima: Prinz Harry fliegt Privat-Jet

Das Klima für ihn könnte schlechter kaum sein, sowohl privat als auch weltpolitisch betrachtet: Man wünscht ihm langsam schon, dass er entweder einfach zu Hause bleibt oder sich bessere Berater sucht. Denn Prinz Harry steht schon wieder in der Kritik, dieses Mal, nachdem bekannt wurde, dass er Ende letzter Woche von einem Benefiz-Polospiel in Aspen, Colorado, mit dem Privatjet zurück nach Santa Barbara, Kalifornien, geflogen war. Wie "The Sun" meldet, gehört die 20-sitzige 52-Millionen-Euro-Maschine Harrys Polofreund, einem Geschäftsmann aus den USA.

Erst vor drei Monaten hatte Harry den Klimawandel in einer TV-Sendung als eines der "drängendsten Probleme, mit denen wir konfrontiert sind", bezeichnet. Und auch erst vor kurzer Zeit hatte sein Vater, Prinz Charles, sein bisher eindringlichstes Statement zu diesem Thema gehalten, als er den britischen Wirtschaftsführern via "Mail Online" mitteilte, sie müssten helfen, sonst sei der Planet "erledigt".

Auf Instagram wurde jüngst ein Text gepostet, in dem Harry für die "Daily Mail" ein Statement in Sachen Klima abgibt. Er schreibt unter anderem: "Wir müssen jetzt alle an die Front gehen, um den Klimawandel insgesamt zu bekämpfen." Soll das nur Gerede bleiben, Harry?

So wird das nichts mit dem Klima: Prinz Harry fliegt Privat-Jet
16:39 Uhr

Boris Beckers filmreifes Leben als Serie und Film in Arbeit

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Die Familie kommt zur Eröffnung von Noah Beckers Ausstellung auf Mallorca: Vater Boris, Mutter Barbara und Bruder Elias (verdeckt). (Foto: dpa)

Die filmreife Lebensgeschichte der deutschen Tennislegende Boris Becker soll nun auch noch als Serie verfilmt werden. Ein "Streaming-Gigant" soll an dieser Produktion arbeiten meldet "Mail online". Anders als in dem Biopic "Der Spieler", an dem RTL derzeit arbeitet, soll es in der Serie nicht nur um Beckers beispiellosen beruflichen Werdegang und die Schattenseiten des Profisports gehen.

"Boris Becker hat mit seinen turbulenten Scheidungen und seinem Bankrott fast genauso viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie mit seiner glanzvollen Karriere", heißt es in der Meldung über den Inhalt der Serienadaption. "Beckers Leben hat absolut alles", wird der Informant außerdem zitiert. "Während manche Sportler faszinierende Karrieren haben, hatte Becker jugendlichen Ruhm, Glamour und Reichtum, aber auch viel Herzschmerz." Bleibt zu hoffen, dass die filmischen Adaptionen dem ursprünglichen Sportsmann Becker trotz aller Bum-Bum-Boris-Geschichten drumherum gerecht werden!

Boris Beckers filmreifes Leben als Serie und Film in Arbeit
16:12 Uhr

Kobra in Kirbachtal?

Die Polizei Ludwigsburg in Baden-Württemberg warnt vor einer möglichen Giftschlange im Sachsenheimer Kirbachtal. Reptiliensachverständige vermuten, es könnte eine Kobra sein.

Falls Sie etwas rascheln hören und es so

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Sieht schön aus. Aber bitte nicht aus der Nähe! (Foto: imago images / imagebroker)

aussieht, dann nichts wie weg und den Notruf verständigen! Ein Biss ist meist tödlich, daher warnt die Polizei die Anwohner der Umgebung, sich möglichst nicht im Freien zu bewegen. Ein Gegengift gebe es momentan nur in Berlin, schreibt die "Bild"-Zeitung.

