Dienstag, 09. Juni 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:37 Uhr

Das war Dienstag, der 9. Juni 2020

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George Floyd wird in einem goldfarbenen Sarg beigesetzt.

(Foto: REUTERS)

"Natürlich müssen wir als erstes das Weiße Haus ausfegen." Mit diesen Worten ruft der US-Bürgerrechtler William Lawson bei der Trauerfeier für George Floyd indirekt zur Abwahl von US-Präsident Donald Trump auf. Und die Mehrheit unserer Leser würde dem wohl zustimmen. Auf die Frage "Befeuert Trump die soziale Spaltung in den USA?", die mein Kollege Janis Peitsch hier im "Tag" um 06:42 Uhr gestellt hatte, antworteten 82 Prozent mit "Ja".

Was war heute sonst wichtig:  

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:03 Uhr

Seehofer weist Rassismus-Vorwurf gegen Polizei zurück

Bundesinnenminister Horst Seehofer sieht in deutschen Polizeibehörden keinen unterschwelligen Rassismus. "Der Vorwurf eines latenten Rassismus in der deutschen Polizei stößt bei mir auf absolutes Unverständnis", deshalb weise er ihn auch zurück, sagte der CSU-Politiker nach Angaben eines Sprechers. Gleichzeitig gelte: "Für Rassismus gilt: Null Toleranz!" Jedem Einzelfall werde nachgegangen.

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hatte Anfang der Woche mit Blick auf die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA in einem Interview gesagt: "Auch in Deutschland gibt es latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte." Um Fälle ungerechtfertigter Polizeigewalt aufzuarbeiten, forderte Esken eine unabhängige Beschwerdestelle. Mit ihrer Einschätzung stieß Esken unter anderem auch bei einigen SPD-Innenministern auf Kritik.

21:27 Uhr

Iran will angeblichen CIA-Spion hinrichten

Ein Iraner, der im Zusammenhang mit der Ermordung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani für die USA und Israel spioniert haben soll, wird hingerichtet.

  • Soleimani, ein hochrangiger Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, war Anfang Januar bei einem US-Raketenangriff in der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet worden.
  • Mahmud M.-M. habe den Geheimdiensten CIA und Mossad Informationen zu dem Aufenthaltsort des General zur Verfügung gestellt und sei dafür bezahlt worden, sagte Justiz-Sprecher Gholam-Hussein Ismaili. Deswegen werde er auch demnächst hingerichtet, so der Sprecher nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.
  • Angaben zur Person Mahmud M.-M. machte der Justiz-Sprecher nicht, auch nicht, wie der Mann an streng geheime Informationen über einen der wichtigsten iranischen Militärkommandeure gekommen sein soll.
20:51 Uhr

New York bekommt fünf "Black Lives Matter"-Straßen

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De Blasio hat die Idee offenbar aus Washington abgeguckt.

(Foto: REUTERS)

Noch gibt es in New York keine einzige "Black Lives Matter"-Straße, doch bald bekommt die Metropole gleich fünf auf einmal.

In jedem der fünf Stadtviertel der Millionenstadt - Manhattan, Queens, Brooklyn, Staten Island und Bronx - solle eine bedeutende Straße dahingehend umbenannt werden, kündigte Bürgermeister Bill de Blasio an. Zudem solle der Schriftzug in jedem Stadtviertel auf eine Straße gemalt werden, in Manhattan beispielsweise in der Nähe des Rathauses.

Zuvor hatte die Bürgermeisterin der US-Hauptstadt Washington, Muriel Bowser, veranlasst, dass der Platz vor dem Weißen Haus nun "Black Lives Matter"-Platz heiße. Zudem ließ sie auf die dortige Straße in riesigen gelben Lettern "Black Lives Matter" pinseln.

20:16 Uhr

Til Schweiger erklärt, warum er Xavier Naidoo unterstützt hat

In einem Interview mit der "Zeit" geht Til Schweiger unter anderem darauf ein, warum er Xavier Naidoo im März in den Sozialen Medien unterstützt hatte. Der Sänger war nach Rassismusvorwürfen aus der "Deutschland sucht den Superstar"-Jury ausgeschlossen worden. Schweiger habe blind für Naidoo Partei ergriffen. "Ich habe seine Lieder nicht gehört", sagt der Schauspieler. Diesen Vorwurf müsse er sich selbst machen.

