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"Möchte nicht aufgeregt sein" Bushidos Frau sagt in Clan-Prozess aus

Das Leben könnte so schön sein für Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferchichi. Schließlich freuen sich die beiden Fünffach-Eltern nun sogar noch auf Drillinge. Doch da gibt es ja noch die Vergangenheit des Rappers, die die Familie im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker einholt.

Bushido ist etwas grau geworden. Und vielleicht sogar ein bisschen weise. Als ihn RTL-Moderatorin Frauke Ludowig im Garten seines Berliner Anwesens zwischen Girlanden und Kindertrampolin trifft, trägt er ein Shirt eines bekannten Sportartikelherstellers - garniert mit einer Regenbogenfahne. Doch vor allem geht es bei der Zusammenkunft um Bushidos Frau, Anna-Maria Ferchichi.

Sie ist gerade mit Drillingen schwanger. Drei Mädchen sollen das Familienglück der 39-Jährigen und ihres drei Jahre älteren Mannes nun endgültig perfekt machen. Fünf Kinder haben die beiden bereits - vier gemeinsame und einen Sohn, den sie aus einer früheren Beziehung in die Ehe mit dem Rapper miteinbrachte. "Eineiige Drillinge ist der Wahnsinn. Das war schon immer mein größter Wunsch", sagte Bushido soeben erst dem Magazin "Bunte" über seine erneuten Vaterfreuden.

"Es ist Verantwortung"

Alles könnte also schön und perfekt sein, wäre da nicht die Vergangenheit, die den Musiker inzwischen schon seit Monaten vor Gericht einholt. Im Prozess sieht sich Bushido Clan-Chef Arafat Abou-Chaker gegenüber, einst sein bester Kumpel, Trauzeuge und Geschäftspartner. Doch diese Freundschaft ist lange passé. Bushido wirft seinem früheren Mentor vor, ihn massiv unter Druck gesetzt zu haben, als er sich von ihm unabhängig machen wollte. Von Millionen-Forderungen, Bedrohungen, Beschimpfungen und physischen Attacken mit einer Wasserflasche und einem Stuhl ist die Rede.

Jetzt soll auch Anna-Maria Ferchichi in dem Prozess aussagen. Und das, obwohl sie Drillinge erwartet. Angesichts dieser Risikoschwangerschaft wäre sie zwar nicht verpflichtet, vor Gericht zu erscheinen, doch für sie gebe es keinen anderen Weg, wie sie im RTL-Interview erklärt: "Es ist Verantwortung. Und es gehört dazu. Und ich bin die Einzige, die meinem Mann da den Rücken stärken kann."

Personenschutz rund um die Uhr

Sicher wäre es nur allzu verständlich, wenn sie bei dem Gedanken an ihre Aussage ein mulmiges Gefühl beschleichen würde. Doch die Frau des Rappers gibt sich kämpferisch: "Momentan bin ich noch nicht aufgeregt. Eher sehr ruhig und konzentriert." Zwar könne sie derzeit nicht einordnen, wie es sein wird, wenn es dann tatsächlich so weit sein sollte. Aber für sie stehe fest: "Ich möchte nicht aufgeregt sein."

Dabei beeinflusst die Auseinandersetzung mit dem Clan das Leben der Familie längst massiv, nachdem unter anderem von angeblichen Morddrohungen oder einer geplanten Kindesentführung berichtet worden war. Das Haus des Paares wird rund um die Uhr von Objekt- und Personenschützern überwacht.

"Wir können damit umgehen. Ja, man ist eingeschränkt. Sehr. Und das ist auch nichts Schönes. Überhaupt nicht. Kein Zustand, den ich irgendjemandem wünsche. Nichtsdestotrotz bin ich sehr dankbar, weil es einen sehr, sehr ruhig schlafen lässt", sagt Anna-Maria Ferchichi und ergänzt: "Wir versuchen, die Kinder so gut es geht fernzuhalten." Tatsächlich hätte sich der Nachwuchs aber schon mit der Situation arrangiert. "Die kennen das jetzt nicht anders nach fast drei Jahren."

"Es tut mir sehr leid"

Bushido selbst zeigt sich in dem Gespräch reumütig. "Es tut mir sehr leid für meine Frau und für meine Kinder", gibt er zu Protokoll. Offenbar mit Blick auf den Bruch mit Arafat Abou-Chaker erklärt er: "Wir wären nicht mal in der Lage, Gerechtigkeit einzufordern. Und vor allem wäre ich niemals in der Lage gewesen, mein Leben zu ändern, mich als Person zu ändern, mit Dingen abzuschließen." Zugleich gesteht er, er wisse nicht, "ob wir jemals ein normales Leben führen können".

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Ein Leben, von dem vermutlich auch die Frau des Musikers träumt, wenn sie sagt: "Wir führen einen wunderbaren Alltag. Sehr geregelt und sehr abgesprochen." Doch Normalität wird ihr angesichts der Vergangenheit ihres Mannes wohl nicht auf dem Silbertablett serviert. "Ich kann verstehen, wenn Leute Berührungsängste haben", räumt sie ein.

Das komplette Interview mit Bushido und Anna-Maria Ferchichi gibt es am Sonntag, den 20. Juni um 17.45 Uhr bei "Exclusiv Weekend" auf RTL zu sehen.

Quelle: ntv.de, vpr

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