Kobra in Kirbachtal?
16:01 Uhr

Existenzbedrohung durch Atomkrieg und Klimawandel

Der neue Generalsekretär der internationalen Organisation zur Überwachung des Verbots von Atomversuchen (CTBTO), Robert Floyd, warnt vor einem Atomkrieg: "Ich sehe zwei Dinge als existenzbedrohend für die Menschheit: das eine ist der Klimawandel und das andere der Ausbruch eines Atomkriegs", so der australische Diplomat. Obwohl es sich um ein weltweites Problem handle, sei das Bewusstsein für die Gefahr von Atomwaffen nicht überall gleich ausgeprägt.

Floyd hatte zu Beginn des Monats die Leitung der CTBTO übernommen, die ihren Sitz in Wien hat. Rund um den Globus verfügt die Organisation über insgesamt rund 300 Stationen, die atomare Explosionen messen können. Anhand solcher Daten konnten in den vergangenen Jahren zum Beispiel die Atomversuche analysiert werden, die das international weitgehend isolierte Nordkorea unternommen hat.

Der Australier warnt, ein Einsatz von Atomwaffen könnte nicht nur andere Staaten zur Nachahmung bewegen, sondern hätte auch globale Auswirkungen auf die Umwelt. Obwohl der Atomteststopp-Vertrag weiträumig akzeptiert wird, ist der Pakt aus dem Jahr 1996 formell noch immer nicht in Kraft. Acht Länder haben sich der Vereinbarung noch nicht angeschlossen - darunter die wichtigen Atommächte USA, China und Israel sowie Nordkorea und der Iran.

Existenzbedrohung durch Atomkrieg und Klimawandel
15:14 Uhr

Russland kritisiert Deutschland wegen Teilnahme an Krim-Konferenz

Russland kritisiert die Bundesregierung wegen ihrer geplanten Teilnahme an einer Konferenz in der Ukraine zur Zukunft der von Moskau annektierten Halbinsel Krim. Dass Deutschland die "provokative Veranstaltung Kiews, die wir als direkten Angriff auf Russlands territoriale Integrität betrachten, unterstützen will, ist zutiefst bedauerlich", so der russische Botschafter in Deutschland, Sergej J. Netschajew, gegenüber der "Welt am Sonntag". "Für die bilateralen Beziehungen ist es nur eine zusätzliche Belastung."

In Kiew findet am Montag erstmals die sogenannte Krim-Plattform statt. Zu der Konferenz werden dutzende Staats- und Regierungschefs sowie Außenminister erwartet. Russland hatte die Halbinsel im Schwarzen Meer 2014 annektiert und nach einem von der Ukraine und dem Westen nicht anerkannten Volksentscheid ins eigene Staatsgebiet aufgenommen. "Wir verurteilen die Annexion der Krim", betont Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch in Kiew. Es sei richtig, darüber auch im Rahmen der Krim-Plattform zu sprechen, um daran zu arbeiten, "dass das nicht in Vergessenheit gerät".

Russland kritisiert Deutschland wegen Teilnahme an Krim-Konferenz
14:58 Uhr

Wie Deutschland niederländischer werden könnte

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler sprichts sich für eine Förderung von Lastenfahrrädern mit jeweils 1000 Euro ausgesprochen. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagt er, dass so eine Million Lastenräder vom Bund gefördert werden sollten. Anders als bisher sollte der Zuschuss auch für privat genutzte Lastenräder gewährt werden. Derzeit können nur Firmen, Kommunen oder Vereine eine Förderung beantragen. "Saubere Mobilität gibt es nicht zum Nulltarif. Lastenrädern, insbesondere wenn sie mit E-Motor ausgestattet sind, kommen in der Verkehrswende eine wesentliche Bedeutung zu."

Eine bessere Förderung der Radinfrastruktur findet sich auch im Wahlprogramm der Grünen zur Bundestagswahl am 26. September, allerdings ohne Nennung eines konkreten Förderbetrags.