Schweiger seien von seinem Vater Internetlinks zu Naidoos Videos geschickt worden und dieser habe gemeint: "Til, pass mal auf, was du hier sagst."

Der Schauspieler habe "automatisch das Gefühl, mich hinter den stellen zu müssen", wenn alle auf einen draufhauen. "Das klingt jetzt komisch, aber ich mag den Kerl so gern, dass ich mir diese Lieder gar nicht anhören will."

19:26 Uhr

Joggerin-Mörder erschlug auch Studentin in Österreich

Ein in Deutschland wegen Mordes an einer Joggerin bereits mit lebenslanger Haft bestrafter Lkw-Fahrer aus Rumänien ist in Österreich wegen eines anderen Mordes verurteilt worden.

  • Das Landgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass der 43-Jährige im Januar 2014 eine französische Austauschstudentin im österreichischen Kufstein umgebracht hat. Da bereits die Höchststrafe verhängt wurde, folgte kein zusätzliches Strafmaß durch die österreichische Justiz.
  • Die Studentin aus Lyon war im Januar 2014 durch Schläge auf den Kopf getötet worden. Ihre Leiche wurde von Polizisten am Inn-Ufer entdeckt. Die Tatwaffe, eine Hubstange, wurde im Fluss gefunden.
  • Der Lkw-Fahrer war 2017 in Deutschland nach dem Mord an der 27-jährigen Joggerin im baden-württembergischen Endingen verhaftet und wegen Mordes und Störung der Totenruhe zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Der als Zeuge bestellte Psychiater erklärte, von dem 43-Jährigen gehe eine hohe Gefahr für weitere Delikte aus. "Es spricht aus psychiatrischer Sicht einiges dafür, dass der Angeklagte ein klassischer Serienmörder ist."
18:40 Uhr

13-Jähriger schluckt Ecstasy-Pille und stirbt

Ein 13-Jähriger ist in einer Tübinger Klinik gestorben, nachdem er eine Ecstasy-Tablette geschluckt hatte.

  • Gegen einen 15-Jährigen, der ihm die Pille gegeben haben soll, wird ermittelt. Er bestreitet die Vorwürfe.
  • Der 13-Jährige war am Sonntagabend mit zwei Freunden in Münsingen bei Reutlingen unterwegs, als er kollabierte. Die Begleiter alarmierten die Rettungskräfte.
  • Sein Zustand verschlechterte sich aber stark, nach wenigen Stunden war der Jugendliche tot. Eine Obduktion soll nun die genaue Todesursache klären.
18:06 Uhr

Burundis Präsident stirbt mit 55 Jahren - Berichte über Corona-Infektion

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Starb Nkurunziza infolge einer Infektion mit dem Coronavirus?

(Foto: imago/Xinhua)

Der scheidende Präsident des Krisenlandes Burundi, Pierre Nkurunziza, ist der Regierung zufolge überraschend gestorben. Er habe einen Herzstillstand erlitten, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Laut lokalen Medienberichten wurde Nkurunziza am Montag positiv auf das Coronavirus getestet und ins Krankenhaus eingeliefert.

  • Nkurunziza kam 2005 an die Macht und trat bei der Präsidentenwahl vor rund drei Wochen nicht erneut an. Stattdessen stellte die Regierungspartei Evariste Ndayishimiye als Nachfolger auf, der die Wahl gewann.
  • Nkurunziza sollte noch bis August im Amt bleiben.
  • Der 55-Jährige regierte das Land mit harter Hand und stürzte es 2015 in eine Krise, als er sich entgegen der Verfassung um eine dritte Amtszeit bewarb. Tausende Menschen flohen aus dem Land, Oppositionelle wurden schikaniert und verfolgt und Medien gegängelt. Zudem hat sich Burundi unter Nkurunziza zunehmend von der internationalen Gemeinschaft isoliert.
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17:28 Uhr

Fritz Pleitgen an Krebs erkrankt

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Ehemaliger WDR-Intendant Fritz Pleitgen wurde bereits operiert.

