Unterhaltung

Let's Dance – Show 4 30 Punkte: "Nicolas, das war Übertanzen!"

Nicolas Puschmann liefert den besten Beweis für die Schönheit, wenn zwei Männer miteinander tanzen, Auma Obama gibt die Disco-Queen und Zachenhuber könnte Gíslason gefährlich werden. Abtanzen muss einer, den das kaum zu stören scheint.

"Ich bin so überglücklich über 30 Punkte", sagt ein freudestrahlender Nicolas Puschmann, der mit einem Contemporary nicht nur die Jury aus den Socken haut. "Alles andere als 30 Punkte ist eine Frechheit", urteilt Llambi und Motsi findet: "Das war Übertanzen". Dieser Tanz ist aber nicht einfach nur "eine moderne Variante des Balletts", sondern vor allem der Beweis, wie schön und harmonisch es wirkt, wenn zwei Männer miteinander übers Parkett schweben.

Contemporary ist ein sehr freier Tanz, man braucht Vertrauen - etwas, was man nicht nur in "der schwulen Community", in der es oft "oberflächlich zugeht", schwer findet, sondern generell. In einer Welt, in der sich vieles "um optische Reize dreht", sehne Puschmann sich "nach bedingungsloser Liebe" und einer festen Beziehung. All seine Gefühle und Sehnsüchte vertanzen "Prince Charming" und sein Vadim "absolut synchron". Mehr Innigkeit und Leidenschaft seien kaum möglich.

Wie in der "Hobbythek von Jean Pütz"

Motto der 4. "Let's Dance"-Show: Boys vs Girls. Tatsächlich hat man an diesem Abend ein bisschen den Eindruck, dass die Herrenbrigade weit abgefallen hinterher tapst. Erol Sander scharwenzelt so "monoton" über die Tanzfläche, man weiß nicht, ob er schlafwandelt, Kai Ebels Slowfox erinnert Llambi an die "Hobbythek von Jean Pütz" und bei Mickie Krause ist einfach auch "zu wenig Attacke". Der Chefjuror hat beim Anblick von dessen Tango sogar "das Gefühl, du hast Angst, wenn du dich bewegst, dann fliegt der Fiffi weg". Einzig Jan Hofer hat sich nicht vertanzt und zeigt sogar "sehr schöne Samba-Rolls."

Aber so ist es nun mal: Es gibt immer diejenigen, die Woche für Woche abliefern und sich damit einem immensen Druck aussetzen und dann gibt’s die Gurkentruppe, die alles etwas gelassener nimmt und kein Problem damit hat, auf dem Parkett ein Nickerchen zu machen.

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Bei "Let's Dance" bereits letzte Woche angekommen ist Auma Obama. Es scheint, die Germanistin hat noch lange nicht gezeigt, wie viel Talent in ihr steckt. Kaum wiederzuerkennen und mit toller, großer Perücke gibt sie die Disco-Queen und entfacht mit ihrer Lebensfreude ein regelrechtes Disco-Inferno. Die "paar Mini-Patzer" am Ende ihres Cha-Cha-Cha schmälern nicht die "tolle Atmosphäre". Vielleicht sollte man an dieser Stelle auch noch einmal erwähnen: Die Frau ist 61 Jahre alt. Wenn sie an der Seite ihrer jüngeren Kolleginnen tanzt, hat man nicht das Gefühl, dass sie weniger fit ist.

Eine, bei der dem Zuschauer jedes Mal das Herz aufgeht, ist Ilse DeLange. In dieser Woche tanzt die so mädchenhaft gebliebene 43 Jahre alte Musikerin einen Charleston und sogt damit nicht nur bei der Jury für "sensationelle Stimmung". Ihre Mimik, ihre fröhliche Art - Hartwich schwärmt: "Genauso tanz ich durch Amsterdam, wenn ich ... Blumen gekauft habe."

Zu den Top-Tänzern des Abends zählt erneut Rúrik Gíslason. Auch er hat die Messlatte bereits weit nach oben gelegt. Die Kritik aber ist auf hohem Niveau, denn der 33-Jährige zeigt einen "wundervollen, mystischen und aggressiven Tango" und man überlegt wirklich, was erst in Show fünf, sechs und sieben passiert. Die Punkte auch dieses Mal: Bestnoten.

Auch Simon Zachenhuber muss sich nicht verstecken. Er liefert einen stolzen Torero ab und geht mit einem explosiven Paso Doble "auf Angriff". Dieser Gesichtsausdruck, die vielen, kleinen Details: Vorsicht, Gíslason! Unterschätz' den Zachenhuber nicht!

"Who run the World"

Zu den "Rohdiamanten" dieser Staffel gehören auch Moderatorin Lola Weippert sowie Schauspielerin Valentina Pahde. Die eine muss noch ein bisschen geschliffen werden, die andere "fesselt" schon jetzt mit ihrer "Eleganz" und weichen Schönheit. Das "Boys vs. Girls"-Battle gewinnen an diesem Abend - "Who run the World"- die Ladys. Generell muss man aber sagen, dass diese Gruppentänze eher selten abholen. So mögen sie im Studio und direkt vor Ort für Stimmung sorgen, doch ins Wohnzimmer überzuschwappen vermögen sie nicht.

Man hampelt ein bisschen herum und feuert sich gegenseitig auf und an; irgendeiner tanzt wie ein Teletubbie, ein anderer steht "wie eine Mauer" rum und am Ende ist es nicht nur so wie bei Brecht, sondern wie überall: "Die einen sind im Dunkeln. Und die anderen sind im Licht. Und man sieht nur die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht." Natürlich ist es immer ein cleverer Schachzug, die Guten und Starken vorne zu positionieren. Am Ende aber hat es einem dennoch nicht geholfen. Kai Ebel muss abtanzen.

"Let's Dance" ist immer freitags um 20.15 Uhr bei RTL zu sehen.
Zudem ist die Sendung jederzeit auch bei TVNOW abrufbar. Weitere Informationen zur Show gibt es bei RTL.de

Quelle: ntv.de

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