Wie Deutschland niederländischer werden könnte
14:25 Uhr

Passanten füttern Ziegen falsch - 20 Tiere sterben

Wild- oder Weidetiere Füttern ist für viele Menschen eine spaßige Unternehmung. Doch für die Tiere ist das in der Regel alles andere als gut, wie ein Fall im Baden-Württembergischen Pfinztal zeigt. Dort wird die falsche Fütterung durch Passanten 20 Ziegen zum Verhängnis.

Passanten füttern Ziegen falsch - 20 Tiere sterben
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Es regnet, der Halbmarathon verläuft gefühlt dennoch durch die ganze Hauptstadt, aber in der S-Bahn war es warm und trocken. Die S7, von Potsdam nach Ahrensfelde, ist in meinen Augen die schönste Strecke Berlins. Und man freut sich immer so, wenn es überhaupt voran geht. Welche ist Ihre Lieblingsbahn? Ich begleite Sie durch den restlichen Sonntag, den Sie getrost gemütlich auf dem Sofa verbringen können, das August(!)Wetter gibt wohl in ganz Deutschland nicht allzu viel her. Kollegin Kristin Hermann lässt schön grüßen, sie ist im wohlverdienten Feierabend. Unter sabine.oelmann@nama.de bin ich bis in den späten Abend erreichbar.

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(Foto: dpa)
Schichtwechsel
13:59 Uhr

Betrunkener E-Scooter-Fahrer stürzt zehn Meter tief in Nürnberger Stadtgraben

Wie gefährlich es ist, betrunken mit einem E-Scooter zu fahren, wird an diesem Wochenende einmal mehr deutlich. Nachdem es ein paar Einträge weiter unten um eine Frau ging, die alkoholisiert auf einer Autobahn in Köln unterwegs war, wird nun ein Fall aus Nürnberg bekannt, bei dem ein betrunkener E-Scooter-Fahrer rund zehn Meter tief in den mittelalterlichen Stadtgraben stürzte. Der 26-Jährige zog sich glücklicherweise nur eine Fußverletzung und einige andere leichtere Blessuren zu, wie die Polizei in der bayerischen Stadt mitteilte.

Demnach war der junge Mann am späten Samstagabend in der Innenstadt unterwegs, als er offenbar die Kontrolle über den Elektroroller verlor und stürzte. Nach Angaben der Beamten hörte eine Passantin, an der der Fahrer kurz zuvor vorbeigekommen war, einen "dumpfen Schlag". Als sie sich umblickte, sah sie auf dem Gehweg lediglich noch dessen Roller. Sie blicke über die Begrenzungsmauer und entdeckte den Gestürzten. Sie rief Polizei und Rettungskräfte, die den Mann versorgten. Laut Polizei ergab ein Alkoholtest bei dem 26-Jährigen einen Wert von mehr als 1,7 Promille. Gegen ihn wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr ermittelt.

Betrunkener E-Scooter-Fahrer stürzt zehn Meter tief in Nürnberger Stadtgraben
13:28 Uhr

Klitschko wird zum Auftakt von Merkel-Besuch nicht durch Flughafenkontrolle gelassen

Beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Ukraine ist Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko nicht auf den Flughafen gelassen worden. "Bin auf dem Flughafen Boryspil eingetroffen, auf dem ich dem Protokoll nach als Bürgermeister der Hauptstadt die Bundeskanzlerin von Deutschland Angela Merkel empfangen sollte", schrieb Klitschko im Nachrichtenkanal Telegram. Er sei aber nicht weitergekommen, weil sein Name auf einer Liste gefehlt habe. Der ehemalige Boxweltmeister fügte hinzu: "Mit Gewalt durchkämpfen werde ich mich natürlich nicht." Bei Merkels vorigem Kiew-Besuch im November 2018 hatte Klitschko die Kanzlerin noch persönlich begrüßt. Seither war Merkel nicht mehr in der Ukraine.

Am Sonntag absolviert sie ihren ersten Besuch bei Präsident Wolodymyr Selenskyj. In Kiew gedachte sie der Opfer des Zweiten Weltkriegs. Kurz nach ihren Eintreffen legte Merkel am Grab des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. Hitler-Deutschland hatte vor 80 Jahren die Sowjetunion und damit auch die Ukraine überfallen. Anschließend wollte Merkel am zentralen Maidan-Platz am Denkmal für die "Himmlische Hundertschaft" an die Toten der proeuropäischen Revolution von 2014 erinnern.