(Foto: picture alliance / Rolf Vennenbe)

Der ehemalige WDR-Intendant und Fernsehkorrespondent Fritz Pleitgen ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt.

Der 82-Jährige sei vor knapp zwei Wochen in Heidelberg operiert worden, teilte die Deutsche Krebshilfe - deren Präsident er ist - mit. "Ich bin sehr zuversichtlich, da der Tumor in einem frühen Stadium entdeckt wurde und operabel war", wurde Pleitgen zitiert. "Meine eigene Situation macht mir aber auch mehr als deutlich, wie wichtig es ist, Krebserkrankungen früh zu erkennen."

Pleitgen ist seit 2011 ehrenamtlich Präsident der Deutschen Krebshilfe. Er war unter anderem ARD-Korrespondent in Moskau und Washington. Von 1995 bis 2007 war er Intendant des Westdeutschen Rundfunks.

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17:06 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:48 Uhr

Nach 17 Jahren: Sterne-Koch Holger Stromberg trennt sich von seiner Frau

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Sind nicht mehr zusammen: Holger und Nikita Stromberg.

(Foto: imago/Spöttel Picture)

Die Ehe des bekannten deutschen Kochs und Autors Holger Stromberg ist gescheitert.

  • "Wir wollen uns keine Schuld zuweisen. Wir haben gemeinsam eine Ehe geführt, jetzt haben wir auch gemeinsam ihr Ende geregelt, wie Erwachsene, ohne Streit", sagt der 48-Jährige der Zeitschrift "Bunte" über sein Ehe-Aus. 17 Jahre hielt die Liebe zu Nikita, sechs davon verbrachten sie als Ehepaar. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn, das Sorgerecht teilen sie sich demnach.
  • Holger Stromberg hatte Fernsehauftritte in Sendungen wie "Lanz kocht" oder "Angemacht". Von 2007 bis 2017 kochte er für die deutsche Fußballnationalmannschaft. Mit dem DFB-Team reiste er damals um die Welt - offenbar nicht leicht für seine Beziehung. "Wenn man so wenig daheim war wie ich, musste es kriseln", so Stromberg.
  • Die Scheidung sei bereits durch. Single ist der Gastronom aber nicht: "Ja, in meinem Leben gibt es eine neue Partnerin."
16:10 Uhr

Polizisten stoßen 75-Jährigen um: Trump wirft ihm Vortäuschung vor

Vor wenigen Tagen schockierte dieses Video mit seiner Brutalität die ganze Welt. Darauf ist zu sehen, wie zwei Polizisten in der US-Stadt Buffalo einen 75-Jährigen Demonstranten heftig stoßen, sodass er fällt und sich am Kopf verletzt. Anschließend lassen sie den Mann mit Blutungen am Kopf auf dem Bürgersteig liegen.

Anstatt den Mann in Schutz zu nehmen, wirft ihm US-Präsident Trump vor, er habe seinen Sturz vorgetäuscht. Zudem könnte der Mann "ein Antifa-Provokateur" sein, schrieb Trump auf Twitter. Der 75-Jährige sei "härter gefallen, als (er) gestoßen wurde". Zudem habe der Mann womöglich versucht, Kommunikationsausrüstung der Polizei zu sabotieren. Trump bezog sich auf einen Bericht des umstrittenen rechten Senders OAN, der eine entsprechende Theorie verbreitet hatte.

Die beiden Polizisten, die den Mann in Buffalo zu Boden gestoßen hatten, wurden suspendiert. Ihnen werde Körperverletzung vorgeworfen, berichteten US-Medien.

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15:23 Uhr

Junge seit 1995 vermisst: Ermittler prüfen Verbindung zum Fall Maddie

Im Fall des vermissten britischen Mädchens Madeleine "Maddie" McCann prüft die Polizei in den Niederlanden, ob der tatverdächtige Deutsche etwas mit dem Verschwinden eines niederländischen Jungen zu tun gehabt haben könnte.

Der seinerzeit siebenjährige Jair Soares war zuletzt im August 1995 am Strand von Monster südlich von Den Haag gesehen worden. Seitdem fehlt jede Spur von ihm.