Klitschko wird zum Auftakt von Merkel-Besuch nicht durch Flughafenkontrolle gelassen
12:56 Uhr

Schwedischer Regierungschef Löfven kündigt Rücktritt an

Der schwedische Regierungschef Stefan Löfven hat seinen Rücktritt angekündigt. Der 64-Jährige gab heute bekannt, dass er sein Amt als Parteichef der Sozialdemokraten zum Parteitag im November niederlegen und danach auch als Ministerpräsident aufhören werde. Die Entscheidung sei schon seit einer Weile in ihm gereift, sagte Löfven bei einer Rede in Akersberga in der Nähe von Stockholm, wie der Sender SVT und die Nachrichtenagentur TT berichteten.

Ende Juni war Löfven nach einem Misstrauensvotum schon einmal als Ministerpräsident zurückgetreten. Nach wenigen Tagen erhielt er im schwedischen Parlament aber wieder die nötige Unterstützung. Auslöser für die Regierungskrise war ein Streit um die Mietpreise für Neubauten. Löfven führt derzeit eine rot-grüne Minderheitsregierung an. Es ist die dritte Regierung, der er vorsteht. Die nächste Parlamentswahl ist für September 2022 geplant.

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Stefan Löfven (Foto: picture alliance / TT NYHETSBYRÅN)
Schwedischer Regierungschef Löfven kündigt Rücktritt an
12:30 Uhr

Scholz will bei Wahlsieg nicht Parteivorsitz übernehmen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz strebt im Falle eines Wahlsiegs nach eigenen Worten nicht den Parteivorsitz an. "Nein, das halte ich nicht für erforderlich, das habe ich auch nicht vor", sagte der jetzige Vizekanzler und Finanzminister dem Deutschlandfunk. Die Wahl der Parteispitze steht auf dem nächsten regulären SPD-Parteitag im Dezember an - rund ein Vierteljahr nach der Bundestagswahl. Parteichefin Saskia Esken hat schon angekündigt, ihr Amt behalten zu wollen. "Für mich kann ich sagen, ich habe noch eine Agenda vor mir", sagte sie vor drei Wochen der "Rheinischen Post".

Die Bundestagsabgeordnete führt die SPD seit Dezember 2019 zusammen mit Norbert Walter-Borjans, dem ehemaligen nordrhein-westfälischen Finanzminister. Zuvor hatten sich die beiden in einem Mitgliederentscheid als Kritiker der großen Koalition durchgesetzt, auch gegen Scholz und dessen Mit-Kandidatin Klara Geywitz.

Scholz will bei Wahlsieg nicht Parteivorsitz übernehmen
11:57 Uhr

Polizei stoppt betrunkene E-Scooter-Fahrerin auf Autobahn in Köln

In Köln haben Polizisten nachts eine betrunkene E-Scooter-Fahrerin von einer Autobahn geholt. Die 31-Jährige war nach Angaben der Polizei am frühen Samstagmorgen auf der A57 in Höhe des Kölner Stadtgebiets unterwegs, wie die Polizei nun berichtete. Demnach wählte ein anderer Verkehrsteilnehmer den Notruf, als er die in Schlangenlinien fahrende Frau auf ihrem Elektroroller um kurz vor 4 Uhr morgens bemerkte. Polizisten stoppten die Fahrerin an der Anschlussstelle Ehrenfeld und beendeten die riskante Fahrt. Ein Bluttest ergab einen Alkoholwert von annähernd zwei Promille.

Polizei stoppt betrunkene E-Scooter-Fahrerin auf Autobahn in Köln
11:25 Uhr

Luke Mockridge äußert sich erstmals nach Vorwurf der versuchten Vergewaltigung

Comedian Luke Mockridge hat in einem Video, das er auf Instagram postete, öffentlich Stellung bezogen zu dem laut ihm inzwischen juristisch widerlegten Vorwurf der "versuchten Vergewaltigung" seiner Ex-Freundin. Außerdem erzählt Mockridge, wie die Welle des Hasses ihn überrollte, und gibt bekannt, dass er bis Ende des Jahres beruflich pausieren wird. "Ich möchte mich im Stillen sammeln, ich möchte wieder zu mir finden und möchte mich wieder gut finden, um dann irgendwann mal wieder so auf der Bühne zu stehen, wie ihr das von mir kennt. Und deswegen gibt es für dieses Jahr keine Shows. Wir sehen uns im nächsten Jahr", sagt der Comedian in dem achtminütigen Video.

  • Der 32-Jährige räumt zudem ein, dass er sich wahrscheinlich früher hätte äußern und anders verhalten müssen, aber dass es nicht gegangen sei. "Ich konnte diese Welle des Hasses gar nicht einordnen. Ich kenne das nicht. Ich bin Comedian, ich stehe für fröhliche Sachen", erklärt er weiter.

  • Dann fasst Luke Mockridge die Geschehnisse, die zu dieser Hasswelle geführt hatten, aus seiner Sicht und mit seinen Worten zusammen: "Ich habe vor drei Jahren meine damalige Beziehung beendet. Wir hatten eine ziemlich emotionale Trennung und es war für uns beide schwer, loszulassen von dieser Beziehung."

  • Mockridge weiter: "Umso überraschender war es dann, als ich Monate danach, wirklich wie aus dem Nichts eine Anzeige bei mir im Briefkasten hatte von ihren Anwälten und von ihr, in der es darum ging, dass es eine Nacht innerhalb unserer Beziehung gegeben haben soll, wo ich Sex wollte, aber sie nicht, wo es dann auch nicht zum Sex kam, aber es sich für sie rückwirkend nach all diesen Monaten angefühlt haben soll wie eine versuchte Vergewaltigung", so Mockridge. "Das war unfassbar, sowas zu lesen, weil es sich einfach nicht deckt, mit dem, was wir zu der Zeit erlebt haben. [...] Innerhalb dieser Zeit, kurz vor der Trennung war vielleicht nicht alles gut, aber weit weg von dem, was sie da beschreibt", sagt er.

  • Die Vorwürfe seien staatsanwaltlich geprüft worden mit dem Ergebnis, "dass hier einfach kein Tatverdacht vorliegt", so Mockridge.

Luke Mockridge äußert sich erstmals nach Vorwurf der versuchten Vergewaltigung
10:42 Uhr

18-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Köln schwer verletzt

In Köln ist ein 18-Jähriger bei einer antisemitischen Attacke schwer verletzt worden. Der Jugendliche sei in einem Park von einer Gruppe Heranwachsender geschlagen und getreten worden, teilte die Polizei mit. Ein Täter raubte ihm die Kippa, außerdem wurde der Jugendliche antisemitisch beleidigt. Der 18-Jährige erlitt bei der Attacke unter anderem einen Bruch eines Gesichtsknochens, wie die Beamten weiter mitteilten. Die Tat ereignete sich demnach am späteren Freitagabend in einem Park in Köln.

Zwei Verdächtige im Alter von 18 und 19 Jahren wurden bereits kurz nach der Tat festgenommen. Laut Ermittlern erkannten Beamte in der Leitstelle der Polizei die Verdächtigen am frühen Samstagmorgen auf Aufnahmen der Videoüberwachung aus einem Kölner Ausgehviertel. Sie schickten Streifenwagen zu der Stelle, um die Männer festnehmen zu lassen. Der Staatsschutz ermittelt. Zum Hintergrund der mutmaßlichen Täter äußerte sich die Polizei bislang nicht.