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14:48 Uhr

Diebe stehlen Transporter - nur wegen wertvoller Ladung

Normalerweise werden Autos gestohlen, um sie weiterzuverkaufen. Bei Wertheim in Baden-Württemberg waren Diebe aber nicht an dem geklauten Fahrzeug interessiert, sondern nur an dem, was darin war. Nämlich 400.000 Gesichtsmasken.

Der 34-jährige Fahrer hatte den Transporter auf dem Parkplatz eines Autohofes abgestellt, um einen Imbiss zu besuchen. Als er nach nur etwa zehn Minuten das Schnellrestaurant wieder verließ, war sein Fahrzeug verschwunden.

Kurz darauf wurde das Auto auf dem Parkplatz eines Restaurants in der Nähe des Autohofs entdeckt - von den Masken fehlte jedoch jede Spur. Die Polizei sucht nun Zeugen, die das Entladen beobachteten.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab jetzt begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

14:02 Uhr

Häftlinge brechen aus Gefängnis aus - und versprechen Rückkehr

Solche höflichen Ausbrecher gibt es wohl selten: In Rom sind zwei Cousins aus dem Gefängnis geflohen. Zuvor versprachen sie, in zwei Wochen zurückzukommen.

  • Die beiden Gefangenen hinterließen bei ihrer Flucht aus dem Rebibbia-Gefängnis eine Notiz in ihrer Zelle, sie seien aus persönlichen Gründen zur Flucht gezwungen, berichtete die Zeitung "Repubblica".
  • Ihre Kinder seien mutmaßlich wegen eines Drogengeschäfts in Schwierigkeiten geraten und bräuchten ihren Schutz.
  • Da auch die Mütter der Kinder im Gefängnis säßen, hätten sie keine andere Wahl als auszubrechen.

Die beiden Häftlinge, die eigentlich noch bis 2029 eine Haftstrafe wegen Betrugs und Hehlerei absitzen müssen, sägten die Stäbe ihrer Zelle mit einer Feile durch und entkamen mithilfe eines Löschschlauchs über die Gefängnismauer.

13:30 Uhr

Tierquäler tötet Schwan mit Luftgewehr

Brutale Tierquälerei in Köln: Die Polizei in der Domstadt am Rhein sucht einen unbekannten Täter, der mit einem Luftgewehr auf einen Schwan geschossen hat. Eine Tierärztin konnte das Projektil zwar aus dem Hals des Vogels entfernen, doch das Tier starb wenig später, sagte ein Polizeisprecher. Der Tierquäler soll zudem die Eier aus dem Schwanen-Nest genommen und zerstört haben.

Das Weibchen lebte zusammen mit einem männlichen Schwan auf einem Teich im Mediapark mitten in der Kölner Innenstadt. Eine Anwohnerin hat sich nach eigenen Angaben seit 18 Jahren um die Vögel gekümmert. Die beiden Schwäne wurden von Tierfreunden "Helena" und "Demetrius" genannt, nach dem Liebespaar in Shakespeares "Sommernachtstraum".

13:11 Uhr

Berliner Polizei veröffentlicht Corona-Song

Als Aufmunterung in Zeiten der Corona-Krise hat die Berliner Polizei einen Song im Netz veröffentlicht. "Viel Spaß mit dem Coronasong von Sebastian Stipp und der Combo des Landespolizeiorchesters", schrieb die Polizei dazu auf Twitter.

Der Polizist Stipp ist übrigens kein Unbekannter. In der Vergangenheit trat der musikalische Beamte schon bei der Casting-Show "The Voice of Germany" auf. Auch im Musical "Hinterm Horizont" von Kult-Rocker Udo Lindenberg stand er schon auf der Bühne.

12:32 Uhr

Model Bar Refaeli muss Sozialstunden leisten

Weil sie ihr Einkommen nicht korrekt versteuert haben soll, hat Model Bar Refaeli seit Längerem Ärger mit der Justiz. Nun hat sich die 35-Jährige mit der Staatsanwaltschaft in ihrer Heimat Israel auf einen Deal geeinigt.