18-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Köln schwer verletzt
10:21 Uhr

Vor zehn Jahren starb Loriot - warum seine Sketche und Karikaturen in Erinnerung bleiben

Bernhard-Viktor von Bülow alias Vicco von Bülow alias Loriot, der Meister der guten Unterhaltung, ist vor zehn Jahren - am 22. August 2011 - in Ammerland am Starnberger See gestorben. Der bekannte Humorist wurde 87 Jahre alt. Durch seine Sketche und Karikaturen lebt Loriot bis heute weiter. Besonders bekannt wurden seine Knollennasenmännchen. Zu seinen Werken zählen Bücher, Serien und Filme, außerdem inszenierte Loriot Opern und Theaterstücke. Sätze wie "Früher war mehr Lametta!", "Ein Klavier, ein Klavier!" und "Bitte sagen Sie jetzt nichts ..." zitieren Loriot-Fans bis heute. Anlässlich seines 10. Todestages haben wir eine Fotostrecke für Sie zusammengestellt.

Vor zehn Jahren starb Loriot - warum seine Sketche und Karikaturen in Erinnerung bleiben
09:45 Uhr

35-Jähriger bei Fallschirmsprung tödlich verunglückt

Bei einem Fallschirmsprung ist am Samstagabend in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) ein 35-Jähriger ums Leben gekommen. Wie die Polizei jetzt mitteilte, war der Mann mit zwei anderen über einem Maisfeld in der Nähe des örtlichen Flugplatzes aus einem Flugzeug gesprungen. Die anderen Springer hätten dann bemerkt, dass bei dem 35-Jährigen etwas nicht stimmte.

Der Hauptschirm hatte sich offenbar nicht geöffnet, berichtete die Polizei. Daraufhin wurde rund eine Stunde lang in dem Maisfeld nach dem Verunglückten gesucht. Für den Mann aus dem Landkreis Stade kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Polizei ermittelt nun zur Unfallursache und prüft, ob an dem Fallschirm ein technischer Defekt vorlag.

35-Jähriger bei Fallschirmsprung tödlich verunglückt
09:15 Uhr

Russische Rakete bringt 34 Satelliten für Internet-Projekt ins All

Eine russische Sojus-Rakete hat in der Nacht zum Samstag 34 weitere Telekommunikations- und Internetsatelliten ins All gebracht. Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, startete die Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan und platzierte die Satelliten erfolgreich auf ihrer Umlaufbahn. Die Satelliten gehören dem Londoner Unternehmen OneWeb, das schnelles Internet in entlegene Weltregionen bringen will.

Der Start war bereits die fünfte Mission von OneWeb in diesem Jahr. Bislang befinden sich nun 288 Satelliten für das Projekt im All. Insgesamt sollen für das Londoner Unternehmen rund 650 Satelliten ins All gebracht werden. Sie sollen schnelles Internet in entlegene Weltregionen bringen, die bisher nicht versorgt sind. OneWeb konkurriert dabei mit den US-Milliardären Elon Musk und Jeff Bezos, die mit ihren Raumfahrtfirmen ebenfalls Internetsatelliten-Netze aufbauen.

Russische Rakete bringt 34 Satelliten für Internet-Projekt ins All
08:40 Uhr

Exportnation Deutschland spürt immer mehr Druck aus China

Waren aus China machen der deutschen Exportwirtschaft in der EU zunehmend Konkurrenz. Der Anteil chinesischer Warenimporte in die EU ist einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts IW Köln zufolge zwischen den Jahren 2000 und 2019 deutlich gestiegen, der Anteil deutscher Waren hingegen insgesamt sogar leicht gesunken. So machten deutsche Importe in EU-Ländern vor 21 Jahren noch 14,0 Prozent aus, chinesische nur 2,7 Prozent. 2019 lag der Anteil der Waren aus China bei 7,6 Prozent, der aus Deutschland nur noch bei 13,8 Prozent. Neuere Daten aus den Jahren nach 2019 beziehen die Autoren nicht ein.

Besonders deutlich werde dieser Trend bei den sogenannten anspruchsvollen industriellen Produktgruppen, teilt das Institut mit. Dazu zählen pharmazeutische und chemische Erzeugnisse, Metallprodukte, elektrische Geräte und Ausrüstungen wie Videokameras, Maschinen sowie Autos, Autoteile und andere Fahrzeuge. In diesen Bereichen lief es für deutsche Exporteure stets besonders gut, wegen ihrer "offenkundigen Spezialisierung auf diese Waren", wie es in der Studie heißt. Allerdings verschoben sich die Anteile in den vergangenen Jahren zugunsten Chinas.

Exportnation Deutschland spürt immer mehr Druck aus China
08:08 Uhr

Jetski-Fahrer stirbt in Ostsee nach Sturz

Ein Urlauber ist am Samstagnachmittag bei einem Unfall mit seinem Jetski in der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern ums Leben gekommen. Der 51-Jährige aus Baden-Württemberg war mit seinem Wasserfahrzeug in der Nähe der Seebrücke Heringsdorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vor der Insel Usedom unterwegs, als er aus ungeklärter Ursache plötzlich von seinem Jetski stürzte, wie die Polizei nun mitteilte.

Mehrere Rettungsschwimmer und ein Rettungshubschrauber nahmen die Suche nach dem Mann auf und fanden ihn wenige Minuten später leblos im Wasser auf. Die Einsatzkräfte bargen ihn und leiteten umgehend Reanimationsmaßnahmen ein - doch er starb noch vor Ort. Derzeit gebe es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder einen Unfall mit einem weiteren Beteiligten.

Jetski-Fahrer stirbt in Ostsee nach Sturz
07:35 Uhr

Judith Rakers: "Männer haben es immer noch einfacher, on air alt zu werden"

"Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers sieht das Alter als "ein großes Thema in der Fernsehlandschaft, gerade bei Frauen. Männer haben es immer noch einfacher, on air alt zu werden", sagte Rakers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Im Unterhaltungsbereich sei das besonders schwierig. "Wenn man blauäugig glaubt, dass die Chancen, die man mit 30 hat, auch noch mit 60 da sind, ist das schwierig", so die 45-Jährige. Sie selbst habe mit den Nachrichten einen Bereich gefunden, in dem man auch als Frau alt werden dürfe.

Im Gegensatz zu ihren ehemaligen Kollegen Linda Zervakis und Jan Hofer hat Rakers keine Ambitionen, zu einem Privatsender zu wechseln. "Ich habe vor, noch lange bei der 'Tagesschau' zu bleiben", sagte Rakers. Solange man ihr die Möglichkeit gebe, sich zu verwirklichen, sei sie zufrieden. "Ich habe keine Wechselinteressen."

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Judith Rakers (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)
Judith Rakers: "Männer haben es immer noch einfacher, on air alt zu werden"
07:07 Uhr

Starkregen, Sturmböen, Hagel: Gewitter breiten sich weiter aus

Nach dem kurzen Sonnenglück vom Samstag ist am Sonntag schon wieder Schluss mit Sommer. Fast über dem ganzen Land breiten sich Schauer und Gewitter aus, die lokal sogar Unwetterpotenzial haben. Bei Starkregen, Sturmböen und Hagel ist also äußerste Vorsicht auf den Straßen geboten.

Starkregen, Sturmböen, Hagel: Gewitter breiten sich weiter aus
06:51 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Eine Woche nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hoffen dort weiterhin Zehntausende verzweifelte Menschen auf ihre Evakuierung durch westliche Staaten. Die Bundeswehr teilte am späten Samstagabend mit, sie habe inzwischen mehr als 2130 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Die US-Streitkräfte brachten nach Angaben des Pentagons seit Beginn ihrer Mission 17.000 Menschen über die Luftbrücke in Sicherheit. Das Chaos vor dem Flughafen dauert an. Mit einer Demonstration im Berliner Regierungsviertel wollen Aktivisten heute ihrer Forderung nach einer schnellen und unbürokratischen Evakuierung Nachdruck verleihen. Alle Entwicklungen zur Lage in Afghanistan können Sie in unserem Liveticker verfolgen.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nach ihrem Besuch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Ukraine von Staatschef Wolodymyr Selenskyj empfangen. Im Mittelpunkt stehen Gespräche über den Ukraine-Konflikt und mangelnde Fortschritte bei der Umsetzung des Minsker Friedensplans für die umkämpften Teile der Regionen Luhansk und Donezk.