Nach der Vereinbarung muss die Ex von Schauspieler Leonardo DiCaprio unter anderem neun Monate lang Sozialdienste leisten, eine Haft bleibt ihr damit erspart. Refaelis Mutter Zipi müsste für 16 Monate ins Gefängnis. Zugleich stimmten beide der Zahlung von insgesamt 5 Millionen Schekel (knapp 1,3 Millionen Euro) zu. Ein Gericht muss noch über die Abmachung befinden. Es hat dafür 30 Tage Zeit.

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11:22 Uhr

Forscher: Seltener Nachtsittich sieht nachts gar nicht so gut

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Nachtsittiche sind neben den neuseeländischen Kakapo-Papageien die einzige nachtaktive Papageienart.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der australische Nachtsittich ist eine extrem seltene Papageienart und trägt seine besondere Eigenschaft schon im Namen: Er ist - anders als fast alle anderen Papageien - nachtaktiv. Nun haben Forscher eine erstaunliche Erkenntnis gewonnen: Der gelblich-grüne Vogel kann nachts wohl gar nicht viel besser sehen als seine tagaktiven Verwandten.

  • Das Team um Vera Weisbecker von der australischen Flinders University fand heraus, dass das visuelle System des stark gefährdeten Papageien nicht so gut an das Leben in der Dunkelheit angepasst ist wie man das von einem nachtaktiven Vogel erwarten würde.
  • Da die Vögel nachts Futter finden sowie Hindernissen und Feinden ausweichen müssen, sei man zuvor davon ausgegangen, dass ihr Sehvermögen an die Dunkelheit angepasst sei.

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10:43 Uhr

Charlotte Würdig spricht über Trennung von Sido

Vor rund drei Monaten gab Moderatorin Charlotte Würdig ihre Trennung von Ehemann und Rapper Sido bekannt. Acht Jahre waren die beiden ein Paar. Das Ehe-Aus bezeichnet die 41-Jährige nun als schleichenden Prozess. Das liege daran, dass sie beide "keine großen Streiter" seien, sagte Würdig dem Magazin "Bunte".

Sie empfinde es als wichtig, immer wieder gemeinsam darüber zu reflektieren, "ob man noch die gleichen Wertvorstellungen hat oder ob das im Laufe der Jahre gravierend auseinandergeht." Bei ihr und Sido sei es irgendwann nicht mehr gegangen.

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10:09 Uhr

Radar gibt Geheimnisse versunkener Römer-Stadt preis

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Ganz ohne Schaufel: Radar ermöglicht Bild einer antiken Stadt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Unter Gras versteckt liegt eine versunkene Stadt: Bei Rom haben britische und belgische Wissenschaftler eine antike Siedlung in vielen Details erforscht - ohne auch nur einmal zur Schaufel zu greifen. Die Archäologen der Universitäten Cambridge und Gent nutzten ein Bodenradar, um die antike Siedlung Falerii Novi bis in rund drei Meter Tiefe zu erkunden.

Die Radargeräte wurden mit Quads über große Flächen gezogen. Satellitentechnik half, die so erzeugten Echo-Daten exakt zu lokalisieren. "Die Leute haben das schon früher in kleinem Maßstab gemacht. Aber dieses Projekt ist das erste Mal, dass die Technik angewandt wird, um eine ganze römische Stadt zu kartieren", sagte der Archäologe Martin Millett.

Die Stadt Falerii Novi liegt rund 50 Kilometer nördlich von Rom. Ihre Gründung wird auf das Jahr 241 vor Christus datiert. Sie sei etwa halb so groß gewesen wie Pompeji am Vesuv, schreiben die Forscher im Fachblatt "Antiquity".

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10:07 Uhr
Breaking News

AfD-Verfassungsklage gegen Kritik Seehofers erfolgreich

Die AfD ist mit ihrer Klage gegen Bundesinnenminister Horst Seehofer erfolgreich. Der CSU-Politiker hätte ein Interview mit AfD-kritischen Äußerungen nicht auf der Internetseite seines Ministeriums veröffentlichen dürfen, entscheidet das Bundesverfassungsgericht.