  • Für deutsche Urlauber wird ab diesem Sonntag eine Reise auf die Kanarischen Inseln oder nach Katalonien mit der Touristenhochburg Barcelona und den Stränden der Costa Brava um einiges attraktiver. Die beiden Regionen und drei weitere in Spanien - Valencia, Kastilien-La Mancha und Asturien - werden von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen. Alle weiteren Entwicklungen zur Pandemie können Sie wie gewohnt in unserem Corona-Liveticker nachlesen.

  • Der FC Bayern München kann um 17.30 Uhr erstmals nach fast anderthalb Jahren wieder ein Heimspiel in der Fußball-Bundesliga vor einem größeren Publikum austragen. Beim neuen Trainer Julian Nagelsmann und den Münchner Spielern steigert das die Vorfreude auf die Partie gegen den 1. FC Köln zusätzlich. "Wir freuen uns alle auf das Spiel, ein Heimspiel vor 20.000 Zuschauern", sagte Nagelsmann vor der Partie. Am Nachmittag um 15.30 Uhr empfängt die TSG 1899 Hoffenheim den 1. FC Union Berlin.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de

Kristin Hermann

Das wird heute wichtig
06:34 Uhr

Nach Konfrontationen am Grenzzaun: Israel greift in Gaza an

Nach Konfrontationen am Gaza-Grenzzaun hat die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben mehrere Stellungen der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen angegriffen. Vier Orte zur Waffenherstellung und Lagerräume seien attackiert worden, teilte die Armee in der Nacht zu Sonntag mit. Bei den Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten waren am Samstag nach offiziellen Angaben 41 Palästinenser und ein israelischer Grenzpolizist verletzt worden.

Ein 13-Jähriger und ein 14-Jähriger befanden sich nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums nach Schussverletzungen am Samstag in kritischem Zustand. Wie die Armee mitteilte, war der israelische Grenzpolizist von aus dem Gazastreifen kommender scharfer Munition getroffen worden und befand sich am Samstag ebenfalls in kritischem Zustand. Am Freitag hatte die im Gazastreifen herrschende Hamas zu Protesten am Grenzzaun aufgerufen, um des 52. Jahrestags des Feuers an der Al-Aksa-Moschee zu gedenken.

Nach Konfrontationen am Grenzzaun: Israel greift in Gaza an
06:12 Uhr

Schuster in Baden-Württemberg fertigen Schuh in Größe 240

Zwei Schuster haben mithilfe eines Schreiners einen Schuh in Größe 240 hergestellt, einfach aus Liebe zum Schuh und dem Handwerk. Der schwarz-braune Riesenschuh steht samt seiner Leiste in der Werkstatt von Matthäus Jörg in Münsingen (Baden-Württemberg). Der 1,6 Meter lange Schuh wiegt laut Jörg 27 Kilogramm, sein Leisten 57 Kilogramm. Bei der Herstellung half ein befreundeter Schreiner. Er baute den Leisten aus 0,7 Festmetern Lindenholz.

Er besteht aus acht Teilen und lässt sich auseinanderschrauben. "Das muss so sein, um den Leisten aus dem Schuh zu bekommen", sagt Jörg. Die Idee zum Fertigen von Riesenschuhen kam ihm bereits in den 90er-Jahren. Für das Boden-, Ober- und Futterleder wurden rund 19 Quadratmeter Rindsleder verarbeitet, was zwei Kuhhäuten entspricht. Arbeitszeit: 220 Stunden über Monate verteilt.

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Die Schuhmachermeister Matthäus Jörg (r.) und Johannes Schunk fertigen einen riesigen Schuh. (Foto: picture alliance/dpa)
Schuster in Baden-Württemberg fertigen Schuh in Größe 240