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09:36 Uhr

Neues Geländer bringt Golden Gate Bridge zum "Singen"

Die Golden Gate Bridge, das Wahrzeichen San Franciscos, ist von Weitem zu sehen - und neuerdings ist sie bei starkem Wind auch zu hören. Ein im Bau befindliches Handgeländer entlockt der 83 Jahre alten Konstruktion ungewöhnliche Töne. Als "summendes Geräusch" beschrieb es Brückenbezirks-Sprecher Paolo Cosulich-Schwartz im "San Francisco Chronicle".

  • Um die Windfestigkeit zu verbessern, seien kürzlich die alten, breiteren Streben durch schmalere ersetzt worden.
  • Schon bei Tests im Windkanal hätte man ein leichtes Summen gehört, sagte der Sprecher.

Nach starken Winden am Freitag häuften sich in den sozialen Netzwerken Kommentare und Beschwerden. Von "gespenstisch" bis "engelsgleich", von "Sirenengeheul" bis "Windspiel" wurde der ungewöhnliche Sound beschrieben.

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09:23 Uhr
Breaking News

Bundesliga-Überraschung: TSG Hoffenheim trennt sich von Coach Schreuder

Kurz vor dem Ende der Saison trennt sich Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim überraschend von Trainer Alfred Schreuder. Das gibt der Klub via Twitter bekannt.

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09:03 Uhr

FDP: Corona-Konjunkturpaket auch für neue Kampfjets nutzen

Russland hat sein Militär nach Einschätzung der Bundesregierung zuletzt deutlich aufgerüstet. Die FDP fordert deshalb nun eine zügige Ablösung der überalteten Tornado-Flotte. Die benötigten Milliarden für die Modernisierung solle die Bundesregierung aus dem Corona-Konjunkturpaket nehmen.

"Statt der deutschen Scheindiskussion um den Ausstieg aus der nuklearen Teilhabe, sollte die Bundesregierung lieber die Nachfolge des altersschwachen Tornados zügig vorantreiben", sagte der FDP-Haushaltspolitiker Karsten Klein der dpa. Er warnte vor Instandhaltungskosten in Milliardenhöhe und machte die SPD dafür verantwortlich.

Einige führende SPD-Politiker hatten zuletzt gefordert, dass Deutschland die Stationierung von US-Atombomben künftig ausschließen und damit auch die Ablösung der Tornado-Flotte mit einem Fragezeichen versehen solle. Deutschland setzt die Maschinen auch zur sogenannten nuklearen Teilhabe ein - ein Abschreckungskonzept der Nato, bei dem Verbündete Zugriff auf US-Atomwaffen haben.

08:26 Uhr

Trumps Hollywood-Stern mit Kot und Farbe verunstaltet

Es ist schon wieder passiert: Der Stern von US-Präsident Donald Trump auf dem berühmten Walk of Fame in Hollywood wurde erneut Opfer von Vandalismus. Am Wochenende besprühten Unbekannte den Stern komplett mit schwarzer Farbe und hinterließen eine Papiertüte mit Kot darauf. Vermutlich ein Protest-Statement wegen Trumps Umgang mit den landesweiten Anti-Rassismus-Demonstrationen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Stern beschädigt wurde. In der bisherigen Amtszeit des US-Präsidenten, wurde der Stern unter anderem bereits mehrfach besprüht, mit Hammer und Meißel bearbeitet und sogar mit einer Miniatur-Betonmauer (inklusive Miniatur-Stacheldraht) "umzäunt".

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08:06 Uhr
Breaking News

Deutscher Export bricht im April um mehr als 30 Prozent ein

Der deutsche Export bricht im April infolge der Corona-Krise dramatisch ein. Der Wert der Warenausfuhren sinkt gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

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07:51 Uhr

Der Osten freut sich über Sommerwetter

Jetzt gibt’s erst einmal zweigeteilte Aussichten. Denn während im Norden Hoch „Thomas“ für freundliches und trockenes Wetter sorgt, bringt Tief „Melina“ über Norditalien der Südhälfte weitere Regenwolken. Dabei sind bis in die Mittelgebirge hinein nachmittags auch lokale Gewitter nicht auszuschließen. Die Höchstwerte liegen hierbei zwischen 13 Grad am Alpenrand und 23 Grad in Brandenburg und Berlin.

Morgen sieht es dann ähnlich aus, bevor der Sommer erneut Anlauf nimmt: Am Donnerstag (Fronleichnam) schon mal bei meist 20 bis 24 Grad. Dabei sind allerdings besonders im Nordosten auch gewittrige Schauer möglich, während es ansonsten bei einem Mix aus Sonne und Wolken überwiegend trocken weitergeht.

Der Freitag wird dann bei meistens 25 bis 30 Grad der insgesamt schönste und wärmste Tag der Wetterwoche. Wolkiger und kühler bleibt es nämlich lediglich bei den Nordlichtern mit 20 bis 23 Grad. Am Wochenende wird es dann zunehmend schwül und somit steigt nachmittags und abends die Wahrscheinlichkeit für Sommergewitter, die zum Teil mit Unwettern durch Starkregen und Hagel einhergehen können. Ihr Björn Alexander

07:44 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

gut zwei Wochen ist es nun schon her, dass George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz zu Tode kam. Heute wird der US-Amerikaner in Pearland bei Houston beigesetzt. Zuvor nehmen die Familie und geladene Gäste in Houston an einem Trauergottesdienst teil. Welche Themen sonst noch auf dem Programm stehen:

  • Das Bundesverfassungsgericht verkündet sein Urteil über eine Klage der AfD gegen Innenminister Horst Seehofer. Der CSU-Politiker hatte das Verhalten der AfD-Bundestagsfraktion in einem Interview als "staatszersetzend" bezeichnet.
  • Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes legt ihren Jahresbericht vor.
  • Die EU-Wirtschafts- und Finanzminister beraten den 750-Milliarden-Euro-Plan der EU-Kommission zum Wiederaufbau nach der Corona-Krise.
  • Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Exportzahlen für den Monat April.

Ich begleite Sie bis zum Nachmittag durch den "Tag". Bei Fragen, Anmerkungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Morgen.

07:18 Uhr

Bettwäsche entlarvt Einbrecher

Auf kuriose Weise ist in Worms ein Einbrecher überführt worden. Ein Bettbezug entlarvte den Kriminellen. Wie die Polizei mitteilte, war der 40-Jährige in der vergangenen Nacht in eine Wohnung eingebrochen. Als die Bewohnerin das bemerkte, rief sie ihren Lebensgefährten an. Dieser machte sich gleich auf den Weg zum Haus - traf dabei aber auf einen Mann, der in einem Bettbezug mehrere Gegenstände transportierte.

Weil ihm das Wäschestück bekannt vorkam, sprach er den Einbrecher an. Dieser ließ seine Beute fallen und rannte los. Gemeinsam mit zwei weiteren Passanten gelang es dem Lebensgefährten aber, den Einbrecher festzuhalten und der Polizei zu übergeben.

06:42 Uhr

Mehrheit der Deutschen sieht Trump als Spalter

Die meisten Bundesbürger sehen die Rolle von US-Präsident Donald Trump bei den jüngsten Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus außerordentlich kritisch. Das offenbart eine neue Studie im Auftrag der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Demnach sind 80 Prozent der Meinung, dass Trump vor allem die soziale Spaltung in den USA befeuert. Nur für 5 Prozent handelt er entschlossen und nachvollziehbar.

Wie aus der Studie weiter hervorgeht, halten 92 Prozent der Befragten die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA für berechtigt - sofern sie friedlich verlaufen.

Wie ist Ihre Meinung zu Trumps Innenpolitik?

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06:06 Uhr

Geliebte zerstückelt: Russischer Historiker vor Gericht

Wegen des Mordes an seiner jüngeren Geliebten steht in St. Petersburg ab heute der renommierte Geschichtsprofessor und Napoleon-Experte Oleg Sokolow vor Gericht. Die Polizei hatte den 63-Jährigen im November aus dem Fluss Moika geholt, als er versuchte, Leichenteile seines Opfers im Fluss zu versenken. Er gestand, seine frühere Studentin getötet und zerstückelt zu haben.

Der Fall löste in Russland eine Debatte über Gewalt gegen Frauen aus. Studentinnen an der Staatlichen Universität St. Petersburg sollen schon vorher teils gewalttätige sexuelle Übergriffe des Professors gemeldet haben, ohne dass dies Folgen hatte.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht